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Brexit – ein Alptraum für Nordeuropa

Die Wahrscheinlichkeit für einen harten und schmutzigen Brexit steigt täglich. Deutschland und die EU könnten am Ende als die großen Verlierer dastehen – durch einen finanziellen Schaden als auch im Ansehen. Ist der Brexit doch der Anfang vom Ende der EU?

Brexit (Foto: JEGAS RA - Fotolia.com)

Von Matthias Weik und Marc Friedrich

Nicht nur für die etwa 3,6 Millionen EU-Bürger in Großbritannien und die knapp 1,2 Millionen Briten in der EU wird die Lage immer ernster. Im Falle eines No-Deal-Szenarios würden die Menschen dann wohl ihr Aufenthaltsrecht verlieren. Dennoch sprinten Großbritannien, die Europäischen Union (EU) und insbesondere Deutschland mit großen Schritten auf ein äußerst kostspieliges Desaster für uns Steuerzahler und die Wirtschaft zu. Im britischen Parlament regiert das Chaos. Erwartungsgemäß haben die Parlamentarier des tief gespaltenen Großbritanniens den von Theresa May ausgehandelten Deal mit der EU mit großer Mehrheit abgeschmettert. Jetzt ist Not am Mann. Der Austritt Großbritanniens aus der EU ist für den 29. März 2019 im EU-Austrittsgesetz festgeschrieben. Gibt es bis dahin weder einen Deal noch eine Verschiebung der Brexit-Frist, kommt es zu einem ungeregelten Brexit ohne Vertrag. Dies gilt es unter allen Umständen zu verhindern!

Die EU und Großbritannien müssen aufeinander zugehen und einen Konsens finden, so hart es auch für manch einen Protagonisten sein mag. Es muss weiter und in diesem Falle nachverhandelt werden, denn ein ungeordneter Brexit wird nur Verlierer hervorbringen. Noch sind Nachverhandlungen möglich, denn weder Großbritannien hat den Austrittsvertrag ratifiziert noch hat das Europaparlament dem zugestimmt. Leider steigt unserer Ansicht nach die Wahrscheinlichkeit für einen harten und schmutzigen Brexit mit drastischen Konsequenzen für Großbritannien, die EU, aber auch für Deutschland täglich, da die EU sich stur stellt und Nachverhandlungen kategorisch ausschließt.

Folgen eines harten Brexits für die Wirtschaft Großbritanniens?

Großbritannien ist nicht mehr Mitglied des Europäischen Binnenmarkts und das Ende des freien Warenverkehrs zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland ist besiegelt. Viele tausend Regelungen für Handel und Verkehr zwischen Großbritannien und der EU sind ungültig und werden durch die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) abgelöst.

Die Wirtschaft des Landes wird erstmal in eine Rezession rutschen.

Insbesondere eine der britischen Schlüsselindustrien — die Finanzindustrie — wird sich warm anziehen müssen. Arbeitsplätze im Finanzzentrum London werden verloren gehen. Britische Banken benötigen zukünftig für ihre Dienstleistungen, wie beispielsweise Einlagen- und Kreditgeschäft, rechtlich selbstständige Einheiten in einem EU-Staat. Ob und — wenn ja — wie leicht jedoch Banker aus London die notwendige Arbeitserlaubnis innerhalb der EU-Länder erhalten, ist noch vollkommen offen.

Der IWF geht für die britische Wirtschaft von Wachstumsverlusten von vier Prozentpunkten in fünf Jahren aus. Kurzfristig wird der Außenhandel in die Bredouille kommen. Das Pfund wird abermals deutlich abwerten und die Inflation steigen. Die Renditen britischer Staatsanleihen werden ebenfalls steigen, mit Konsequenzen für den Staatshaushalt. Die Aktienmärkte werden deutlich nach unten korrigieren. Inwieweit das auf die Märkte innerhalb der EU überschwappt, ist nicht klar zu prognostizieren. Wir gehen jedoch von erheblichen Folgen aus. Von einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf der Insel ist auszugehen. Diese wird weitreichende Folgen auf den Immobilienmarkt, insbesondere im unteren und mittleren Preissegment, haben. Langfristig erwarten wir jedoch auf Grund der starken Abwertung der britischen Währung und neu geschlossener Handelsdeals mit verschiedenen Ländern eine Erholung der Konjunktur. Ferner gehen wir im Falle eines harten Brexits davon aus, dass wir bald die größte Steueroase mitten in Europa haben werden – Großbritannien. Mit attraktiven Steuersätzen wird man im Steueroptimierungswettbewerb privates und gewerbliches Kapital aus der ganzen Welt anziehen und das Vereinigte Königreich wird prosperieren.

