Donnerstag,29.Juli 2021
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Edelmetall-Händler Philoro meldet 1,1 Mrd. Euro Umsatz

Edelmetall-Händler, Philoro, Gold
International ausgerichteter Edelmetall-Händler: Hier die Philoro-Filiale in Berlin (Foto: philoro Edelmetalle GmbH)

Der in Österreich beheimatete Edelmetall-Händler Philoro hat seinen Umsatz laut Geschäftsbericht im vergangenen Jahr verdoppelt.

Umsatz verdoppelt

Die philoro Edelmetalle GmbH hat im vergangenen Jahr einen Netto-Umsatz von rund 1,15 Milliarden Euro (genau: 1.145,93 Mio. Euro). Das meldete der in Wien beheimatete, international tätige Edelmetall-Händler im Rahmen einer Pressemitteilung.

Demnach hat das Unternehmen seinen Umsatz in 2020 gegenüber Vorjahr mehr als verdoppelt. Gleichzeitig sei man mit dem Geschäftsergebnis auf Rang 83 der Top-500 unter den umsatzstärksten österreichischen Unternehmen aufgestiegen.

Philoro Edelmetalle

Der Gold-Händler ist mit Onlineshops im Internet vertreten und unterhält insgesamt 14 Einzelhandels-Filialen, alleine sechs in Deutschland: Leipzig (Stammsitz), in Berlin, Bremen, Freiburg, Hamburg und Frankfurt. Dazu weitere Niederlassungen gibt es in Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Hongkong. Zusätzliche Standorte sollen im Herbst 2021 folgen. Die Belegschaft beläuft sich auf 120 Personen Mitarbeiter.

Weiteres Wachstum geplant

Auch für das Jahr 2021 rechnet man mit einem anhaltend starken Unternehmenswachstum. Philoro-Gründer Rudolf Brenner erklärt: „Gerade unsere hohen Ansprüche haben philoro zu einem der europäischen Marktführer im Bereich Edelmetallhandel gemacht. Daran werden wir auch weiterhin festhalten”. Und Deutschland-Geschäftsführer Raphael Scherer sagt: „Deutschland spielt für den weiteren Ausbau unserer Position dabei eine wichtige Rolle. Wir sind überzeugt davon, dass wir am Anfang eines goldenen Jahrzehnts stehen!“

Nicht nur Edelmetall-Händler

Dabei plant Philoro Edelmetalle, die eigene Wertschöpfungskette weiter zu verlängern. So soll innerhalb der kommenden zwei Jahre im niederösterreichischen Korneuburg eine High-Tech Goldproduktion samt Hochsicherheitslager für Gold und andere Edelmetalle (Goldreporter berichtete).

„Mit einer Investition von rund 50 Mio. Euro entsteht in den nächsten zwei Jahren ein State-of-the-Art Goldzentrum, mit einer eigenen Scheideanstalt und der Verarbeitung von Industrie-, Alt- und Recyclinggold zu Goldbarren, Münzen, Schmuckstücken sowie Hightech-Bauteilen für technische Geräte. Damit wird philoro künftig auch eigen-produzierte Goldbarren auf den Markt bringen können“, heißt es in der Firmenmeldung.

Goldreporter

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10 KOMMENTARE

  1. Worauf man nun achten sollte:
    Während Gold mit der 1800 Dollarmarke zu kämpfen hat, verteuert sich still und heimlich der Dollar. Er gewinnt an Stärke.
    Meist hat das den Effekt, dass dann Gold in Dollars billiger wird ( wegen der Absicherung in den USA),
    aber um den gleichen Betrag in Euro teurer.
    Unterm Strich für uns Nullsumme.
    Jedoch, lange bleibt das nicht so, denn ein starker Dollar ist für die USA nicht so gut.( Da die US Schulden in Dollars bestehen).
    Nichts desto trotz gewinnt die USA zunehmend an Stärke, sogar die Wirtschaft beginnt zu überhitzen.
    Deshalb mein Rat:
    Man schreibe die USA nicht zu früh ab, die haben noch einiges in Petto.

    • Der Dollar stünde wohl bedeutend schwächer da, wenn der Goldpreis dem freien Markt überlassen würde. Und ja, die USA werden den Dollar verteidigen. Und zwar mit allen Mitteln. Man erinnere sich an den zweiten Irakkrieg und an den arabischen Frühling. Saddam und Ghaddafi wollten raus aus dem Petrodollar-System. Wären andere Öl-Förderländer dem Beispiel gefolgt, hätte das massive Folgen für den Dollar gehabt. Also stutze man dem Irak und Libyen die Flügel und brachte die Welt damit gehörig in Unordnung. Die USA werden ihre militärische Macht nutzen, um den Dollar am Leben zu halten. Insofern muss man sich tatsächlich darauf einstellen, dass etwas in petto ist. Auch hier passt MeisterEders Zitat “ wieder ein Grund für EM“!

      • @racew
        Sagen Sie das nicht zu laut. Das ist Verschwörungsideologie, also pssst. :).
        Aber im Ernst, wäre ich die USA, würde ich auch meinen Dollar verteidigen, auf Teufel komm raus.Schliesslich gilt ja nicht nur seit Trump “ Amerika first“.
        Nur, der arme Kerl wagte das öffentlich auszusprechen.

