Goldreserven: Chinas Zentralbank erhöht Tempo bei Goldkäufen

China hat seine Goldreserven im März deutlich stärker aufgestockt als in den Vormonaten. Es ist der 17. Zukauf in Folge. Gleichzeitig sank aber die Bewertung des Goldes.

China erhöht Goldreserven im März 2026 auf 74,38 Mio. Unzen – Goldbarren vor China-Flagge
China baut seine Goldreserven weiter aus. Im März erfolgte der 17. Zukauf in Folge – der Goldwert ist aufgrund des starken Goldpreis-Rückgangs aber gesunken.

China erhöht Goldreserven im März weiter

China hat seine offiziellen Goldreserven im März 2026 erneut erhöht. Nach den aktuellen SAFE-Daten stiegen die Bestände auf 74,38 Millionen Unzen, nach 74,22 Millionen Unzen im Vormonat. Das entspricht einem Zuwachs von 160.000 Unzen oder rund 4,98 Tonnen. Insgesamt verfügt die People’s Bank of China (PBoC) damit über umgerechnet rund 2.313,48 Tonnen Gold. Damit war der März der 17. Monat in Folge mit einem gemeldeten Aufbau der Goldreserven.

China kauft wieder mehr Gold, doch der Wert der Goldreserven ist im März deutlich gesunken.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – aktuelle Entwicklungen und Rangliste der Länder

Käufe nehmen wieder zu

Damit setzt sich die seit Herbst 2024 laufende Serie monatlicher Aufstockungen fort. Dabei hat das Kaufvolumen nach den moderaten Aufstockungen der Vormonate wieder spürbar zugenommen. Immerhin handelt es sich aktuell um den größten Golderwerb der PBoC seit Februar 2025. Der zuletzt gesunkende Goldpreis könnte dabei eine Rolle gespielt haben.

Chinesische Goldreserven

Die Tabelle zeigt monatliche Goldzukäufe der chinesischen Zentralbank seit 2022. Datenquelle: SAFE / PBOC.
MonatZugang in tZugang in Uz
November 202232,031.030.000
Dezember 202230,17970.000
Gesamt 2022 62,20 2.000.000
Januar 202314,93480.000
Februar 202324,88800.000
März 202318,04580.000
April 20238,08260.000
Mai 202316,86510.000
Juni 202321,15680.000
Juli 202323,02740.000
August 202328,93930.000
September 202326,13840.000
Oktober 202323,02740.000
November 202311,82380.000
Dezember 20239,02290.000
Gesamt 2023 225,98 7.230.000
Januar 20249,95320.000
Februar 202412,13390.000
März 20244,97160.000
April 20241,8760.000
November 20244,97160.000
Dezember 202410,26330.000
Gesamt 2024 44,15 1.420.000
Januar 20254,97160.000
Februar 20254,97160.000
März 20252,8090.000
April 20252,1770.000
Mai 20251,9060.000
Juni 20252,1570.000
Juli 20251,9060.000
August 20251,9060.000
September 20251,2440.000
Oktober 20250,9030.000
November 20250,9030.000
Dezember 20250,9030.000
Gesamt 2025 25,87 860.000
Januar 20261,2440.000
Februar 20260,9330.000
März 20264,98160.000
Gesamt seit 2022363,91
11.700.000

Wert der Goldreserven fällt deutlich

Auffällig ist im März ist auch die Bewertungsseite. Denn obwohl China erneut Gold zukaufte, sank der ausgewiesene Wert der Goldreserven deutlich. Er fiel von 387,59 Milliarden US-Dollar auf 342,76 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Rückgang um 44,83 Milliarden US-Dollar oder rund 11,6 Prozent gegenüber Februar.

Auch die gesamten Währungsreserven gingen zurück. Sie sanken von 3.882,69 Milliarden US-Dollar auf 3.751,23 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Minus von 131,46 Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 3,4 Prozent.

Goldanteil an den Reserven sinkt

Mit dem Rückgang des Goldwertes nahm auch der rechnerische Goldanteil an den gesamten Reserven ab. Er lag im März bei rund 9 Prozent, nach knapp 10 Prozent im Vormonat. Damit blieb Gold zwar ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Reservebasis, gewann zuletzt aber nicht weiter an Gewicht.

Strategische Linie bleibt bestehen

China baut seine Goldreserven weiter aus und verfolgt damit unverändert das Ziel, die Reservebasis breiter aufzustellen und die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern. Gerade in einem geopolitisch angespannten Umfeld behalten die monatlichen Zukäufe Signalwirkung. Der im März stark gesunkende Goldpreis gab China offensichtlich Anlass, das Kaufvolumen kurzfristig zu steigern.

