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US-Terminmarkt: Banken bei Gold mit 32 Tonnen auf der Käuferseite

Die an der US-Warenterminbörse mit Gold handelnden Banken waren Anfang November den sechsten Monat in Folge netto auf der Long-Seite positioniert. Gegenüber Vormonat wurden aber Kaufverträge abgestoßen.

Die Gefahr stark einbrechender Gold- und Silberkurse scheint weiterhin begrenzt, wenn man die aktuellen Zahlen der US-Börsenaufsicht CFTC analysiert und interpretiert.

Die an der US-Warenterminbörse COMEX agierenden Banken (US-Banken und Nicht-US-Banken) waren per 5. November 2013 bei Gold netto mit 10.254 Kontrakten auf der Long-Seite positioniert. Übersetzt bedeutet dies: Sie besaßen Kaufverträge über 31,89 Tonnen Gold in Form von Futures. Die Banken waren damit bei Gold den sechsten Monat in Folge netto-long positioniert. Am Anfang des Vormonats waren es allerdings noch knapp 45 Tonnen mehr.

CFTC Banken Gold 14.11.13

Die im Futures-Handel besonders dominanten US-Banken verfügten netto über eine Long-Position von 49.734 Kontrakten. Das entsprach Kaufverträgen über 154,7 Tonnen Gold. Gegenüber dem Vormonat sank dieses Volumen um 14,36 Prozent. Denn die vier nicht namentlich genannten US-Banken erhöhten ihre Short-Positionen um 16,5 Prozent, während ihre Long-Positionen gegenüber Vormonat um 5,7 Prozent zurückgingen. Insgesamt bleiben die Netto-Positionen der US-Banken aber auf sehr hohem Niveau, bzw. die Netto-Short-Positionen auf historisch sehr tiefem Level  (siehe Grafik oben).

CFTC Banken Silber 14.11.13

Geringfügig anders sieht es bei Silber aus. Die US-Banken reduzierten hier ihre Netto-Short-Position um 1,82 Prozent auf 21.760 Kontrakte. Die amerikanischen Geldinstitute besaßen demnach unter dem Strich Verkaufsverträge über 3.383,7 Tonnen Silber. Im historischen Kontext erscheint diese Verkaufsmenge relativ niedrig, wie aus der Grafik oben erkennbar ist.

Beobachtung: Die Edelmetallpreise sind in der Vergangenheit immer dann besonders stark unter Druck zu geraten, wenn die US-Banken hohe (Netto-)Short-Positionen bei Gold und Silber aufgebaut hatten. Das war zuletzt im März/April 2013 der Fall, wie in den Abbildungen oben erkennbar. Mitte April stürzte Gold innerhalb von nur zwei Tagen um mehr als 10 Prozent ab. Der Silberkurs büßte sogar 15 Prozent ein (Goldreporter berichtete).

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Eingetragen von am 15. Nov. 2013. gespeichert unter Gold, Marktdaten, News, Silber, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

14 Kommentare für “US-Terminmarkt: Banken bei Gold mit 32 Tonnen auf der Käuferseite”

    • Federico@
      Es ist geschickte Psychologie im Spiel – eine Erkenntnis, die sich nicht in der Mainstreetpresse wiederfindet und bei vielen Investoren mittlerweile dazu geführt hat, daß ein Investment in Edelmetalle vom Spielball der Mächtigen abhängig geworden ist, die an der CRIMEX-Börse die Knöpfe „Gold down“ oder Gold up“ drücken.

      Aber genau diese kriminelle Abhängigkeit werden die Asiaten inkl. Rußland nicht mehr lange zulassen und mit der neuen BRICS-Bank und einer goldgedeckten Währung beseitigen; es geht nicht anders.

      Niemand kann einen Termin nennen, wann dieser Fall eintritt, – manche Analysten sagen: schneller als man denkt (Jim Willie: über Nacht), Putin sagt: 2017 ist der US-Dollar Geschichte.

