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Wie konnte der Goldpreis bloß auf 20.000 Dollar steigen?

Goldbarren Stapel

Logisch: Wer Geld entwertet, fängt sich einen steigenden Goldpreis ein.

Alles läuft auf eine Staatsfinanzierung über die Notenpresse hinaus. Die Verantwortlichen haben keine andere Wahl, als die Staatsschulden wegzuinflationieren. Es wird geschehen, was geschehen muss.

Die politischen Führer Europas machen es nur schlimmer, als es derzeit schon ist. Wer heute behauptet, Hyperinflation sei Spinnerei aus der Mottenkiste, der wird übermorgen vielleicht schon eines besseren belehrt.

Das bisschen Inflation …
Ein bisschen Inflation hat noch nie geschadet, hört man immer häufiger. Eine Heraufsetzung des Inflationsziels der EZB von 2 auf 4 Prozent wird seit langem diskutiert. Das viele neue Geld wandere schließlich dorthin, wo es in der Finanzkrise vernichtet wurde und richtet somit keinen Schaden an, meinen andere.

Die Verantwortlichen und „Experten“ in den Länderregierungen versuchen nun zunehmend ein Umfeld zu schaffen, in dem Inflation hoffähig wird, ja geradezu reinigend. Man wünscht sich insgeheim, dass die Europäische Zentralbank – wie die amerikanische Fed – nun das tut, was stets als ihr größtes Tabu galt: Die Staatsfinanzierung mit deckungslosem Notenbankgeld.

Falken verscheucht
Spielt es eine Rolle, dass der neuen EZB-Chef Mario Draghi Italiener ist? Sein Heimatland gehört  mittlerweile zu den großen Problemkindern im Euro-Raum. Zwischen 2002 und 2005 war Draghi Vice President von Goldman Sachs in London. Irrelevant? Zweimal hat er während seiner kurzen Amtszeit nun schon die Leitzinsen gesenkt. In Sachen Staatsfinanzierung per Notenpresse gab er sich zuletzt zögerlich. Wie lange noch?

Länder retten, um deren Banken zu retten oder eben umgekehrt. Nie war die Verquickung von Staats- und Banken-Interessen auf den Finanzmärkten so groß, wie in diesen Tagen.

Am Kernproblem vorbei
Das Problem: Trotz der abermals und abermals aufgestockten Rettungsmittel für überschuldete Staaten ist keine Lösung des Problems in Sicht. Wie auch? Jeder Maßnahme die die Regierungen zu Krisenbewältigung präsentieren, schafft nur noch mehr neue Schulden. Immer weniger noch als solide geltende Volkswirtschaften sollen immer mehr strauchelnde Länder abfangen. Das kann nicht funktionieren.

Von den wenigen Lippenbekenntnissen einer Haushaltskonsolidierung einmal abgesehen: Wie (und warum) sollen die kriselnden Euro-Staaten Schulden abbauen, wenn selbst Aufschwung-Deutschland in einem Jahr rauschender Steuermehreinnahmen mehr Geld ausgibt, als es einnimmt?

Zwischenziel: Zeitgewinn
Hilfe,  die Schulden bleiben und gehen nicht weg! Was auch immer man unternimmt. Nun besinnt man sich derer, die die Macht besitzen, Geld im Überfluss zu generieren. Natürlich nur kurzfristig, übergangsweise, bis die Euro-Zone stabilisiert ist. Bis wieder Milch und Honig Donau und Rhein hinabfließen.

Wer jetzt noch nicht verstanden hat, wohin der Hase hoppelt, dem ist nicht zu helfen. Ja, EZB-Geld im Überfluss wird kurzfristig einen Befreiungsschlag auslösen. Weitere staatliche Konjunkturprogramme machen die Wirtschaft für ein paar Monate wieder flott. Ein neuer Krieg in Nahost wird zusätzliche Wachstumsimpulse in der (Rüstungs-) Industrie setzen. Aber spätestens dann wird sich die Inflation erbarmungslos über alle Geldvermögen hermachen.

