Im Edelmetall-Handel sinken Aufgelder und Spreads. Trotz geopolitischer Spannungen bleibt die Nachfrage verhalten – entscheidend sind derzeit die Kursbewegungen.

Edelmetall-Handel: Anleger agieren vorsichtig
Die geopolitische Krise im Nahen Osten gibt derzeit den Takt an den Finanzmärkten vor. Während sich Aktieninvestoren zurückhaltend zeigen, agierten zuletzt auch Edelmetall-Anleger deutlich vorsichtiger. Das bestätigten Händler in dieser Woche gegenüber Goldreporter.
Sinkende Aufgelder und Spreads zeigen: Der Edelmetall-Handel kühlt ab – entscheidend bleibt die Preisbewegung.
„Im März haben wir einen spürbaren Rückgang im Geschäft gesehen. Der Umsatz lag rund 10 Prozent unter dem Vormonat. Noch deutlicher war die Entwicklung auf der Ankaufsseite, hier ist das Volumen um etwa 25 Prozent zurückgegangen“, sagt Bars Özdemir, Head of Trade der SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de). Auch der April habe sehr verhalten begonnen und setze diese Entwicklung fort.
Volatilität bestimmt das Geschäft
Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service, beschreibt den März als wechselhaft. „Die politische Lage wurde von allen beobachtet. Sowie ein Ereignis oder auch nur eine Nachricht Auswirkungen auf die Metallnotierungen zeigte, wirkte sich dies sofort auf die Order bzw. Verkaufzahlen aus“, so der Händler.
Im April habe sich das Geschäft jedoch wieder stabilisiert. Auf der Ankaufs- wie auch auf der Verkaufsseite habe sich ein solides Niveau eingestellt.
Seine Beobachtung: Kleinere Kursrückgänge werden gezielt für Käufe genutzt. Gleichzeitig bleibe die Bereitschaft für Gewinnmitnahmen hoch, sollte der Goldpreis erneut in Richtung Allzeithoch steigen.
Konsum konkurriert mit Edelmetallen
Özdemir sieht zudem einen veränderten Fokus bei den Anlegern: „Meine Einschätzung ist, dass Kunden präferieren, liquide zu sein. Themen wie gestiegene Spritpreise, aber auch saisonale Effekte wie die ersten warmen Wochen mit mehr Freizeitaktivitäten und Reisen, dürften dazu beitragen, dass Geld eher in den Konsum fließt als in Edelmetalle.“
Auffällig sei dabei die geringe Reaktion auf geopolitische Entwicklungen. „Weder die Spannungen rund um den Iran noch politische Entwicklungen anderswo auf der Welt führen zu einer höheren Nachfrage. Die Kunden reagieren deutlich stärker auf Preisbewegungen nach oben als auf Nachrichten“, so der SOLIT-Manager.

Gold kaufen: Aufgelder und Spreads rückläufig
Die aktuellen Ergebnisse der wöchentlichen Goldreporter-Preisanalyse passen in dieses Bild. Hinweis: Da am Karfreitag keine Daten erhoben wurden, stammen die Vergleichswerte vom 27. März 2026.
- Krügerrand (neu): Ø 4.216 Euro (+201 Euro), Aufgeld sinkt auf 3,73 Prozent (zuvor 4,5 Prozent). Ältere Jahrgänge im Schnitt 74 Euro günstiger (zuvor 65 Euro).
- 100-g-Goldbarren: Ø 13.368 Euro (+643 Euro), Aufgeld bei 2,3 Prozent (zuvor 3 Prozent).
Auch die Spreads haben sich verringert:
- Krügerrand: Ø 6,7 Prozent
- 100-g-Goldbarren: 5,7 Prozent
Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage
Silber kaufen: Preise steigen, Aufgelder sinken
Auch im Silberhandel zeigt sich ein ähnliches Bild:
- Maple Leaf (neu): Ø 89,47 Euro (+6,4 Euro), Aufgeld sinkt auf 38 Prozent (zuvor 40 Prozent). Ältere Jahrgänge rund 12 Euro günstiger.
- 1-kg-Silberbarren: Ø 2.759 Euro (+198 Euro), Aufgeld bei 33 Prozent (zuvor 35 Prozent).
Die Spreads liegen aktuell bei rund 35 Prozent für Silbermünzen und etwa 40 Prozent für Silberbarren. Entsprechend stark müsste der Kurs steigen, um diese Produkte rechnerisch ohne Verlust wieder zu veräußern.
Fazit: Preis entscheidet stärker als Nachrichten
Wer Gold oder Silber kauft, sollte Preise und Angebote weiterhin genau vergleichen. Die hohe Volatilität bleibt der entscheidende Faktor im Markt. Sie beeinflusst Aufgelder und Spreads stärker als geopolitische Nachrichten – und prägt damit das Verhalten der Anleger.