Welch menschliche Tragödie an der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland auf uns zukommen wird möchten wir uns überhaupt nicht ausdenken. Zumeist wird in den Medien nur über die gravierenden Folgen für Großbritannien – zweitgrößte Volkswirtschaft Europas – gesprochen, aber nicht über die Auswirkungen für Europa und insbesondere für Deutschland.

Chaotische Zustände in der Luftfahrt

Im Bereich der Luftfahrt werden chaotische Zustände herrschen, denn zahllose Verkehrsrechte und Betriebsgenehmigungen werden ungültig. Inwieweit die EU Flüge mit Sonderregeln aufrechterhalten kann, ist nicht klar. Der Airline-Verband IATA fordert bereits eine wechselseitige Anerkennung von Lizenzen, Sicherheits- und Industriestandards. Ansonsten müssen alle Gepäckstücke von Passagieren, die über Großbritannien nach Europa reisen, abermals durch die Sicherheitskontrolle.

Der Brexit wird für die deutsche Wirtschaft teuer

Mit einem bilateralen Außenhandelsvolumen von rund 122 Mrd. Euro pro Jahr (Exporte plus Importe) rangieren die Briten auf Platz fünf der wichtigsten Partnerländer. Der Handelsüberschuss Deutschland gegenüber Großbritannien betrug 2017 knapp 47 Milliarden Euro. Allein in Deutschland hängen 750.000 Arbeitsplätze vom Handel mit Großbritannien (GB), einem der wichtigsten Handelspartner Deutschlands, ab. GB ist ein extrem wichtiger Exportmarkt für Autos aus Deutschland. Ferner produzieren deutsche Automobilhersteller, wie beispielsweise BMW (Mini und Rolls-Royce) in GB. Großbritannien ist ebenfalls ein wichtiger Exportmarkt und Produktionsstandort für die Chemie- und Pharmaindustrie. Knapp 17.000 Mitarbeiter deutscher Firmen stellen in GB laut dem Branchenverband der Chemischen Industrie VCI Vorprodukte her. Diese werden überwiegend in Deutschland weiterverarbeitet. Die Branche geht von Problemen bei Zulieferungen aus GB auf Grund fehlender relevanter Zulassungen aus.

Niemand kann heute die enorm hohen volkswirtschaftlichen Kosten und Schäden auf Grund der immensen Komplexität bei einem Brexit ohne Vertrag seriös berechnen. Im Falle eines schmutzigen Brexits werden insbesondere die intensiven Lieferketten zwischen Industrieunternehmen in Deutschland und GB unterbrochen. Endlose Lastwagenkolonnen an den Grenzen zu GB werden zum Alltag gehören. Produktionsausfälle auf Grund nicht rechtzeitig gelieferter Teile werden die Folge sein. Von der Problematik aufkommender Zölle und den damit verbundenen Kosten ganz zu schweigen. Laut Berechnungen des Industrie- und Handelskammertags (DIHK) müssten deutsche Unternehmen jährlich allein drei Milliarden Euro für den Zoll zahlen. Hinzu kommen knapp 200 Millionen Euro für Zollformalitäten. Folglich wird es in Zukunft bestimmt nicht billiger.

EU – Großbritannien geht, Deutschland bezahlt!