      Wahrscheinlich kommt wieder alles anders,- aber es wird eine neue Leitwährung geben – darin sind sich alle einig („fast“- die FED weiß es auch, darf es aber nicht zugeben).
      Chris Powell, mit guten Kontakten zu asiatischen Zentralbankern, berichtet
      aktuell über tägliche Kontakte zwischen der Federal Reserve und Zentralbankern in China: nichts sei dem Zufall überlassen und es gibt geheime Absprachen.

      Die Federal Reserve (Heli Ben) hält den Goldpreis „niedrig“ (unter 1300 US-$)
      und die Chinesen werfen dagegen ihre US-$ und Staatsanleihen nicht auf den Markt; dafür können die Chinesen „billig“ EM einkaufen (Inder übrigens auch, wenn sie denn könnten).

      Das erklärt natürlich Vieles.

      Bedeutet aber auch: der Goldpreis wird erst wieder steigen, wenn die Chinesen/Fed es zulassen, oder ein plötzlicher Finanzcrash läßt die Kontrolle entgleiten.

      http://kingworldnews.com/kingworldnews/KWN_DailyWeb/Entries/2013/11/14_Asian_Central_Bankers_Shocking_Confession_About_The_West.html

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  1. @Frederico
    Klar, denn diese „Investoren“ machen ihr Geld (meistens noch mit fremden Geld) mit Mausklicks und selten mit physischem Gold im Keller.Und genau dieselben investoren vertickern ihre Aktien und Derivate mit Mausklicks in Sekunden im Falle einer Krise und klicken dann wieder auf Gold-ETF oder Goldzeritifikate.All das war schon da.
    Frederico,all diese Investments,außer physischem Gold im eigenen Keller, basieren lediglich auf Papierversprechen und sind meistens auch noch völlig ungedeckt.Was solche Versprechen im Falle eines Falles wert sind,weiß alleine der liebe Gott.
    Jeder weiß,dass heutzutage sogenanntes Investment eine Zockerbude ist und es kein seriöses Investment mehr gibt.Vielleicht wieder nach einem finanziellen Reset.

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    • @anacondo
      Wie Du sehe ich Gold als Versicherung und nicht als Investment. Für meinen Geschmack bin ich eigentlich schon überversichert wenn ich den Goldanteil an meinem Vermögen nüchtern betrachte. Ich besitze es auch physisch.

      Was aber sollen die von Dir geschmähten wirklich Vermögenden (also mit einem frei verfügbarem Vermögen von zig- oder hunderten Millionen) mit ihrem Geld anstellen ? Physisches Gold kaufen und unterm Obstbaum vergraben ?
      Wie man heuer gesehen hat ist Gold auch eine gefährliche Spekulation und für institutionelle Anleger wie Versicherungen oder Pensionskassen daher ein absolutes no-go.

      Seriöse Investments gibt es sehr wohl noch und speziell in Aktien. Allerdings muss man sich dazu mit den betroffenen Sparten, Firmen und politischen Gegebenheiten täglich und intensiv auseinandersetzen. Hat nichts mit Zocken zu tun.

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      • Wenn die Versicherung billiger wird, dann freut man sich und kauf günstig nach. Die Aktienmärkte sind zwar aufgeblasen bis zum geht-nicht-mehr, trotzdem rechne ich noch mit einer Fortsetzung der irrationalen und von den Notenbanken mit billigem Geld angeheizten Rally mindestens bis zum Jahreswechsel. Dank der zügellosen Spekulation auf Kredit werden auch normalerweise stabile Titel bei dem unausweichlich folgenden Crash am Aktienmarkt mit heruntergerissen. Richtig hässlich für Papierbesitzer wird es allerdings erst dann, wenn die Zinsen explodieren (Crash am Bondmarkt). Für so einen Fall hat man schließlich seine Versicherung.

