Im Juli gingen die bei der New Yorker Federal Reserve verwahrten Goldbestände erneut zurück. Rechnerisch verließen weitere 4,4 Tonnen den Tresor in Manhattan.

Goldabfluss setzt sich im Juli fort
Weitere Goldbarren verschwinden aus dem Tresor der New Yorker Fed. Laut den jüngsten Bilanzdaten sank der Wert des dort für ausländische Institutionen gelagerten „Earmarked Gold“ Ende Juli 2026 auf 7.812 Millionen US-Dollar.
Einen Monat zuvor hatte die Bank noch 7.818 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Damit nahm der Buchwert im Juli um 6 Millionen US-Dollar ab. Es war bereits der zwölfte monatliche Rückgang in Folge.
Umgerechnet verringerte sich der Goldbestand im Juli um rund 142.100 Unzen bzw. 4,4 Tonnen. Grundlage dieser Berechnung ist der historische Bilanzpreis von 42,22 US-Dollar je Feinunze. Mit diesem Festwert führt die Fed das eingelagerte Gold weiterhin in ihren Büchern. Veränderungen der Dollar-Position lassen sich deshalb direkt in Gewichtseinheiten umrechnen.
Abflüsse schwächen sich ab
Im Vergleich zu den Vormonaten fiel der jüngste Rückgang geringer aus. Im April waren rechnerisch 14,7 Tonnen ausgebucht worden, im Mai folgten 9,6 Tonnen und im Juni weitere 15,5 Tonnen. Damit verringerte sich der Goldbestand seit Ende März um gut 44 Tonnen.
Seit Beginn der aktuellen Abwärtsserie im August 2025 wurden dem New Yorker Fed-Tresor nach Berechnungen von Goldreporter insgesamt rund 167 Tonnen entzogen.
Ein großer Teil davon dürfte auf Frankreich entfallen. Das Land hatte seine zuvor in Manhattan gelagerten Goldreserven von rund 129 Tonnen vollständig zurückgeführt.
Mit dem Abschluss dieser Rückholung endeten die Bestandsabnahmen jedoch nicht. Auch in den folgenden Monaten wurde weiter Gold ausgebucht.
Eigentümer bleiben unbekannt
Welche Staaten oder Zentralbanken hinter den jüngsten Bewegungen stehen, lässt sich anhand der veröffentlichten Daten nicht feststellen. Die New Yorker Fed nennt lediglich den Gesamtwert des verwahrten Goldes. Eine Aufschlüsselung nach Einlagerern gibt es nicht.
Neben ausländischen Zentralbanken können auch Regierungen und internationale Organisationen Gold dort lagern. Die USA lagern dort keine Goldreserven.
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Fed-Gold fällt auf rund 5.755 Tonnen
Aus dem für Ende Juli gemeldeten Buchwert ergibt sich ein verbliebener Bestand von rund 185,03 Millionen Feinunzen, was etwa 5.755 Tonnen Gold entspricht.
Der tatsächliche Marktwert dieses Edelmetalls liegt aufgrund des deutlich höheren Goldpreises um ein Vielfaches über dem bilanzierten Betrag von 7,812 Milliarden US-Dollar. Konkret: Bei einem Goldpreis von rund 4.400 US-Dollar je Feinunze beläuft sich der aktuelle Marktwert der eingelagerten Bestände auf etwa 814 Milliarden US-Dollar – mehr als das Hundertfache des bilanzierten Werts.
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
Goldreserven: Zentralbanken überprüfen ihre Lagerung
Aus den Bestandsveränderungen lassen sich keine unmittelbaren Folgen für den Goldpreis ableiten, aber Sie liefern Hinweise darauf, dass Zentralbanken und Staaten ihre Aufbewahrungsorte weiterhin neu bewerten.
Bei einer möglichen Verlagerung spielen unter anderem der direkte Zugriff auf die Reserven, politische Risiken und die nationale Kontrolle über das Gold eine Rolle. Ob die jüngsten Abflüsse tatsächlich weitere Heimholungen darstellen oder andere Ursachen haben, bleibt offen.
Klar ist lediglich: Trotz des mittlerweile abgeschlossenen französischen Rücktransports ist der Goldbestand in New York auch im Juli weiter geschrumpft – wenn auch langsamer als zuvor.
Mehr dazu: Goldreserven: Wo Staaten ihr Gold lagern – und warum sie es heimholen



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Gold kennt weder Schuldner noch Gläubiger und deshalb gibt es kein Risiko.
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All das darf man nie aus den Augen verlieren.
Will ich Sicherheit oder will ich Rendite.
Beides zusammen gibt es nicht, jedenfalls bis jetzt.