CoT-Daten Gold: Terminmarkt dreht – Kapital kehrt zurück

Die aktuellen CoT-Daten zeigen eine deutliche Belebung im Gold-Futures-Handel. Nach dem jüngsten Rückgang des Open Interest steigen die offenen Positionen wieder an – ein Hinweis auf neue Marktaktivität.

CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 14. April 2026.
Der Open Interest an der COMEX erstmals seit vier Wochen wieder gestiegen – Händler bauen bei steigendem Goldpreis wieder Positionen auf (Gold-CoT-Daten vom 14. April 2026).

CoT-Daten Gold: Futures-Händler steigen wieder ein

Nach einer ausgeprägte Bereinigungsphase im US-Termingeschäft zeigen die neuen CoT-Daten eine deutliche Belebung im Handel mit Gold-Futures. Erstmals seit vier Woche in der Open Interest an der COMEX wieder gestiegen. Per 14. April 2026 nahm die Summe aller offenen Goldkontrakte um 2 Prozent zu auf 362.274 Kontrakte. Das ist immer noch ein niedriger Wert, nachdem in der Vorwoche der niedrigste Stand seit Mai 2009 festgestelt wurde.

Aber bis zu Freitag ging es um weitere 4 Prozent nach oben auf 376.269 Kontrakte. Es kehrt also Kapital in den Markt zurück.

Nach der Liquidationsphase kehrt Kapital in den Terminmarkt zurück – steigender Open Interest bei festeren Preisen spricht für zunehmende Marktstärke.

 Gleichzeitig stieg der Goldpreis innerhalb einer Woche um 1,7 Prozent auf auf 4.833 USD pro Unze (Freitag, CME Spot).

CoT-Daten Gold vom 14. April 2026 und Gold-Optionen
CoT-Daten Gold vom 14. April 2026 und Gold-Optionen (Quelle: CFTC)

Open Interest signalisiert Ende der Liquidation

Nach einer ausgeprägten Bereinigungsphase zeigt der Gold-Terminmarkt erste Anzeichen einer Stabilisierung. Der Open Interest an der COMEX stieg per 14. April 2026 um 2 Prozent auf 362.274 Kontrakte.

Damit liegt das Niveau weiterhin deutlich unter den vorherigen Wochen, nachdem zuvor der niedrigste Stand seit Mai 2009 erreicht worden war.

Bis zum Wochenschluss setzte sich die Bewegung fort: Der Open Interest legte bis Freitag um weitere 4 Prozent auf 376.269 Kontrakte zu.

Interpretation: Nach der Liquidationsphase kehrt Kapital in den Futures-Markt zurück.

Preis bestätigt zunehmende Marktaktivität

Parallel dazu stieg der Goldpreis innerhalb einer Woche um 1,7 Prozent auf 4.833 USD je Unze (CME Spot, Freitag).

Entscheidend: Steigende Kurse bei gleichzeitig wachsendem Open Interest sprechen für neue Positionsaufbauten – nicht für Short-Eindeckungen.

Optionsmarkt bleibt klar optimistisch

Auch der Optionshandel signalisiert weiterhin eine positive Grundhaltung.

Die Put/Call-Ratio liegt bei 0,554 (Vorwoche: 0,537). Auf 100 Put-Optionen kommen rund 180 Calls (Vorwoche: 186).

Interpretation: Trotz leichter Verschiebung dominiert weiterhin ein klarer Call-Überhang – die Marktteilnehmer bleiben auf steigende Preise ausgerichtet.

Marktstruktur: Long-Aufbau bei sinkender Absicherung

Die CoT-Daten zeigen eine zunehmende Aktivität auf der Long-Seite:

  • Commercials: Netto-Short-Position +4 % auf 201.082 Kontrakte
  • Große Spekulanten: Netto-Long-Position +4 % auf 162.526 Kontrakte

Gleichzeitig nimmt die Absicherungsaktivität des „Smart Money“ ab. Die Netto-Short-Position der physischen Marktteilnehmer sank um 4 Prozent auf 18.530 Kontrakte – der niedrigste Stand seit einem Monat.

Interpretation: Der Markt wird zunehmend von spekulativem Kapital getragen, während Absicherungen zurückgehen.

Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

COMEX-Bestände: Rückgang bei weiterhin hoher Deckung

Die Goldbestände an der COMEX sinken weiter:

  • Gesamtbestand: 29,99 Mio. Unzen (-560.000)
  • Registered: 15,77 Mio. Unzen (-200.000)

Die physische Deckung im Futures-Handel fällt auf 79 Prozent (Vorwoche: 85 %), bleibt jedoch auf vergleichsweise hohem Niveau.

Interpretation: Trotz rückläufiger Bestände ist der Terminmarkt weiterhin solide physisch unterlegt.




Physische Nachfrage bleibt hoch

Die Nachfrage nach physischer Auslieferung nimmt weiter zu.

Im laufenden Monat wurden bislang 19.974 Delivery Notices gemeldet (rund 62 Tonnen). Allein in der vergangenen Woche kamen 1.932 Anträge hinzu.

Zum Vergleich: Im gesamten Vormonat lag die Zahl bei 14.559. Der Rekord stammt aus dem Februar 2025 mit 76.567 Anträgen (238 Tonnen).

Interpretation: Die Bereitschaft, Futures-Kontrakte physisch abzuwickeln, bleibt hoch.

