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Wo uns die Krise hinführt

Die Banken erhalten einen permanenten Rettungsschirm, die Menschen stehen im Regen.

Die permanente Krise bekommt nun einen permanenten Rettungsschirm. Andere Dinge sind dagegen mehr denn je vergänglich. Insbesondere das Vermögen und die Freiheit der Menschen, wenn man die Macht des Geldes weiter ungezügelt gewähren lässt.

Seit mehr als vier Jahren befinden wir uns in Europa in der Krise. Viele sehen den Tag der Lehman-Pleite am 15. September 2008 als Ausgangspunkt für das Staatsschuldendebakel in Europa.

Aber letztlich hat das Platzen der Immobilien-Blase in den USA und die nachfolgende Finanzmarkt- und Weltwirtschaftskrise lediglich eine Entwicklung beschleunigt, die unserem Geld- und Finanzsystem früher oder später ohnehin gedroht hätte.

Die wesentlichen Zusammenhänge:

– Die Staaten (Staat und Staatsbürger) haben die Macht über Geld  und Schulden vollständig an die Banken abgegeben. Es existiert kein natürliches Regulativ (reale Deckung) der Geld- und Schuldenmenge mehr.

– Der Zinseszinseffekt lässt die Geldguthaben exponentiell wachsen, irgendwann sind die Schuldner nicht mehr in der Lage die Zinsen für dieses Kapital aufzubringen.

Ergo: Unser Geldsystem hängt sich von Zeit zu Zeit selber auf. Denn die Schere zwischen verfügbaren realen Ressourcen und verfügbarem Kapital lässt sich nicht unendlich weit öffnen.

Der Crash kommt
Der zu einem bestimmten Zeitpunkt erforderliche Kapitalschnitt erfolgt entweder kontrolliert, zum Beispiel durch gezielte Umschuldung oder Währungsreform. Oder das Ganze endet im Chaos, bevor die Politik die Trümmer beseitigen kann. Bankenzusammenbrüche, Wirtschaftskrisen, Deflation, dann Hyperinflation: Eine Ereigniskette, die die Menschheitsgeschichte in ihrer Vergangenheit nicht nur einmal erlebt hat. Es hängt vom Willen der Regierenden und von der Belastbarkeit der Bürger eines Währungsraumes ab, wie lange diese Kette reicht.

Die Rolle der Politik
Die Politik geht dabei in der Regel den Weg des geringsten Widerstandes und des größten persönlichen Erfolges. Sofern eine demokratische Gesellschaftsform vorherrscht,  bangen die Verantwortlichen um ihre Chancen bei der nächsten Wahl. Geschenke an den Wähler kosten Geld, das man von den Banken leicht bekommt. Harte Einschnitte werden so weit wie möglich gemieden. Denn welcher Politiker sieht seinen Namen schon gerne unmittelbar mit dem Leid der Menschen verknüpft.

Also werden unangenehme Wahrheiten gegenüber der Öffentlichkeit  erst verleugnet, dann notfalls scheibchenweise präsentiert. Und dann werden erforderliche Zwangsmaßnahmen so weit wie möglich in die Zukunft verschoben, am besten außerhalb der eigenen Legislatur.

Die Geldlobby
Hinzu kommt die immer stärker werdende Macht der Finanzoligarchen und Geldschöpfungsmonopolisten. Sie wächst mit der allgemeinen Verschuldung – insbesondere die der Staaten – und mit der Ausbreitung des Einfluss- bzw. Währungsraumes. Um die eigenen Ziele durchzusetzen und den Machteinfluss weiter zu erhöhen, wird betrogen, bestochen und erpresst. Geld regiert die Welt: Im Grunde ist dies der wichtigste Kernsatz. Denn Schuldner sind erpressbar und nicht frei in ihren Entscheidungen. Diese Abhängigkeit kann nur gebrochen werden, wenn der Schuldner den Hebel in die Gegenrichtung ansetzt und mit Zahlungsausfall droht. Aber wie kann der Schuldner Druck auf den Gläubiger ausüben, wenn dieser Marktgesetze außer Kraft setzen lässt?

Bankenmacht in Gesetzesform
Banken dürfen nicht pleitegehen, das wurde Bürgern und Politikern erfolgreich eingeimpft. Mit dem permanenten Rettungsmechanismus ESM wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Man hat uns ein ordnungspolitisches Gebilde zur Erhaltung der Bankenmacht untergeschoben, das auch noch über der Verfassung steht. Die Hochfinanz ist endgültig „too big to fail“. Zu groß, um entmachtet zu werden.

Was ist das Ziel?
Nun, die mächtige Minderheit bedient sich am Vermögen der Masse, solange es eben geht. Wenn unser Geldsystem zusammenbricht, dann wird es viele Verlierer und wenige Gewinner geben. Und dabei spielt nicht nur das persönliche Vermögen eine Rolle. Es geht um die Macht über die Menschen und Ressourcen, um Freiheit und Sklaverei. Einige werden beim Neustart unserer Geld- und Finanzordnung, ja möglicherweise unserer gesamten Gesellschaftsordnung, eine bessere Ausgangsposition haben. Jene, die die Spielregeln bestimmen und einige, die sich weitgehend unabhängig behaupten vom jetzigen Geldsystem.

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Eingetragen von am 10. Jul. 2012. gespeichert unter Banken, Euro, Gold, Marktkommentare, News, Währung. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

1 Kommentar für “Wo uns die Krise hinführt”

  1. reiner tiroch

    und weil sich dann alle für Unschuldig erklären, wollen sie auch brutal aufklären. doch darauf liebe politiker ist auch drauf geschissen.

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