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Vom Goldgeld zum „Fiat Money“: Was kommt als nächstes?

Innerhalb der vergangenen 130 Jahre wurde die reale Deckung unseres Geldes Schritt für Schritt aufgeweicht. Seit Anfang der 70er-Jahre experimentiert die Welt mit reinem Papiergeld. Wie lange noch?

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Es war einmal im Jahr 1880 … Der US-Dollar war zu 100 Prozent mit Gold gedeckt. Das heißt, Dollar-Scheine waren tatsächlich so etwas wie Lagerscheine für physisches Gold. Legte man den Schein bei einer Bank vor, so erhielt man auf Wunsch den entsprechenden Wert in Gold.

Dieses reine Goldgeld existierte allerdings nur bis zum Beginn des ersten Weltkriegs. Es begann die Phase des sogenannten Golddevisenstandards, in dem die Währung nur teilweise durch Gold gedeckt war. Im Jahr 1944, nach Ende des Zweiten Weltkriegs, hatten die USA zwei Drittel der weltweiten Goldreserven akkumuliert. In Bretton Woods wurde ein neues Weltfinanzsystem geschaffen, in dem die meisten Währungen der Welt an den US-Dollar angebunden wurden (Gold-Dollar-Standard). Die US-Währung wiederum war mit Gold hinterlegt (35 US-Dollar = 1 Unze Gold).

Es folgte der US-Dollar-Standard. Denn mit der Kündigung der Vereinbarung von Bretton Woods durch die USA im Jahr 1971 (15.08.71) wurde die Golddeckung vollständig aufgehoben. Die USA gaben schlichtweg mehr Lagerscheine aus, als physisches Gold vorhanden war. Seither experimentiert die Welt mit reinem Schuld- oder Papiergeld („Fiat Money“). Die Zentralbanken vermehren die Geldmenge heute frei nach Belieben. Unserem Geld sind keine realen Vermögenswerte mehr hinterlegt.

Seit dem später 19. Jahrhundert gab es somit im Wesentlichen vier Perioden, in denen unterschiedliche Finanzsysteme vorherrschten. Jedes überdauerte nur 30 bis 40 Jahre. Was wird als nächstes kommen, wenn Zentralbanken und Staatsregierungen unser aufgeblähtes Schuldgeldsystem bis hin zum finalen Crash ausgereizt haben?

Ein Videobeitrag (auf Englisch) veranschaulicht die darstellte Goldgeldhistorie.

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Eingetragen von am 12. Jun. 2014. gespeichert unter Gold, News, US-Dollar, Videos, Währung. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

12 Kommentare für “Vom Goldgeld zum „Fiat Money“: Was kommt als nächstes?”

    • Schuldenhasser

      @Federico
      „Nur Gold ist Geld, alles andere ist Kredit“
      *John Pierpont Morgan
      Umsonst hamstert der chinesische Staat nicht jedes Gramm Gold und fordert seine Bevölkerung auf, pro Familie 1 kg Gold anzuschaffen.
      Manche Nationen lernen halt aus der Geschichte, andere aus der Bild-Zeitung und N-TV.
      Was nicht heißen soll, dass alle deutschen Medien von Gold nix verstehen :
      welt.de/finanzen/article109252304/Warum-der-Goldstandard-doch-funktioniert.html
      Mal sehen welche Fraktion am Ende ganz oben steht.
      Gruß

      0
      • @schuldenhasser
        „pro Familie ein Kilo Gold anzuschaffen“ klingt lustig.

        Das chinesische Familieneinkommen liegt bei 3.500 Euro /Jahr

        0
    • @federico
      Unser sogenanntes Geld braucht einen Maßstab, an dem es sich messen kann und mit dem es geeicht wird.Sonst wird es hemmungslos vermehrt und mißbraucht.Seit Jahrtausenden nimmt man eben Gold dafür und nicht Kaurimuscheln oder Purpur oder Tulpenzwiebel (Was auch irgendwie funktionieren würde).Gold ist der „Nullpunkt“, der Greenwich Meridean des Geldes und das wird so bleiben. Auch wenn man immer wieder versucht, diesen zu verschieben. (Er ging schon mal durch die Kanarischen Inseln, durch Paris oder auch Moskau.Letztlich blieb er aber in Greenwich.

      0
  1. Da lese ich gerade in einer österr. Zeitung – Ansturm auf (Pensions) Vorsorge
    Produkte.
    Da sieht man – Medien Gehirnwäsche wirkt.
    Die Masse flieht in ,,Fiat Money ,, Finanzprodukte.
    Das dieser ganze Plunder vielleicht bald nichts mehr wert ist , wissen diese
    Menschen nicht.

    0
  2. In der Schweiz läuft ja schon ein entsprechendes Volksbegeheren.Andere Länder werden folgen.

    0
  3. Als nächstes werden die Leute, wenn sie dumm genug sind, mit dem Handy bezahlen.Da können dann schonmal ein paar Hacker die von der Regierung oder Banken ausgebildet worden sind aus versehen ein paar Zahlen verdrehen.

    Ohne Lohntüte und nur ein Konto bei einer Bank ohne Bankgeheimnis, ist das so als wenn mein Portmonnaie bei der Bank irgend ein X-beliebigen Dritter hat, den ich nicht kenne und jeder Gangster sieht rein ob noch was zu holen ist.

    Wen wundert da noch eine Banken und Wirtschaftskriese ?

    0
  4. also meine bedenken sind, wenn in China sich die Leute Gold kaufen, hoffentlich nimmt die Regierung es ihnen nicht eines Tages ab ?!

    0
    • @hanny
      Schwierig.Wie will man dem in einem so großen Land versteckten Gold habhaft werden ? Man kann nicht jedes Reisfeld umgraben.Ist das Gold erst mal in kleine Mengen zerteilt und unter dem Volk, ist es wie mit Radioaktivität, wenn die mal außerhalb des Meilers gelangt.Kaum mehr einzufangen.In so einem Fall bleibt einer Regierung nichts weiter übrig,als die Tatsachen zu akzepieren und den Leuten das Gold zu lassen.

      0
    • @hanny.China ist ein kapitalistisches Land mit einer kapitalistischen Bevölkerung,alles andere ist westlicher Humbug!Die Enteignungsgefahr ist in sozialistischen Demokratien das 10fache höher!

      0
  5. Ist doch lächerlich, in der DDR konnte man auch Gold besitzen,nur eben keins kaufen ausser im Intershop für Westwährung !

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  • Taipan: @Anoni voyage Nun war aber Gold trotz des dynamischen Abwärtstrends schon bei 1350. All die Chartmuster samt...
  • Kitfox: Ok dann gehen der CAD und AUD runter der Dollar rauf und damit Gold wieder runter=wieder no effect bei den...
  • alter schussel: willy, der goldreporter hat sicher keine millionen um sich vom MAAS freizukaufen.

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