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Die größte Baisseposition & das spektakuläre Haussegeschäft

Zentralbanken sind schädlich für die Weltwirtschaft. In den kommenden Jahren wird die Welt die größte Vermögenszerstörung der Geschichte erleben. Die Baisseposition (short) werden Anlagemärkte wie Aktien, Immobilien und Anleihen sein. Und das Haussegeschäft (long) sind Gold und Silber. 

Gold, Fed (Foto: Goldreporter)

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

Die stets für Überraschungen gute Federal Reserve stellte wieder einmal die Beständigkeit ihrer Unbeständigkeit unter Beweis.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1913, und insbesondere nach dem Ende des 2. Weltkriegs, hinkt die Fed mit ihren Entscheidungen stets den Entwicklungen hinterher. Schwer zu glauben, dass dies allein der Inkompetenz geschuldet ist. Der jüngste Politikwechsel scheint kaum ein Teil des Plans zu sein, wohl eher eine erneute Reaktion auf Ereignisse. Mit Blick auf frühere Entscheidungen der Fed wird ganz deutlich, dass sie praktisch alle reaktiv gewesen sind und nicht proaktiv.

Zentralbanken sind absolut schädlich für die Weltwirtschaft. Sie haben im Grunde überhaupt keinen konstruktiven Daseinsgrund. Tatsächlich stellen sie eine Bedrohung für die Welt dar und machen die Dinge deutlich schlimmer, als sie unter der Herrschaft der Naturgesetze wären. Der natürliche Rhythmus von Ebbe und Flut würde die Märkte mühelos regeln, ohne dass es dafür künstliche Eingriffe der Zentralbanken bräuchte. Und sollte es keine Kreditnachfrage geben, so wären Kredite billig, weil die Zinssätze sänken.

Stattdessen haben wir heute Zinssätze, die auf null oder in den negativen Bereich manipuliert wurden und mehr ausstehende Schulden als jemals zuvor in der Geschichte. Damit werden alle Naturgesetze gebrochen, was nur im Umfeld eines falsch funktionierenden Markt passieren kann. Die Folge ist eine Verdreifachung der Verschuldung in diesem Jahrhundert. Unter diesen Umständen darf man sich über massive Blasenbildung an den Märkten für Aktien, Anleihen und Immobilien nicht wundern – aufgebläht durch Schulden, die nie zurückgezahlt werden.

Fed – 65 Jahre Unfähigkeit Unbeständigkeit

Im Chart unten sehen wir die Entwicklung des Fed-Leitzinses über 65 Jahre. Nur ein kurzer Blick auf die jüngere Vergangenheit: Der verehrte Alan Greenspan hob die Zinssätze Ende 1987 erst an, um sie dann wieder – im Zeitraum von 1989 bis 1992 – von 10 % auf 3 % brutal zu senken. Anschließend stieg der Fed-Leitzins wieder schrittweise auf 6,5 % im Juli 2000, als der Nasdaq-Crash begann. Der Crash des Nasdaq um 80 % zwang die reaktive Fed nun, die Leitzinsen bis Ende 2003 auf nur 1 % zu senken.

Fed, Leitzins, seit 1955

Die Aktienmärkte stabilisierten sich und die Zinssätze wurden erhöht, bis sie 2006 im September 5 % erreicht hatten. Dann kam das Subprime-Desaster und die reaktive Fed schickte den Leitzins im Dezember 2008 praktisch auf den Nullpunkt. Bis Dezember 2015 blieben die Zinsen auf diesem Niveau. Sieben Jahre Nullzins bewirkten am Aktienmarkt Wunder und ließen die Illusion einer wachsenden Wirtschaft entstehen. Der Chart offenbart all das.

Die roten Pfeile im Diagramm markieren klar und deutlich Fed-Entscheidungen, die Panikreaktionen auf unvorhergesehene Ereignisse waren, entweder Aktienmarkteinbrüche oder systemische Probleme. An keinem dieser Punkte hatte die Fed die latenten Katastrophen prognostiziert. Eines ist klar: Keines ihrer Modelle hat funktioniert und sie erkennt auch nicht, dass sie gar keine Probleme löst, sondern tatsächlich die Ursache des Problems ist.

