Am US-Goldmarkt kehrt langsam Aktivität zurück. Doch die Marktstruktur im Gold-Futures-Handel deutet eher auf neue Short-Positionen als auf frische Kaufdynamik hin.

Open Interest dreht nach Liquidationsphase
Nach vier Wochen Rückgang ist der Open Interest im Gold-Futures-Handel wieder gestiegen.
Per 21. April 2026 legte er um 0,9 Prozent auf 365.842 Kontrakte zu. Bis Freitag folgte ein weiterer Anstieg auf 368.241 Kontrakte.
Der Terminmarkt stabilisiert sich – doch steigender Open Interest bei fallendem Goldpreis signalisiert kurzfristigen Druck.
Damit setzt eine moderate Gegenbewegung ein. Allerdings verläuft die Rückkehr der Marktteilnehmer bislang zögerlich.
Steigender Open Interest bei fallendem Goldpreis
Parallel gab der Goldpreis um 2,6 Prozent nach auf 4.709 US-Dollar je Unze.
Diese Kombination ist entscheidend: Steigt der Open Interest bei sinkenden Kursen, deutet das meist auf neue Short-Positionen hin.
Der Terminmarkt zeigt damit aktuell eher Verkaufsdruck als frische Long-Nachfrage.

Optionsmarkt bleibt klar bullisch
Im Optionshandel hält sich die optimistische Grundhaltung. Die Put/Call-Ratio liegt bei 0,553. Das entspricht rund 181 Calls auf 100 Puts.
Damit bleibt die Erwartung steigender Preise intakt – zumindest aus Sicht der Optionshändler.
Marktstruktur: Mehr Absicherung, mehr Shorts
Die CoT-Daten zeigen eine steigende Aktivität auf beiden Seiten:
- Commercials: Netto-Short +0,9 % auf 202.940 Kontrakte
- Große Spekulanten: Netto-Long +0,9 % auf 164.006 Kontrakte
Auffällig ist der deutliche Ausbau der Short-Positionen beim „Smart Money“. Die entsprechende Netto-Short-Position stieg um rund 10 Prozent.
Das spricht für zunehmende Absicherung – nicht für offensiven Risikoaufbau.
Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung
COMEX-Bestände sinken weiter
Die Goldlager an der COMEX gehen weiter zurück:
- Gesamtbestand: 29,24 Mio. Unzen (-750.000)
- Registered: 15,66 Mio. Unzen (-110.000)
Die physische Deckung bleibt mit 79 Prozent stabil hoch.
Gleichzeitig setzt sich der Abfluss aus den Tresoren fort. Das deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer verstärkt physisches Metall abziehen.
Hohe physische Inanspruchnahme
Auch die Auslieferungsdaten bestätigen die Entwicklung:
- April bisher: 22.281 Delivery Notices (~69 Tonnen)
- Letzte Woche: +2.307 Anträge
- Vormonat gesamt: 14.559
Damit liegt die Nachfrage deutlich über dem Niveau des Vormonats.
Der Trend zur physischen Erfüllung von Futures-Kontrakten hält an.
Fazit: Goldmarkt in Übergangsphase
Der Gold-Terminmarkt stabilisiert sich nach der Liquidationsphase.
Allerdings zeigt die aktuelle Struktur kein klares Kaufinteresse. Vielmehr dominieren neue Short-Positionen und Absicherungsgeschäfte.
Gleichzeitig bleibt die physische Nachfrage hoch – ein stabilisierender Faktor im Hintergrund.
Mehr zur aktuellen Entwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten



Ich verstehe die Analysen so, dass der Papiermarkt eher bärisch ist, der physische Markt dagegen bullisch bleibt.
Und so ist der Tag nicht fern, dass auf den Tafeln der Unzenpreis eines ist und der Kaufpreis derselben Unze physisch in anderen Sphären schweben wird.
Dann kann man getrost 5% seines Portfolios in Papier halten, Absichern wird das allerdings wenig.
Hält man dagegen dieselbe Menge physisch, würde man dagegen kein Papierportfolio mehr brauchen.
Die Überschrift ist zwar anders, aber der super “ Top“ Ökonom Fratscher rät Gold zu verkaufen.
Das in den USA gelagerte würde ich auch schnell verkaufen und dann mit den Dollar Gold in Russland
oder Südafrika zu kaufen UND daheim lagern.
Das physische aus den USA kommt nicht mehr zurück, darauf wette ich.
https://www.welt.de/wirtschaft/article69edbbe1e5056f185e235750/wirtschaftskrise-mit-diesem-tabu-sollten-wir-brechen-fratzscher-rechnet-mit-dieselpreis-von-bis-zu-drei-euro.html
@Bauernbua
Immer das gleiche.
Seit 1975 soll in die Bildung und Infrastruktur investiert werden oder in Schulen und Kindergärten.
Dafür wurden seit 1975 jährlich milliarden Steuergelder verpulvert. Die flossen in andere Kanäle, es sei denn, man betrachtet Fixerstuben als Infrastruktur.
Und jetzt wieder.
Bildung braucht hier keiner, denn die will keiner. Und Infrastruktur gibts zum Überfluss. Und wenn der Dieselpreis über 3 Euro geht, braucht man keine Strassen und keine Bahnen mehr.
Aber bitte, wenn er das Gold verkaufen will, dann nur her damit, aber zum Rentnerpreis bitte.
Und was will dann Herr Fratscher nächstes Jahr verkaufen ?
Ach, ja, das Gold der privaten Anleger, die sollen es dann rausrücken, für Bildung und Infrastrukur.
Sprich Dschungelcamp und Shisha Buden.
Kein Wunder, dass es zum Brain Draining und Firmen Abwanderung hierzulande kommt, bei solchen Leuten, wie Fratscher, Tenhagen und co.
„ich gab mein Gold für Kanonen“ wird ersetzt mit „ich gab mein Gold für Co2 und Bildung“ und schwubs, keiner hat es gemerkt.
„Papierkorbportfolio“
(könnte da was dran sein?)
Da mehr als 99% der Anleger anders investiert sind als wir im Dorf, überlege ich schon manchmal, ob nicht wir die „Geisterfahrer „sind…
Aber diese Anwandlungen gehen zum Glück wieder vorbei!