Großbritannien ist nach Deutschland der größte Nettozahler in der EU. 16,5 Milliarden Euro fehlen im EU-Haushalt allein von April 2019 bis Ende 2020 bei einem britischen EU-Austritt ohne Abkommen. Die Gelder, welche durch den Brexit entfallen, müssen auf die übrigen Mitgliedsstaaten verteilt werden. Demgemäß werden Mehrbelastungen auf den größten Nettozahler Deutschland zukommen. Die Rede ist von bis zu 4,2 Milliarden Euro zusätzlich bis Ende kommenden Jahres

Sperrminoritätsregel – der Super-Gau für Deutschland

Wesentlich teurer zu stehen kommen wird uns die „Sperrminoritätsregel“ im Ministerrat. Mit dem Verlassen Großbritanniens ist das Gleichgewicht innerhalb der EU unwiederbringlich gestört und die Südeuropäer haben ab dann die Mehrheit im Europäischen Rat und können folglich die Nordeuropäer überstimmen. Ein jeder kann sich ausmalen was da auf uns zukommen wird und wer die Rechnung begleichen darf. Wir gehen von erheblichen Mehrkosten für Deutschland in Zukunft aus.

Die Welt wird auch nach dem Brexit nicht untergehen und Deutschland und die restlichen EU-Länder werden auch in Zukunft mit den Briten Geschäfte betreiben. Fakt ist: weder Deutschlands wichtigster Handelspartner USA noch unser drittwichtigster Handelspartner China sowie die meisten Länder der Erde sind nicht Mitglied der EU und dennoch treiben wir als Exportweltmeister offensichtlich äußerst fleißig und erfolgreich Handel mit ihnen. Dennoch könnten Deutschland und die EU am Ende als die großen Verlierer dastehen – durch einen finanziellen Schaden als auch im Ansehen. War der Brexit doch der Anfang vom Ende der EU? Die nächsten Jahre werden es zeigen.

Die beiden Bestsellerautoren, Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben vier Bücher: “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“, „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ und „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) veröffentlichten.

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Eingetragen von am 6. Feb. 2019. gespeichert unter Euro, Europa, Gastartikel, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

25 Kommentare für “Brexit – ein Alptraum für Nordeuropa”

  1. Am besten, das UK zerlegt sich so richtig in der Hart-Brexitkrise und kommt als Schottland, NI, Wales und England zurück in die EU. Dann stimmt es auch wieder mit den Stimmen im Rat.

    • UK hat es völlig richtig gemacht, die EU zu verlasden.
      Der einzige, der sich zerlegen wird, wird Deutschland sein und das ist der Grund für das Geschrei hier.
      Und somit werden hier due grosskotzigen Volksvertreter wieder runterkommen, vom hohen Ross des “ wir, ja wir schaffen das, seht nur her“
      Hin zu bitte “ helft uns“
      Da sind wir ja gross, wenn es brennt ganz schnell die Zäpfchenform anzunehmen und flutschig zu sein.
      Erinnern Sie sich noch, wie VW kriselte und Opel und Audi ?
      Da kroch Merkel und andere dem Scheich von Katar hinten rein und ebenso dem Salman von den Saudis.
      Und den Chinesen sowieso.

      • Die Briten werden allen EU-Fetischisten zeigen, dass es auch ein Leben außerhalb dieses unnötigen, undemokratischen Zwangsvereins gibt. Sie werden eventuelle Umstellungsprobleme nach ihrem Austritt sehr schnell überwinden und wieder zu Herren in ihrem eigenen Land werden, was wir EU-Sklaven nie mehr sein werden. Wir dürfen ja nicht einmal über einen eventuellen Austritt nachdenken, geschweige denn darüber abstimmen, weil wir eben nur eine Schein-Demokratie sind, in der jeder Andersdenkende sofort als böser Nationalist und Feind Europas diffamiert wird.

        • @renegade & barneyhase. Sehe ich auch so und hoffe, dass GB wirklich raus geht aus der EU. Deutschland sollte folgen und sofort aber die Deutschen werden die letzten sein die die EU verlassen. So verbohrt sind die Regierungsparteien hier. Schade um das schöne Land D.

          • @London Heute wieder neue Querschüsse gegen North Stream aus dem Eu-Tollhaus.Erdgas darf nicht von einer Firma bereitgestell und geliefert werden…..Am besten soll es so laufen :Die Russen stellen das Gas bereit und die ukrainische Mafia verteilt und kassiert für die Lieferung.Weiss gar nicht wieso die AFD den DEXIT zurückgestellt hat?j

  2. Sehr fundiert und gut. Das mit der Sperrminorität habe ich gar nicht gewußt. Wieso steht das nicht in anderen Medien? Danke für den Beitrag!