Mehr dazu: Edelmetall-Händler im Porträt – Empfehlenswerte Anbieter von Gold und Silber
Tipps zum Nachschlagen: Altersvorsorge mit GoldDer Spezial-Report „Altersvorsorge mit Gold“ liefert kompakte Informationen für den Vermögensaufbau mit Gold – inklusive steuerlicher Hinweise, Produktvergleich und Fallbeispielen.
Erhältlich im Goldreporter-Shop.



Die Nachfrage sinkt, die Produzenten schwächeln, Indens Goldkäufe sinken, will man damit sagen, dass sich trotz der Krisen keine Sau mehr für Gold interessiert und alle in Aktien und Dollars stürmen ?
Die einzig gute Nachricht ist, dass Aufgelder und Spreads sinken.
Vielleicht kommt es noch, dass das Aufgeld wieder 30 Euro beträgt und der Spread negaiv wird,also dass man beim Verkauf mehr bekommt als den Tageskurs beim Kauf.
Dann interessiert Gold wirklich keinen mehr und ich gehe wieder auf Kauftour. Momentan aber ist es egal, ob ich das Geld unterm Kopfkissen habe oder in Gold tausche.
Gold hat seit seinem ATH 20% verloren. Soviel war in dieser Zeit die Inflation wieder auch nicht.
Was heisst, durch die Kissenmethode habe ich vielleicht bisher 1% verloren, bei Gold wären es 20% gewesen.
Bei diesen Preisen auf Kauftour wegen evtl geringerem Aufgeld? Ja Prost Mahlzeit, da hat sich das jahrelange warten aber mal gelohnt.
@Heinrich
Es sind nicht die hohen Preise, für Goldanleger ist die Stabilität und der innere Wert entscheidend.
Letztendlich ist es doch egal, man muss zwar nun mehr bezahlen, bekommt aber danach mehr wieder.
Auch vor 30 Jahren war Gold schon sehr teuer und trotzdem, im Nachhinein hat sich auch da das Warten gelohnt. Ob man eben 2011 oder 2016 gekauft hat.
Und weiters, der hohe Preis ist unwichtig, sonst würde auch keiner den Bitcoin kaufen. Den gab es schon mal für 5 Euro. Zumindest jetzt, wo der Erfinder entarnt ist, ein Brite, Informatiker.
Der lebt jetzt auf Malta, nicht weit weg von mir.
( 80km).
Wie gesagt, es ist nicht der Preis, es sind die Perspektiven und die sind ausgezeichnet, bei Gold.
Wer jetzt, unter dem ATH kauft, egal, wieviel, wird sehen, dass das ATH demnächst übertroffen wird.
Warum,? weil es immer so war. Es ist ein Naturgesetz bei Gold.
Beim Bitcoin gibt es dazu keine Erfahrungswerte, nur Glaube und Hoffnung und kein Naturgesetz.
Warum wartest du nicht noch ein paar Jahre? Hast du vor ein paar Jahren auch so gemacht.
Am Höhepunkt kaufen sollte man nicht. Lieber wenn keiner mehr Gold haben will.
@Heinrich IV
Natürlich warte ich und habe jede Menge Geduld.
Ob dss ein paar Jahre sein mögen oder nur ein paar Monate, wird sich zeigen.
Jedenfalls geschieht das dann, wenn der Bullensektor vorbei ist und die Bären das Zepter in der Hand haben. Es kann auch sein, dass das jetzt schon ist. Dafür müsste Gold mindestens 1 Jahr seitwärts oder etwas abwärts laufen. Auf dem Chart so eine kleine Mulde bilden, eine Tasse. Denn danach kommt der Henkel mit Preisen weit über 6.000 Dollar. Das ist meine Philosophie und dabei bleibt es auch.
Mir fehlt (noch) die Tasse ( im Chart) , nicht im Schrank :) was Sie vielleicht denken mögen.
@Maruti
„Der lebt jetzt auf Malta, nicht weit weg von mir.
( 80km).“
Wie geht das. Die ganze Insel ist doch angeblich
nur max. 28 km lang.
Vor Kurzem gab es ein Video mit Max Otte ( Fonds-
manager, Ökonom). Er hatte 2 Prognosen: Gold wird
bei 5000 Dollar ein Maximum erreichen und wer keines
hat, sollte jetzt nicht zu viel kaufen ( aus dem Gedächtnis
abgerufen).
Er ist nun sicher nicht der große Goldanleger und lag
in der Vergangenheit auch nicht immer richtig, aber
das Nachdenken über die Ansichten eines professionellen
Investors schaden wiederum auch nicht.
@Digger,
jepp, ich meinte Meilen, Seemeilen, nicht Landmeilen und es ist Sizilien, meine neue Heimat. In der Nähe von Marsala. Es ist das Problem, ich muss mit mehren Längemaßen umgehen.
Das Odometer im Auto misst in Landmeilen, der Flieger und das Boot in Seemeilen und der Besuch im Kilometer. Demnächst bekomme ich aber ein Auto, wo das Odometer wieder in Km zählt, wie in Germany jedes Auto.
Die Deflation.
@Mao ,die kommt! Gold lief dann auch gut!
