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Erst QE, dann QT und danach – das Ende

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Der globale Schulden- und Vermögensballon ist innen leer

Wenn der globale Schulden- und Vermögensballon platzt, wird die Welt schließlich erkennen, dass nichts drin war. Natürlich besteht er zum Teil aus realen Vermögenswerten und echtem Vermögen. Das Problem ist nur folgendes: Wenn dieser Ballon platzt, werden auch alle Schulden implodieren, weil niemand sie zurückzahlen kann; somit werden auch viele der Vermögenswerte wertlos.

Es stellt sich nur noch die Frage, ob Aktien, Anleihen, Immobilien und andere Vermögenswerte um 75% oder um 95% sinken werden. Aus meiner Sicht wird die größte Blase der Geschichte auch zum größten Zusammenbruch führen. Es gibt schlicht und einfach niemand mehr, der die Welt vor der größten finanziellen Katastrophe der Geschichte retten kann. GS (QE) hat keinen Effekt, außer dass es eine temporäre Hyperinflation verursachen wird. Viele Vermögenswerte werden um 100% fallen, wie z.B. das Geld auf der Bank, stark fremdfinanzierte Bubble-Unternehmen, wie Tesla, aber auch viele andere. Selbst sehr wertvolle Vermögenswerte wird man für einen Bruchteil der früheren Bewertungen kaufen können.

Seit 2007 hat China 16.000 Tonnen Gold angehäuft

Die Geschichte ist geprägt vom Kommen und Gehen von Papiergeld, da noch keine Papierwährung je überlebt hat. Seit 5.000 Jahren ist Gold eine stabile Kaufkraft und das einzige Geld, das überlebt hat. Eben aus diesem Grund wird es von Ländern, die die Bedeutung des physischen Goldes verstehen – wie Russland, China und Indien – nach wie vor akkumuliert. Unterdessen ist der Rest der Welt, im Verhältnis zu den globalen Finanzanlagen, heute mit weniger als 0,5 % in physischem Gold investiert.

Achten Sie in der folgenden Tabelle darauf, was China macht: Im Juni wurden weiter 140 Tonnen angekauft, wodurch die Gesamtmenge auf 16.000 Tonnen oder 650 Milliarden Dollar stieg – und praktisch fast alles davon wurde seit 2007 erworben.

Papiermärkte für Gold und Silber werden zusammenbrechen

Wenn diese Monsterballon-Blase zerknallt, werden auch die Papiermärkte für Gold, Silber und andere Edelmetalle platzen. Die Papiermärkte sind ca. 100-mal größer als die physischen Märkte. Der Aufstieg dieser Märkte steht eng im Zusammenhang mit der Manipulation durch Zentralbanken, BIZ und Bullion-Banken. Wenn die Papiermärkte platzen, wird kein Gold (oder Silber) mehr zu irgendeinem Preis angeboten werden. An diesem Punkt können die Preise über Nacht oder übers Wochenende von 1.250 $ bis auf 10.000 $ oder 100.000 $ schießen. Das mag vollkommen surreal oder sensationsheischend klingen, doch genau das ist die wahrscheinlichste Konsequenz aus dem Platzen dieser Monsterblase und der anschließenden Flucht aus den betreffenden Märkten.

Die meisten Menschen glauben, der Status quo ließe sich ewig halten und das lächerliche Spiel der Zentralbanken könne einfach weiterlaufen – wobei so getan wird, dass Luft echtes Geld sei und Vermögen erzeugen könne.

Es besteht die ernste Gefahr, dass das System in seiner jetzigen Form nicht überleben wird und der Wert der meisten Vermögenswerte, ob nun Anleihen oder Aktien, erheblich sinken wird. Aufgrund des extrem hohen finanziellen Risikos müssen Anleger dringend darüber nachdenken, ihr Vermögen abzusichern.