  3. Das scheint wohl angebracht und dringend notwendig zu sein:

    Die Europäische Bankenaufsicht simuliert bei ihrem neuen Banken-Stresstest breit angelegte „Bankruns „und einen Zusammenbruch des Finanzsystems.

    Mario Draghödie’s Draghi’s Nachfolger haben also noch einmal
    (bis Oktober) Gelegenheit, sich nach einem „Alternativ-Job“ umzusehen,
    bevor das €-Kartenhaus zusammenbricht…

    • @Watchdog

      Kann leider den Artikel der Deutschen Wirtschafts Nachrichten nicht lesen, da nicht angemeldet.

      • @Berolina

        Bis vor einigen Tagen waren nur einige DWN-Artikel (nur) per ABO lesbar,- mittlerweile alle – viele Medien kämpfen um’s Überleben.

        Der Spiegel-Märchen-Erzähler „Relotius“ hat den Medien einen „Bären-Dienst“ erwiesen – fallende Abo-Zahlen sind die Folgen, und „Lügenpresse-Produkte“ werden inzwischen immer mehr gemieden.

        Die Medien (allen voran die Spiegel-„Relotius-Lügenpresse“) kämpfen mit weiter fallenden Kiosk-Käufen ihrer ‚Relotius-Märchenblätter‘.

        Ich nehme aber an, daß allein die DWN-Schlagzeile zeigt, worauf die EZB sich vorbereitet.

        Die EZB vermeidet natürlich den gefürchteten Begriff „Bank Run“ und beschreibt für den kommenden Streßtest das Problem mit den Worten…

        Liquiditätsrisiken … mit möglichen Übertragungseffekten auf das Finanzsystem insgesamt“.

        Wer noch etwas Platz unter seiner Matratze hat, ist wohl gut beraten, selbst für die „erforderliche“ Liquidität im Krisenfall zu sorgen.

        • @watchdog
          So ein Bankrun ist doch einfach zu beheben.
          Man druckt einfach die Scheine ind jeder kann diese sich unter die Matratze legen.
          Die herbeigesehnte Inflation läuft los und die Leute tragen das gehortete Geld schnell ins Shoppingzenter und kaufen jeden Schrott.
          Das beflügelt die Inflation weiter, Draghi ist glücklich, die Groechen sind glücklich, da die ominösen Target 2 Salden samt Schulden schrumpfen und alle sind happy.
          Danach macht man den Neuen Euro, wertet den alten 10:1 ab und
          weiter gehts.
          Aus 100 Dax Punkten wird einer und Tenhagen rät zur Altersvorsoge mit Aktien.
          Ich sage Ihnen, solange man sich nicht die Köpfe einschlägt, passiert nichts, auch nicht beim Bankrun oder der Währungsreform.

  4. jaja die Banken. Vielleicht kann mir jemand erläutern, warum es gerade die Banken treffen soll. Diese haben ihren Sitz in der City of London. Dieser Bereich von London ist extraterritorial. Es gelten keine Gesetze dort, wie im übrigen Land.

  5. ZITAT: „Viele tausend Regelungen für Handel und Verkehr zwischen GB und der EU sind ungültig (Zwischenfrage: „Waren diese jemals gültig?) und werden durch die Regeln der WTO abgelöst.“ FAZIT: „Die Regeln der WTO waren und sind also BULLSHIT und für den internationalen Gebrauch und Umgang mit Staaten ungeeignet.“ So meine Lesart.
    Das ganze Spiel mit dem Austritt ist folgendermaßen zu begründen: Ihr Briten könnt zwar austreten, aber das wird euch sowas von teuer werden, dass kein anderes Land mehr das Gleiche wagen wird.
    Wenn man da sich nicht täuscht. Es mag ja sein, dass GB erst einmal in eine Rezession verfällt. Die Marktmechanismen werden jedoch schnell greifen und die Vorteile rausarbeiten. Das fallende Pfund wird dazu beitragen und am Ende des Tages werden die Briten die Gewinner sein. Das wird allerdings in den nächsten Jahren sehr schmerzhaft – was nicht sein müßte, wenn es fähige Denker in der EU gäbe. Die Briten werden sich jedoch zukünftig daran erinnern, wer ihnen diese Schmerzen zugefügt hat.

