China kauft mehr Gold – Goldreserven steigen im April deutlich stärker

China hat seine offiziellen Goldreserven im April erneut erhöht. Dabei nutzte die PBoC den schwächeren Goldpreis offenbar für die größten Goldkäufe seit Dezember 2024.

China erhöht seine Goldreserven auch im April 2026 weiter
Die chinesische Zentralbank hat ihre offiziellen Goldreserven im April 2026 um 8 Tonnen erhöht.

China erhöht Goldreserven auch im April

China hat seine offiziellen Goldreserven im April 2026 erneut ausgeweitet. Nach den aktuellen Daten der chinesischen Devisenbehörde SAFE stiegen die Bestände auf 74,64 Millionen Unzen, nach 74,38 Millionen Unzen im Vormonat. Das entspricht einem Zuwachs von 260.000 Unzen oder rund 8,09 Tonnen Gold. Insgesamt verfügt die People’s Bank of China (PBoC) damit nun über umgerechnet rund 2.321,57 Tonnen Gold. Damit war der April bereits der 18. Monat in Folge mit einem gemeldeten Aufbau der Goldreserven.

China nutzt den schwächeren Goldpreis für größere Goldkäufe. Die PBoC stockte ihre Reserven so stark auf wie seit Dezember 2024 nicht mehr..

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldkäufe legen wieder zu

Damit setzt sich die seit Herbst 2024 laufende Serie monatlicher Aufstockungen fort. Zudem fiel der Zuwachs im April höher aus als im März. Damals hatte China rund 4,98 Tonnen Gold ergänzt. Mit den aktuellen 260.000 Unzen beziehungsweise rund 8,09 Tonnen meldete die PBoC den größten monatlichen Goldkauf seit Dezember 2024.

Auffällig ist dabei der zeitliche Zusammenhang mit der jüngsten Goldpreis-Korrektur. Nachdem der Goldpreis im Februar noch ein Rekordhoch erreicht hatte, fiel er im März um fast 10 Prozent. Im April ergab sich auf Dollarbasis nochmals ein Monatsminus von rund 1 Prozent. Offenbar nutzte die chinesische Zentralbank die schwächeren Kurse gezielt für höhere Goldkäufe.

Chinesische Goldreserven

Die Tabelle zeigt monatliche Goldzukäufe der chinesischen Zentralbank seit 2022. Datenquelle: SAFE / PBOC.
MonatZugang in tZugang in Uz
November 202232,031.030.000
Dezember 202230,17970.000
Gesamt 2022 62,20 2.000.000
Januar 202314,93480.000
Februar 202324,88800.000
März 202318,04580.000
April 20238,08260.000
Mai 202316,86510.000
Juni 202321,15680.000
Juli 202323,02740.000
August 202328,93930.000
September 202326,13840.000
Oktober 202323,02740.000
November 202311,82380.000
Dezember 20239,02290.000
Gesamt 2023 225,98 7.230.000
Januar 20249,95320.000
Februar 202412,13390.000
März 20244,97160.000
April 20241,8760.000
November 20244,97160.000
Dezember 202410,26330.000
Gesamt 2024 44,15 1.420.000
Januar 20254,97160.000
Februar 20254,97160.000
März 20252,8090.000
April 20252,1770.000
Mai 20251,9060.000
Juni 20252,1570.000
Juli 20251,9060.000
August 20251,9060.000
September 20251,2440.000
Oktober 20250,9030.000
November 20250,9030.000
Dezember 20250,9030.000
Gesamt 2025 25,87 860.000
Januar 20261,2440.000
Februar 20260,9330.000
März 20264,98160.000
April 20268,09230.000
Gesamt seit 2022371,06
11.930.000

Wert der Goldreserven steigt wieder

Nach dem kräftigen Bewertungsrückgang im März legte der ausgewiesene Wert der chinesischen Goldreserven im April wieder leicht zu. Er stieg von 342,76 Milliarden US-Dollar auf 344,17 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Plus von rund 1,41 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 0,4 Prozent.

Auch die gesamten Währungsreserven erhöhten sich im April wieder. Sie stiegen von 3.751,23 Milliarden US-Dollar auf 3.821,71 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Zuwachs von rund 70,48 Milliarden US-Dollar oder 1,9 Prozent.

Goldanteil bleibt unter 10 Prozent

Der rechnerische Goldanteil an den gesamten chinesischen Währungsreserven lag Ende April bei rund 9 Prozent. Damit blieb Gold ein bedeutender Bestandteil der Reservebasis, gewann zuletzt aber nicht weiter an Gewicht. Der Anteil verharrte damit weiterhin klar unter der Marke von 10 Prozent.

Strategische Diversifizierung

China baut seine Goldreserven damit weiter konsequent aus. Die monatlichen Käufe gelten als Teil der langfristigen Strategie, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren und die Reservebasis breiter aufzustellen. Gerade in geopolitisch angespannten Zeiten behalten die regelmäßigen Goldkäufe der PBoC hohe Signalwirkung für den internationalen Goldmarkt.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – aktuelle Entwicklungen und Rangliste der Länder

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