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Streit um Euro-Rettung: Kommt die staatliche Notenpresse?

Setzt sich die politische Lösung durch, dann erleben wir die staatliche Notenpresse.

Frankreich und Deutschland streiten sich um die Ausgestaltung des europäischen Rettungsfonds. Wer wird sich am Ende durchsetzen? Das wirtschaftlich stärkere Deutschland oder das politisch bedeutsamere Frankreich? An dieser Frage entscheidet sich auch das Ausmaß künftiger Inflation!

Die Fronten beim Kampf um die Euro-Rettung haben sich verhärtet. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy beharrt darauf, dass der Rettungsfonds EFSF eine Banklizenz erhält und so Zentralbankgeld leihen kann. Die französischen Banken wären schließlich am härtesten von einem Schuldenschnitt in Griechenland betroffen und könnten so mit jeder Menge Kapital versorgt werden.

Die Bundesregierung lehnt diese Form des Hebelmechanismus bislang kategorisch ab, denn es gliche einer staatlichen Lizenz zum Gelddrucken. Der EFSF könnte dann nämlich mit seinen Fondsgeldern europäische Staatsanleihen erwerben, sie als Sicherheiten bei der Europäischen Zentralbank hinterlegen, dafür Zentralbankgeld erhalten, mit dem man wiederum Anleihen kriselnder Länder kauft. Multiple Schuldenschöpfung par exellence!

Wer wird sich in diesem Streit also am Ende durchsetzen?

Wir können es uns denken. Zuletzt wurde selbst von deutschen Regierungsmitgliedern eingeräumt, dass der Euro vor allem ein politisches Projekt ist. Friede, Freiheit, nie wieder Krieg. Es werden also vermutlich jene die Oberhand behalten, die politisch, nicht ökonomisch argumentieren. Damit wäre der Weg frei für die französische Variante und die „alternativlose“ Bekämpfung der Schuldenkrise durch Inflation.

Gleichzeitig gelänge damit auf kurze Sicht, was viele bis zuletzt nicht für möglich hielten: Der große Schlag in Sachen Euro-Rettung. Allerdings mit allen schlimmen Konsequenzen für die künftige Geldwertstabilität.

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Eingetragen von am 21. Okt. 2011. gespeichert unter Banken, Deutschland, Euro, Europa, Inflation, Marktkommentare, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

6 Kommentare für “Streit um Euro-Rettung: Kommt die staatliche Notenpresse?”

  1. Nur noch geisteskranke können noch der meinung sein, dass dieses sinnlose rettungstheater das Finanzsystem halten kann. keine Sau kommt auf die Idee, dass die Schuldenberge anwachsen, kein Cent abgebaut wird, das viele Geld was einebracht wird mit Hebel, bereits von den Zockern verspeist wird. Wann wollen die Rettungsdeppen endlich einen Schlußstrich ziehen?

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    • Ich komme mir vor wie im Film „Und ewig grüßt das Murmeltier“. Jeden Morgen wachst Du auf, und es ist dasselbe Theater. Und egal welche Verrenkungen unser Bundeskabarett auch macht … und früh klingelt wieder der Wecker.

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  2. Helmut Josef Weber

    Machen wir uns nichts vor, bis 20014 benötigen die Staaten der EU alleine für die Refinanzierung schon etwa 4 Billionen. Und die Zahlen sind keine Prognose, sondern die stehen heute schon fest.
    Dann kommen noch hunderte Milliarden/einige Billionen, nur für die Bankenrettung hinzu, alleine über TARGED II etwa 500 Milliarden.
    Ich denke, unsere „Euroretter“ werden eine Bank gründen.
    Nennen wir Sie Rettungsschirmbank
    Diese Rettungsschirmbank erhält als Grundkapital die 400 Milliarden an Bürgschaften der EU-Staaten.
    Wie jede andere Bank, muss diese Rettungsschirmbank, für gegebene Kredite, also geschöpftes Geld, 5% bei der EZB in Form der Bürgschaften hinterlegen.
    Somit könnte diese R-Bank 8 Billionen aus den ca. 400 Milliarden schöpfen/hebeln. Und das Geld drucken wird die EZB.
    Kein Wunder, dass Italiens Berlusconi entspannt sagt, dass er noch eine Menge Geld braucht und Spanien es vollkommen gleichgültig ist, ob es runter gestuft wird oder nicht.
    2104 ist aber das „Jahr der Wahrheit“, da wird sich zeigen, ob der Euro „gerettet“ ist, denn dann sind die 8 Billionen auch weg.

    Aber der Abwertungswettlauf mit dem Dollar kann dann erst einmal weiter gehen.
    Am Ende wird die Verarmung der Menschen gigantisch sein.
    Aber es wiederholt sich immer wieder alles.
    Mein Opa war auch schon mal Milliardär, warum ich nicht auch.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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  3. ja natürlich kommt die Notenpresse,die läuft doch schon.Hebelprodukte ! das sind doch die, die man erst verdammt hat als die Auslöser der Krise,als moderne Massenvernichtungsmittel,verbieten muss man Dervite.So klang es doch.Und nun gibt es staatlich verordnete Derivate ! gehts noch schlimmer !
    Die Regierungen sind wie Kinder,die Cola Dosen hin und her kicken.Doch nun haben sie die Dosen auch noch mit Sprengstoff gefüllt.

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  4. Eine schöne Zukunft haben wir uns für unseren Nachwuchs ausgesucht, ein echter Lichtblick.
    Soviel wie ich KOTZEN könnte schaffe ich garnicht zu essen.

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  5. Ach ärgert Euch doch nicht so, unser dummes Volk will es offenbar so. Anders kann ich mir zumindest nicht erklären, warum selbst bei den nur Wochen zurückliegenden Landtagswahlen genau die volksverräterischen Versager wieder gewählt wurden, die uns genau diesen Euro-Scheiß eingebrockt und dafür die beste Währung der Welt freiwillig aufgegeben haben… Jedes Volk hat scheinbar doch genau die Regierung, die es verdient. Mich kotzen diese 80% dummes Stimmvieh in unserer BRD am meisten an…….

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