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Schuldenkrise: Das Warten auf den Goldenen Schuss

Schulden-Droge: Der Entzug wird schmerzhaft sein.

Die Welt hängt an der Kreditnadel. Spätestens im Herbst können Schuldgeld-Junkies auf ihre nächste Geldspritze hoffen.

Die Frage nach dem „ob“ und „wie viel“, bestimmt weiter die kurzfristige Entwicklung der Edelmetallkurse. Gemeint sind die möglichen Konjunkturstimuli der Zentralbanken. Sowohl die Fed als auch die EZB zieren sich derzeit, neue Ankaufprogramme für Staatsanleihen anzukündigen. Dieses Verhalten folgt einem Kalkül.

Natürlich beabsichtigen beide Geldaufseher mit ihrem mittlerweile recht beschränkten Rettungsarsenal den größtmöglichen Effekt zu erzielen, um Konjunktur und Bankenbranche aus dem nächsten Loch zu helfen. Da ist gutes Timing gefragt.

Derzeit beschränkt man sich deshalb auf gutes Zureden und eine Verbalkampagne, die den Patienten allerdings immer nur für kurze Zeit ein bisschen wiederbelebt („Wir tun alles, um den Euro zu erhalten“). Es ist und bleibt ein Spiel auf Zeit.

Für die US-Notenbank dürften die amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November eine Rolle spielen. Die US-Regierung unter Barack Obama hat Fed-Chef Ben Bernanke mit der Bewilligung einer zweiten Amtszeit die Stange gehalten und die amerikanischen Großbanken-Manager in der Krise mit ein paar Geldstrafen davonkommen lassen. Das muss man honorieren.

Die Europäische Zentralbank wird ihr Pulver für Mitte September trocken halten. Denn was passiert, wenn das Bundesverfassungsgericht den Klagen gegen ESM und Fiskalpakt wider Erwarten stattgibt? Auf der anderen Seite muss die EZB vielleicht gar nicht tätig werden, sollte der ESM nach dem 12. September sofort seinen Dienst aufnehmen und selbst mit dem Ankauf von Staatsanleihen gebeutelter Euro-Staaten beginnen. Im September wird auch über das Schicksal Griechenlands entschieden. Wieder einmal. Dann legt die „Troika“ ihren Bericht über das Vorankommen der griechischen Sparbemühungen vor und darüber, ob das Land weiteres Geld aus dem Rettungsfonds erhält.

Es steht uns ein heißer Herbst bevor, in dem wohl die Schleusen für die nächste große Geldflut geöffnet werden. Die Welt ist geldsüchtig. Geld wird nur durch Kredit geschöpft. Die inflationäre Geldmengenausweitung ist damit sichergestellt. Beste Voraussetzungen für höhere Edelmetallpreise sind es auch. Warten wir einfach auf den Goldenen Schuss.

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Eingetragen von am 5. Aug. 2012. gespeichert unter Banken, Gold, Marktkommentare, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

10 Kommentare für “Schuldenkrise: Das Warten auf den Goldenen Schuss”

  1. Mittlerweile ist allen klar, dass eine weltweite Rezession und im Euroraum gar eine Depression droht.Das würde eine massive Deflation bedeuten mit einem Preisrutsch aller Sachgüter und einer Bargeldverknappung.Niemals werden die Politiker das zulassen, denn damit droht Arbeitslosigkeit und soziale Not wie 1923.
    Und so bleibt nur das, was Helikopter Ben 2007 / 2008 aussprach: Nötigenfalls werden wir das Geld aus dem Helikopter abwerfen, damit die Leute zum konsumieren angeregt werden.Was er aber übersah ist, dass die Psychologie den Leuten sagt, sammelt das Geld auf und legt es unter das Kopfkissen.
    So entsteht trotzdem eine deflationäre Abwärtsspirale.Denn die Menschen neigen nur zum Konsumrausch in freudigen Zeiten, niemals in depressiven.
    Da verschiebt jeder die Käufe und spart lieber.
    Statt Zwangsanleihen und Zwangsabgaben lieber „Zwangskonsum“, das wärs.

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    • Zwangskonsum erreicht man durch eine hohe Inflationsrate. Die EZB will ja auch, dass es eine Inflation, sonst hätte sie nicht wiederholt den Leitzins gesenkt. Doch die Banken, bzw. Institute mit Bankenlizenz vergeben derzeit nur vorsichtig Kredite und betreiben weiterhin ein de-laveraging. Tja, die Politik hat saubere Arbeit geleistet bei der Bankenregulierung. Dank Basel III sind die Banken jetzt vorsichtiger beim „Spekulieren“. Ergebnis: Der Mittelstand und die Realwirtschaft bekommen kein Geld mehr weil das „unsichere Kredite“ sind – und das ist sehr deflationär.