Geldschöpfung lässt falsche Wachstumsillusion entstehen

Offenbar wachsen Ökonomien nominal betrachtet, wenn Zentralbanken auf der ganzen Welt Billionen Dollar, Euro, Yen, Renminbi, etc. drucken und gleichzeitig die Zinssätze auf null oder negativ setzen. Das einzige Problem dabei ist, dass immer mehr und mehr Geld gedruckt werden muss, um einfach nur auf der Stelle zu bleiben. Denn wenn sich Vermögen durch Geldschöpfung erschaffen ließe, warum würde dann noch jemand arbeiten gehen?

Zentralbanken werden Kontrolle über Zinssätze verlieren

Sobald sich die Wirtschaftsaktivität in den USA verschlechtert, werden die Zinssätze wahrscheinlich eher sinken als steigen. Am Ende wird es kompromisslose quantitative Lockerungen (QE) geben – in einem Umfang, der die Geldschöpfung der Jahre 2007-09 in den Schatten stellen wird. Ich gehe aber nicht davon aus, dass die Zinssätze sehr lange niedrig blieben werden. Zuerst wird der Dollar steil abfallen. Dann werden die internationalen Kreditmärkte in Panik geraten und mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen beginnen. China und Japan besitzen US-Schulden in Umfang von jeweils mehr als 1 Billion $, und diese werden sie so schnell sie können auf den Markt werfen. Damit beginnt ein Teufelskreis aus fallenden Anleihemärkten, steigenden Zinsen und einem einbrechenden Dollar. Und dann werden die Zentralbanken die Kontrolle über die Zinssätze verlieren. Denn die Zinsen der langlaufenden Anleihen werden auch die Zinsen der Kurzläufer in die Höhe ziehen. Im Umfeld verschärfter Geldschöpfung wird die Inflation zu einem zusätzlichen Faktor, der steigende Zinssätze erfordert. Irgendwann in den nächsten Jahren werden die Zinssätze mindestens die Stände der Jahre 1980/ 1981 bei 20 % erreichen. Im Umfeld von Hyperinflation und Ausfällen könnten die Zinsen sogar noch höher steigen.

Historisch betrachtet, ist das natürlich nichts Neues. Ich habe in den 1970ern in Großbritannien gelebt und erinnere mich daran, wie Zinssätze und Inflation über mehrere Jahre hinweg im mittleren bis hohen Zehnerbreich blieben. Eine Zeit lang bezahlte ich 21 % Zinsen auf meine erste Hypothek in Großbritannien. Wie viele Menschen könnten sich das heute noch leisten? Natürlich niemand mehr! Auch kein Land wäre noch in der Lage, seinen Schuldendienst zu leisten, stiegen die Zinssätze allein um ein paar Prozent. Angesichts viel höherer Zinsen, wie ich sie prognostiziere, kann der Schuldendienst nur noch durch unbegrenzte Schöpfung von wertlosem Fiat-Geld geleistet werden. Dies wird den Dollar und andere Währungen weiter unter Druck setzen und den Fall auf ihren intrinsischen Wert von NULL beschleunigen.

Säkuläre Baisse kommt

Kein Szenarium, an das heutzutage viele Menschen glauben. Wir wissen allerdings, dass der Optimismus seinen Höhepunkt vor der Marktwende erreicht. An diesem Punkt könnten wir jetzt stehen. Mein bevorzugtes Szenarium ist es immer gewesen, dass der Markt im Herbst 2018 seinen Höhepunkt erreicht hat. Die meisten europäischen und asiatischen Märkte befinden sich deutlich unter ihren Höchstständen. Der US-Markt hat versucht, neue Hochs zu markieren, ist jedoch bislang damit gescheitert. Wenn sich ein Markt im Zustand des Daueroptimismus befindet, dann sind alle Nachrichten gute Nachrichten. Steigende Zinsen bedeuten eine starke Wirtschaft, also steigt der Markt. Niedrigere Zinsen stimulieren die Wirtschaft, also steigt der Markt. Doch trotz des anhaltenden Über-Optimismus hat der Dow es noch nicht geschafft, die Höchststände zu brechen. Und warum sollte er das tun, wenn die Gewinnprognosen düster aussehen und die Wirtschaft nach unten abdreht?