      • @Racew

        Ach herrjeh, der „freie Markt“ soll es also mal wieder richten – die Mythen des Neoliberalismus sind offenbar unverwüstlich – Totgesagte leben länger!

        Der Glaube an den ‚freien Markt‘ hat die Welt immerhin jahrzehntelang beherrscht. Er war die Leitideologie einer [Un-]Kultur, die in eine globale Krise geschlittert ist. Die politischen und ökonomischen ‚Eliten‘ und die meisten Medien waren und sind von ihm beseelt. Penetrant wurden die Segnungen eines ungebremsten Marktet deliriert, Privatisierung und Deregulierung gefordert, private Alterssicherungssysteme gepriesen, der Abbau des Sozialstaates begrüßt und weltweit „freier“ Handel und „freier“ Kapitalverkehr durchgesetzt [Stichwort ‚Globalisierung‘, Anm. d. Red.].

        Im Glauben an den ‚freien Markt‘ konnte das Finanzsystem ungezügelt wachsen, unbehelligt von wirksamen Regulierungen der Kapital- und Geldmärkte. Mit den bekannten Folgen: Die Große Depression 2.0 der Jahre 2007ff. wurde aus gutem Grund als umfassendes Marktversagen wahrgenommen – den Zeitgeist des Neoliberalismus hatte die Finanzindustrie kurzerhand beim Schopfe gepackt und den marktförmigen Zynismus quasi zur Kunstform erhoben. Und ausgerechnet dieser ‚freie Markt‘ soll jetzt Gold auf die Sprünge helfen?

        https://www.journal21.ch/der-markt-das-monster

        Aber immerhin, das „Wunder von Chile“, die ‚Einführung der ungezügelten Marktwirtschaft in einer Diktatur‘ durch die neoliberalen „Chicago Boys“ [in den 1970er Jahren unter Pinochet] wird jetzt endgültig ad acta gelegt. Wurde auch hohe Zeit.

        https://www.n-tv.de/politik/Chile-wickelt-den-Neoliberalismus-ab-article22556497.html

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  3. Mal eine Frage an das Forum
    Habt Ihr schon mal eine derartige Achterbahnfahrt gesehen, bei nahezu allen Assetklassen ?
    Das geht nun schon seit 8 Wochen so.
    Ich meine, das können nicht nur tägliche Gewinnmitnahmen sein.
    Nur, wer oder was verursacht das ?
    Um mir nicht selbst die Antwort geben zu müssen:
    Ist nun mittlerweile alles an der Börse ein Spielkasino ?

    • @Toto

      Hätten Sie die LINKS gelesen, die meine Wenigkeit und Thanatos hier mehr oder weniger oft herein gestellt haben, dann wüssten Sie`s.

      Die Entwicklung die Ihnen als Rätsel erscheint, war absehbar, Sie war und ist determiniert, Sie führt unabänderlich ins Chaos und das Corona-Dings-Bums ist ihr Beschleuniger.
      Der Kapputtalismus hatte ein Anfang und er wird ein Ende haben.
      Alles hat ein Ende nur die Wurst hat 2

      https://www.youtube.com/watch?v=582FrJaDMOk

      • @krösus
        schon. Aber die Frage bezog sich weniger auf chronisch globalpolitisch sondern auf eher auf akut börsianisch.
        Vereinfacht gesagt, was geht da vor.
        Hier, jetzt und heute.
        Übrigens, ich gehöre nicht zu denen, welche mit Häme und Schadensfreude reagieren, sollte das jetzige System untergehen. Und dann noch sagen, ich habe es gewusst und Brecht oder ein anderer hatte recht.
        Im Gegenteil, ich wäre bestürzt, dass ein erfolgreiches System kaputtgemacht wurde.
        Ähnlich äusserte sich auch Pabst Franziskus neuerlich.

    • @Herr M.Fratzscher hat im Inforadio gesagt dass die Börse zur Zeit mehr mit einem Casino zu tun hat als mit einer Börse im herkömmlichen Sinne,hab ich selbst gehört.Ich kann ihm da auch nicht widersprechen.

  4. @Maruti
    Ja! Und die apokalyptischen Reiter kommen immer näher…!
    Wohl dem, der Au sein eigen nennt…
    Der Dokta

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  6. So nebenbei:
    Die Aktien heute wieder tiefrot.
    Und die EZB beeilt sich mit einer Schnellmeldung:
    Man würde auch eine höhere Inflation zulassen.
    Ob das dem DAX hilft, wieder mal versöhnlich zu werden.?
    Wahrscheinlich. Es wird mittlerweile mit allem manipuliert, was zur Verfügung steht.
    Verbal, mit Nachrichten, mit Bilanzen und Zahlen
    mit Meinungen und Umfragen, Medien und zuletzt möglicherweise noch mit Hausfrauen.
    Hausfrauen ?
    Ja, denn die sollen ihr Silberbesteck verkaufen und deshalb sinkt der Silberpreis.
    Aber, was schreibe ich da, ist doch alles nur Verschwörungs Ideologie.

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