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US-Regierung verkauft Citigroup-Anteile – Stürzen jetzt die Börsen ab?

Citigoup ist die letzte amerikanische Großbank, die noch am Finanznabel der US-Regierung hängt. Sollte es in den vergangenen Wochen und Monaten eine künstliche Marktstützung durch das so genannte „Plunge Protection Team“ (PPT) gegeben haben, nun wäre der geeignete Zeitpunkt gekommen, um „loszulassen“. Ein Signal für fallende Börsenkurse?

Angenommen, es gibt so etwas, wie die längst fällige Kurskorrektur an den Börsen. Angenommen das „Plunge Protection Team“ hält seit Monaten die Märkte mit gezielten Eingriffen bei Laune. Angenommen, es gibt so etwas wie einen Plan, die Aktienmärkte irgendwann „kontrolliert“ fallen zu lassen. Und angenommen, die oberste Finanzelite sitzt hier als Vorbereiter und Mitwisser mit im Boot. Was wäre der „günstigste Zeitpunkt“ für einen erneuten Börsencrash?

Einschneidende Staatsfesseln
Tatsache ist, dass besonders die großen Banken von der Börsenrally seit dem Absturz im März vergangenen Jahres profitiert haben. Es gelang den Instituten durch die gute Stimmung an den Aktienmärkten bei Anlegern jede Menge Geld durch riesige Kapitalerhöhungen einzusammeln. Das Ziel der privaten Banken: Man wollte sich unbedingt von der staatlichen Umklammerung namens TARP (Troubled Asset Relief Program) befreien.

Etwa 50 Banken zahlten letztes Jahr bereits TARP-Gelder in Höhe von insgesamt 71 Milliarden Dollar zurück. Die großen Geldhäuser haben ihre Hausaufgaben gemacht. JP Morgan Chase, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America und auch Wells Fargo entledigten sich der staatlichen Fesseln mit erzockten Gewinnen und Kapitalerhöhungen in zweistelliger Milliardenhöhe.

Der letzte Mohikaner
Wer fehlt noch von den Big Playern? Es ist Citygroup! Dem mächtigen Bankhaus flossen $45 Milliarden Dollar aus dem TARP-Topf zu. Die Beteiligung des US-Staates betrug zuletzt noch 27 Prozent. Den Verkauf der Citigroup-Aktien begann bereits im vergangenen April. Und heute kündigte das US-Schatzamt an, ein Paket im Wert von 2,2 Milliarden US-Dollar zu veräußern. Das Tempo des Verkaufs wolle man an die Marktsituation anpassen, hieß es.

Das PPT
Wer die Zusammensetzung des PPT aka Working Group on Financial Markets kennt (US-Finanzminister, Fed-Präsident, Chefs der Börsenaufsicht) und dessen Funktion (Vertrauen in die Märkte erhalten), der wird uns beipflichten, dass die illustre Runde die Märkte in solch einer Phase kaum wird abstürzen lassen, wenn man das mit gezielten Stützungsmaßnahmen verhindern kann.

Welche Erkenntnisse ziehen wir daraus? Wenn die US-Regierung ihre Citigroup-Anteile versilbert hat, könnte es an den amerikanischen Börsen ziemlich ungemütlich werden. Aber das ist nur eine Vermutung. Gezahlt hat der US-Staat seinerzeit 3,25 US-Dollar pro Anteil. Am Mittwochabend stand die Aktie bei knapp 4 Dollar. Für das US-Finanzministerium ein schöner Gewinn von 23 Prozent, wenn sich der Preis für das ganze Paket realisieren ließe.


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Eingetragen von am 29. Sep. 2010. gespeichert unter Banken, Marktkommentare, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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