Es bleibt immer noch die entfernte Möglichkeit, dass wir eine finale Aufwallung an den Aktienmärkten erleben werden. Dies könnte ein paar Monate lang anhalten, würde aber im Endeffekt auf dasselbe hinauslaufen – auf einen massiven säkularen Bärenmarkt, der die Welt erschüttern wird.

Hyperinflation gefolgt von deflationärer Implosion

Ich treffe regelmäßig Family Offices und sehr kapitalstarke Individuen und halte dort Vorträge. Auch heutzutage herrscht unter diesen Gruppen praktisch keine Angst, dass sich der Trend im Markt umkehren könnte. Niemand sieht Risiken in den Bubble-Asset-Märkten wie Aktien und Anleihen. Viele von ihnen sind im Grunde wie Alfred (hier der Artikel dazu): Geboren zum Ende des 2. Weltkriegs, erfolgreich in ihrem Arbeitsleben und sehr erfolgreich als Aktieninvestoren, weil sie einfach permanent auf steigende Kurse setzen. Die Tatsache, dass Bäume nicht bis in den Himmel wachsen, ist ihnen noch gar nicht in den Sinn gekommen. Wenn man in einem 50-jährigen Erwachsenenleben ein Vermögen durch Marktanlagen machen konnte, warum sollte es nicht einfach so weitergehen? Nur ganz wenige können sich begreiflich machen, dass sie in einer Ära gelebt haben, die durch Kreditausweitung und Geldschöpfung befeuert wurde, welche auch die Anlagemärkte künstlich immer weiter beflügelten.

Wenn dies 50 Jahre lang der Fall war, warum sollte es nicht auch weitere 10 Jahre oder länger so weitergehen? Theoretisch ist das natürlich möglich, allerdings reden wir hier nicht mehr über einen einzelnen Markt oder allein über den Westen. Nein, dieses Gummiband wurde überall auf der Welt überdehnt, von Australien im Süden bis Schweden im Norden und von China im Osten bis Kalifornien im Westen. Das Zurückschnippsen wird urplötzlich kommen und die Welt völlig überraschen. Nach einer kurzen hyperinflationären Geldschöpfungsperiode werden die globalen Vermögenswerte und Schulden implodieren, und wir werden einen Einbruch des globalen Vermögens um mindestens 200 Billionen $ erleben – in heutigem Geld. Und viel, viel mehr in hyperinflationärem Geld.

Massive Vermögenszerstörung

In den kommenden Jahren wird die Welt die größte Vermögenszerstörung der Geschichte erleben, und für 99,5 % der Investoren wird dies ein totaler Schock sein. Für die 0,5 %, die sich darauf vorbereitet haben, wird es die Chance des Jahrhunderts sein. Gemeint ist „Die größte Baisseposition & Das spektakuläre Haussegeschäft“.

Die Baisseposition (short) werden natürlich Anlagemärkte wie Aktien, Immobilien und Anleihen sein. Und das Haussegeschäft (long) sind Gold und Silber. Allerdings wird das Geschäft nicht wie während der Krise 2006-2009 funktionieren. Diesmal werden die Finanzmärkte wahrscheinlich nicht weiter funktionieren, und die Gegenparteien werden ausfallen. Somit wird der Kauf von Finanz-Futures oder -Derivaten nutzlos sein, da keiner in der Lage sein wird, diese auch auszuzahlen.

Also wird dieses Short-Long-Geschäft anders betrieben werden müssen. Die Short-Seite bedeutet diesmal, sich von allen Blasen-Anlagen zu verabschieden und nur minimal den Marktentwicklungen von Aktien, Anleihen, etc. ausgesetzt zu sein. Und die Long-Seite bedeutet nicht den Kauf von ETF-Anteilen oder Futures! Stattdessen müssen Investoren Eigentümer von physischen Anlagen wie Gold und Silber werden und diese außerhalb des Finanzsystems verwahren.

Das Diagramm unten zeigt, wie es aussehen wird. Wir haben hier das 200-Jahre-Dow/Gold-Verhältnis (der Kurs des Dow geteilt durch den Goldpreis). Dieses Verhältnis brach 1980 auf 1:1 ein. Das bedeutet, dass eine Dow-Einheit und eine Unze Gold denselben Preis hatten – 850 $. Als der Aktienmarkt stieg und Gold zurücksetzte, erreichte das Verhältnis 1999 einen Spitzenstand von 45. Im Jahr 2011 war es dann wieder um 87 % auf 5 gefallen, da Aktien eingebrochen und Gold steil angestiegen waren. Seither haben wir eine Aufwärtskorrektur erlebt, doch der Dow liegt für dieses Jahrhundert immer noch mit 57 % im Minus gegenüber Gold.

Und bald ist das Verhältnis bereit für die Wiederaufnahme des Abwärtstrends, welcher wahrscheinlich über das Niveau von 1999 bei 1 hinausschießen und 0,5 oder noch viel weniger erreichen wird. Das bedeutet, dass der Dow von heute aus betrachtet mindestens 98 % gegenüber Gold fallen wird.

An Aktien festhalten und 90 % verlieren oder das eigene Vermögen sichern in Gold

Also: Die Wahl ist eine einfache. Man hält entweder an Aktien fest und sieht dabei zu, wie diese um mindestens 90 % verfallen, wie 1929-32. Die Alternative: Anleger, die ihre Aktien verkaufen und Gold kaufen, werden, anstatt den Großteil ihres Vermögens zu verlieren, von einem Anstieg beim Gold profitieren, der heute einfach nicht vorstellbar ist. Das könnten 10.000 $ oder 50.000 $ sein, selbst im heutigen Geld gerechnet. Und hängen Sie noch einige Nullen dran, wenn wir Hyperinflation bekommen.

Ähnliche Bewegungen sind zu erwarten bei Anleihen und Immobilien im Verhältnis zu Gold. Wenn die Kreditmärkte einbrechen und die Zinssätze drastisch ansteigen, wird es große Ausfälle geben, einschließlich staatlicher Insolvenzen. Die meisten großen Nationen werden nicht offiziell zahlungsunfähig, sie werden stattdessen 10- bis 100-jährige Schuldenmoratorien einführen, die aber praktisch betrachtet nur eine andere Form des Zahlungsausfalls sind. Zusätzlich werden der Dollar und andere Währungen bis auf buchstäblich null abgewertet, wodurch die meisten Anleihen wertlos werden. Dasselbe in den Immobilienmärkten. Bauwerke haben keinen Wert, wenn die Immobilie keinen Ertrag in Form von Miete abwirft. Ein sehr hoher Prozentsatz von Mietern wird nicht mehr in der Lage sein, die Miete zu zahlen oder die Schulden zu bedienen, was zu großen Ausfällen im Immobilienkreditwesen und zu einem Einbruch der Immobilienpreise führen wird.

Also: Investoren, die heute noch aus Aktien aussteigen und Gold kaufen, werden sich nicht nur selbst vor dem Ruin retten, sondern auch noch ein beträchtliches Vermögen mit Gold machen. Doch leider werden nur weniger als 1 % der Investoren darauf vorbereitet sein, weshalb der Rest eine Totalzerstörung des eigenen Vermögens erleiden wird, welches ein Leben lang aufgebaut wurde.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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Eingetragen von am 4. Apr. 2019. gespeichert unter Fed, Gastartikel, Gold, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

16 Kommentare für “Die größte Baisseposition & das spektakuläre Haussegeschäft”

  1. Ja, das wird schon seit 10 Jahren erzählt.

  2. @BJ wer jetzt aufgibt und das Handtuch wirft ist raus! Es ist immer so! Es soll genau das erreicht werden das die Leute jeglichen Glauben an Edelmetalle verlieren und dann gehts aufwärst und Du wirst in die Röhre schauen mit deinen lumpigen Papierfetzen.

  3. BJ,
    das wird vielleicht sogar schon länger erzählt, aber nur weil es noch nicht eingetreten ist, heißt es nicht das die theorie dahinter falsch ist.

    mathematisch kanns nicht immer so weiter gehen!

    ich kann mich nur wiederholen, ich bin froh das die mächtigen den crash 2008 pausiert haben und die märkte künstlich am leben gehalten haben.
    dies gab mir zeit, mich zu informiere und schritt für schritt, hoffentlich, richtig vorzubereiten.

    wäre ds ganze 2008 eingetreten und durchgelaufen, ich hätte nackt dagestanden

  4. Es heißt hier: „Ich gehe aber nicht davon aus, dass die Zinssätze sehr lange niedrig blieben werden“

    Tatsächlich sind die Zentralbanken in einer bösen Situation: Sie dürfen den Zinssatz nicht weiter erhöhen, weil der total überschuldete Staat zu viel für zusätzliche Kredite zahlen müsste; Sie müssen den Zinssatz weiter erhöhen, weil der total überschuldete Staat Gelder braucht – es sein denn …

    der Staat streicht einfach ein paar Nullen (ich meine nicht Politikernullen) und schon sieht alles besser aus.