    • @Goldesel

      Vergiss es, die Briten werden sich nicht durch ein fallendes Pfund sanieren können. Die Weltkrise der Kapitalverwertung trifft alle Staaten weltweit. Manche früher, manche später aber treffen wirds. Wenn z.B. die Briten mit einem fallenden Pfund auf die europäischen Märkte drängen wird sich die EU durch höhere Zölle davor schützen.

      Die Globalisierung des Kapitals ist am Ende, der kapitalistsiche Knochen ist abgenagt. Was bereits seit Monaten läuft, ausgelöst durch ein amerikanisches Trumpeltier nennt man Protektionismus. Die nationalökonomischen Zugbrücken werden weltweit hochgezogen. Die Briten werden- wie alle anderen auch – mit sich selbst zurecht kommen müssen.

  6. Sollten die Italiener, Spanier, Griechen und Franzosen von meinem POST Wind bekommen – dann ist die EU Geschichte – und ich bin schuld.

    • @Goldesel

      Mach Dir nichts draus. Einer ist immer schuld, einer MUSS Schuld sein. Ergebe Dich einfach in Dein Schicksal.

      By the way, ich finde den Artikel von Weik und Friedrich überraschend schlecht. Die City of London als Hotspot der internationalen Finanzindustrie, quasi als Cluster finanzkapitalistischer Exploitation, hat den Niedergang einfach nicht besser verdient. Steinbrück, der nur selten helle Momente sein eigen nennen konnte, hatte dennoch recht, als er die Kavallerie in die Schweiz schicken wollte. Länder, die in Ermangelung sachwertiger Produkte auf einen hypertrophen Finanzsektor setzen, sind nun einmal in der Krise besonders anfällig (sorry, heute ist mein unbarmherziger Abend).

      England ist in Sachen Brexit immer noch eklatant gespalten. Die City of London, die konservativen „Eliten“, das KAPITAL war immer schon ein Profiteur eines freien Waren-, Geld- und Arbeitskräfteverkehrs. Ganz anders sieht es in den Midlands, den armen Gegenden Londons, bei der WORKING CLASS aus. Die haben nie profitiert. Ganz im Gegenteil, in der ausgeprägten Klassengesellschaft Großbritanniens sind die Verlierer ungezählt.

      Verlustängste angesichts rutschender Immobilienpreise oder ausbleibender Boni bei den Investmentbanken dürften sich die SIMPLE PEOPLE eher nicht machen. Das Plädoyer von Weik und Friedrich, sich der Probleme der Aktienmärkte oder eben der Finanzindustrie anzunehmen, erschließt sich mir insofern nicht.

      • Wolfgang Schneider

        @Thanatos
        https://www.youtube.com/watch?v=Isq6YltjRRU
        Zieh Dir das mal rein, dann weißt Du, was kommt. Da wird auch mir mulmig.

        • @Translator

          Hört sich an wie eine Rede Oswald Mosleys vor seiner Partei „British Union of Fascists“. Die ultrarechte Kritik an der Globalisierung ist aber leider bloß ein übel riechender rassistischer Rauswurf mit dem Ziel einer ethnisch homogenen Volksgemeinschaft.

          Mit den herrschenden „Eliten“ mag ich aber partout keine selbige bilden. Bin da eigen.

          Schade, die Idee einer QUERFRONT hätte ja was – aber die Hürden scheinen fast unüberwindlich (Du machst da aber eine Ausnahme!).

