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So entwickelt sich der Goldpreis im April

Der April brachte Goldanlegern seit 2004 mehrfach hohe Verluste. An das vergangenen Jahr werden sich die meisten noch erinnern.

Den April 2013 ist vielen Goldbesitzern schmerzhaft in Erinnerung geblieben. Innerhalb eines Monats sank der Goldpreis um 8,1 Prozent. Es war der für Gold schlechteste April seit Freigabe des Goldpreises im Jahr 1972. Kurz zuvor dem Kurseinbruch hatte Goldman Sachs einen deutlich Rückgang des Goldpreises vorhergesagt und das Edelmetall zum Verkauf empfohlen. Es sollte sich als selbst erfüllende Prophezeiung herausstellen.

Goldpreis im April 2014

Woran sich möglicherweise die wenigsten erinnern: Auch 2004 und 2008 brachte der April ähnliche hohe Verluste von jeweils über 7 Prozent. 2008 war das US-Investmenthaus Bear Stearns in die Pleite gerutscht und von JP Morgan übernommen worden. In dieser Zeit kam es aufgrund akuter Liquiditätsengpässe auch zu Zwangsverkäufen im Edelmetallsektor.

Seit 1972 endete der April 20-mal im Plus. In 22 Fällen gab es dagegen Kursverluste. Nur zweimal ereignete sich das Jahrestief im April (1994, 2003). Und ebenso oft wurde das Jahreshoch in diesem Monat erreicht (1995,1998):

im Durchschnitt der vergangenen 42 Jahre sprach bei Gold ein winziges Plus von 0,08 Prozent heraus.

Die beste April-Performance seit 1972
1982: +11,31%
2006: +9,29%
1987: +8,47%
2011:+6,99%
2010: +5,93 %

Die schlechteste April-Performance seit 1972
2013: -8,10%
2008: -7,42%
2004: -7,18%
1981: -6,47%
1978: -5,95%

Hinweis: Alle Daten beziehen sich auf den Goldpreis des Londoner Vormittags-Fixings.

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Eingetragen von am 1. Apr. 2014. gespeichert unter Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

4 Kommentare für “So entwickelt sich der Goldpreis im April”

  1. so langsam erkennen es auch die reinen Börsenprofis,dass Papier nicht alles ist.
    Sogar Herr Leichtweis von cashcurs.com Und dann auch noch bei USA gläubigen Telekom (t-online).
    http://www.t-online.de/wirtschaft/boerse/rohstoffe/id_68783844/edelmetalle-sichern-schlechte-zeiten-ab.html

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  2. Meine Überzeugung: die westliche Finanzoligarchie kann es sich nicht erlauben, dass der Goldpreis steigt. Gold wird über Jahrzehnte gedrückt bleiben.

    Grund dieser Überlegung: insbesondere China aber auch Russland haben gewaltige Goldbestände aufgebaut. China und auch Russland wollen sich nicht mehr an der amerikanischen Verschuldungsorgie beteiligen. Beide Länder wollen einen währungspolitischen Kraftakt betreiben, einen Gegenentwurf zum allesbestimmenden Dollar – und das goldgesichert. Es findet ein Krieg statt … mit dem Finanzsystem.
    Würde nun der Westen zulassen, dass Gold um, sagen wir mal, 300 Prozent teurer würde, dann würde man China und Russland geradezu unterstützen, ihr eigenes Währungsmodell aufzubauen. Daher muss Gold geschwächt werden, damit das Dollarsystem erhalten bleibt.
    Eine weitere Überlegung: ein goldgestütztes Finanzierungsinstrument macht nur dann wirklich Sinn, wenn der Goldpreis eine gewisse Stabilität aufweist. Da sich die westliche Finanzoligarchie „Papiergold“ als Waffe hat einfallen lassen, ist diese Stabilität nicht mehr gewährleistet. Damit wird in diesem System eine goldgedeckte Währung scheitern …
    gäbe es nicht auch Gegenantworten: der Goldpreishandel könnte china- oder russlandintern so ausgestattet werden, dass nicht Papier die Basis ist sondern zu realisierende Kontrakte (Muster: der Fleischfabrikant kauft 10 t Rindfleisch in Agentinien mit Lieferfrist Juni 2015 zum Preis von xyz je t ein). Wenn nun an diesem Goldpreishandel auch noch Ausländer, selbstverständlich in Landeswährung, teilnehmen können, dann ist der Coup perfekt. Erst dann können wir auf einen fairen Goldpreis hoffen, nein, wird es den fairen Goldpreis geben.

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    • Der Goldpreis ist nur mit der Ausgabe von Derivaten zu manipulieren. Wenn die zu Grunde liegende Währung aber nichts mehr wert ist, weil sie keiner mehr haben will, dann entfällt auch die Manipulation und der Preis des Goldes geht wieder in die Regionen, in die er auch gehört.
      Sollte China tatsächlich eine goldgedeckte Währung auf Kiel legen, dann hat es per se schon ein Interesse an einem hohen Goldpreis, weil seine Währung damit auch stark und stabil werden wird.
      Wo das Gold ist, da ist auch die Macht. Das gilt schon seit mehreren tausend Jahren. Und das hat sich auch während der hundert Jahre imperial-amerikanischer Hegemonialmacht nicht geändert.

      0
      • @Lucutus
        Ich habe den Eindruck, dass ich zu wenig deutlich herausgestellt habe, dass es immer noch (oder gerade wieder) um den Kampf der Systeme geht.

        „Der Goldpreis ist nur mit der Ausgabe von Derivaten zu manipulieren“, genau aus dem Grunde heißt die östliche Strategie einen eigenen physischen Markt aufzubauen.

        „Wenn die zu Grunde liegende Währung aber nichts mehr wert ist, weil sie keiner mehr haben will“; Sie beachten gerade überhaupt nicht, dass Währungswerte auch politische Werte sind. Wären sie total unpolitisch, dürfte es den Dollar oder Yen gar nicht mehr geben.

        „dann entfällt auch die Manipulation und der Preis des Goldes geht wieder in die Regionen, in die er auch gehört“ diese Logik entzieht sich meinem Denken, ist zwar nett hier auf dieser Seite und wird auch bei vielen Applaus geben, aber ist „metaphysisch“.

        „Sollte China tatsächlich eine goldgedeckte Währung auf Kiel legen, dann hat es per se schon ein Interesse an einem hohen Goldpreis, weil seine Währung damit auch stark und stabil werden wird“ ja, das ist absolut richtig; dass aber der Westen dieses nicht zulassen will und wird, wird Antworten in diesem Welt-Finanzkrieg hervorrufen.

        „Wo das Gold ist, da ist auch die Macht. Das gilt schon seit mehreren tausend Jahren. Und das hat sich auch während der hundert Jahre imperial-amerikanischer Hegemonialmacht nicht geändert“ Eine nette Behauptung, die jedoch aus jüngerer Historie des derzeitigen Weltfinanzsystems nicht belastbar ist. Das zeigen auch gewissen politische Verbote bzw. Gesetze gegen EM in den USA, passt aber auch hier auf das Geschmäckle vieler Freunde hier.

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