    • Wolfgang Schneider

      @Hans
      Meinst Du, Uncle Sam kommt einfach damit durch? Mit Entwertung der Staats-Schulden durch Währungsschnitt? Was werden Tokio, Peking usw. dazu sagen?
      „Glawnoje, schto njet wojny.“ Russische Redensart. „Alles, bloß keinen Krieg!“

  5. @Hans ,oder man beleiht Grundstücke und Immobilien ,eine Immobilienwährung gab es auch schon einmal in Deutschland .Danach dann noch einen Ausgleich.Es wird wohl alles wieder kommen ,warum sonst hetzt man die Leute in die Hütten ?

    • @Heinrich
      In nahezu jedem Land der Welt fördert oder pusht die Leute in Immobilien.
      Real Estate Reklame in aller Herren Länder.
      Man fragt sich warum ?
      Nun, die Antwort ist einfach.
      Der Besitz ist gläsern, der Staat kann jederzeit darauf zugreifen und wirklich gehören tut der Grund, auf welchem die Immo steht, dem Staat.
      Oder meint jemand, jetzt gehört mir ein Stück BRD, Russland, China oder USA ??
      Mitnichten, der Grundbesitz ist nur ein Übereignungsvertrag.
      Es ist paradox.
      Da wird Angst vor Bankenschliessfächern, Konten geschürt, weil der Staat jederzeit zugreifen kann, aber beim Grundbesitz oder Aktiendepot, nein, da nicht.
      Nur beim Bankschliessfach, nur beim Girokonto, da ja.Zumindest ab 100.000 Euro bei Letzerem. Und beim Grundbesitz ab 100.000 Euro ?
      Nein, da nicht.
      Man muss schon sehr blauäugig sein.
      Gold dagegen wird nicht von staatswegen beworben.
      Im Gegenteil, missliebig gemacht.
      Warum wohl ?
      Ah, vielleicht weil ein Staat davon nichts mitbekommt und er deshalb nicht zulangen kann ?
      Merke:
      Jeder Staat wünscht gehorsame, angepasste und völlig transparente Bürger, welche gefälligst alles mitzumachen haben.
      Man lässt sie zwar wählen oder Abstimmen, aber, wenn das Ergebnis nicht passt, greift man sowieso ein und korrigiert den Bürgerwillen.
      Nein ? ist nicht so ?
      Na, dann, ruhigen Schlaf.

      • @renegade ,so ist es .Letztens sagte mir eine Kasachin ,nachdem ich von Rußlands Goldkäufen sprach ,das man Gold nicht essen kann ,die Olle war zudem fett genug, das positive an diesem Gespräch war aber das nicht nur der Westen verblödete Personen beherbergt ,sondern auch er Osten. Leider sid die dann häufig im Westen anzutreffen .

        • Wolfgang Schneider

          @Heinrich
          Wir alle lernen mehr durch eigene Erfahrung, denn durch Bücher. Auch wenn @Krösus das nicht zugeben mag. Bin vor 30 Jahren noch im FDJ-Hemd rumgerannt. Meine ersten Goldmünzen kaufte ich vor 20 Jahren, das war aber aus rein historischem Interesse. Mit Kaisern, Zar und Königen drauf. Erst so vor 7-8 Jahren kam ich durch das Mitlesen beim GR auf den Trichter, daß ich bereits unwissentlich damit begonnen hatte, mir damit den Hintern zu retten. Bis zu Prof. Bocker war es ein langer Weg. Den Ochsen kann man bis zum Wasser führen, pflegte meine Mutter stets zu sagen, saufen muß er jedoch selbst.
          @Heinrich, die Zahl der falschen Propheten ist riesig. In Rußland hatte Zar Iwan der Schreckliche seinen eigenen Sohn erschlagen, der zweite (Dmitri) starb unter bis heute ungeklärten Umständen. Das Ergebnis war Chaos im Land, genannt die Smutá, die Zeit der Wirren. Das nutzten 1612 die Polen aus. Mit einem falschen Dmitri im Gepäck – es war ein entlaufener Mönch – eroberten sie Moskau, die Menschen glaubten echt, ihren Zarensohn zu haben. (So wie bei uns viele glaubten, Barbarossa sei nicht tot.) Die Russen merkten aber schnell, daß sie einem Schwindel aufgesessen waren, denn die neuen Herren benahmen sich wie die Finanzmafia heute. Die Legende berichtet von einem alten Mann namens Sußánin, der eine polnische Streitmacht in einen Sumpf führte, aus dem sie lebend nicht mehr herauskamen. Sie erschlugen ihn zwar, aber er hatte als Patriot seinem Land einen Dienst erwiesen. „Wohin führst du uns, alter Sußánin?“ Das ist in Rußland seit 400 Jahren eine geflügelte Redensart.