Während China wieder stärker auf dem Goldmarkt aktiv ist, hat sich auch Frankreich den niedrigeren Goldpreis genutzt, um Bestände aktiv zu managen

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7 Kommentare

  1. Ist doch von. China pfiffig!Man muss doch nicht bei Höchstkursen immer kaufen.Der Gewinn und die Sicherheit fängt beim Einkauf an!
    China verfolgt sicherlich das Weltgeschehen und sieht,dass die USA sich auf ganz dünnem Eis bewegt!Finanziell,dann dieser Präsident( was in meinen Augen keiner ist), dieser Irankrieg ..alles das schadet dem Dollar ohne gleichen…Und China weiß das und kauft Gold ,wo andere verkaufen, um „flüssig“ zu sein und Haushaltslöcher stopfen müssen.
    Gold wird weiter in China für die Zukunft gekauft und zeigt Stärke und eine Unabhängigkeit gegen alle Währungen.Russland und China ( Brics) werden definitiv nicht an den USA zerbrechen!Das, was Trump seit seiner 2. Amtszeit abliefert ,kann man so negativ nicht in Worten fassen! Persönlich sage ich : Pfui!
    Diese Trumpclique gehört zur Rechenschaft gezogen !Und was macht unsere Regierung?Beraten,wie man Bürger bei diesen Spritpreisen entlasten kann…Arbeitsgruppen bilden und Vorschläge ausarbeiten!Was ist das denn?
    Schnelle Hilfe für die Bevölkerung sieht ganz anders aus!

    • @Bastei
      Nun ist eben die USA mit Trump eine Weltmacht, die mit Abstand die Stärkste. Und was machen unsere
      Politiker ? statt auf Diplomatie zu setzen, spielt man arrogant wie man ist, vom hohen Ross herab, den Stärkeren und den Oberlehrer und versucht eine Challenge, mit nichts in der Hand, ausser schönen und dummen Worten.
      Haben die vergessen, was mit Dresden 45 geschah, was mit Hiroshima und Nagasaki ?
      Sicher, die Bevölkerung hier braucht keine Hilfe, wegen ein paar Cent Spritkosten. Eine Bevölkerung mit Autos nicht unter 50.000 Euro und 200 PS und Urlauben in Übersee, Häusern und Wohnungen nicht unter Mio.
      Deutschland, das reichste Land auf diesem Kontinent, Hilfen wegen 30 cent Sprit Kosten, da lacht wohl nicht nur die Welt, da lacht das Universum.

        • @ Nivek Das versprechen der EU war es, den Wohlstand anzuheben und untereinander anzugleichen. Man hat den Deutschen aber vergessen zu sagen, dass wir die Zeche bezahlen und an Wohlstand verlieren. Merke: EU ist, wenn Deutschland zahlt.

          • @snowflake
            Nur ein kleiner Vergleich zum „armen“ Italien, in dem die Bürger ein massiv höheres Medianvermögen haben.
            1.) Es gibt KEINE Grundsteuer auf den Erstwohnsitz, auch wenn es ein Landgut in der Toscana ist. Erzählen Sie das mal einem Bürger in BW, der so richtig abgeschröpft wird.

            2.) Super in Florenz gerade 1,74, Diesel 1,99.
            https://www.benzinpreis-blitz.de/?land=it&suchfeld=firenze&entfernung=5&sorte=super-e5&sortierung=preis

            3.) Lebensmittel in deutlich höherer Qualität zu deutlich geringeren Preisen.
            San Daniele oder Parmaschinken, 4 Jahre (VIER !!!!) luftgetrocknet für 67 Euro das Kilo. Dafür gibt es in D nur billig gebastelte Exportware.

            Der Unterschied:
            1.) Wenn irgendwer auf der Welt Geld braucht, ruft er in Berlin an (nach dem Selbstverständnis der Politiker ein reiches Land) und Berlin schröpft dann seine Bürger wie nirgendwo anders auf der Welt, der am Ende ärmer als in den Empfängerländern ist.
            2.) Wenn Italien Geld braucht ruft Meloni in Brüssel an.
            Warum sollte man auch seine eigenen Leute schröpfen, wenn es irgendwo dumme Spender gibt ?

            Kleinkram: Iran-Feuerpause und alle sind entspannt.
            Ernsthaft: würdet Ihr auch nur einer der beteiligten Parteien auch nur einen einzigen Satz glauben ?
            Und die Kernprobleme des Finanzsystems eskalieren ungebremst weiter.
            China macht es extrem clever, die kaufen wieder Gold.

          • @Snowflake:
            Meine subjektive Einschätzung ist, dass von einigen Verantwortlichen in diversen Regierungen die einheimischen Deutschen und Europäer absichtlich benachteiligt werden.

      • @Maruti
        Wenn man in die Tab. v. Nivek geht und dort in den
        eigentlich wichtigem Median Wert, bleibt nicht viel übrig
        vom mantrahaft gepredigten reichen Deutschland nicht viel
        übrig. Es gibt hier eine große reiche Oberschicht, die
        das Nettovermögen nach oben treiben.
        Wer sich unbeliebt machen will, könnte diese Gruppen
        auch benennen.
        Aber der Gradmesser für den Wohlstand eines Volkes
        sind in keinem Land teure Autos und Luxus
        Apartments von Überprivilegierten.
        Na gut, mit Ausnahme von Dubai und VAR.

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