Fazit: Markt tritt in Aufbauphase ein

Der Gold-Terminmarkt zeigt aktuell eine klare Veränderung der Marktmechanik:

  • steigender Open Interest nach Liquidationsphase
  • steigende Kurse bei wachsender Marktaktivität
  • zunehmender Aufbau spekulativer Long-Positionen
  • rückläufige Absicherungen
  • anhaltend hohe physische Nachfrage

Vergangene Woche deutete das Tief beim Open Interest einen potenziellen Wendepunkt am Terminmarkt an. Nun signalisiert das Umfeld eine zunehmende Marktstärke. Der Terminmarkt scheint nach der Bereinigung in eine neue Aufbauphase überzugehen.

Mehr zur aktuellen Entwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold richtig lagern und schützen

Gold vergraben, aber richtig! 
Praxisanleitung für ein nicht ortbares Edelmetall-Depot
→ Jetzt ansehen!

Gold in der Krise: Ihr Notfallplan
Goldverbot: Warnzeichen erkennen und vorbereitet sein
→ Jetzt ansehen!

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

Anzeige

4 Kommentare

  1. Der Goldpreis ist vorübergehend bei 5.000 Dollar gedeckelt. Wann fliegt er Weg?

    Meiner Meinung nach wird das dieses Jahr noch passieren. Krieg ist teuer und wird durch Fiat Kredite finanziert. Das geht solange weiter, bis man für den Dollar/Euro nix mehr kaufen kann.

    Meine Arbeitsleistung habe ich bereits gedrosselt. Die ist auch nur noch teilweise käuflich zu erwerben. Andere (leistungsfähige) Bekannte von mir sind aus dem System teilweise ausgestiegen. ich denke, dass wird sich im nächsten Jahr auch noch beschleunigen.

    Wir sind auf einem guten Weg!

  2. Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht, siehe DDR , die jetztige SED NachfolgeOrganisation, geformt aus Grünen /SPD und CDU haben alles in den letzten 30 Jahren im Sinne Ihres ehemaligen Idols Honecker getan, es fehlt nur noch der Schießbefehl an der Grenze, jetzt kommt der Rutsch ins Bodenlose, jetzt ist aber keiner mehr da zum Auffangen ,wie damals Deutschland West , wo alle Kassen von Rentenkassen etc. geplündert wurden Soli der nie enden wird… vielleicht unsere EU Partner Griechenland oder Polen, die frecherweise noch Reparation einfordern. oder viel italien oder Frankreich die mit dem Rücken zur Wand stehen, fällt Deutschland, dann fäält das EU Kartenhaus aus Lügen und Betrügen zusammen, das geht jetzt Stück für Stück, wer traut diesen Elemeten noch, wer will noch was Investieren, wer kann bei der Preisentwicklung noch was Investieren ? das Vertrauen ist entgültig weg, wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er auch zufällig mal die Wahrheit spricht….das hat zu jeder Zeit Bestand, ich habe manchmal das Gefühl, es wird absichtlich auf einen Zusammenbruch hingearbeit, es ging in den letzten Jahren nur noch um Pöstchen und Pensionen; so dämlich kann doch niemand sein als das er garnichts Positives unternimmt…die wissen doch ganz genau wo die 500 Mrd Sonderschulden geblieben sind….. bei der BW sicher nicht und die Wirtschaft, die wird noch 2028 Warten, Warten auf Godot…..kommt er heute, oder kommt er vielleicht Morgen, lass die AFD sich doch mit dem von uns hinlassen Chaos Bankrott doch rumärgern, von Einsatz merke von Seiten dieser derzeitigen Bankrotteure nichts… ich bin froh weiterhin in Gold investiert zu sein , wie ein von den Propagandamedien geschmähter Anleger mal zu seinen Depot schrieb, und am Ende dann Gold , das lässt mich ruhig Schlafen. Gold wird wieder steigen, wann kann ich auch nicht sagen, mal bei den Big Boys an der Wallstreet Anfragen, bis jetzt stehen G+ S und JP.M. Prognosen immer noch in Richtung 6000,- bis zum Jahresende…

  3. Die Händler sind also zurück. was haben die in der Zwischenzeit gemacht ? Ich nehme an, ihre Verluste an die Banken gemeldet und sich neue Kredite verschafft, zum günstigen Zins, noch.
    Wenn ich das Geschehen so verfolge, kann ich sehen, dass die Verluste dieser Herrschaften gigantisch sein müssen. Doch irgend jemand muss aber dabei gewinnen und ich weiss auch wer: Ein Geschaftsmann namens Trump. Der wird demnächst als reichster Mann der Welt ausgelobt werden. Er wird der Rockefeller in dieser Decade.

  4. Genauso sind meine Erwartungen für die Zukunft der EU! Fällt Deutschland und andere größere Länder, Fällt die EU auf nimmer wiedersehen. Existiert die EU nicht mehr hat die Gemeinschaftswährung und hier der Euro kein Bestand mehr. Was danach kommt ist erstmal nicht das Problem, zumindest nicht das größere Problem. Die Umstellung auf die neue (?) Währung wird zum größten Nachteil aller Sparer sein die ihre Reserven in Euro halten, ob nun aufs Konto oder zuhause. Es wird Zypern 2.0 aber in großen Stil.
    Alle anderen Vermögenswerte, ob nun Land, Immobilien, Aktien, die in Euroraum datieren werden in mitleidenschaft gezogen aber nur kurzfristig.
    Gold & Silber garnicht, da die Preise für die Edelmetalle woanders gemacht werden, hier spielt der Euroraum keine Rolle! Die Schweiz aussen vor gelassen!
    Ich höre jetzt schon das Geschrei und die Panik wenn Milliarden in privaten Konten nach der Umstellung nicht mal 50, 60% Wert sein werden. Vertrauen an den Staat kann auch schön nach hinten losgehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige