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Taiwans Zentralbanker: „US-Staatsanleihen sind besser als Gold“

Gold oder Dollar? Die Zentralbank Taiwans argumentiert mit Rendite.

Der Chef der Zentralbank Taiwans hat nicht viel übrig für Gold. Die Werterhaltungs-Funktion des Edelmetalls bleibt ihm verborgen oder er leugnet sie bewusst.

Erfahrene Goldanleger dürfte diese Erkenntnis erstaunen. Der Chef der taiwanesischen Zentralbank Perng Fai-nan hält die Reserven seines Landes lieber in US-Dollar als in Gold. „Es ist riskant Gold über einen langen Zeitraum zu halten“, so seine persönliche Feststellung. Gegenüber China News erklärt er seine Auffassung damit, dass  Gold keine Zinsen bringe und starken Preisschwankungen unterliege. Mit US-Staatsanleihen erziele man dagegen einen Ertrag.

Taiwan besitzt offizielle Goldreserven im Umfang von 13,58 Millionen Unzen (422 Tonnen). Das entspricht einem Anteil von 5,17 Prozent an den gesamten taiwanesischen Reserven.  Wie chinesische Zeitungen berichten hat Taiwan im Jahr 2008 zuletzt 600 Kilogramm Gold gekauft. Der Preis des Edelmetalls hat sich seither verdoppelt.

Das Gold habe man damals nur zur Produktion von Goldmünzen gekauft, nicht zur Spekulation, erklärt der Zentralbanker. Neue Goldkäufe schließt er trotz der eindrucksvollen Kurs-Performance aus. Auf die Frage, ob Taiwan nicht mehr Gold kaufen wolle, sagte Perng: „Unsere Goldreserven erhöhen? Was passiert, wenn der Goldpreis abstürzt?“. Die Kursschwankungen von US-Staatsanleihen seien geringer als die von Gold. Langfristig würden die Dollar-Papiere eine höhere Rendite abwerfen als das Edelmetall.

Was Perng als langfristig betrachtet, verrät er allerdings nicht. Der Goldpreis legte seit 1970 im Durchschnitt 6,9 Prozent pro Jahr zu. Den Zeitraum der vergangenen 40 Jahre kann er somit kaum gemeint haben.

Genau betrachtet ist die Diskrepanz zwischen den Dollar- und Gold-Reserven Taiwans gar nicht einmal so groß. Laut der aktuellen Statistik des US-Schatzamtes ist Taiwan im Besitz von US-Staatsanleihen im Wert von 177,3 Milliarden Dollar. Die offiziellen Goldreserven des Landes haben immerhin einen Wert von 22,7 Milliarden Dollar.

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Eingetragen von am 14. Mrz. 2012. gespeichert unter Banken, China, Gold, Goldpreis, News, US-Dollar. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

4 Kommentare für “Taiwans Zentralbanker: „US-Staatsanleihen sind besser als Gold“”

  1. Ich nehme ihm das „böse“ Gold gern ab und befreie ihn von der schweren Last. Er hat sowieso nichts übrig für das Zeug, da kann er es mir gleich schenken.

    0

  2. SoeinSchwachsinn

    a)Der Goldpreis wird durch die vielen Papier-Gold-Produkte manipuliert. Daher regelmäßig Gold und Silber kaufen. Und auf den Preis an der Börse pfeiffen. Nur so sichern sie sich Ihre Altersvorsorge und die der EU!

    b).Er ist der absolute „Oberguru“!

    Nicht die Rendite ist das Ziel, sondern der reale Erhalt des Vermögens. Da spielen auch 80%-Manipulation am Papier-Börsen-Gold-Silber-Rohstoff-Markt keine Rolle mehr. Denn er sollte regelmäßig kaufen, nicht auf einmal! Das streut sein Risiko und er wird niemals auf 0 landen, wie z.B. bei allen Papier-Produkten.

    Schauen sollte er nach Marc Faber und besser auf seine Ratschläge hören! Ist doch nicht so weit weg, von Taiwan nach Hong Kong.

    „Dummschwätzer“!

    c) Nochmals:“ er ist der absolute Oberguru!“:“

    Schweizer CHF,/ USD super toll, wenn da nicht die ca.-Verfünffachung der CHF-Menge oder die-fache$-menge wäre. Das ist Alles FALSCHGELD! Und die Menschen in der Schweiz und den USA sind am A. (iwir dadurch auch!), weil sie/die dieses FALSCHGELD niemals mehr wieder kontrollieren können.

    Einmal im Umlauf, für immer weg. Das galt schon vor 90 Jahren.Sie/die werden noch Ihr blaues Wunder erleben, in der „noch tollen“ Schweiz und den USA.

    Zudem ist die Schweiz ein zu kleines Land, um dem kommenden Rohstoffmangel Herr zu werden (die USA schafft sich aktuell durch Gewalt einen Markt!). Sie/die werden klanglos untergehen, wenn sie keine Rohstoffe an Land ziehen. Das Gleiche gilt übrigens auch für die EU. „Schöne beschissene neue Welt“, würde ich sagen!? 1984 lässt schon jetzt grüßen…eine rechtstaatliche und unmenschliche Schande ist das!

    Viel Spaß beim „Grübeln und Gruseln“

    Lesen sie hierzu auch: „http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/rohstoffe/edelmetall-goldpreis-knickt-ein/v_detail_tab_comments,6326958.html?pageNumber=2&commentSort=debate“.

    0

  3. Helmut Josef Weber

    Naja- die Regierenden in Taiwan haben ja gesehen, was mit den Staaten und deren Machthaber geschieht, wenn sie keine grünen Zettel mehr annehmen.
    Eine kluge Entscheidung.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    0

  4. @ Josef Weber

    Gewiß.

    Das Regime in Taipeh hat schon aus Gründen des Selbsterhaltes keine andere Wahl, als Uncle Sam die Stiefel zu lecken.

    Vor seinen Grenzen stehen ca. 1,3 Mrd. Festlandschinesen, und der Alleinvertretungsanspruch der VRC ist keine verlogene Leerformel wie jahrzehntelang die offizielle Haltung diverser, sog. Bundesregierungen zu der Frage der deutsche Ostgebiete.

    Ein Zusammenbruch der US-Hegemonie, die militärisch auch in Südostasien wenn auch nur zur See bisher noch unangefochten ist, und Herr Perng kann auf seiner Insel das Licht ausschalten.

    Ohne grünbedrucktes Klopapier aber keine Hegemonie seiner „Beschützer“ aus Washington – für Herrn Perng ist daher der Erhalt des US$ eine Frage von Leben und Tod.

    Um so mehr, als daß Obama bei seinem Taiwan-Besuch in 2009 den „Taiwan Relations Act“ erstmals nicht mehr erwähnte.

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