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  2. Die EZB und die FED müssen nach ihren Mandaten erst der Politik Lösungen finden lassen.
    In Europa sind solche hoffnungslos, auch wenn der ESM stehen würde, weil der nie reichen wird für die Rettung der grösseren Schuldner, aber weil da die Politik schon ihre Schuldigkeit (Fiskalpakt, etc..) getan haben würde, dann würde die EZB die Geldschleusen öffnen.
    Es gäbe aber einen Haken -dieser gleichzeitig… Kreuz: Wenn der Bundesverfassungsgericht den ESM kippt… Da wird die Politik weiter wie bisher nach anderen Lösungen finden müssen, so aber blieben der EZB weiterhin die Hände gebunden
    Dann wäre gerade Deutschland der Schuldige für die zweite grosse Depression, diesmal ausgehend von Europa und die Folgen von damals, die dann auch von Deutschland für die ganze Welt ausgingen, kennt jeder…
    Wird sich die Geschichte wie so oft wiederholen, immer aber ein Stückchen schlimmer?

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    • ja, wird es. Deutschland hat Forderungen in Höhe von knapp 1 Billionen Euro im Ausland (Angaben vom IFO Institut) und die einzige Chance dass es nicht zu einem Konflikt kommt, ist dass die Deutschen freiwillig das Geld abschreiben. Sämtliche Lebensversicherungen, Bausparversicherungen etc. wären dann erstmal weg, und alles nur weil man in Spanien 2h am Tag weniger Arbeitet um Siesta zu machen…. das wird den Deutschen nicht gefallen.

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    • 0177translator

      @Darius
      Die Depression von anno 1929 ging von den USA aus, nicht von Deutschland. Hier wurde es erst schlimm, als die USA 5 Mia. Dollar abzogen, welche sie in Deutschland angelegt hatten, was ihnen zu Hause aber auch nicht viel half – ein Tropfen auf den heißen Stein. Ende 1929 versuchten in Dresden eine deutsche und eine britische Delegation auf Regierungsebene, eine Senkung der Last Deutschlands aus dem Versailler „Vertrag“ hinzubekommen, um eben sowas wie Hitler bei uns zu verhindern. Die Briten zeigten sich auch einsichtig, aber Paris blieb stur. Und auf Druck der Franzosen gab auch die belgische Regierung kein bißchen nach, das Unheil nahm seinen Lauf. Das alles ist nachzulesen im Buch „Statist auf diplomatischer Bühne“ von Paul Schmidt. Der Mann war ab 1921 Dolmetscher und später Chefdolmetscher im Auswärtigen Amt (bis zum dicken Ende 1945). Ich hatte das Glück, 1991 als Sprachen-Student an der Humboldt-Universität Berlin das eine Exemplar in die Finger zu kriegen, welches in der benachbarten Staatsbibliothek im Giftschrank lag, ich schrieb hierzu eine Semesterarbeit. Mitte der 90er Jahre sollte das Buch neu aufgelegt werden, das wurde aber fallengelassen, der Inhalt ist einfach zu brisant. Angefangen schon von der Lüge über die deutsche Kriegsschuld 1914. Nicht umsonst sprach der ehem. britische Premier John Major vom „Zweiten Dreißigjährigen Krieg in der deutschen Geschichte“. Bin heute schon gespannt auf die Verrenkungen in 2 Jahren (1914-2014) all dieser erbärmlichen Deutschlandhasser und Berufshysteriker wie Guido Knopp und anderer, wie mal wieder alles verdrehen werden, um die fortdauernde Ausplünderung unseres Vaterlands zu rechtfertigen.
      1929 wurde festgelegt, Deutschland habe 260 Mia. Goldmark zu berappen, zu zahlen bis 1989. Tatsächlich haben wir vor kurzer Zeit erst die letzte Tranche beglichen. Die Summe aus dem Versailler Vertrag erscheint jedoch lächerlich im Vergleich zu den Zahlen betreffend unseren Haftungsrahmen. Derzeit sind 770 Mia. Euro im Gespräch, Spanien sei Dank.
      Aber vielleicht schafft es ja die Genforschung, dem Homo germanicus ein Gen einzupflanzen – das vom Goldesel aus dem Märchen – so daß wir unbegrenzt und auf alle Zeit Golddukaten speien und scheißen. Und das Zauberwort für die zweibeinigen Esel lautet dann „Deutschland ist schuld“.

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  3. @0177translator

    Bezüglich des von Dir genannten Buches ist eine (dann vielleicht „überarbeitete“) Neuauflage nicht erforderlich. Interessenten finden das Buch in ausreichender Menge und sogar preiswert im antiquarischen (Internet-)Buchhandel.
    Das nur mal als Tipp an interessierte Leser!

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  4. Erst mal Dank an 0177translator für den Buchtipp und die zugehörige Erläuterung.
    Langsam bekommt man doch die kalte Wut. Leider ist Wut ein schlechter Ratgeber in der Krise. Letztlich ist Deutschland nach 2 verlorenen Kriegen nur noch eine Rumpfstaat und ein Spielball der Nationen der Welt geworden. Da hilft auch die Wirtschaftskraft nichts und auch nicht eine DM. Egal in welcher Währung oder mit oder ohne EU, wir werden immer zahlen müssen.So oder so.
    Auch zu DM Zeiten wurde bezahlt, jede Menge, nur das hat man heute schon vergessen. (0177translator offenbar nicht). Gut so.
    Weniger gut ist, dass, wenn der deutsche Michel aufwacht und sich wehrt, den Deutschen auch der nächste Krieg wieder in die Schuhe geschoben werden kann. Vae victis eben.

