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Zweiter Akt im europäischen Zins-Dilemma (Video)

Für Deutschland sind die Leitzinsen zu niedrig. Sie schüren Inflation. Für Spanien wären höhere Zinsen fatal. Die Wirtschaft könnte vollends erlahmen. Ein TV-Beitrag beleuchtet an diesem Beispiel die Probleme der europäischen Geldpolitik, die nun erneut offensichtlich werden.

Die Finanzmärkte rechnen mit einer Leitzins-Erhöhung durch die Europäische Zentralbank im kommenden April. Der Einheitszins hat bereits zur aktuellen Krise beigetragen. Denn mit zu niedrigen Euro-Zinsen haben sich die EU-Randstaaten zu stark verschuldet. Eine Zinserhöhung dürfte die Situation für die größten Schuldner und damit für den Rest der Union weiter verschärfen. Teil 2 des europäischen Zins-Dilemmas steht uns ins Haus. Das TV-Magazin Plusminus beleuchtet die Problematik eines gemeinsamen Leitzinssatzes für unterschiedlich leistungsfähige Volkswirtschaften in Europa.

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Eingetragen von am 9. Mrz. 2011. gespeichert unter Deutschland, Euro, Europa, EZB, Inflation, News, Videos. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

1 Kommentar für “Zweiter Akt im europäischen Zins-Dilemma (Video)”

  1. Jürgen Feiler

    Der Artikel enthält eine Verkürzung, die nicht unwidersprochen stehen gelassen kann. es ist NICHT der Einheitszins, der zur aktuellen Krise beigetragen hat. Vielmehr ist es die fehlende Bereitschaft der einzelnen Staaten bzw. deren Regierungen, Ihre Hausaufgaben zu machen. Die derzeitige Situation ist alleine der Politik geschuldet, nicht der EZB. Die EZB hat einen klaren Auftrag – nämlich Preisstabilität -, dem sie zumindest in den ersten Jahren durchaus nachgekommen ist. Der gesamte Setup der EZB ist politikgewollt, aber die Folgen dieser Geldpolitik wollen die Regierungen nicht tragen. Eine Agenda 2010 in Deutschland hätte vielmehr in den PIIGS durchgesetzt werden müssen, dann wären die riesigen Ungleichgewichte innerhalb des EZB-Gebietes nicht aufgetreten.
    Das ganze geht hier doch nach dem Prinzip:
    Zuerst beschließt man einen „One-size-fits-all“ Ansatz für die EZB in dem klaren Bewusstsein, dass man dem poitisch auch folgen muss, wenn man entsprechende Spannungen vermeiden will. Dann legt man sich 10 Jahre auf die faule Haut und lässt Gott einen guten Mann sein. Dann wundert man sich über die aufgetretenen Spannungen und zeigt auf den, der seinem Auftrag nachgeht und per Gesetz gar nicht anders kann.

    Nein die Schuldigen sind diejenigen, die mit dem Finger draufzeigen! In der IT-Branche sagt man dazu: „Das Problem sitzt vor dem Computer“.

    Das Zinsdilemma ist für die EZB einfach zulösen: Man setze die Zinsen so, dass es im Mittel passt, punkt Ende. Dann sage man diesen Herren Politiker deutlich, dass alles auseinander fliegt, wenn sie nicht endlich machen, was sie seit 10 Jahren versäumt haben. Und wenn es kracht, Pech. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
    Und noch was:
    Wenn Trichet „Eier“ hat, verkauft er den PIIGS-Dreck am Markt wieder. Enweder die nehmen ihm das Zeug wieder ab und kümmern sich selbst drum, oder es wird halt am Markt platziert. Die alleinge Androhung Trichets, einen solchen Satz zu veröffentlichen, würde wahrscheinlich zu massenhaftem Gnadenersuch der europäischen Regierungen führen.

    Die obige Ausführung ist m.E. im übrigen der Grund, warum Weber zurücktritt.
    Er würde genau eine solche Politik mit allen Konsequenzen durchziehen – und am Ende würde man ihn dafür aufknöpfen (physisch).

    Ein Hinweis noch:
    Laut Vertrag ist es den europäischen Regierungen verboten nur den VERSUCH zu unternehmen, die EZB zu beeinflussen.

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