Am Ende dürften viele der Verantwortlichen nicht mehr in ihren Ämtern sein. Und alle übrigen werden sich wundern, wie es soweit kommen konnte. Wie konnte der Goldpreis bloß auf 20.000 Dollar steigen?

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Eingetragen von am 9. Dez. 2011. gespeichert unter Banken, Euro, EZB, Gold, Goldpreis, Marktkommentare, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

23 Kommentare für “Wie konnte der Goldpreis bloß auf 20.000 Dollar steigen?”

  1. „Wie konnte der Goldpreis bloß auf 20.000 Dollar steigen“ -> ich fand es richtig, was Professor Hankel unlängst im Hotal Adlon sagte: nicht das Gold wird wertvoller, das Papiergeld wird wertloser!

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    • @bernd
      Schon, aber Gold ist nun mal kein Zahlungsmittel mehr. Es müsste gesetzlich dazu bestimmt werden. Doch das ist mit einer Notenpresse unvereinbar. Steigt die Inflation, werden früher oder später auch die Zinsen steigen und die Löhne und Gehälter. Und der normale Arbeiter, der nun statt 2000 EURO 3000 EURO bekommt und damit das Brot statt für 5 EURO mit 10 EURO bezahlt, dem ist egal was Gold kostet. Genauso egal, wie ihm der Preis für einen Ferrari ist. Er kann sich beides nicht leisten. Und die Goldbesitzer ? Die müssen den Ferrari auch in EURO bezahlen und erst mal einen Käufer für das Gold finden. Und dieser Käufer muss entscheiden, kaufe ich das Gold oder den Ferrari. Genau das ist das Problem des Endes des Goldstandards. Und solange der nicht wiederkommt, und momentan sieht es danach nicht so aus, solange muss Gold auf seine Chance warten.
      Solange bleibt Gold nur eine Versicherung gegen Amok laufende Regierungen, wie momentan Großbritannien Amok läuft. Es ist eben alles nur relativ.

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      • Goldmissionar aus Stuttgart

        @bernd
        Schon, aber Gold ist nun mal kein Zahlungsmittel mehr
        Das ist nur bedingt richtig…Gold war und ist immer ein Zahlungsmittel-es ist -es sei gelobt-nur kein GELD. Der Trugschluß,dass der normale Arbeiter kein Gold kaufen oder ansparen kann,ist weit verbreitet,aber falsch. Auch Ferrari-Verkäufer nehmen lieber Gold als Euros,das ist sicher,denn Gold behält seinen Wert—-NICHT das Gold ist teuer,richtig ist der Verfall vom Geldwert verlangt mehr Euros. Gold hat schon lange seine Chance, Mann/Frau muß nur die Scheuklappen abnehmen und nicht an alten Sprüchen hängen bleiben.

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  2. @anaconda

    genau so sehe ich das auch.

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  3. @ Bernd…. genauso ist es. Der Goldpreis steigt nur deswegen, weil unser Schuldgeld immer weniger wert ist!
    @ anaconda…. was redest Du da? Gold war und wird immer ein Zahlungsmittel bleiben. Der Goldstandard wurde nur aufgehoben, damit dei FED Geld in Hülle und Fülle drucken konnte!
    Zinsen…. sind der Hund in unserem System. Nur ist es derart in den Köpfen der Menschen verankert, das Banken ganz leichtes Spiel haben.
    Es gibt weltweit über 30.000 Akzeptanzstellen, die sehr gerne Gold gegen Ware tauschen… und das ohne irgend einen Zins!!!!
    Du solltest Dich vielleicht mal besser informieren bevor Du solch ein unqualifizierten Müll daher schreibst!
    Wir sind 99% und können etwas dagegen tun, nur haben die meisten leider keinen Ar… in der Hose und bleiben lieber in ihrem Hamsterrad drinnen.
    Schade, schade….. dabei ist genau jetzt die richtige Zeit dafür.
    http://www.dab24.info

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  4. Ich verstehe dieses Angstgelaber überhaupt nicht, in Sachen „in der Krise nimmt einem keiner das Gold ab“.

