Steigende Kurse beleben Edelmetall-Handel – Silberbarren weiter knapp

Die Nachfrage nach Gold und Silber in deutschen Edelmetall-Handel zieht wieder an. Gleichzeitig berichten Händler weiter von Lieferengpässen bei Silberbarren.

Gold- und Silber-Anlageprodukte im Edelmetall-Handel
Der Edelmetall-Handel berichtet zuletzt wieder von einer leicht steigenden Nachfrage nach Gold und Silber.

Edelmetall-Handel bleibt ruhig – Silberbarren weiter knapp

Der deutsche Edelmetall-Handel berichtet weiterhin von einer verhaltenen Nachfrage nach Gold- und Silberbarren sowie Münzen. Allerdings habe sich das Geschäft zuletzt wieder angezogen. Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24), erklärte am Donnerstag gegenüber Goldreporter: „Die Nachfrage nach Edelmetallen lief im April durchschnittlich. Aber mit den steigenden Kursen hat sich die Nachfrage wieder spürbar belebt.“

Steigende Gold- und Silberpreise bringen neue Bewegung in den Edelmetall-Handel. Silberbarren bleiben jedoch vielerorts knapp.

Besonders gefragt sei derzeit differenzbesteuertes Silber. Dagegen bleibe die Nachfrage nach regelbesteuertem Silber mit 19 Prozent Mehrwertsteuer weiterhin schwach.

Beschränkte Verfügbarkeit

Gleichzeitig berichtet Schwarz von anhaltenden Lieferengpässen bei Silberbarren. Aber auch bei Goldbarren sei die Verfügbarkeit mitunter eingeschränkt. „Hier haben wir immer noch erstaunliche 50 Werktage Lieferzeit“, so Schwarz. Viele Kunden würden die langen Wartezeiten jedoch in Kauf nehmen, um überhaupt Ware zu erhalten.

Etwas entspannter habe sich zuletzt die Lage bei Gold- und Silbermünzen zu einer Unze entwickelt. Allerdings würden kleinere Goldmünzen unter einer Unze derzeit kaum produziert.

Hintergrund: Im Zuge des boomenden Ankaufsgeschäfts haben viele Prägeanstalten in den vergangenen Jahren ihre Produktionskapazitäten reduziert. Der spätere Verkaufsboom traf dann auf geringe Lagerbestände bei den Mints.

Überblick der aktuellen Preise, Aufgelder und Spreads im deutschen Edelmetall-Handel (im Vorwochenvergleich).
Überblick der aktuellen Preise, Aufgelder und Spreads im deutschen Edelmetall-Handel.

Gold kaufen: Aufgeld wenig verändert

Das gedämpfte Geschäft zeigt sich auch in der aktuellen Preisstruktur des deutschen Edelmetall-Handels. Denn im Goldsegment sind Aufgelder und Spreads zuletzt tendenziell weiter zurückgegangen.

Die aktuelle Preisabfrage unter sechs deutschen Edelmetall-Händlern (Vergleichswerte vom 24. April 2026) zeigt folgendes Bild:

  • Krügerrand (1 Unze, neu): Ø 4.148 Euro (-4 Euro) → Aufgeld: 3,61 % (konstant)
  • 100-g-Goldbarren: Ø 13.175 Euro (-29 Euro) → Aufgeld: 2,09 % (davor: 2,23 %)

Deutlich bleibt der Preisvorteil älterer Jahrgänge. Krügerrand-Münzen früherer Prägungen sind aktuell im Schnitt rund 68 Euro günstiger als neue Ware.

Auch die Spreads bei Goldbarren sind zuletzt etwas zurückgekommen, bewegen sich insgesamt aber weiterhin auf leicht erhöhtem Niveau:

  • Krügerrand: Ø 6,32 Prozent
  • Goldbarren: Ø 5,16 Prozent

Damit bleiben die Bedingungen für den Kauf von Goldmünzen und Goldbarren insgesamt attraktiv.

Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage




Silber kaufen: Aufgelder gesunken

Im Silberhandel zeigt sich ein ähnliches Bild – allerdings weiterhin mit deutlich höheren Nebenkosten. Zwar sind die Preise zuletzt gestiegen, gleichzeitig gingen die Aufgelder aber leicht zurück.

