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Silbermünzen: Jetzt auf starke Preisunterschiede achten

Silbermix

Derzeit gibt es in Deutschland große Preisunterschiede bei Silber.

Seit dem 1. Januar 2014 unterliegen Silbermünzen in Deutschland dem vollen Mehrwertsteuersatz. Es sei denn, Händler wenden die Differenzbesteuerung an. Das tun die meisten. Und doch gibt es große Preisdifferenzen.

Viele Kunden wundern sich möglicherweise, wenn sie jetzt die deutschen Online-Shops nach Silbermünzen durchsuchen. Seit dem Jahreswechsel fallen hierzulande beim Kauf von Silbermünzen 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Der Gesetzgeber ermöglicht Händlern jedoch, bei Silbermünzen, die aus dem Nicht-EU-Ausland stammen, das Verfahren der Differenzbesteuerung anzuwenden. 19 Prozent Mehrwertsteuer entfallen in diesem Fall nur auf die Händlermarge.

So müsste beim Verkauf der Wiener-Silber-Philharmoniker (EU-Ausland) eigentlich 19 Prozent Mehrwertsteuer auf den Netto-Verkaufspreis aufgeschlagen werden, während die kanadischen Silber Maple Leafs beim Verkauf gemäß § 25a UStG veranschlagt werden könnten. Kurz: Die „Silber-Philis“ müssten im deutschen Handel grundsätzlich deutlich teurer sein, als die Maple Leafs. Das ist allerdings nicht der Fall.

Diverse Edelmetallhändler, darunter der Dresdner Anbieter Münzland, verkaufen beide Silbermünzen aktuell zum gleichen Preis. In beiden Fällen erfolgt im Online-Shop der Hinweis: Differenzbesteuert nach § 25a UStG.

Geschäftsführer René Lehmann erklärt gegenüber Goldreporter: „Wenn man die Ware als Händler differenzbesteuert bezieht, dann kann man sie auch differenzbesteuert weiterverkaufen. Das ist legitim“. Er beziehe die Ware über Großhändler, die die Silbermünzen zu entsprechenden Konditionen anböten.

Händler, die Philharmoniker direkt von der Münze Österreich ordern, müssen in jedem Fall den vollen Mehrwertsteuersatz beim Verkauf ansetzen. In deren Shops sind die Silber-Philharmoniker dann entsprechend teurer. Derzeit macht der Unterschied zum Maple Leaf oft einen Euro pro Unze und mehr aus.

„Wir haben alles komplett neu kalkuliert, nachdem wir auf Differenzbesteuerung umgestellt haben. Die Preise sind jetzt das, was wir machen können“, so René Lehmann.

Das Preisniveau für Silbermünzen ist in Deutschland seit Ende Dezember aber generell angestiegen. Im Rahmen des Premium-Service Goldreporter EXKLUSIV analysieren wir jede Woche die Einzelhandelspreise im deutschen Edelmetallhandel. Während man Silbermünzen in den vergangenen Jahren oft mit einem Aufgeld von nur 15 bis 18 Prozent beziehen konnte, sind aktuell 20 bis 25 Prozent Aufgeld an der Tagesordnung. Viele Anbieter haben die Mehrwertsteuer-Umstellung genutzt, um ihre Margen kurzfristig etwas anzuheben.

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Eingetragen von am 10. Jan. 2014. gespeichert unter Handel, Investment-Tipps, News, Silber, Silbermünzen. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

3 Kommentare für “Silbermünzen: Jetzt auf starke Preisunterschiede achten”

  1. Nun, die deutschen Silberlieferanten sind keine Samariter. Von über 20 Prozent Aufgeld kann man ganz gut leben. Aktuell sind die Silbermünzen aufgrund der möglichen Differenzbesteuerung eigentlich nicht teurer geworden.

    • Tatsächlich ist es so, daß bei uns Edelmetallhändlern nur eine Spanne von 10-30 cent pro Münze hängen bleibt.

      Das ist eine Spanne von 0,5 bis 1,5 %.

  2. 10-30cent, das ist wohl eher eine Ausnahme..
    Ein lohnendes Geschäft heisst was Anderes.
    u.A. An-/Verkauf…

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