    Schon mitgekriegt, dass neulich ein grosser Silberschatz im Atlantik, auf dem Feld in der Ex-DDR , in einer Bibliothek auf dem Speicher gefunden wurde?
    Sind die Leute traurig darüber?
    Nein, weil EM vergeht nicht. Hat es heute nicht seine Zeit, wird sie wieder kommen. Irgendwann.
    Für mich ist das eine Frage des Prinzips.
    Selbst wenn mir angeblich in den heftigsten Chaos-Tagen keiner mein EM „abnehmen will“, ja dann bedeutet es wohl, dass es auch überhaupt nichts dafür zu kaufen gibt. So what? Dann muss ich zusehen, wie ich mich durchschlage.
    Auch eine Zwangsabgabe auf EM schockt mich nicht.
    Dann sitz ich es eben aus und rücke es nicht raus, wenn es sich nicht rechnet.

    Die Frage des Prinzips ist die, dass es nur zweitrangig darum geht ob man selber am Ende wie ein König von seinen EM lebt. Aber die meisten haben ja wohl eine Familie, Kinder, Verwandte, die einem allemal näher sind als kriminelle Regierungen und Bankenzocker. Auch wenn diese momentan lieber in iphones und Mallorca-Urlaub investieren statt in Metalle als Vorsorge.

    Im schlimmsten Fall wird das EM von mir weitergegeben an die nächste Generation oder die direkte Verwandtschaft, wenn es mit mir zu Ende geht.
    Selbst wenn es am Ende nur dafür reicht, einer Ur-ur-Enkelin, die ich niemals kennenlerne ein Studium zu finanzieren ist es allemal besser als mich von der kriminellen Bande enteignen zu lassen, entweder per Inflation oder Währungshaircut!

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  5. Silber ist auf jedem Fall Geld.

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  6. @Achim Blume
    Lieber Achim, ich informiere mich seit über 35 Jahren über Gold und unser Geldsystem. Leider ist es aber anders, als manche (auch ich) es gerne hätten. Angenommen, es gäbe noch einen Goldstandard (Keinen Gold-Währungsstandard, das ist etwas anderes), meinst Du, Du würdest Gold zinslos verleihen, damit sich jemand was kaufen kann ? Goldgeld ist immer ein Zinsgeld, da niemand Gold ohne exorbitante Zinsen verleihen würde. Weil es eben so rar und unersetzbar ist.
    Zum anderen, ich komme weiß Gott in der Welt viel herum und nirgendwo kannst Du mit Gold bezahlen. Die schicken Dich immer erst zur Bank, damit Du es in Papiergeld tauscht. Aber ich werde einen neuen Versuch starten und dann berichten. Ich fliege im Februar nach Ägypten, einem Land, wo es ganz gut drunter und drüber geht. Dort werde ich versuchen, meinen Kaffee und das Quartier mit einer Goldmünze statt in Ägyptischen Pfund zu bezahlen.
    Insha Allah, könnte es klappen. Wäre das erste mal. Nur bisher nahmen die am liebsten Dollars, Euros und ungerne Schweizer Franken.
    Du siehst, eine Währung ist ein Tauschmittel zum bezahlen von Schulden (so steht es auf dem Dollar) und das muss leider allgemein anerkannt sein. Kauri-Muscheln gehen nicht mehr und Gold-Dukaten auch nicht.
    Übrigens: das mit dem Goldpreis und den 20.000 Dollars ist so eine Sache.
    Genausogut könnte man fragen, wie kam es, dass eine 10 cent Briefmarke, ein Bild mit ein paar Strichen, plötzlich 1 Million wert ist ? Man muss einen entsprechenden Käufer finden, der bereit ist, das zu bezahlen. Erst dann, und nur dann ist es das wert.
    So traurig es ist ist, auch für mich, der Goldstandard ist passee. Gold ist ein Schatzmittel, aber eben kein Tauschmittel. Das ist Papiergeld. Übrigens können die beiden, Gold als Wertaufbewahrungsmittel und Papiergeld als Tauschmittel problemlos nebeneinander existieren. Wie die Briefmarke, die blaue, oder das Bild eines abstrakten Malers als Vermögenssicherung und das Geld zum einkaufen beim Bäcker.
    Und noch etwas, wir machen uns alle hier große Sorgen und jeder versucht seine Ideen und Gedanken zu übermitteln, damit auch andere profitieren. Auch wenn man damit nicht immer einer Meinung ist, man sollte es nicht als „Müll“ abtun.Wäre schade.

