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US-Schulden-Kompromiss drückt Goldpreis nur kurzzeitig

Gold schlägt Papierwährung: American Gold Eagle und Dollar-Noten (Foto: Goldreporter)

Politische Börsen haben kurze Beine, lautet ein Sprichwort. Das dürfte auch für die gedämpften Kurse bei Gold und Silber im Umfeld der amerikanischen Schuldenkrise gelten.

Demokraten und Republikaner in den USA haben sich am Sonntag auf einen Kompromiss im Schreit um die Anhebung der Schuldenobergrenze geeinigt. Es soll hart gespart werden, dafür setzt man aber die gesetzlich festgelegte Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen US-Dollar in zwei Schritten um „mindestens 2,1 Billionen“ Dollar herauf. Mehr dazu hier

Gute Nachrichten für die USA waren das nicht, betrachtet man Kurs des US-Dollar. Er fiel am Montagmorgen gegenüber dem Euro und anderen wichtigen Währungen um jeweils gut ein halbes Prozent. Die Aktien-Indizes stiegen, zunächst in Asien, dann auch in Europa. Vor allem Finanzwerte profitierten.

Der Goldpreis wurde im Vormittags-Fixing auf 1.613,50 Dollar (1.117,54 Euro) festgesetzt. Er notierte damit knapp 1 Prozent niedriger als am Freitagnachmittag.  Der Silberpreis büßte von Freitag auf Montag 0,8 Prozent ein. Mit 39,31 Dollar (27,24 Euro) fiel er wieder knapp unter die Marke von 40 Dollar.

Nach 13 Uhr stiegen die Edelmetallkurse wieder deutlicher an. Obwohl der Schuldenstreit beigelegt zu sein scheint (der Kongress muss noch abstimmen) und die Regierung sich ein Sparprogramm auferlegt, ändert dies nichts an der enormen Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten. Ähnlich wie in der europäischen Schuldenkrise, hat man sich ein wenig mehr Zeit erkauft, bis die Schuldenlast das Land finanziell endgültig erdrückt.

Das anvisierte Sparprogramm kommt außerdem zu einem Zeitpunkt, wo sich Anzeichen über ein deutliches Abschwächen der US-Wirtschaft mehren. Das Wachstum für das erste Quartal wurde gerade von 1,9 Prozent auf lediglich 0,4 Prozent nach unten revidiert. Die amerikanische Notenbank signalisierte zuletzt Bereitschaft, mit neuen Liquiditätsmaßnahmen zu reagieren, sollte die sich US-Wirtschaft nicht aus ihrer Lethargie befreien. Das bedeutet: Weiterhin dauerhaft niedrige Leitzinsen in den USA, erneutes Gelddrucken über Staatsanleihen-Käufe. Das ideale Umfeld für nachhaltig steigende Preise für Gold und Silber.

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Eingetragen von am 1. Aug. 2011. gespeichert unter Gold, Goldpreis, Marktkommentare, News, Silber, Silberpreis, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

4 Kommentare für “US-Schulden-Kompromiss drückt Goldpreis nur kurzzeitig”

  1. Es ist in der USA noch Nichts wirklich entschieden. Der Kompromiss muss erst noch abgesegnet werden. Und falls es doch gut geht… dann gibt’s später das QE3 welches den Dollar endgültig auf Talfahrt schicken wird….


  2. Lieber Herr „Bernanke“,

    dieser Name ist eingedenk des FED-Chef’s Bernanke nun wirklich kein schmückendes Accessoir oder glauben Sie, dessen finanzpolitische (Un)-Kenntnisse und das daraus resultierende kleinkrämerische Verhalten sei nachahmenswert?
    Der Vorgänger war schon nicht die dort geforderte Koryphäe sondern war nur auf den Vorteil der privat-banklichen FED bedacht, was zu ihrer heutigen, alles bestimmenden, despotischen Macht führte.
    – Das war damals schon alles mit Bedacht inszeniert, denn * S i e * denken und ernten in Jahrhunderten.
    (Leider war an diesem spitzfindigen Machwerk ein naturalisierter, Emigrant aus dem Bankhaus Warburg in Hamburg beteiligt,der sich damit wirklich keine Meriten sondern das Gegenteil verdient hat.

    Auf Jekyll-Island hat 1913 mit der Gründung der privaten FED nicht nur der Niedergang der US-Finanzen sondern der des gesamten Planeten seinen Ursprung genommen.
    Wir wissen doch alle, dass die Worte „In God we trust“ zu Schall und Rauch entschwinden, wenn diese mit Zinses-Zins „miß“-handelt werden.
    Rein mathematisch haben solche Lügensysteme bisher kaum 80 Jahre überdauert, alles darüber war schon die Phase der Agonie.
    – Und die wird im tödlichen Spiel der Anhebungen des Schulden-Limits nur verdrängend in die Zukunft verschoben und nicht heilend behandelt.
    Niemand dieser `Eliten´ hatte je im Sinn, ihre Schulden zu tilgen.
    – In Dante’s Inferno werden *sie* weiterspielen. –

  3. Ironie an:
    Guten Abend meine Damen und Herren

    Wie ich an Ihren Kommentaren erkennen kann sind Sie bereits in der Lage das Kreditgeldsystem zu verstehen… und auch zu hinterfragen. Damit gehören Sie aber auch gleichzeitig zur einer Minderheit in unserer heutigen Gesellschaft, denn nur wenige beschäftigen sich mit den Auswirkungen unseres Geldsystems.
    Ihren Ausführungen kann ich eigentlich nur zustimmen… und möchte mich mit den sehr weisen Worten von H. Ford von Ihnen verabschieden:

    Zitat Henry Ford

    “Es ist gut, dass die Bürger der Nation nicht unser Banken- und Geldsystem verstehen, denn wenn sie es würden, glaube ich, gebe es eine Revolution vor morgen früh.“

  4. @Alex Bezug? Ganz einfach – wenn man immer nur von Goldpreisentwicklung, Zinsen und dem „freien Markt“ redet, ohne den dahinterstehenden Filz aus „hoher“ Politik und der „Hoch-„Finanz näher unter die Lupe zu nehmen, wird man sein Leben lang ein nützlicher Idiot für die Weltfinanzmafia bleiben. Es ist höchste Zeit, daß die breiten Massen aufwachen und die Wahrheit erkennen – deshalb sehe ich Beiträge wie die von Stefan Wehmeier gerne 100 mal auf verschiedenen Seiten, weil die Wahrheit endlich in die Köpfe des Stimmviehs ankommen muss – sonst ist es zu spät!

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