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US-Wirtschaft: Reiche haben noch Jobs, Arme nicht

Von der aktuellen Wirtschaftskrise sind in den USA vor allem die Einkommensschwachen betroffen. Wie eine aktuelle Studie zeigt, beträgt die Arbeitslosigkeit in dieser Bevölkerungsgruppe bereits bis zu 30 Prozent. Bei den Topverdienern herrscht dagegen geradezu Vollbeschäftigung.

Die öffentliche Diskussion über Milliarden-Boni für Banker reißt nicht ab. Und dennoch scheint sie nichts zu bewirken. Selbst mittlerweile verstaatlichte Institute, wie die Royal Bank of Scotland, können auf die erfolgsabhängigen Sonderzahlungen nicht verzichten.

Während also jene, die die aktuelle Wirtschaftskrise verursacht haben also weiter Topgehälter beziehen – deren Investment-Geschäft läuft ja auch prächtig – kommen alarmierende Daten über die Beschäftigungszahlen der amerikanischen Unter- und Mittelschicht.

Einer Studie des Center for Labor Market Studies der Northeastern University von Boston zufolge, sind Geringverdiener besonders stark von der Arbeitslosigkeit betroffen, während Bezieher höherer Einkommen kaum etwas von der Misere am Arbeitsmarkt zu spüren bekommen.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den USA innerhalb der verschiedenen Einkommensklassen, gemäß der Studie.

Erläuterung: Die Einkommensbezieher sind in Zehntelklassen im Verhältnis zum jeweiligen Anteil an der Gesamtbevölkerung unterteilt. Das heißt, im einkommensschwächsten Zehntel der US-Bevölkerung herrschte im vierten Quartal 2009 eine Arbeitslosenquote von 30,8 Prozent. Das Top-Zehntel, mit einem Jahres-Einkommen ab 138.700 US-Dollar, war in diesem Zeitraum nur mit 3,2 Prozent von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Studie deutet auch das ganze Ausmaß der Umverteilung von Volksvermögen in Krisenzeiten von unten nach oben an. Und eines kommt bei dieser Betrachtung erschwerend hinzu: Die Abhängigkeit der US-Wirtschaft von der so genannten Finanzindustrie hat in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen.

In den USA wird immer weniger produziert. Ein immer größerer Anteil der Wirtschaftsleistung entsteht durch unproduktives Kapitaleinkommen.

Aus dieser Erkenntnis lässt sich auch ableiten, welche Macht die Bankenlobby in Washington mittlerweile haben muss und wie unwahrscheinlich deshalb die Durchsetzung grundlegender Finanzmarktreformen erscheint. Diese sind aber notwendig, um Krisen gleicher Art künftig zu verhindern.

Solange dies nicht geschieht, wird die wundersame Papier-/Schuldgeld-Vermehrung anhalten. In diesem Umfeld werden Gold und Silber in Sachen Vermögensschutz eine immer größere Rolle spielen.


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Eingetragen von am 25. Feb. 2010. gespeichert unter Hintergrund, Konjunktur, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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