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    • Reg Dich nicht auf über den Kommentar von Achim Blume! Man erkennt deutlich, dass er mit den Wölfen heult, weil es momentan gerade „in“ ist. Und wenn ich diesen „Wir sind die 99%“ Blödsinn höre kann ich nur lachen. In Amerika haben die Demos ihre Berechtigung (Scheiß Kranken- und so gut wie gar kein Sozialsystem). Aber hier in Deutschland, insbesondere vor der EZB ist das einfach nur peinlich und unangebracht. Unser Kranken- und Sozialsystem ist eines, wenn nicht sogar DAS beste der Welt. Und in der Zeit die man dafür aufwendet, um dauerhaft in einem Zelt vor einer Bank Vollzeitdemonstrant zu sein hätte man sich auch nen Job suchen können. Aber genau das sind die Harzer, die da eh kein Bock drauf haben und nur immer mehr wollen ohne was dafür zu tun!
      Und noch zu der Aussage es gibt 30.000 Akzeptanzstellen für Gold! ??? gibt es nicht. Es gibt Ankaufstellen und Pfandhäuser. Versuchst Du es heutzutage als Zahlungsmittel zu akzeptieren wirst Du platt gemacht. Bestes Beispiel: Die juristischen Auseinandersetzungen mit Egold und Ebay. Egold hat nach ähnlichem Vorbild wie paypal eine Webbasierte Zahlungsmöglichkeit für Gold in Webshops entwickelt. Auf kleinen Seiten hat das noch keine Sau interessiert und als powerseller angefangen haben es auf ebay zu implementieren hat es vom Apparat klagen gegen beide gehagelt. Ebay hat seinen Usern untersagt egold einzusetzen und egold hatte (oder hat noch) richtig Stress an der Backe mit Geldgwäsche, Steuerhinterziehung und noch etlichem anderen!
      Gold ist Wertaufbewahrungsmittel und Vermögensversicherung. Kein Zahlungsmittel.

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      • Sozialsystem? Das ich nicht lache. Krankensystem(=Pharmalobby) Das klingt sehr naiv von dir. Arbeiten gehn???

        Hast du dir mal überlegt warum ein zB Maurer etwa sieben bis neun Stunden arbeiten gehn muss um einen Maurer für eine Stunde für sich arbeiten lassen zu können? Und hast du dich mal gefragt wo die restlichen Früchte/Stunden seiner arbeit bleiben oder besser verschwinden?

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  7. @anaconda … sag mal denkst Du noch oder träumst Du schon?

    „…Schon, aber Gold ist nun mal kein Zahlungsmittel mehr. Es müsste gesetzlich dazu bestimmt werden…“.

    Der Untershied vom Gold und Papier ist der. Wenn es kein vertrauen in GESETZLICHES Zahlungsmittel gibt, wird Gold das gelebte Zahlungsmittel werden.

