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US-Banken lassen Goldpreis gewähren

Obwohl am Terminmarkt insgesamt mehr Wetten auf den Goldpreis abgeschlossen wurden, hielten sich US-Banken Anfang Oktober mit Verkäufen stärker zurück.

Anfang Oktober wurde an der amerikanischen Warenterminbörse COMEX erneut mehr Gold auf Termin gehandelt. Der Open Interest, die Summe aller offenen Futures-Kontrakte, stieg innerhalb der vergangenen vier Wochen von 585.564 auf 617.204. Ein Plus von 5,4 Prozent.

US-Banken
Anders als in den vorangegangenen Monaten, bauten (vier) US-Banken aber keine zusätzlichen Short-Positionen im Bereich der Futures auf, sondern verminderten ihre Vorwärtsverkäufe bei Gold um 4,97 Prozent auf 130.207 Kontrakte. Dies entspricht einem Volumen von 404,94 Tonnen Gold (Vormonat: 426,11 t).

Abb.: Gold-Short-Wetten der US-Banken Anfang Oktober reduziert

Silber
Ähnliches Bild bei Silber. Der Open Interest ist Anfang Oktober um 11,88 Prozent von 139.522 im Vormonat auf 156.096 Kontrakte gestiegen. Umgerechnet 24.272 Tonnen Silber wurden damit an der COMEX auf Termin gehandelt.
Die Short-Positionen der US-Banken (weniger als 4; die genaue Anzahl wird nicht genannt) umfassten 30.422 Kontrakte und damit 9 Prozent weniger als vier Wochen zuvor.

Hintergrund
US-Banken spielen am Warenterminmarkt eine dominante Rolle. Mit großvolumigen Vorwärtsverkäufen (Short-Futures und -Optionen) besteht für sie die Möglichkeit, Kurse an der Warenterminbörse kurzfristig stark zu drücken. Durch Arbitrage-Geschäfte zwischen Spot- und Terminmarkt korrespondieren die Kurse auf beiden Märkten eng miteinander.

Terminmarktgeschäfte haben also auch entscheidenden Einfluss auf den Preis für Gold zur sofortigen Lieferung (Spot Price). Banken betreiben mit Warentermingeschäften Eigenhandel, bauen damit aber auch Gegenpositionen zu anderen Derivate-Geschäften auf, bei denen sie als Kontrahenten ihrer Kunden auftreten. Man spricht in diesem Zusammenhang von so genannten Bullion Banken.

Die starke Short-Konzentration bei Gold und Silber, dominiert von diesen wenigen Banken, wird von Kritikern seit langem als marktbeherrschend und manipulativ angesehen. Man geht davon aus, dass weniger große US-Häuser die Vormachtstellung am Terminmarkt nutzen, um den Gold- und Silberpreis zu drücken. Derzeit finden von Seiten der US-Kartellbehörde Untersuchungen zur Rolle der Großbank JP Morgan auf dem Terminmarkt statt. Insbesondere geht es um mögliche Marktmanipulationen auf dem Silbermarkt.

Short- und Long-Position werden als zwei Seiten eines Kontraktes gezählt. Entscheidend für die Bezeichnung „long“ oder „short“ aus Sicht des jeweiligen Händlers ist, wer den Handel initiiert hat. Alle laufenden Kontrakte an der COMEX bezeichnet man als Open Interest.

Die Aktivitäten der US-Banken am Terminmarkt sorgen immer wieder zu zeitweiligen Rücksetzern beim Goldpreis. Den kontinuierlichen Kursanstieg über die vergangenen zehn Jahre hinweg könnten diese Termingeschäfte allerdings nicht verhindern.


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Eingetragen von am 11. Okt. 2010. gespeichert unter Banken, Gold, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

1 Kommentar für “US-Banken lassen Goldpreis gewähren”

  1. Bin der gleichen Meinung wie M.Maloney oder P.Schiff oder M.Faber ,der grosse Hammer was EM betrifft wird noch kommen und vor allen was Silber betrifft ist Gold für den Kleinanleger schon zu teuer und Silber wird bald in Sphären vorstossen was sich heute noch keiner träumen zu wagt,wie damals 1992 als meine Kollegen über mich gelacht haben (Silberfuzzi haben sie mich genannt) ne Unze Silber war für 6-8 DM und Gold 550 DM zu haben ,tja und heute nachdem ich einiges angehäuft habe sind meine weiblichen Zuarbeiter viel netter zu mir !!! Bis bald Mädels !!!

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