@Mao
Gegen die Deflation gibt es kein Mittel, ausser Schulden machen. Falls man einen findet, welcher gegen horrende Zinsen Geld verleiht. Die Zentralbanken sind am Ende, bleiben nur die privaten Geldverleiher. Das Spiel kenne ich.
Mal sehen, was morgen das Kartell macht.
Denn, nichts ist mit freier Fahrt durch Hormuz.
Die Börsianer dürfen wieder zur Schnapp Atmung übergehen und Anlegerpapiere kaufen, was das Zeug hält.
Meistens von Firmen, wo schon der Insolvenz Verwalter anklopft. Derweil die Medien den übliche Quatsch verbreiten, wie, der Iran darf nicht verlieren und die USA nicht gewinnen. Trump zeigt, was er von solchen Spinnern hält und besucht einen Käfigkampf. Deutlicher kann man die Missachtung der Medien nicht mehr zeigen.
Hier, die höchste Zahl der Firmenpleiten, steigende Arbeitslosigkeit. Steigende Pflegeheimkosten von fast 4.000 Euro pro Monat, Selbstbeteiligung. Das Abkassiermodell par excellance von wie die Pilze aus dem Boden schiessenden privaten Organisatoren.
Jeder Besitz, jedes Sparbuch ist in kürze aufgefressen und dann schmeisst man die Alten einfach raus (Laazen, Hannover).
Anstelle von pekuninärer Altersvorsorge sollte man Vorsorge treffen, vor Aasgeiern und seinen Besitz und Erspartes rechtzeitig noch in Sicherheit bringen.
Das geht eigentlich nur mit Gold und Silbermünzen sowie „Matratzen Geld“, also ausserhalb der Banken.
@Maruti
Die Theaterstücke „Hormuz auf, Hormuz zu“ und „Ultimatum ein, Waffenstillstand an“ werden solange weitergespielt, bis etliche gut und rechtzeitig über die nächsten und übernächsten Mails von Goldlocke informieren Kreise mindestens 10 Milliarden an Frontrunning verdient haben.
Einfacher kann man keine Milliarden verdienen.
Wenn es eine nicht korrupte Börsenaufsicht gäbe, hätte diese jetzt ein ganz genau definiertes Suchziel.
Wen man da wohl finden würde ?
Kleinkram wie die weltweite Konjunktur etc. sind da irrelevant, es geht nur um die eigene Kohle.
Bei Gold brauchen wir derzeit Geduld und Nerven.
Sollte es doch noch „ordentlich scheppern“ wird auch Gold im Rahmen der Margin Calls mitgerissen werden.
Dann wird es spannend, wann wir -vermutlich letztmals- vernünftig einkaufen können.
Nochmals: mir ist es völlig egal, was da nun an Kursgezappele passiert.
Es zählt nur ein Fakt: der Preis am 31.12.2026.
Und auch das nur als Zwischenschritt.
WIR schaffen das.
WIR meint: die im Dorf.
Und nur die.
Verliere ich meine US-Banklizenz, wenn ich einem einzelnen Trump-Oligarchen die Auszahlung seines spekulativen Gewinnes verweigere, weil ich ihn wegen möglichem Frontrunning erstnal bei der SEC anzeige? Auch wenn die korrupt ist, so muss sie sich dazu äußern. Und bis zur Klärung der Angelegenheit ist viel Wasser den Rhein heruntergeflossen.
Und warum soll ich als ausländische Bank überhaupt noch solche Geschäfte mitmachen wollen? Sollen die Trump-Schwergen doch ihre eigenen Banken plündern. Dann schädigt sich das Land selber.
Denn das hat ja Muster. Glyphosat-Risiken waren bereits lange bekannt. Aber erst als Monsanto nicht mehr amerikanisch war, hat die Justiz ernst gemacht.
@Wasabi-San
Keine Sorge, NIEMAND wird NIEMANDEN anzeigen.
Der Kuchen ist groß genug, damit alle, die an den entscheidenden Stellen sitzen, genug abbekommen und damit aus Eigeninteresse die Klappe zu halten.
Man will ja auch beim nächsten Spiel wieder eingeladen werden.
Und außerdem kennt JEDER der Beteiligten genug Sauereien von JEDEM andern Mitspieler:
– Zufällig mal auf der Epstein-Insel gewesen ?
– Bei einer Steuersauerei mitgemacht, die noch nicht verjährt ist ?
Das ist wie bei der „Ehrenwerten Gesellschaft“: es gilt die Omerta.
P.S.:
Was ist der Unterschied zwischen dem Finanzwesen und der Mafia ?
Die Mafia hat einen Ehrenkodex.
Was man so alles mit Gold auf Reisen anstellen kann, steht hier:
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_101202162/russland-deutscher-schmuggelte-13-kilo-gold-und-verliert-alles.html
Besser wäre es gewesen, das Gold hierzulande zu belassen und fast nackt nach Russland reisen.
Tjo, der ganze Artikel ist eine einzige Bitcoinwerbung.