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    • @Roslaliusz
      Ja wenn, wenn es kein Vertrauen ins Papiergeld mehr gibt, erst dann. Aber davor kommen noch die Papier-Devisen wie Dollars, Franken usw.
      Und ich sage Dir, solange noch ein Funken einer staatlichen Institution und Gewalt existiert und solange nicht der letzte Beamte desertiert ist, Polizei und Finanzamt sich aufgelöst haben, solange legt der Staat fest, in welcher Währung bezahlt wird, wie schnell Auto gefahren wird und wann und wie hoch die Steuern zu bezahlen sind.Und das ist weiß Gott keine Träumerei sondern (bittere) Realität.

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  8. Wichtig ist man hat Gold; egal was kommt, es ermöglicht wieder einen guten Neustart und ich glaube da sind sich alle einig. Ich finde es sehr gut das hier viel zusammengetragen wird.

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    • @Supergeldsack
      Richtig, man muss Gold haben. Es gehört in jedes Portfolio. Auch Silber natürlich.Schon immer.
      Um einen guten Neustart hinzulegen braucht es aber mehr.

      1. Eine gute Ausbildung und ein kluges Köpfchen.
      2. Eine intakte Familie und Freunde.
      3. Gold und Silber.
      4. Aktien und Immobilien.
      5.Geldscheine und Devisen.

      Das ist eine Schaukel, wenn eines weniger Wert wird, wird das andere immer mehr wert und umgekehrt .Und macht man damit auch noch etwas Gewinn, freut man sich wie ein Schnitzel.
      Diversifizieren nennt man das.
      Der Börsen Guru Kostolany nochmal erwähnt:
      Meine Familie lieb ich sehr, Gold und Silber noch viel mehr.
      Oder: Geld alleine macht nicht glücklich, man braucht schon Edelmetalle, Aktien und Immobilien dazu.
      Wie wahr.

      0
  9. 09.12.2011 – „Warum ist es so schwer zu akzeptieren, dass „unser Problem“ ein auf Schulden und Zinseszins basierendes Geldsystem ist………..?“
    http://adalbertnaumann.wordpress.com/2011/12/09/nwo-fortsetzung-die-%e2%80%9eunsichtbare-macht-der-manipulation/#comment-698

    Weil die meisten Leute (auch viele Politiker) das Schuldgeldsystem gar nicht verstehen. Dabei kann es sehr einfach erklärt werden:

    „Es ist nie genug Geld da, um ausstehende Schulden zu begleichen, weil alles Geld in Form von Krediten durch die Geschäftsbanken geschöpft wird, und diese nur die Kreditsumme schöpfen, aber nie die bis zur Rückzahlung des Kredits fälligen Zinsen. Der Staat kommt deshalb – wie alle – immer mit mehr Geld aus, aber nie mit weniger. Jeder Schuldner benötigt immer mehr Geld, das er jemand anderem abjagen muss, um die nicht mitkreierten Zinsen aufzubringen. Zinsen erfordern deshalb immer neue und weitere Kredite.“ (MaxNews)

    Solang alle “Experten” ihre Analysen nur vom Standpunkt der Paradigmen aus machen, solang wird es auch keine Lösungen geben. Eine Analyse in einem ideologisch geschlossenen System führt immer zu Ringschlüssen. Wer die -ausschließlich postutierten- Geldsystem-Gesetze nicht in Frage stellt, ist ein Systemsoldat der nur den Abschöpfungsintessen dient.

    Wer das Schuldgeldsystem nicht in Frage stellt, vertritt nicht die Interessen der Bevölkerung und verschleiert die Mechanismen.

    Keiner von denen, die den Staaten Sparorgien auferlegen, weist darauf hin, das die wachsenden Verschuldungen zum größten Teil der Bedienung des Zinseszins geschuldet sind und nicht etwa dem Leben über die Verhältnisse. Zinsen, die bei der Geldschöpfung nicht mitkreiert werden, müssen durch neue Kredite bedient werden, weil Geld in einem Schuldgeldsystem nur durch Kredit erzeugt werden kann.