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  5. @0177translator: habe das Buch mal eben bestellt, ich hoffe das macht mich nicht zum Nazi^^, vielen Dank für den Buchtipp

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    • @Prophet
      Nein, das Buch macht Dich nicht zum Nazi. Übrigens das heißt korrekt
      National Sozialist. Oder NSDAP (National Sozialistische deutsche Arbeiterpartei). Nazis sind deshalb Sozialisten, propagierten den Arbeiter und Bauernstaat und waren gegen das Großkapital und Banken. (Nicht wahr Herr Gabriel ?) Das wird heute gerne verschwiegen. Es gab sogar ein Bündnis mit den anderen Sozialisten, ja sogar mit Stalins Roten.
      Faschisten waren die Italiener unter Mussolini. Ein ganz anderes Kapitel
      Bedauerlicherweise waren halt das Großkapital und die Banken in jüdischen Händen, deshalb der Hass auf diese Glaubensgruppe.
      Heute werden „Nazis“ gerne mit Neoliberalen in einen Topf geworfen. Man macht es sich eben einfach und die meisten haben eh keine Ahnung und plappern nur Bild und Co nach.

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  6. 0177translator

    @Prophet und Frank
    Danke Euch für den Tip, daß das Buch beschaffbar ist. Ich hatte vor Jahren versucht, es über die Ulrich-von-Hutten-Buchhandlung in Frankfurt (Oder) zu bestellen und erhielt dort eben die Auskunft, es sei nicht lieferbar, und daß die (für die Mitte der 90er Jahre vorgesehene) beabsichtigte Neuauflage nicht stattfand – der Verlag habe einen Rückzieher gemacht.
    Was mich verblüffte, war die historische Parallele, die ich als DDR-Bürger erlebte. In Deutschland hat man „vergessen“, wie z.B. die West-Linken Erich Honecker nicht nur die Hand schüttelten, sondern ihm regelrecht den Hintern küßten. Für die Querdenker in der DDR was das frustrierend; es entstand das Bild von einem normalen Staat mit einer normalen Regierung. Wozu also auf Veränderung drängen und sich dabei verschleißen?
    Das gleiche in braun beschreibt Paul Schmidt in seinem Buch. Wer z.B. den Olympia-Film von Leni Riefenstahl (Berlin 1936) gesehen hat, wird sich erinnern, daß dort komplette ausländische Olympia-Mannschaften mit ausgestrecktem rechten Arm ins Berliner Olympiastadion einmarschiert sind, um der neuen Obrigkeit in Deutschland zu huldigen, was heute verdrängt wird. Und daß z.B. der Chef des Nationalen Olympischen Komitees der USA dafür gesorgt hat, daß in der US-Olympiamannschaft kein einziger Jude dabei ist, usw. usf.
    Ähnlich verhielt es sich mit den Regierungen anderer Staaten. Die haben dem Führer nur zu gern die Hand geschüttelt und ihm den roten Teppich ausgerollt – insbesondere der Vatikan – und projizierten somit ein Bild in der Welt von einem mehr oder weniger normalen Land.
    Das Schlimmste war eben – und daß ist für mich die Quintessenz des Buches – daß man (plötzlich verunsichert) dem Hitler all die Zugeständnisse machte, die, hätte man sie vor ’33 eingeräumt, die Machtübernahme der NSDAP verhindert hätten. Hitler stand vor der Welt und vor seinem eigenen Volk als derjenige dar, welcher mit einer kräftigen Dosis Brüllaffentum eben alles richtig gemacht hat, was seine Gegner in Deutschland frustrierte und demotivierte.
    Es wird heutzutage immer fein ausgeblendet, wer mit den Nazis profitable Geschäfte machte, und welche Rolle z.B. ein Henry Ford vor ’33 dabei spielte, daß die Nazis überhaupt an die Macht kamen. Nach dem Kieg schrieb Henry Ford – Chef der Ford Motor Company – ein Buch mit dem Titel „I paid Hitler“.
    In diesem Licht sehe ich auch das israelische Projekt „Geert Wilders“, Chef einer „rechten“ Moslem-Hasser-Partei in Holland. Das läuft ab nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“. Dem Kerl wurde bei seinem letzten Besuch in Israel demonstrativ von allen auf die Schultern geklopft – kurzum, man ist schon wieder dabei, ein Frankenstein-Monstrum zu erschaffen, das dann außer Kontrolle gerät, wie vordem ein Noriega, die Taliban oder ein Saddam Hussein – allesamt gewesene CIA-Ratten.
    Und Guido Knopp wird uns in 15 Jahren erzählen, daß Deutschland an allem schuld war.

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