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„Die Fed verzerrt die Märkte und erkauft sich nur Zeit“

Hauptsitz des Federal Reserve in Washington D.C.

Im Nachgang zur gestrigen Fed-Sitzung hat der Chef des weltweit größten Anleihen-Investors PIMCO die Politik der US-Notenbank scharf kritisiert.

Unbegrenzte Zentralbank-Liquidität für Geschäftsbanken, ungewöhnlich niedriger Leitzins für sehr lange Zeit, Ankauf von US-Staatsanleihen im Umfang von mehr als 1 Billion US-Dollar, künstliche Drückung der langfristigen Zinsen: Die US-Notenbank hat in der die Finanzmarktkrise alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das amerikanische Bankensystem am Leben zu erhalten.

Als Ergebnis der gestrigen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) standen zwar (noch) keine weiteren Maßnahmen zur Auffrischung des Anleihenkauf-Programms („QE3“). Die Fed gab aber bekannt, ihre „Operation Twist“ bis Jahresende fortzusetzen.

Im Rahmen dieser Aktion nutzt die Fed die Mittel aus auslaufenden kurzfristigen Anleihen, um damit langfristige Papiere zu kaufen. 267 Milliarden US-Dollar sollen so zusätzlich in den Markt gelangen und so die langfristigen Zinsen drücken und die Unternehmens- und Staatsfinanzierung erleichtern.

Mohamed El-Erian, CEO des weltweit größten Anleihen-Investors PIMCO hat die Politik der Fed scharf kritisiert. Diese Politik erzeuge Verwerfungen, für deren Entzerrung es viele Jahre brauche.

„Die Fed tut nicht mehr, als sich etwas mehr Zeit zu erkaufen. Dabei werden sich Kollateralschäden auftürmen, die noch qualvollere geldpolitische Schritte zur Folge haben werden“, erklärt er in Financial Times.

Die Fed heble die Funktion des Marktes aus, verhindere eine marktgerechte Preisbildung und verzerre die Kapitalverteilung, so El-Erian.

Die Entscheidungen der Fed haben immer wieder auch Einfluss auf Gold und Silber. Deren Kurse sind wesentlich von den Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der US-Geldpolitik geprägt. Viele Investoren hatten mit einem „QE3“ gerechnet. Aber bereits im Vorfeld der Fed-Entscheidung am gestrigen Mittwoch waren die Edelmetallpreise auf dem Rückzug.

Es ist mittlerweile offensichtlich, dass die US-Währungshüter auch bei den Edelmetallen immer wieder ihren Hebel ansetzen, um das Standing des US-Dollars zu stärken („Geheime Goldpolitik“). Am heutigen Vormittag notierte Gold sogar wieder knapp unterhalb von 1.600 Dollar (1.261 Euro). Der Silberpreis sank unter die Marke von 28 Dollar (22 Euro).

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Eingetragen von am 21. Jun. 2012. gespeichert unter Banken, Fed, Goldpreis, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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