    Die tatsächlichen Staatsquoten sind meist ziemlich unverändert geblieben.
    So muss sich die “BRD” zum größten Teil nur verschulden, um die Zinseszinslast zu bedienen.

    WIR HABEN NICHT ÜBER UNSERE VERHÄLTNISSE GELEBT
    WIR SIND ÜBER UNSERE VERHÄLTNISSE ABGESCHÖPFT WORDEN.

    Wir wurden und werden über unsere Verhältnisse abgeschöpft, denn wenn anstatt zu investieren nur noch Zinsen bezahlt werden, bleibt die Innovation auf der Strecke und alle Verbraucherpreise bis zu 50% mit umgelegten Zinsen belastet. Ein Sparer kann deshalb gern auf seinen mickerigen Guthabenzins verzichten, wenn er im Gegenzug eine Kaufkrafterhöhung von 50% erhält.

    Ich empfehle hierzu die Analyse von Helmut Creutz:
    http://www.youtube.com/watch?feature=iv&annotation_id=annotation_39001&src_vid=wq_lav0mc10&v=bddI33ly9No

    0
    • K.H.

      Mag schon so sein mit dem Zinseszins-System, aber ehrlich gesagt, ich bin zu beschränkt, um das zu verstehen.
      Wir haben eine Staatsschuldenkrise. Und so frage ich: Musste das Kindergeld 1998 um 30 Euro erhöht werden mit jährlichen Mehrkosten von über 3 Mrd., muss das das Wohngeld erhöht werden, die Industriesubventionen vom Staat gezahlt werden und höchst fragwürdige Sozialleistungen?
      Sind die Länderfinanzausgleichszahlungen (z. B. Bayern dieses Jahr 3,5 Mrd.) notwendig an Länder, die mehr „Sozialleistungen“ bieten als z. B. Bayern.

      Der Staat potenziert doch wie niemand sonst durch seine Schuldenaufnahme die Geldaufblähung.

      Die Bundesrepublik hat sich ab 1970 sozialistisch und mit Begründung der Keynes’schen Wirtschaftstheorie verschuldet, wurde von Kohl ab 1983 einigermaßen konsolidiert und ab 1990 waren die Ursache der deutschen Verschuldung die Beseitigung der Folgen des Sozialismus in der DDR und der Aufbau der neuen Bundesländer.

      Es ist nicht das Zinssystem an sich, sondern der staatliche Sozialmoloch, der die gesamte Geldwirtschaft derart aufbläht. Selbst wenn die Ausweitung systemimmanent wäre, könnte sie durch die Notenbank bechränkt werden.

      Übrigens hat F.J. Strauß diesen Mechanismus schon 1976 treffend vorausgesagt („heute bedürfte es nur bescheidener Korrekturen, was eines Tages nicht mehr zu bewältigen wäre“). Ich kann mich noch erinnern, wie er von H. Schmidt im TV ganz direkt und den Medien damls dafür verspottet wurde.

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      • @K.H.
        Pleite ist man nicht, weil man zu viele Schulden hat, sondern wenn einem niemand mehr Kredit gibt. Es ist auch eine Vertrauenskrise und nicht nur eine Schuldenkrise.

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        • Aber warum hat der Staat denn diese Schulden die er mathematisch nie zurückzahlen kann? Unser Geldsystem ist ein Schuldgeldsystem. Zahle alle Schulden zurück und es gäbe überhaupt kein Geld mehr….

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      • Du solltest versuchen das zu verstehen, denn ich muss KH zustimmen, das die Ursache einzig und allein im verzinsten Geldsystem liegt. Schau mal unter steuerboykott.org nach. ein schöner Text und leicht verständlicher Text.

