Mittwoch,30.November 2022
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Das letzte Hurra, bevor die dunklen Jahre kommen

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Da wir am Ende einer langen und komplett manipulierten Hausse der Weltwirtschaft stehen, werden jetzt die dunklen Jahre anbrechen, über die ich schon vor ein paar Jahren geschrieben hatte. Kaum vorstellbar, dass die Mächtigen es geschafft haben, die Welt ein Jahrzehnt lang zu täuschen. Doch das nächste Mal werden ihre Panik-Maßnahmen (Verabreichung derselben Heilmittel – massives Gelddrucken und Niedrigzinsen) nicht mehr funktionieren.

Die Welt wird erkennen, dass gedrucktes Geld nicht einmal das Papier wert ist, auf dem es geschrieben steht, oder dass elektronische Einträge, die als Geld bezeichnet werden, genauso schnell verschwinden können, wie sie erstellt wurden.

Die Ahnungslosen und der weise Osten

Während der Westen seine Goldbestände offen wie verdeckt reduziert, akkumuliert der Osten weiterhin so viel er kann zu den derzeitigen Schnäppchenpreisen. Die meisten Zentralbanken haben einen Großteil ihres Goldes am Markt verkauft oder verliehen. Über die Edelmetallbanken wird dieses Gold dann von China, Indien oder Russland aufgekauft. Diese Länder des Ostens lassen sich das Gold ganz offensichtlich physisch ausliefern, anstatt es in London oder New York zu lassen. Der Goldeigentümer muss direkte Kontrolle haben.

Heimlich verkauftes oder verliehenes Zentralbanken-Gold des Westens landet im Osten

Im Chart unten sieht man, wie Zentralbanken und Edelmetallbanken ihr Gold verlieren. Die Schweizer Veredler stellen rund 70% der Goldbarren für die Welt her. Wie die Grafik zeigt, importieren sie ihr Gold aus verschiedenen Quellen. Für viele überraschend kam der mit Abstand größte Goldankauf aus Großbritannien mit 67 Tonnen im Juli 2018. Das Vereinigte Königreich ist kein Gold produzierendes Land. Hier handelt es sich stattdessen um 400 oz-Barren westlicher Zentralbanken, die von China, Indien oder Russland gekauft wurden. Die Barren werden an Schweizer Raffinerien geschickt, wo sie zu sie 1 kg-Riegel geteilt und anschließend an die östlichen Abnehmer weitergeleitet werden. Die Schweizer Importstatistiken zeigen häufig, dass das Vereinigte Königreich als wichtiger Exporteur auftritt. Das sind sehr klare Indizien dafür, dass die Zentralbanken kontinuierlich ihre Bestände abbauen.

Es ist somit wahrscheinlich, dass die tatsächlichen Bestände der USA (8.000 Tonnen), Deutschlands (3.300 Tonnen) oder des IWF (2.800 Tonnen) bei weniger als der Hälfte der offizielle deklarierten Bestände liegen. Und alles, was sie an den Markt verliehen haben, werden sie nie wieder sehen. Sie besitzen nichts weiter, als einen Schuldschein für ihr Gold von einer Bullion-Bank. Dieser Schuldschein wird nie beglichen werden, da kein physisches Gold verfügbar sein wird. Falls es verfügbar wäre, dann nur zu einem Preis, der beim 10-, 20- oder 100-fachen des aktuellen Preises läge.

COMEX und Bullion-Banken werden explodieren

Die Gold- und Silbermärkte werden in der kommenden Phase eine Explosion der LBMA-Banken sowie die Comex erleben. Diese werden ihre Verpflichtungen, die mindestens beim 500-fachen des verfügbaren physischen Goldes liegen, nicht erfüllen können.

Wie ich in vorhergehenden Artikeln gezeigt habe, müsste Gold bei mindestens $ 16.000 stehen – inflationsbereinigt, basierend auf dem 1980er-Hoch von $ 850. Viele Berechnungen kommen auf sehr viel höhere Preise – z.B. $ 87.000 oder $ 174.000 wie Jim Sinclair bzw. Bill Holter errechnet haben.

Diese Preise mögen fantastisch erscheinen, man muss jedoch eines begreifen: Wenn die falschen und manipulierten Papiermärkte für Gold und Silber zerplatzen, dann wird es keinen Preis geben oder aber kein Gold oder Silber, das die Händler anbieten können, da sie über keine physischen Metalle verfügen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Unabhängig davon, welche Preise Gold und Silber erreichen werden – die aktuellen Preise von $ 1.200 und $ 14,80 sind vollkommen lächerlich.