          • @Wolfgang Schneider , bist ein gescheiter Mann. Aber mit Barbarosso liegst Du falsch , habe gestern noch mit einem Raben gequatscht .Der fliegt bald mit seinen Kollegen dahin . ;) Die Geschichte mit Sußanin hat mir mal eine russ. Verkäuferin erzählt . Bei uns gibt es eine mit einem Fuchs ,der Wanderer vor Riesen schützt und diese durch Höhlen führt . Davon haben wir genug , selbst ich habe eine und vor kurzem war im WDR eine gezeigt worden . Diese ist wohl Teil zu meiner ,wird gerade von Lehm befreit. die werden sich wundern , denn ich zapfe von meiner Wasser ab , für Garten,Wald und Waschmaschine .

            • Wolfgang Schneider

              @Heinrich
              https://de.wikipedia.org/wiki/Tile_Kolup
              Es traten nach Barbarossas Tod – er soll wohl am Kyffhäuser, wo @Falco demnächst Urlaub macht – ertrunken sein. Viele Leute im Deutschland des Mittelalters weigerten sich, das zu glauben. Und so traten im Ergebnis dessen mehrere Hochstapler in Erscheinung, die behaupteten der noch lebende Kaiser Friedrich Barbarossa zu sein. Die wurden natürlich entlarvt und hingerichtet. Einer trat auf, da hätte der Rotbart schon 100 Jahre alt sein müssen, was im Mittelalter selbst ein Adliger nicht schaffte, denn auch die lebten stressig, waren dauernd bei Fehden, in Kriegen, auf Kreuzzügen usw. Er gleicht ein wenig dem Richard Löwenherz in der englischen Sage.
              Übrigens sollen Untersuchungen der sterblichen Reste gezeigt haben, daß Iwan der Schreckliche an Syphilis litt, so sind die Wutanfälle zu erklären, und in einem dieser erschlug er den Thronfolger Iwan. Die Art wie der zweite Sohn ums Leben kam, ähnelt dem Ende des Askanier-Geschlechts bei mir in Brandenburg. Für Brandenburg wie für Rußland begann daraufhin eine schlimme Zeit.

              • @W.S.Ich dachte König Rotbart wäre im Taurusgebirge ertrunken . Er soll dort auch gegen Bären gekämpft haben , einige Krallennarben sollten dies bescheinigen . Am Kyffhäuser soll er dann wieder auferstehen , bin dort mal sportlich unterwegs gewesen . Ulle hatte dort gewonnen und ich kam hinter Hondo mit acht Min.Rückstand an . Da gab es auch einen Martin Goetze ,der wurde auch Opfer der Sozialisten ,ein toller Renner und ein noch besserer Mensch .Hat jetzt in Leipzig einen Radladen ,damals ,2014 habe ich den nochmals in Parchim getroffen .

          • @Translator

            Wann und wo konkret habe ich je bestritten, dass man aus eigener Erfahrung etwas lernen kann, die Stelle must Du mir doch bitte einmal zeigen. Man kann durchaus aus eigener Erfahrung etwas lernen, nur bestreite ich bis ans Ende meiner Tage, dass dies das einzige probate Mittel ist. Ganz im Gegenteil, da der Mensch dazu neigt sich selbst etwas vor zu machen d.h. seine Hoffnungen und Wünsche mit der Realität zu verwechseln – und ich selbst nehme mich überhaupt davon aus,- deshalb ist die eigene Erfahrung keineswegs das Mittel aller Mittel.