Der größte Bärenmarkt der Geschichte steht bevor

Die nächste Verlustlustphase an den Finanzmärkten wird voraussichtlich im weiteren Jahresverlauf 2018 oder Anfang 2019 einsetzen. Hierbei wird es sich nicht um einen gewöhnlichen Rückgang oder um eine normale Korrektur handeln. Wir werden stattdessen den Beginn des größten globalen Bärenmarktes der Geschichte erleben. Und diesmal werden Zentralbanken und Regierungen bei ihren Versuchen, das System zu retten, scheitern. Sie werden höchstwahrscheinlich große Mengen Geld drucken und versuchen, das Zinsniveau niedrig zu halten. Wenn jedoch die Anleihemärkte zusammenbrechen, werden die Zinsen schnell steigen! und nicht sinken. Das bedeutet auch, dass Anleihen und Aktien, aber auch die meisten anderen Vermögenswerte, kollabieren werden.

Die einzige echte Versicherung gegen das, was kommt, ist physisches Gold und etwas Silber, die natürlich außerhalb des Bankensystems gehalten werden. Rein gar nichts spricht gegen das Halten von physischen Edelmetallen zum Schutz vor den Risiken innerhalb des Finanzsystems. Die einzige offene Frage ist, ob man nun 10% seines Geldvermögens in Gold halten sollte oder mehr als 50%, wie es einige unserer Kunden tun. Meiner Meinung nach haben wir einen Punkt in der Geschichte erreicht, wo man sich voll und ganz schützen muss. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was voller Schutz bedeutet. Aber denken Sie daran, eine Unterversicherung wird diesmal kostspielig sein.

Die jüngsten Rücksetzer bei den Metallen markieren das Ende einer mehrjährigen Korrektur. Dies ist die letzte Gelegenheit, Gold und Silber zu äußerst günstigen Preisen zu kaufen.

Und hoffentlich fragt niemand, wenn es zu spät ist: “Wann wird man je verstehen?“.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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Eingetragen von am 29. Jul. 2018. gespeichert unter Banken, Fed, Gastartikel, Gold, Goldpreis, News, US-Dollar, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

12 Kommentare für “Erst QE, dann QT und danach – das Ende”

  1. Man mag ja von dem Autor denken was man will, aber immerhin einer, der sich Gedanken macht und nicht blindlings dem Versprechungen und Beschwichtigungen der Notenbanken glaubt.
    Seitdem es Schulden und Guthaben gibt und das ist lange, ja warum hat man denn nicht immer einfach nur Schulden gemacht und Geld gedruckt und zum Null Zins vergeben ?
    Ach, ja, man hats immer wieder versucht, mal längere, mal kürzere Zeit, aber immer kam das bittere Ende.

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  3. Ja, das Ende ist nah…so nah war es noch nie…noch nie so nah wie die letzten Endes…

    Greyerz schreibt: „Jetzt ist die letzte Gelegenheit, Gold und Silber zu äußerst günstigen Preisen zu kaufen.“

    Wer vor 2 Monaten günstig Gold gekauft hat, darf sich aktuell über knapp 7% (Buch-)verluste freuen. Morgen? Übermorgen? Da können die Preise für Gold steigen oder weiter ins Tal der Tränen fallen. Keiner weiß es.

    Und wenn die Unze Gold unter 1000€ gefallen ist, sagt uns der Greyerz:
    „Jetzt ist die letzte Gelegenheit, Gold und Silber zu äußerst günstigen Preisen zu kaufen.“

    Manche dachten auch, es wäre die letzte Gelegenheit, günstig Gold zu kaufen und stecken mit ihren Edelmetallen so tief in den roten Zahlen, dass sie wahrscheinlich Jahrzehnte brauchen, um da wieder mit +-0 raus zu kommen oder mit gravierenden Verlusten verkaufen zu müssen.

    Es wäre Balsam, wenn diese Greyerz-Luftblasen langsam mal ein Ende finden würden. Man kann es einfach nicht mehr hören.

