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US-Banken-Krise: Neue Milliarden-Pleite wirft Fragen auf

United Western Bank: Übereilt dicht gemacht und "verschachert"?

Am Freitag sind in den USA erneut vier Banken von den Aufsichtsbehörden geschlossen worden. Die Größte von ihnen stand kurz vor einer privaten Refinanzierung und hätte nach Meinung der bisherigen Eigentümer nicht so voreilig dicht gemacht werden müssen.

Die amerikanischen Einlagensicherungs-behörden  wurden am Wochenende wieder einmal aktiv. Vier US-Banken hat man aus dem Verkehr gezogen. Doch diesmal scheint die Maßnahme durchaus umstritten zu sein.

Mit der United Western Bank in Denver wurde eine Bank mit Aktiva in Höhe von 2,05 Milliarden US-Dollar in die Pleite geschickt. Initiator war offensichtlich die Sparkassenaufsicht Office of Thrift Supervision. Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC)  hat den verbleibenden Kapitalstock und die Einlagen nach einer Verlustteilung an die First-Citizens Bank & Trust Co. in Releigh, North Carolina übertragen.  Die amerikanische Einlagensicherung kostet die Pleite 312,8 Millionen Dollar.

Das Brisante: Die bisherige Holding der Pleite-Bank, die United Western Bancorp, stand nach Angaben ihrer Manager kurz vor einer privaten Refinanzierung ihres Instituts. Ihr Vorsitzender Guy Gibson erklärte gegenüber der Presse: „Die überstürzte Aktion des Office of Thrift Supervision und der FDIC verursacht der Einlagensicherung definitiv einen unnötigen Verlust, da unsere private Refinanzierungslösung in unmittelbarer Reichweite war“.

Es ging angeblich um eine Finanzierungslücke von 200 Millionen US-Dollar, die durch privates Fremdkapital  hätte aufgebracht werden können. Zudem kritisiert der Bank-Vorstand, man hätte im Zweifel selbst, das heißt  unabhängig von den staatlichen Aufsichtsbehörden Insolvenz beantragen können, um den Wert der verbleibenden Vermögensbestandteile zu retten.

Kritiker werfen den amerikanischen Aufsichtsbehörden vor, sie machten mit den US-Großbanken gemeinsame Sache, indem sie noch werthaltige Bestandteile von angeschlagenen Regionalbanken an Interessenten verteilten. Die acht Zweigstellen der United Western Bank werden am Montag als Filialen der First-Citizens Bank & Trust Company wiedereröffnet.

Die weiteren Bankenpleiten vom Freitag:  The Bank of Asheville im Bundesstaat North Carolina (Aktiva: $ 195,1 Mio.),  CommunitySouth Bank & Trust in South Carolina (§ 440,6 Mio.) und Enterprise Banking Company in Georgia ($ 100,9 Mio.).

In diesem Jahr wurden damit insgesamt sieben US-Banken geschlossen. Im vergangen Jahr waren es 157 Institute. Auf der FDIC-Liste der amerikanischen „Problembanken“ stehen derzeit die Namen von 860 Firmen. Das ist die höchste Zahl sein 1993.

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Eingetragen von am 22. Jan. 2011. gespeichert unter Banken, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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