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Versteckte Risiken für Steuerzahler: Bankenrettung durch ELA-Geld

Emergency Liquidity Assistance (ELA) heißt eine Krisenhilfe, bei der nationale Zentralbanken kurzfristig Geld aus dem Nichts schaffen. So ist es in Griechenland geschehen und so könnte es nun auch in Spanien laufen. Die Risiken trägt der Steuerzahler.

Zentralbanken sollen als politisch neutrale Institutionen die Geldversorgung der Volkswirtschaften sicherstellen. Doch immer wieder machen sie eine Politik, die dem Steuerzahler potenziell hohe Kosten aufbürdet.

Um kurzfristige Liquiditätsengpässe maroder Geschäftsbanken abzumildern, können nationale Notenbanken sogenannte ELA-Hilfen bereitstellen. Diese Emergency Liquidity Assistance (Notfallsliquiditätshilfe) wurde seinerzeit von der Deutschen Bundesbank an die Hypo Real Estate vergeben. Auch in Irland wurden damit Banken gerettet.

Es handelt sich dabei um neu geschaffenes Geld, das später eigentlich wieder abgezogen soll. Oft geschieht dass, nach dem der Staat als Retter eingesprungen ist.

Das Problem: „Die ELA-Finanzierung geht zum Lasten der Steuerzahler. Wenn es da zu Abschreibungen kommt, muss die EZB rekapitalisiert werden und sie wird rekapitalisiert aus dem Staatshaushalt“, so Prof. Harald Hau.

Es besteht die Gefahr einer Notwendigkeit von dauerhaften ELA-Hilfen wie im Falle Griechenland, wenn Konteninhaber in dem betroffenen Staat große Geldmengen abheben und diese zum Beispiel ins Ausland transferieren. Es kommt zu einer Expansion der Euro-Geldmenge, die von der EZB im Zweifel nicht mehr zu kontrollieren ist.

Die griechische Zentralbank hat angeblich bereits 100 Milliarden Euro an ELA-Geld produziert. Ähnliches könnte nun in Spanien zur kurzfristigen Bankenrettung passieren. Das TV-Magazin Plusminus beleuchtet das versteckte Finanzrisiko.

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Eingetragen von am 7. Jun. 2012. gespeichert unter Banken, Euro, Europa, News, Politik, Videos. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

3 Kommentare für “Versteckte Risiken für Steuerzahler: Bankenrettung durch ELA-Geld”

  1. Ich habe seit Dezember 2010 regelmäßig Beträge von 1000 Euro an Automaten der Deutschen Bank abgehoben und zumindest teilweise analysiert, woher die Scheine kamen und was für eine Qualität sie haben. Die Deutsche Bank als Geldquelle ist dabei ebenfalls interessant, weil sie in Krisenländern als sicherer deutscher Hafen gilt und sich deshalb über Geldzufluss von dort freuen kann.
    Der Betrag von 1000 Euro wird meistens mit neunzehn Scheinen zu 50 Euro, zwei zu 20 Euro und einem zu 10 Euro ausgezahlt. Seit Mitte letzten Jahres habe ich bei jeder dritten Auszahlung auch immer neun 100-Euro-Scheine bekommen, obwohl der Umlauf der großen Banknoten doch angeblich vermieden werden soll.
    Die 100-Euro-Scheine hatten alle sehr gute Qualität und den Prägebuchstaben X für Deutschland. Bei den 50-Euro-Scheinen ist X natürlich auch noch in der Mehrheit, 15 Prozent der Scheine hatten aber den Prägebuchstaben Z für Belgien und 20 Prozent ein S für Italien. 50-Euro-Scheine aus Spanien (V), Frankreich (U) und den Niederlanden(P) habe ich in geringen Mengen bekommen, ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, jemals einen 50er aus Griechenland (Y) bekommen zu haben.
    Aufgefallen ist mir noch, dass fast alle Z-Scheine eine sehr hohe Papierqualität hatten. Sie wurden zwar gefaltet, aber offenbar noch nicht allzu oft angefasst. Die italienischen S-Scheine waren etwas schlechter, aber zumindest die Hälfte davon dürfte noch relativ neu gewesen sein.
    Was ich in diesem Jahr so an X-Scheinen bekommen habe, war von der Qualität teilweise kaum noch akzeptabel. Die deutschen Scheine hatten mit Abstand die schlechteste Qualität. Es war teilweise ekelhaft, was mir da von den Geldautomaten ausgegeben wurde.
    Bei den 10-Euro-Scheinen, die ich zurzeit besitze, stammen 30 Prozent aus Griechenland (Y). Zwei Drittel davon haben noch eine hervorragende Papierqualität. Meine zahlreichen französischen U-Scheine zu 20 Euro sind wahrscheinlich Wechselgeld vom Einkaufen im deutsch-französischen Grenzgebiet.
    Fazit: Belgien hat sicherlich seine Zahlungsverpflichtungen aus der Dexia-Pleite über die Notenpresse gelöst. Viele Guthaben sind dann zur Deutschen Bank gewandert.
    Der hohe Anteil an italienischen S-Scheinen bereitet mir aber noch mehr Sorgen. Möglicherweise sind da einige Staats- und Bankenfinanzierer ziemlich kreativ. Allerdings könnte ein großer Teil von den S-Scheinen auch durch Geldwäsche von der Mafia nach Deutschland gelangt sein.
    Ich werde jedenfalls weiterhin die Geldscheine, die ich bekomme, analysieren. Dabei werde ich besonders darauf achten, ob ich weiterhin so viele 10-Euro-Scheine aus Griechenland bekomme.

  2. Hallo.Habe mehrmals bei Unicredit in Niederbayern abgehoben.(Insgesamt circa 7000 e) !7 von 10 Scheinen haben ein S! Teilweise druchfrisch.Ich bin auch ins grübeln gekommen.

  3. Heute habe ich zum Test 500 Euro bei der Deutschen Bank in Sachsen abgehoben.
    Sechs Scheine zu 50 Euro hatten ein X (Deutschland), zwei ein S (Italien) und einer ein Z (Belgien). Bei den beiden 20-Euro-Scheinen war einer aus Italien und einer aus Frankreich (U). Der 10er war aus Deutschland.
    Da das S-Problem auch von @anaconda und @lui gemeldet wird, glaube ich nicht mehr an Zufall. Bei der Unicredit Bank muss man allerdings beachten, dass dies eine italienische Bank ist und eine Häufung von S-Scheinen durchaus zu erwarten ist. Müssen die aber Geld von Italien nach Deutschland exportieren oder versucht da schon jemand gezielt S gegen X zu tauschen?
    Bei der Auflösung der Währungsunion werden die Funktionäre der EUdSSR möglicherweise von auf der Straße geschaffenen Fakten überrollt. Die Flutung mit ausländischen Banknoten ist nicht nur uns aufgefallen. Wenn das so weiter geht, reicht irgendwann ein kleines Gerücht und an den Geschäften kann man Schilder lesen wie „Hier können leider nur noch Euroscheine mit X-Seriennummern als Zahlungsmittel angenommen werden“.

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