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  10. Liebe Diskutanten,
    anaconda hat es sehr gut beschrieben.
    Das mit dem Zins und Zinseszins hat auch seine Berechtigung, nur verwechseln manche die eingesetzten Einheiten der Formel.
    Es ist nicht so, dass ALLE verschuldet sind, sondern in der aktuellen Finanzkrise geht es um die STAATSverschuldung. Neben derm Staat gibt es noch Privatvermögen, und das in Hauptsache in relativ wenigen Händen. Und die Summe dieses Privatvermögens ist um ein Vielfaches höher als die Summe der Staatsschulden.
    Behauptung: Eine Besteuerung dieses Privatvermögens in Höhe von 1 Prozent mmacht so viel aus, um in spätestens 10 Jahren ALLE Staatsschulden auf das laut Maastricht erträgliche Maß von 60% des BIPs zu tilgen. Und das heißt kein Haircut, keine Inflation, keine Wirtschaftskrise.
    Ist mal eine Behauptung, die mit konkreten Zahlen untermauert werden sollte. Bin auf die Meinungen dazu gespannt.
    Hauptsache auf jeden Fall: Weg von der Angst. Angsthasen sind keine guten Berater.
    anacona: Haben sie Zugang zu Daten?

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    • @buchfreund
      Sie haben natürlich recht. Jedem Euro Schulden steht ein Euro Vermögen gegenüber.Tickt die Schuldenuhr ,tickt gleich schnell auch die Vermögensuhr.
      Doch irgendwann ist das gesamte Vermögen in wenigen Händen und der Rest hat nichts mehr außer Schulden. Dann muss das System resettet werden. Das passiert so alle 2 Generationen in etwa und wir befinden uns jetzt mittendrin, im Reset. (Ein Krieg könnte das Zeitschema natürlich verändern, dann kommt der Reset schneller ).
      Es wird früher oder später eine Umverteilung von großen Vermögen nach unten geben müssen, sonst ist das Game over. Vergleichen Sie es mit einer Pokerrunde, wenn einer alles gewonnen hat, muss man neu anfangen.
      Eine Vermögenssteuer könnte das lösen, wenn die Regierungen damit nicht wieder neue und mehr Schulden machen würden, anstelle zu sparen und zu tilgen.
      Vor 3 tausend Jahren sagte mal Aristoteles: Ich habe nichts gegen Papiergeld, statt Gold, doch dann müßten die Regierungen mit göttlicher Intelligenz gesegnet sein und überlegt und klug handeln können. Und genau daran scheitert das mit der Vermögenssteuer. Weil sie wiederum rausgepulvert wird. Sorry, ist leider so.
      Also warten wir auf den Reset, wie jede Generation vor uns auch. Hoffentlich diesmal aber ohne Krieg. Und wenn schon, dann bitte nicht mehr vor Weihnachten.

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  11. Zitat: @Rosaliusz
    „…Ja wenn, wenn es kein Vertrauen ins Papiergeld mehr gibt, erst dann. Aber davor kommen noch die Papier-Devisen wie Dollars, Franken usw.
    Und ich sage Dir, solange noch ein Funken einer staatlichen Institution und Gewalt existiert und solange nicht der letzte Beamte desertiert ist, Polizei und Finanzamt sich aufgelöst haben, solange legt der Staat fest, in welcher Währung bezahlt wird, wie schnell Auto gefahren wird und wann und wie hoch die Steuern zu bezahlen sind.Und das ist weiß Gott keine Träumerei sondern (bittere) Realität….“

    Da hast Du wahr. ;) Allerdings möchte ich eine Sache dann doch erwidern. Die Zeiten, wo der Staat eine Monopolstellung bei Gesetzen hatte, bei Meinungsbeeinflussung usw., scheinen mittlerweile in meinem direkten Umfeld
    passé zu sein. Ich spreche auch immer alle Leute beim Handel gezielt darauf an, indirekt, was sie von Politik usw. halten. So nach dem Mottp: „… ich kaufe gerne ein, zu diesem Preisen, den morgen werden sie zu diesem Preisen nicht liefern können. Vielleicht. Und es kommt immer oder so gut wie immer als Antwort: DAS GELD HEUTZUTAGE ist nichts mehr WERT.

    Schönen Gruß

    0

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