    • @grandmaster
      Na, dann springen Sie schnell auf den Aktienzug ind den Bitcoin Hype.
      Bevor die Sommerralley vorbei ist.
      Zwar liegen such hier die Anleger mit mehr sls 7% im Minus und es dauert dicher such hundert Jahre, bis man wieder +- Null ist, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.
      Will heissen, Aktien und Bitcoins sind ja so günstig, günstiger wirds nicht mehr.
      Es sei denn, der Trump twittert mal wieder.
      PS: mir ist es egal, unter welchem Pseudonym Sie sonst noch schreiben, Hauptsache, es ist was Sinnvolles.

    • @Master of the Universe
      Ich wette um den Luftdruck in meinen Reifen, dass DU „manche“ bist. Wahrscheinlich hast Du Dich zu Höchstkursen mit Gold eingedeckt und nun arbeitest Du Deinen Ärger hier ab.
      Also ich finde meine Interpretation schlüssig!

  4. Tja selber schuld wer bei diesen Kursen kauft
    Letzte Chance ??? Grins kostet einfach nur ein mildes lächeln
    Wünsche allen Goldbullen noch ein schönes Wochenende

    • @ukunda
      Ja, Himmel, was stört Sie das.
      Sie gehören eben zu den Leuten, welche die Tanne am 27.12. kaufen
      und wünschen dann noch Frohe Weihnachten.

  5. @Grandmaster & @ukunda

    Ihr seid einfach knallharte Renditeprofis. Risikogratifikationen regen Euer Belohnungssystem an, die Zinsen gleichen den körpereigenen Opiaten, die Dividende ist Euer neues Endorphin. Das sei Euch alles gegönnt.

    Ihr müsst dafür allerdings jeden Restskrupel über Bord werfen. Denn abgesehen davon, dass Gold keine Rendite bringt, weil es das auch nicht soll – schließlich unterliegt Gold keinem Risiko -, ist der Besitz von physischem Gold und Silber ein Statement gegen das herrschende Geldsystem.

    Den Jagdschein als Renditejäger erhält man eben nur, wenn man ein gerüttelt Maß an Vertrauen in die Institutionen des Finanzkapitalismus mitbringt – in die Zentralbanken, in deren Geldpolitik oder etwa in die Zockerbuden des Börsenmonopolis.

    Mit der Entscheidung für EM entzieht man sich ein Stück weit dem Zugriff des Staates und der Banken auf das eigene Vermögen. Und da ich ein Romantiker bin, möchte ich mich sogar zur Behauptung versteigen, dass man mit Gold Widerstand leistet!

    https://www.youtube.com/watch?v=IH3aQJj119Y

    Though this world’s essentially an absurd place to be living in
    It doesn’t call for total withdrawal
    I’ve been told it’s a fact of life
    Men have to kill one another
    Well I say there are still things worth fighting for

    La Resistance!

    Though this world’s essentially an absurd place to be living in
    It doesn’t call for (bubble withdrawal)
    It said human existence is pointless
    As acts of rebellious solidarity
    Can bring sense in this world

    La Resistance!

    • Zitat Thanatos:
      „– schließlich unterliegt Gold keinem Risiko -“

      Das Totschlagargument. Wenn man Gold kaufen möchte, es dann in den Keller geht, am besten so viele Jahre, dass man eine Kurssteigerung auf Einkaufsniveau bis zum Lebensende nicht mehr erlebt, ist das für mich in gewissen Sinne schon ein Risiko. Denn es geht um Werterhalt und nicht um Gewinne. Wenn aber der Werterhalt in Form von Kaufkraft jedes Jahr sinkt, dann ist da nichts mit Werterhalt. Von Gewinnen reden wir doch mittlerweile schon lange nicht mehr. Gold ist nicht frei. Es wird manipuliert und gesteuert, wie fast alles an der Börse. Und das wird sich nicht ändern. Das ist schade, aber es ist nun mal leider so.

      Fragen Sie mal die armen Schweine, die Edelmetalle zum Höchstkurs (ich Gott sei Dank nicht) gekauft haben und wissen, dass die ihre Einkaufspreise im Leben nicht mehr sehen werden. Die hauen Ihnen ihr „Null-Risiko-Prinzip“ derart um die Ohren, dass es noch tagelang tinnitusmässig nachklingelt.

