Donnerstag,13.Mai 2021
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Aufgeld für Krügerrand-Goldmünzen deutlich gesunken

Die deutschen Edelmetall-Händler haben die Kurssteigerungen bei Gold und Silber in dieser Woche nicht voll mitvollzogen. So ist das durchschnittliche Aufgeld für Krügerrand-Goldmünzen und andere Edelmetall-Produkte deutlich gefallen.

Gold, Krügerrand, Goldmünzen, Aufgeld (Foto: Goldreporter)
Krügerrand-Goldmünzen: Das durchschnittliche für das beliebte Anlageprodukt hat auf Basis unserer wöchentlichen Marktbeobachtung den niedrigsten Stand seit dem 6. März erreicht (Foto: Goldreporter)

Goldpreis gestiegen

Der Goldpreis hat zuletzt deutlich zugelegt, auch wenn der schwache US-Dollar einen noch stärkeren Anstieg auf Euro-Basis verhinderte. In US-Dollar kratzte Gold am Freitagnachmittag bereits am Allzeithoch im Bereich von $ 1.900. Wie haben sich die Preise im deutschen Edelmetall-Handel zuletzt entwickelt?

Krügerrand-Goldmünzen

Am heutigen Freitag um 12 Uhr kostete eine Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze auf Basis unserer wöchentlichen Marktbeobachtung durchschnittlich 1.711,98 Euro (höchster Durchschnittspreis seit dem 15. Mai 2020). Der Goldpreis notierte zum gleichen Zeitpunkt bei 1.631 Euro. Damit ergibt sich ein Aufgeld von 4,94 Prozent. Das ist im Rahmen unserer Marktanalyse der geringste Wert seit dem 6. März 2020. Seinerzeit waren es durchschnittlich 4,11 Prozent, was in etwa noch fast 0,5 bis 1 Prozentpunkt über dem Niveau in Normalzeiten entsprach. Gegenüber Vorwoche ist das Aufgeld für Krügerrand-Goldunzen um knapp 17 Prozent gesunken.

Maple-Leaf-Silbermünzen

Das heißt, die deutschen Händler haben die jüngste Kurssteigerung beim Goldpreis nicht voll in ihren Preisen nachvollzogen. Das gilt auch für Silbermünzen der Sorte Maple Leaf. Hier ergibt sich in unserer Erhebung ein durchschnittliches Aufgeld von 27,34 Prozent. Hier sehen wir ebenfalls den geringsten Aufschlag auf den Silberkurs seit mehr als vier Monaten.

Goldmünzen, Krügerrand, Preise

100-Gramm-Goldbarren

Das Aufgeld für 100-Gramm-Goldbarren betrug am Freitag durchschnittlich 2,49 Prozent. Vor der Corona-Pandemie waren die Einheiten regelmäßig mit einem Aufgeld von weniger als 2 Prozent zu haben. Aber auch hier hat sich der relative Preis gegenüber Vorwoche verbilligt (-4 Prozent). Auch die Spreads (prozentuale Differenz zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis im Handel) sind praktisch bei allen Edelmetall-Produkten zurückgekommen. Von Knappheit im deutschen Handel kann derzeit also keine Rede sein, obwohl etwa Pro Aurum in dieser Woche von einer starken Nachfragebelebung sprach.

Kurzfristiger Nachfrage-Schub

In einer Stellungnahme des Münchner Goldhändlers heißt es: „Bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte sich die Gold-Nachfrage bei Pro Aurum aufgrund der Corona-Krise mehr als verdoppelt – wir verkauften in diesem Zeitraum mehr als zehn Tonnen Goldbarren und -münzen, im Vorjahresquartal waren es knapp fünf Tonnen. Diese enorme Privatkundennachfrage hatte sich in den Monaten Mai und Juni und auch in der ersten Julihälfte dann spürbar abgeschwächt. Nun ist die Nachfrage wieder deutlich gestiegen, 85 Prozent unserer Kunden befinden sich aktuell auf der Käuferseite.“

Goldreporter

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7 KOMMENTARE

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  2. Der normale Wahnsinn der Marktwirtschaft. Die Leute kaufen weniger da die Kurse explodieren, dadurch sinkt wiederum der Preis des Produktes – in diesem Fall halt die Talerchen. Wenn’s dann die Tage wieder runter mit den Kursen geht, steigen die aufgelder. Meine Glaskugel sagt mir – warte bis Mitte Oktober mit dem schoppen…zum einen ist dann der Kurs 10 Prozent gesunken – zum anderen bereiten sich andere bereits frohen mutes auf die Jahresendrally vor. Woll Herbert ?

    • @Pan Tau Dummheit wird im Allgemeinen bestraft ausser bei Politikern bei denen wird sie im Normalfall belohnt.

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  4. @peter
    https://www.goldseiten.de/artikel/458436–Gold~Silber—Einmal-die-Abrechnung-bitte.html
    Der Hopf ? Hier ist er, mit seinen Chartprognosen und Märkten:
    Der Jüngling erwartet immer noch 1.000 Dollar beim Gold.
    Da der Euro dann 1: 1,50 erwartet wird, hiesse das einen Euroreis von:
    666,66 Euro für die Unze. Dem Hopf Tief, ab welchem er wieder vorsichtig einsteigt. Und Radi wahrscheinlich diesmal auch.
    Dieser hopfenden Hoffnung will ich mich gerne anschliessen.
    Bedeutet das eine Aufstockung von 10 Kg meiner Goldbestände.
    Auf dann 95 Kg.Hopf sei Dank.

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