            Deine eigene Behauptung, beweist diese Tatsache, Da Du in mir einen zwar gebildeten aber dennoch weltfremden Bücherwurm zu sehen wünschst, verwechselst du diesen Deinen Wunsch mit der Wirklichkeit. Diese Deine Feststellung verrät mehr über Dich, als über mich.

            Auch sonst geht etwas Fragwürdiges von der eigenen Erfahrung aus, Es kommt nämlich nicht nur auf die Erfahrung an, sondern vor allem, ob man aus dieser Erfahrung auch die richtigen Schlüsse zieht.
            Und da der Mensch – wie gezeigt – im Grundsatz zum Selbstbeschiss neigt, machen manche Leute trotz aller Erfahrung immer wieder dieselben Fehler.

            Ich habe mir mühsam angewöhnt, Erfahrungen zwar zu sammeln und daraus auch etwas mitzunehmen, aber ich habe auch ebenfalls sehr mühsam gelernt, den Schlussfolgerungen aus diesen Erfahrung zu misstrauen. Deshalb lese ich u. A. und versuche meine Schlussfolgerung auch einer kritischen Reflexion zu unterziehen.

            Karl Marx hat dies im Übrigen genauso gemacht. Im Vorwort 2 Das Kapital Bd I 2 lesen wir;

            Zitat;

            Jedes Urteil wissenschaftlicher Kritik ist mir willkommen. Gegenüber den Vorurteilen der sog. öffentlichen Meinung, der ich nie Konzessionen gemacht habe, gilt mir nach wie vor der Wahlspruch des großen Florentiners:

            Segui il tuo corso, e lascia dir le genti! ( Geh und lass die Leute reden )

            Zitat Ende

            Mit dem großen Florentiner hat Marx den italienischen Philosophen und Begründer der italienischen Literatur Dante Alighieri
            gemeint.

            Aber auch bei den Büchern gibt es gewaltige Unterschide. Es gibt z.B. Sarazins- Deutschland erwache-Kauf nicht beim Türken – Schinken und es gibt das Schwarzbuch des Kapitalismus von Robert Kurz.

            Mit Büchern ist es wie mit dem Fernsehen oder dem Internet, es macht die Dummen dümmer und die Klugen klüger.

            • Wolfgang Schneider

              Darum sollst Du bei Krösus fein gar niemals nicht ironisch sein …
              Müßtest mich Banditen doch schon langsam kennen.
              Dich kann man so leicht aus der Reserve locken.
              Du dürftest niemals Politiker werden.
              Schönes Wochenende Dir!

              • @Ein schönes Wochenende wünsche ich auch allen ,wer weiß was Montags einen schon erwartet .

                • Wolfgang Schneider

                  Heinrich
                  Was uns nächste Woche erwartet? Hier die Antwort.
                  https://www.youtube.com/watch?v=b6K3a_ug9JE

                  Maykäfer marsch, Britannien ist im Arsch.
                  Der Brexit, der hat nicht geklappt.
                  Theresa May hat Pech gehabt, bleibt Juncker barsch.

                  Maikäfer flieg, der Has‘ im Pfeffer liegt.
                  Kaputt ist nun die Deutsche Bank.
                  Nur sie, nicht das System ist krank. Und das genügt.

                  Maikäfer flieg, der Draghi uns betrügt.
                  Unser Geld ging ins Spaghettiland,
                  Spaghettiland ist abgebrannt. Maikäfer flieg.

                  Maikäfer flieg, der Weidmann uns belügt.
                  Unser Gold ist nicht im Amiland,
                  wo’s wirklich liegt, ist nicht bekannt.
                  Und Amiland ist abgebrannt. Maikäfer flieg.

                  Maikäfer flieg, Macron kämpft bis zum Sieg.
                  Unser Geld wird Target2 genannt,
                  Doch Euroland ist abgebrannt.
                  Wie’s weitergeht, ist nicht bekannt. Maikäfer flieg.

                  Schlaf, Michel schlaf. Du bist ein dummes Schaf.
                  Man hat dich schon so oft rasiert.
                  Das ist so, wenn man nichts kapiert, wählst Merkel brav.

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