Montag,06.Dezember 2021
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Der Goldpreis macht im April, was er will!

Goldpreis, Euro (Foto: Goldreporter)
Vor genau einem Jahr stand der Goldpreis bei 1.568 Euro pro Unze. Aktuell notiert das Edelmetall mit rund 1.460 Euro knapp 7 Prozent tiefer (Foto: Goldreporter).

Der April macht auch in Sachen Goldpreis-Entwicklung seinem launischen Ruf alle Ehre. Im vergangenen Jahr sprang der Kurs fast 7 Prozent nach oben. Was geschieht 2021?

Goldpreis leicht erholt

Der Goldpreis ging im vergangenen März mit einem Kurs von 1.691,05 US-Dollar aus dem Londoner Handel (P.M.). Das entsprach 1.440,61 Euro. Damit brachte der saisonal schlechteste Monat des Jahres zumindest ein kleines Kursplus von 0,17 Prozent. Nun steht mit dem April ein überaus wechselhafter Goldmonat an.

Goldmonat April

Und dieser Zeitraum beschert uns Jahr für Jahr teils kräftige Kursausschläge in immer wieder unterschiedliche Richtungen. Gewinne und Verluste wechselten sich vor allem in den vergangenen sechs Jahren mit verlässlicher Regelmäßigkeit ab. Seit 1970 gab es 26-mal einen April mit positivem Verlauf und 25-mal mit einem Kursrückgang.

Corona-Bounce

Im vergangenen Jahr sprang der Goldpreis um fast 7 Prozent nach oben auf 1.569 Euro pro Unze. Es war die Zeit des ersten großen, weltweiten Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie. Unter dem Strich gehört der April statistisch gesehen nicht zu den besten Monaten des Jahres. Im Durchschnitt der vergangenen 52 Jahre bleibt ein kleines Plus von 0,15 Prozent. Das reicht für Platz fünf vor dem Dezember (+0,07 %) unter hinter Juli (+0,32 %).

Größter Tagesverlust

Und im launischen April ereignete sich auch einer der größten Tagesverluste beim Goldpreis. Am 15.04.2013 rutschte der Kurs um 9,1 Prozent ab – und seinerzeit 1.173 Euro auf 1.066 Euro pro Unze. Damals war der Goldpreis über den US-Terminmarkt massiv gedrückt worden. Und es war mittlerweile bekanntermaßen eine Zeit, in der Vertreter von Großbanken die Edelmetall-Kurse manipulierten. Hier nur einer von vielen nachgewiesenen Fällen: Gold-Manipulation: Erneuter Fall bestätigt

Goldpreis, April, Statistik

Goldpreis-Statistik April

Die beste April-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1982:  +7,59 %
  • 2010:  +7,55 %
  • 1987:  +7,44 %
  • 2020:  +6,82 %
  • 2006:  +6,67 %

Die schlechteste April-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 2013: -10,38 %
  • 2004:   -6,22 %
  • 1986:   -5,93 %
  • 2008:   -5,02 %
  • 1974:   -4,60 %

Hinweis: Alle Angaben basieren auf dem Londoner Nachmittags-Fixing und dem Goldpreis am Monatsende laut Bundesbank-Statistik; bei einem Umrechnungskurs von 1,95583 DM / Euro für den Zeitraum vor 1999.

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9 KOMMENTARE

  1. Unsere Kanzlerin auch:

    wegen der weiter sinkenden CDU-Umfragewerte will Merkel die Bundestagswahlen
    in das Jahr 2022 verschieben.
    Die Grünen sind dafür, auch der „Corona-Lockdown-Frontrunner“ „Charly Leiserbach
    lobt die Kanzlerin: bisher alles richtig gemacht .

    Bisher ist nur die AfD dagegen – man vermutet – wie bei den Insolvenz-Anträgen –
    eine „Corona-Verschleppung in‘s nächste Jahr.

    (hier mehr:).

    (▀̿Ĺ̯▀̿ ̿)

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  3. @Impulsant
    Pssst“, nicht weitersagen!

    Dafür liefere ich jetzt echte, aktuelle Zahlen von US-Arbeitsmarkt:

    Die Zahl der Amerikaner, die letzte Woche Arbeitslosenunterstützung beantragten, stieg in der Woche zum 27. März auf 719 Tausend, nach einem Ein-Jahres-Tief von 658 Tausend in der letzten Woche und über den Markterwartungen von 680 Tausend.“

    Das kleine, häßliche, clever mutierende Virus hat also den US-Arbeitsmarkt immer noch fest im Griff.

    https://tradingeconomics.com/united-states/jobless-claims

  4. Heute haben wir die umgekehrte Situation: die Zinsen der US-Bonds fallen, der US-Dollar auch.

    Also: Gold & Silber dürfen „etwas“ steigen“.

  5. @ukunda
    Danke für den Link.
    Was ich so habe durchsickern hören ist, dass sich das Bankenkartell, nachdem es den Goldpreis um 350 Dollar senken konnte und ihn nun scheinbar wieder im Griff hat, sich vermehrt dem Bitcoin widmen will.
    Da bin ich gespannt wie sie den nun tieferlegen will.
    Aber, wie Lagarde kürzlich deutlich betonte, man hat sehr effektive Werkzeuge.

  6. @klapperschlange
    Da sind sie, die effektiven Werkzeuge der Zentralbanken. Die arbeiten nämlich zusammen. Gegen uns Spekulanten.

  7. @ Maruti

    Gut erklärt und vollkommen richtig !!
    Montag wurde wieder aufgestockt bei Gold und Silber einfach nur immer weiter nach kaufen heißt es für uns.
    Denn kaufen kann man bei uns eh fast nichts,überwintern war heuer auch nicht möglich,also wurde mein Winterurlaubsgeld in Gold und Silber investiert.
    Egal auch wenn es noch kurzfristig zu 1588-1624 fallen kann.
    Bei Bitcoin hab ich noch ein 45% down am Radar
    Liebe Grüße aus Wien

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