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So führten uns Politik und Banken in die Krise

Eine TV-Dokumentation analysiert die Entstehung der jüngsten Weltfinanzkrise, deren Folgen wir nach wie vor spüren. Es wird nach Verantwortlichen gesucht. Und diese findet man vor allem in der Politik.

74 Milliarden Euro an Steuergeldern wurden in Deutschland angeblich für die Bankenrettung ausgegeben. Bis heute gab es keinen Untersuchungsausschuss zur Analyse der gesamten deutschen Bankenkrise. Welche Fehler haben Politiker gemacht, welche wurden von Bankern begangen?

Die Redakteure der ARD-Dokumentation „Banken außer Kontrolle – Wie die Politik uns in die Krise führte“ haben dazu Bankvorstände, Minister, Sachverständige und Insider befragt.

Systematische De-Regulierung der Finanzwirtschaft, Öffnung der Finanzmärkte, Aufgabe traditioneller Stabilitätsgrundsätze, erhebliche Einflussnahme der Bankenlobby auf die Politik.

Geld zu sammeln und verleihen, bringt keine Rendite mehr. Das Management von Risiken steht nun im Mittelpunkt des Bankeninteresses.

„Irgendwann entstand eine Kultur, in der man glaubte, dass Geld, das man mit Geld verdient, ein Wert an sich ist. Um es ganz einfach auszudrücken: Ich habe mal angefangen zu glauben, dass man Geld essen könnte“, sagt Leonhard Fischer, ehemaliger Leiter Investment Banking bei der Dresdner Bank. Das sei Anfang der 90er-Jahre gewesen.

In Deutschland stehen im Rückblick vor allem der ehemaliger Bundekanzler Gerhard Schröder und – nach dem Rücktritt von Oskar Lafontaine – dessen Finanzminister Hans Eichel in der Kritik. Beide trieben die Finanzmarkt-Deregulierung weiter voran.

Der Derivate-Handel, vor allem in Form gebündelter Kreditrisiken, brachte 2008 schließlich den Finanz-Tsunami ins Rollen. Der mündete letztlich in die aktuelle Staatsschuldenkrise. Finanzminister Wolfgang Schäuble: „Wir wären blöd, wenn uns das nochmal passieren würde“. Die aufgehäuften Schulden sind nach wie vor in der Welt. Bürger und Steuerzahler werden die Rechnung früher oder später begleichen müssen. Die 45-minütige Dokumentation finden Sie in der ARD-Mediathek:

Banken außer Kontrolle

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Eingetragen von am 16. Jul. 2013. gespeichert unter Banken, Deutschland, News, Politik, Videos. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

9 Kommentare für “So führten uns Politik und Banken in die Krise”

  1. pedrobergerac

    Die Politiker geben immer nur dem Druck der Banken nach.

    Thomas Jefferson 1809
    »Ich bin davon überzeugt, dass die Bankinstitute eine größere Bedrohung für unsere freiheitliche Ordnung darstellen als stehende Armeen … Sollte das amerikanische Volk je zulassen, dass private Banken erst durch Inflation, dann durch Deflation die Kontrolle über die amerikanische Währung erobern, dann werden die Banken und die in ihrem Umfeld entstehenden Unternehmen … die Menschen all ihres Reichtums berauben, bis ihre Kinder eines Tages … ohne ein Dach über dem Kopf aufwachen. Die Macht, Geld in Umlauf zu bringen … , muss den Banken entrissen und an das Volk zurückgegeben werden, dem sie von Rechts wegen zusteht.« – Thomas Jefferson 1809 (dritter Präsident der USA)