      • @Grandmaster

        Ihr Argument oben ist stichhaltig, wenn man die letzten 6 bis 7 Jahre betrachtet. Das ist aber die kurz- bis mittelfristige Vergangenheitsbetrachtung.

        Die Frage ist, wie lange lässt sich das System noch aufrecht erhalten (Zukunft). Dazu habe ich auch ķeine Antwort (kleines Problem). Sollte das System aber Zusammenbrechen, dann sind die kleinen Verluste von heute vollkommen uninteressant. Und das System wird Zusammenbrechen, weil es auf Lüge und Betrug aufgebaut ist.

      • @Grandmaster

        Immer langsam mit den jungen Pferden. Sie tragen leider Ihre Missverständnisse wie eine Monstranz vor sich her.

        Gold ist keine Investition, welche sich innerhalb einer gewissen Zeit zu amortisieren hat, denn es wirft seine „Dividende“ quasi sofort ab. Und zwar in Form von Sicherheit.

        Schauen Sie, das ist wie mit dem selbstgenutzten Eigenheim oder der entsprechenden Eigentumswohnung (wir verfügen glücklicherweise über letzteres). Glauben Sie tatsächlich, es würde uns als Eigennutzer täglich beschäftigen, ob die Preise steigen oder fallen? Ist die Immobilie schuldenfrei, ergeben sich die Vorteile unmittelbar. Der Wert der Wohnung ist erst mal sekundär und eher theoretisch – die jetzigen Preissteigerungen ließen sich bei einem Verkauf sowieso nur realisieren, wenn man sich nicht auf identisch hohem Niveau wieder irgendwo einkaufen muss.

        Aber ich will nicht durch womöglich hinkende Vergleiche ausweichen. Gold sollte man länger halten, es ist ideal geeignet, um die Risiken klassischer Assets auszugleichen und seine Qualitäten zur Vermögenssicherung über alle bisherigen Krisen ist unübertroffen.

        Und dem stehen Ihre kleinen Rechentricks auch nicht entgegen. Natürlich seht derjenige, der im Sommer 2016 für über 1200 Euro die Unze gekauft hat, momentan mit Verlusten dar (mein 100gr-Barren aus dieser Zeit kann ein Lied davon singen). Wer allerdings wenige Monate zuvor für unter 1000 Euro gekauft hat, dessen Stimmung ist womöglich besser (meine Kängurus für 999 Euro hüpfen immer noch vor Freude).

        Dass Gold keine Rendite abwirft ist denn auch eines der stärksten Argumente für Gold. Von einem Totalverlustrisiko, wie bei den geläufigen Papierversprechen, kann keine Rede sein. Sicher, Gold ist nicht wirklich frei, aber auch nicht vollständig kontrollierbar, wie die Vergangenheit schlagend bewiesen hat.

        Übrigens: Jede wohlgemeinte „Dekonstruktion“ liebgewonnener Gewissheiten ist immer willkommen, irritierend sind nur Ihre kaum gezügelten Aggressionen. Woran liegt’s?

  6. @Thanatos

    Nun getroffene Hunde bellen,daran wird es wohl liegen,dass der kleine Meisterich mit dem großen Mundwerk, hier den agressiven Bescheid-Wisser gibt.

    Im Übrigen ist er in der Sache völlig borniert. Er versteht nichts von Preisen und Werten, er kann zwischen beiden nicht unterscheiden, er hält Börsianer, Spekulanten und Notenbanken für allmächtig und begreift vor allem nicht, ja er leugnet sogar die gegebene substantielle Krise. Schließlich fährt der Bus noch pünktlich, der Strom kommt aus der Steckdose und die Kohle aus dem Automaten. Also alles Rodscha in Kambodscha.

    Apropos Krisensymptome;

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/negativzinsen-bescheren-rentenversicherung-verluste-a-1220720.html

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