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US-Banken stellen sich auf Goldpreis-Anstieg ein

Die „Commercials“ haben ihre Netto-Short-Position bei Gold in der vergangenen Woche um weitere 15 Prozent reduziert.

Die kommerziellen Händler an der US-Warenterminbörse COMEX haben in der vergangenen Woche zum sechsten Mal in Folge ihre Netto-Short-Positionen auf Gold reduziert. Per 23. September 2014 noch einmal um 15,6 Prozent auf 64.319 Kontrakte. Das geht aus dem aktuelle Commitment-of-Traders-Bericht (CoT) der US-Börsenaufsicht CFTC hervor.

CoT 23.09.14

Damit hat die Netto-Short-Positionen der „Commercials“ ein neues 3-Monatstief erreicht. Seit dem 8. Juli hat diese einflussreiche Händlergruppe, zu denen auch die amerikanischen Bullionbanken zählen, ihre Netto-Short-Position auf Gold mittlerweile um 61 Prozent abgebaut. Glaubten die Commercials an einen weiteren Goldpreis-Rückgang, so würden sie Short-Positionen auf- und nicht abbauen.

Die großen Spekulanten (darunter Hedgefonds) haben ihre Netto-Long-Position gegenüber Vorwoche um 11,5 Prozent auf 63.884 Kontrakte reduziert. Sie sind damit gegenüber Gold so pessimistisch eingestellt, wie zuletzt Anfang Juni 2014.

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Eingetragen von am 29. Sep. 2014. gespeichert unter Banken, Gold, Goldpreis, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

1 Kommentar für “US-Banken stellen sich auf Goldpreis-Anstieg ein”

  1. Auf einen Blick zeigt die Grafik deutlich, daß die Spekulanten und Commercials fast immer konträre Positionen einnehmen; die Wetten auf fallende Kurse (Shorts, oder auch „Leerverkäufe“) oder steigende Kurse (Long-Positionen).
    Da zu jedem Goldkontrakt (1 Kontrakt = 100 Unzen) immer ein Käufer und ein Verkäufer gehören, bietet sich an, daß ein solches „Kontrakt-Paar“ aufgrund einer unerwarteten Preisentwicklung ihre Termin-Kontrakte „glattstellt“, also weder verkaufen noch kaufen wollen. Dann ist außer Spesen nichts gewesen.
    Und genau dieses „Glattstellen“ von Kontrakten passiert an der Comex in über 90% aller Fälle; der Rest der Kontrakte wird in die nächsten Liefermonate „geschoben, bzw. gerollt“.
    (Das Verschieben in den nächsten Liefertermin ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, weil der Händler seinen alten Kontrakt an die Comex verkauft und einen neuen Kontrakt mit neuem Termin kaufen muß).

    Bestehen Kunden auf Lieferung der Ware, wird fast nur noch per Bar-Ausgleich („Cash-Settlement“) abgewickelt.
    Im Gegensatz zur Comex ist an der neuen Shanghaier Gold-Terminbörse ein Bar-Ausgleich nicht zulässig; Händler, die auf Auslieferung bestehen, bekommen „anfaßbare“ Edelmetalle“.

    Wenn also die Commercials mit 64.000 Short-Kontrakten,- und die Spekulanten ebenfalls mit 64.000 Long-Kontrakten auf der Lauer liegen, gehen die Wetten evtl. wie das „Hornberger Schießen“ aus, nämlich dann, wenn sie ihre Kontrakte 1:1 „glattstellen“.
    Allerdings muß angemerkt werden, daß nur Kontrakte mit bestimmten Eigenschaften „glattgestellt“ werden können, z.B. identische Kontraktzahl, Kontrakt-Laufzeit, Gold-Basispreis („Underlying“) usw.
    Nimmt man also „nur“ die Anzahl der Short-und Long-Kontrakte, wetten die Banken/Händler aktuell weder auf steigende noch fallende Goldkurse.
    Die Analyse der letzten Jahre zeigt aber eindeutig, daß die Commercials mit ihren Wetten (fast) immer richtig lagen, während die Spekulanten dem Treiben der Bullionbanken machtlos zusehen mußten.

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