          • Nicht Rauswurf – AUSWURF

            • Wolfgang Schneider

              @Thanatos
              Die Nationen in Europa sind historisch gewachsen und entstanden und haben ihre Berechtigung. Ich sehe das wie eine Familie an, nur auf höherer Ebene. Sie haben ihr Schlechtes und ihr Gutes.
              Wenn ich auf Berliner NPD-Wahlplakaten die Losung „Gas geben“ sehe und erfahre, daß das keine Konsequenzen hat, weiß ich als gelernter DDR-Bürger doch Bescheid. Wenn bei uns vor >30 Jahren einer Faxen machte und nicht weggefangen wurde dafür, dann lag er oder sie mit der Stasi im Bett. Warum hat man NSU-Unterlagen geschreddert bzw. gesperrt? Warum hat der BND alle Akten zur Colonia Dignidad in einem „Notvernichtungs-Verfahren“ geschreddert kurz bevor ein Journalist gerichtlich das Zugangsrecht zugesprochen bekam? Weil sie da bis zur Oberkante Unterlippe mit drinsteckten. 1954 gab es in den USA einen Parteitag der CPUSA, bei dem, so stellte sich heraus, 80% der Delegierten FBI-Spitzel waren. Man weiß, daß die Kommunisten nach dem WK2 nie eine Bedrohung für die Existenz des Staates USA waren, aber J. Edgar Hoover brauchte diesen roten Popanz. Aus anderen Gründen.
              @Thanatos, ich hasse keine Indianer, Chinesen oder Kalmyken – das eigene Volk auch nicht. Ich wünsche mir ein besseres Deutschland und nicht, daß es krepiert.

  7. Eine Frage habe ich noch hier: “ Der Austritt GB´s aus der EU soll mit Milliarden
    € Kosten verbunden sein. Wer vereinnahmt diese Kosten, welche ja auf der Habenseite (von wem?) verbucht werden müßten?
    Also – fliessen Gelder, gibt es einen Empfänger – richtig?

  8. Wolfgang Schneider

    https://deutsch.rt.com/inland/80019-usa-verbieten-bundesbank-zugang-zu-goldreserven-bpk/
    Und 427 Tonnen Bundesbankgold liegen in London. „Mahlzeit, Genossen Artilleristen“ pflegte mein Abteilungs-Kommandeur stets zu uns zu sagen.

  9. Egal ob geordnet oder ungeordnet auf jeden Fall hat Madame M.und jetzt auch der polnische Donald Duck alles getan um den Briten den Abschied leicht zu machen.Trotzdem faselt man seitens der EU immer wieder von einer zweiten Abstimmung herum, obwohl sicher ist dass diese noch stärker gegen die EU ausfallen würde.

  10. Gold sieht für mich gut aus bis jetzt

    Ich gehe bei Gold Long Hebelschein TR6JFV Kaufkurs bei 1303.50.- wird der Kauf ausgelöst
    Wünsch allen noch einen entspannten Abend

  11. Wolfgang Schneider

    @barneyhase
    Der Bundesstaat Massachusetts trat viermal aus der Union (USA) aus. Und wieder ein. Ist euer gutes Recht, merkte Thomas Jefferson an. Zur Erinnerung: Thomas Jefferson ist derjenige, der sagte, Papiergeld ist nur der Schatten von Geld, Gold ist das Geld. Dann spitzte sich die Lage in den 1850ern in den USA insoweit zu, daß die weiße Bevölkerung (38%) in den späteren Konföderierten Südstaaten durch Abgaben und Zölle aus Washington 78% des Bundes-Steueraufkommens (federal tax) erbringen mußte, was Abertausende in die Insolvenz und die Staaten wirtschaftlich in Richtung Ruin trieb. Als diese dann von ihrem verfassungsmäßigen Recht auf Austritt aus der Union Gebrauch machen wollten, hieß es auf einmal, es geht nicht mehr. Es kam zur Sezession und im Weiteren zum Krieg. Da die Briten über eine eindrucksvolle Flotte verfügen und weil sie Atommacht sind, wird es schwierig, an ihnen ein Exempel zu statuieren. Brüssel-Jelzin und der Hosenanzug haben aber keine Wahl, sie werden wirtschaftliche Druckmittel einsetzen. Sie sind wie die Bosse der Camorra. Kommt erst einer davon, der meint, daß er einfach aussteigen kann, dann tun es noch mehr, weil die Furcht weg ist. GB ist nun auch noch ein Nettozahler, der weg will. Das bedeutet nicht nur höhere Beiträge für Berlin, das ist ein Katalysator des Zerfalls der EU insgesamt.
    https://www.youtube.com/watch?v=gUMQJuU8G5U
    Überhaupt ist das ganze Krebskapitalismus-System bei uns voll auf Krieg gebürstet. Hört Euch mal an, was Professor Bocker dazu sagt.

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