  • Maple Leaf (1 Unze, neu): Ø 93,91 Euro (+4,1 Euro) → Aufgeld: 37,11 % (davor: 37,91 %)
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 2.744 Euro (+128 Euro) → Aufgeld: 30,42 % (davor: 31,54 %)

Preislich attraktiv bleiben ältere Jahrgänge. Silber-Maple-Leaf-Münzen sind aktuell im Schnitt rund 10 Euro günstiger als neue Ware.

Spreads im Überblick:

  • Silbermünzen: Ø 34,04 Prozent
  • Silberbarren: Ø 37,60 Prozent

Damit bleibt die Einstiegshürde im Silbersegment deutlich höher als bei Gold. Allerdings sind Silberbarren pro Gramm gerechnet weiterhin klar günstiger als Silbermünzen in Neuware.

Ausblick

Die jüngste Belebung bei Edelmetall-Preisen und Nachfrage stimmt Henry Schwarz optimistisch. Den Absatzzahlen für das laufende Jahr sehe er weiterhin sehr positiv entgegen.

Allerdings bleibe das Angebot günstiger Sekundärware begrenzt. „Differenzbesteuerte Barren oder Münzen von Privat zu bekommen, ist nach wie vor eine Herausforderung, da viele Kunden auf den nächsten größeren Sprung beim Silber warten“, sagt der Edelmetall-Händler.

Mehr dazu: Edelmetall-Händler im Porträt – Empfehlenswerte Anbieter von Gold und Silber

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6 Kommentare

  1. Oh, sollte ich wirklich vor Maruti den Thread beginnen dürfen:
    In den ganzen US amerikanischen Marschflugkörpern soll ja viel Silber verbaut sein.
    Ein im Anschluss seiner Äußerung geschasster US General hat ja auch die momentane Knappheit der Waffen beklagt. Jetzt sind die S.Koreaner sogar nackig mit den Abwehrraketen.
    Und Goldlocke hat gerade die Kriegswirtschaftsgesetze aktiviert.
    Die Autobauer sollen jetzt vielleicht Rüstungsgüter bauen. Wie Anfang der 40er jahre.
    Haben die USA genug Silber dafür? Oder bietet man JP Morgan einen Preis, den die nicht ablehnen können?
    Ich will darauf hinaus, dass vielleicht die USA jetzt einiges an Silber benötigen könnten.
    Irgendwie machte die letzten Tage das Silber immer viel größere Sprünge als das Gold.
    Ist das ein Hinweis darauf, daß es da große Kaufinteressenten gibt?
    Denn die ETF’s sollen ja noch schwächeln. Der Retail Investor (oder der Riestersparer – lol) geht lieber in Tech.

  2. @Wasabi-San
    Der retail Investor kauft wenn überhaupt Dividenden Aristokraten wie zb Procter & Gamble, Realty Income, Coca Cola, Pepsico, u.a. alles unter 6 % Wachstum p.a. mit 2 – 3% Netto dividende. Wer es braucht bitteschön!
    Der Investor der auf Wachstum setzt kauft eben Wachstumstitel die unterbewertet sind, und/oder Dividenden Aktien mit min. 10%+ Wachstum p.a.
    Was die kriegstauglichkeit dh. Aufrüstung der USA angeht, gegen wem wollen die in Krieg ziehen? Russland, China, wäre Selbstmord! Speziell die Chinesen sind hoch Technologie aufgerüstet, Russland hat genug Material die sie nicht in Ukraine Krieg verschwenden. Allein schon ein Träger U-Boot mit 6 Poseidon Torpedos könnte einen Küstenabschnitt von mehreren hundert Kilometer den Erdboden gleich machen.
    Also immer ruhig mit dem jungen Pferden, die USA müssen lernen bißchen zurück zu treten. Ausserdem nur durch Gespräche und gegenseitigen entgegen kommen kann man Konflikte lösen und nicht durch Krieg.

    • @BigDriver
      Es war schon immer so, dass, wenn die USA zu sehr verschuldet war, selbige in den Krieg zog.
      Meist dadurch, dass man erst zündelte, dann andere vorschickte und zuletzt den „Friedhof“ dadurch befreite, indem man diesen komplett dem Erdboden gleichmachte. Danach gab es etwas Wirtschaftshilfe unter der Bedingung nur US Produkte zu kaufen. Autos, Kühlschränke, Lebensmittel in Dosen und Bagger.
      Letztlich ging die USA dabei sehr vorsichtig vor, fast immer war der Atlantik dazwischen und die USA weit weg von gefährlichen Geschehen.
      Der Irankrieg, aber auch die Ukraine ist ein Stellvertreter Krieg. Mit wirtschaftlichem Schwerpunkt.
      Vernichtung der europäischen und insbesondere der Deutschen Wirtschaftskraft und Technologie.
      Trump sagte es sehr deutlich, wie kein anderer US Präsident: „Ich möchte keinen verdammten Mercedes auf unseren Boulevards mehr sehen“. Und genau so wird es kommen.
      Was soll man dem deutschen Bürger raten; „Kauft nur noch US Produkte, Chlorhühnchen, Motorräder, Jeans, Ketchup, Getränke, Bagger und ausschliesslich US Autos und wenn es Teslas sein sollten.
      Dann ist sehr schnell Friede zwischen den USA und uns.“ Und die Transatlatiker hierzulande können endlich wieder aufatmen.
      Ich habe mir erst mal schon ein rotes MAGA Käppi gekauft, eine US Fahne ziert das Auto und darauf steht“ Gold bless America“
      https://www.youtube.com/watch?v=Rr8ljRgcJNM

    • @BigDriver
      „Russland, China, wäre Selbstmord“
      Hoffen wir mal, dass es die Entscheider auch so sehen.
      Russland ist inzwischen strategisch so geschwächt, dass
      er kein Gegner wie die UdSSR mehr ist. Die Chinesen sind
      ein Volk von Handwerkern, Händlern, Wissenschaftlern.
      Für mich ist ein Beispiel chinesische Mentalität die
      riesige Flotte des Zheng He. Sie bauten sie, erkundeten die
      damals bekannte Welt und trieben nebenbei Handel.
      Als sie sahen, das es niemanden gab, der sie angreifen wird,
      verbrannten sie ihre Schiffe wieder. Das wäre den Europäern
      nicht eingefallen.

  3. @Digger
    Sie unterschätzen die Russen gewaltig genauso wie andere selbsternannte Kaiser oder Führer ihrer Zeit. Die Russen haben genug Material ausser der Atom U-Boote und die von mir beschriebenen Torpedos. Umso mehr unterschätzen Sie die Chinesen, ihre Armee Reserven sind so groß die könnten locker Jahrzehnte lang Krieg führen. Aber das was Sie am meisten unterschätzen ist der Chinesischen Waffen Technologie Equipment. Sie haben sicherlich von der Terrakotta Armee schon was gehört? Jetzt stellen Sie sich vor eine Boden Invasion nicht nur durch das Chinesische Militär sondern durch schon fertig gestellten und einsatzbereit Kampfroboter!
    Boston Dynamics o.ä. US Firmen sind nichts dagegen.
    Gibt’s nicht, alles Fantasie Produkte? Na, dann sollten die USA dies auf der Probe stellen! Afghanistan oder Vietnam wären nichts dagegen, schon eher Richtung „Terminator“.
    Hoffen wir mal das alle langsam zu Vernunft kommen, in der USA wie auch in Russland und China Gibt’s genug Milliardäre die einfach gesagt mehr Geld verdienen wollen. Ob nun durch Investitionen an der Börse und/oder Steigerung der Produktkapazitäten/Dienstleistungen, fast alle sind miteinander verflochten. Ein freier Markt ist das A & O, Krieg und Zerstörung führen auf langer Sicht nicht immer zum Erfolg.
    Ich würde mich als Europäer und Deutscher schon eher Gedanken darüber machen wie wir die Situation hier in Europa und umso mehr in Deutschland ändern zum positiven. Weil eins sollte klar sein alles Negative aus Brüssel oder Berlin muss man nicht akzeptieren, wenn nun Widerstand und damit meine ich nicht demonstrieren der letzte Ausweg sein sollte, dann muss es so sein. Wer ist nochmal der „Sovereign“?

    • @Big Driver
      Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
      Ich würde mir ja aufrichtig wünschen, Sie behielten recht.
      Aber der kleine Skeptiker Teufel in mir, lässt es leider für mich
      nicht zu.
      Das mit dem Sovereign Volk sollten wir nicht so ernst nehmen.
      Gab es noch nie, ich glaube nicht einmal in der Antike Ihrer
      tollen alten Heimat.

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