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    • 0177translator

      @pedrobergerac
      Vor dem Sezessionskrieg 1861-1865 hatten die einzelnen Bundesstaaten viel weitergehende Rechte. So durfte jeder Staat z.B. seine eigenen Dollarnoten drucken. Dann kam Affengesicht Lincoln und machte die Bundesstaaten zu Provinzen. Etliche Bundesstaaten wollten sich das nicht gefallen lassen und traten aus der Union aus. Die zum 1.1.1863 in der Emancipation Declaration nachgeschobene Begründung, in der es hieß, die „noble Sache“ für die man kämpft, sei die Sklaven-Befreiung, war was für Leute, die sich die Hose mit der Kneifzange anziehen. Die Leute im Norden waren genauso rassistisch und scherten sich um die Sklaven einen Dreck. (So wie sich im WK 2 keiner für das Schicksal der Juden interessiert hat. Das Thema Holocaust wurde erst Jahrzehnte später neu bzw. anders gewichtet.)
      Ich frage mal ganz boshaft in die Runde, was wohl geschehen würde, wenn Nord-Carolina (Deutschland) und Süd-Carolina (Österreich) es wagen, ihren Austritt aus der Haftungs-, Enteignungs- und Schulden-Union der EZB zu erklären? Wen muß die dunkelblaue Unions-Armee dann wohl „befreien“?

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  2. 0177Translator@
    Dann würde uns die Nazikeule erschlagen und Hussein Obama erklärt uns zur Achse des Bösen. Die EZB braucht sich aber nicht fürchten, die Stasi stellt in D nicht nur die Kanzlerin sondern auch den Bundespräsidenten und in Ö haben wir einen sozialistischen Bundeskanzler ohne Uniabschluss, einer 10jährigen Lücke im Lebenslauf aber mit Taxischein. Diese Figuren sind für die Bankster keine Gefahr.

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    • Auch Feigmans Maturazeugnis ist „verschwunden“.
      Bei diesem Typ erfährt man als Österreicher die Bedeutung des „Fremdschämens“.

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  3. herrmann bauer

    Alles gewollt und beabsichtigt.
    Schröder war ein Jahr bevor er Kanzler wurde bei den Bilderbergern.Merkel ebenso.
    Das ist dort die Befehlsausgabe.Man muß begreifen,daß all diese Ereignisse geplant sind und absichtlich herbeigeführt werden.Nahezu alles.
    Ich weiß,klingt paranoid ist aber so.

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  4. Dabei wäre es so einfach.Man bräuchte nur die Geschäftsbanken von den Investmentbanken trennen.Wer rechts rein geht,will Sparen und ein Konto führen,wer links rein geht,will zocken.Geht eine Investmentbank pleite, betrifft es die Sparer nicht.Doch man hat die Banken zusammengelegt,auf Rat der Investmentbanken natürlich.Denn nun bekamen diese Zugriff auf die Sparkonten und konnten damit zocken.Das gleiche spielt sich nun mit der Bankenunion ab, jetzt bekommen die PIIGS Banken Zugriff auf die deutschen Sparkassen.Das Ende wird sein,dass alles im Sodom und Gomorra Sumpf untergeht.

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    • @anaconda
      Die Trennung der Investment-Sparte / Geschäftsbanken (der sog. „Glass-Steagall Act“) für die großen US-Banken wird zur Zeit in den USA heftig diskutiert und es sieht ganz so aus, daß diese Trennung wieder eingeführt wird, weil die Banken aus der Lehmann-Pleite nichts gelernt haben: sie zocken noch viel schlimmer als zuvor.

      http://business.time.com/2013/07/16/regulatory-rumpus-the-battle-over-reinstating-glass-steagall/

      Kann man nur hoffen, daß diese Trennung in Europa auch eingeführt wird, denn die Deutsche Bank sitzt auch auf „toxischen Derivaten“ in einer Höhe von 50 Billionen Euro.

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  5. Anaconda@
    Das Ende wird sein, dass Europa brennt. Wenn der Sozialstaat zusammenbricht, wird sich der Abschaum anderweitig finanzieren müssen.

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  6. reiner tiroch

    bisher sahen wir nur gestöpsel, nutzlose nachhaltige Dauerretterei, Geld verbrennen, unfähige Dauerretter und stehen vor dem Aus mit einem AAA im Rating. was den Derivatemarkt betrifft dessen Zahlen Geheimsache sind, geht ein A-Bombe hoch die alles Plattmacht. es geht um ca. 2,5 BILLIARDEN Dollar wo der EU-Anteil bei 20% ist 500 Billionen Dollar liegt. da wollen uns die rettungsdeppen zum 15. mal erzählen die krise sei vorbei? hahahaha.

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