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  2. @Frederico
    Die von Dir angesprochenen wirklich Vermögenden haben es natürlich nicht nötig, Unmengen an Gold zu halten.Diese unterhalten Anlageberaterfirmen und haben weitreichende Beziehungen zur Wirtschaft und Politik.Will heißen,sind Insider und machen damit ihre Gewinne. Fondmanger der Pensionsfonds und Versicherungen sind persönlich hervorragend abgesichert und werden selbst im Falle einer Totalpleite nie zur Verantwortung gezogen.Will heißen,die können mit den Kundengeldern zocken bis die Maus quietscht und sich daraus die Boni verdienen.Solange sie sich einigermaßen an die bestehenden Gestze halten oder sich nichts nachweisen lassen.Wir,die kleinen Leute mit ehrlich verdientem Vermögen dagegen haben doch keine andere Wahl als sich abzusichern mit den von allen verfluchten Edelmetallen.Genau wie Du.Auch wenn es eine Hassliebe ist.Ich habe keine Lust ständig die Börsenkurven zu analysieren, keine Lust Aktien-depots am Wochenende zu studieren um zu sehen,dass man wieder mal aufs falsche Pferd gesetzt hat und dass die Bank nun das sauer verdiente Geld hat und ich nur ein Stück verglibtes Umweltpapier.Niemals mehr,schon aus Trotz enziehe ich diesem System das Geld.Dann lieber ins eigene Edelmetall, in eigenen Händen, meine eigene kleine Bank.Und warten auf die Chance und die wird kommen,nur eine Frage der Zeit.

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    • @Anaconda.
      Goldrichtige Aussage! Die Leute machen sich selber nervös indem sie jeden Tag den Goldpreis minuziös verfolgen.
      Ich habe es schon einmal gesagt: Gold ist eine Kapitalrückversicherung, im wahrsten Sinne des Wortes. Für uns kleinen ist es nicht zum Spekulatieren geeignet. Die meisten raffgierigen Börsenzocker enden früher oder später mit einem Herzinfarkt.

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    • @Anaconda. Sorry vorher mit Schreibfehler!
      Goldrichtige Aussage! Die Leute machen sich selber nervös indem sie jeden Tag den Goldpreis minuziös verfolgen.
      Ich habe es schon einmal gesagt: Gold ist eine Kapitalrückversicherung, im wahrsten Sinne des Wortes. Für uns kleinen ist es nicht zum spekulieren geeignet. Die meisten raffgierigen Börsenzocker enden früher oder später mit einem Herzinfarkt.

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  3. Siehe Frederico und einige andere haben es die Mafiosi fast geschafft, den Menschen die EM madig zu machen! Aber auch für die Zweifler muss doch der Chart und die Tatsache, dass es selbst den meisten Notenbanken dieser Welt nicht gelungen ist, den langjährigen Bullenmarkt umzudrehen! Kaufe doch lieber einen für die Geldwertsicherung jahrtausendelang bewährten Rohstoff, der trotz Inteventionen nicht unter zu kriegen ist, als irgendwas anderes. Jeder der Gold als Wertspeicher kritisiert, möge hier ein Engagement nennen, dass sich nicht sofort ad absurdum führen lässt, wenns ordentlich kracht!?

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  4. Tschuldigung – Satz war nicht vollständig: Aber auch für die Zweifler müssen doch der Chart und die Tatsache, dass es selbst den meisten Notenbanken dieser Welt nicht gelungen ist, den langjährigen Bullenmarkt umzudrehen, für sich sprechen!

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  5. „Gold bleibt Gold“ Ich gebe Goldminer absolut in allen Punkten recht. Gruss Chris

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  6. Wir freuen uns über vernünftige Einkaufspreise ;)

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  7. Genau, Christian, Copa und Dreamer! Den crash am Bondmarkt kann sicher nichts überbieten. Nicht dass wir uns darauf freuen sollten, mit einer guten Feuerversicherung warten wir ja auch nicht, dass unser Haus niederbrennt. Aber wir werden es wieder aufbauen können!

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  8. Wenn es stimmt, daß an der Comex-Börse für die Preisdrückung identische Computer-Algorithmen für Gold und Silberkurse ablaufen, müßte man das an einem Jahres-Chart sehen können, wenn man im Chart links den Silberkurs, und rechts den Goldkurs anzeigt und beide Kurven übereinanderlegt.
    Gesagt, getan, und angezeigt:
    http://www.wyattresearch.com/wp-content/uploads/2013/11/buy-gold-and-silver-Copy.png

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