Gold und Silber = Lebensversicherung

Das ist das größte Geheimnis der Welt, das tatsächlich kaum jemand versteht. Ein Venezolaner hätte damit sein Leben und das seiner Familie retten können, und dasselbe können all jene noch machen, die heute im Westen Gold kaufen. Trotzdem kauft niemand. Und selbst diejenigen, die Bescheid wissen, warten noch ab, ob Gold und Silber vielleicht nicht doch weiter sinken werden.

Glauben Sie mir, auf sinkende Edelmetallpreise zu warten, wird der teuerste Fehler sein, den man sich überhaupt leisten kann. Wenn die Preise steigen, werden die meisten die Gelegenheit verpasst haben und nicht mehr einsteigen können. Sie werden komplett ohne den Schutz dastehen, den sie so dringend brauchen.

Zu den derzeitigen Preisen ist physisches Gold und Silber der billigste Lebensversicherungsbeitrag, man überhaupt bekommen kann. Denken Sie daran, dass Edelmetalle keine Investition sind, sondern die ultimative Form der Vermögenserhaltung.

Aber dieses Mal werden Gold und Silber nicht nur Vermögen erhalten, sie könnten Ihnen Ihr Leben retten, so wie sie auch den armen Venezolanern das Leben gerettet hätten.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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3 Kommentare

  1. gute nachrichten an alle,
    wenn E175 auf eurem yougurtbecher steht, …
    ..dann muss man sich keine sorgen machen.

    „E-Nummern

    Hinter diesem Begriff verbergen sich die Zusatzstoffe für Lebensmittel
    nach den europäischen Vorschriften. Sie sind in normaler Verwendung
    für den menschlichen Organismus nicht toxisch.“

    – AUS:

    http://www.gifte.de/Lebensmittel/e-nummern.htm

    – oder:
    https://www.lebensmittellexikon.de/g0002800.php
    —————————————————-
    – passend zum GR artikel oben.

    – mit:

    – Peer Steinbrück (ehemaliger Bundesminister der Finanzen, SPD)
    – Prof. Hans-Werner Sinn (Ökonom,
    .. ehemaliger Präsident ifo Institut für Wirtschaftsforschung)
    – Andrea Rexer (Süddeutsche Zeitung)
    – Marc Friedrich (Buchautor)

    „phoenix Runde: „10 Jahre nach der Lehman-Pleite –
    Wo stehen wir heute?“ vom 11.09.2018″

    – ca.: 45min. , aus:
    https://www.youtube.com/watch?v=lnwIve2X-1c

  2. Das letzte Hurra, oder – frei nach Mises – die Katastrophen-Hausse.

    Im Welthandel zeigen sich bereits tiefe Risse…

    Weltweite Strafzölle und Handelssanktionen werden zwangsläufig Rauchmelder im internationalen Handel auslösen; – nimmt man als Beispiel die Nachfrage (und den aktuellen Kurs) für das „rote“ Industrie-Metall „Kupfer“, dann wurde tatsächlich Alarm ausgelöst:

    Heute Morgen wurden in New York an der Comex zwischen 8:42 bis 8:45 Uhr in New York in nur 3 Minuten 4.835 Verträge mit jeweils 25.000 Pfund verkauft (300 Millionen Dollar). Das war das 16-fache des 100-Tage-Durchschnitts für diese Tageszeit, ein Anstieg des Volumens, der die Verluste des roten Metalls auf der Comex ausdehnte und auf ein Wochentief warf.

    https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-09-11/copper-drops-as-over-121-million-pounds-trade-in-three-minutes?srnd=premium

    Das Metall verzeichnete den größten monatlichen Rückgang in zwei Jahren im August und vergrößerte letzte Woche seinen Preisverfall in der Sorge, dass ein eskalierender Handelskrieg zwischen den USA und China die Nachfrage einbrechen lassen wird.

    Wie zu erwarten, haben die Aktien-Indizes in New York die (vom PPT gesponserten) Scheuklappen auf und trudeln munter nach oben, während der Welthandel der Schwerkraft folgt.

    Das wird nicht gut enden.

    • @watchdog

      Und was sagen die COT-Daten für Sojabohnen?
      https://www.wellenreiter-invest.de/cot-daten/sojabohnen

      Die großen Spekulanten liegen mit ihrer Positionierung richtig.

      Die Verlierer im Sojabohnen-Handelskrieg sind
      a) die US-amerikanischen Bauern
      b) die chinesischen Bauern, die jetzt kein Futter (Sojamehl) für ihre Tiere haben

      Die Gewinner sind ?
      Brasilianische Sojabauern?

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