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Fed-Mitglieder zweifeln an Inflation, Gold steigt

Die US-Inflation ist nicht da, wo sie die Fed gerne hätte (Foto: Oleksandr Dibrova – Fotolia.com)

Wird die Fed in diesem Jahr doch keine Zinserhöhung mehr durchführen? Nach den jüngsten „Fed Minutes“scheint ein weiterer US-Zinsschritt nicht mehr so sicher und die Edelmetallpreise steigen.

Am gestrigen Mittwoch um 20 Uhr veröffentlichte die US-Notenbank das Protokoll der letzte Fed-Sitzung vom 25./26. Juni 2017.

Aus der Niederschrift wird deutlich, dass sich Mitglieder des Offenmarktausschusses unsicher sind, wie die Entwicklung der Inflationsrate in den USA seit Jahresanfang zu bewerten sei. An die Zweifel einer signifikant steigenden Teuerung schließen sich Bedenken an, dass weitere Zinserhöhungen kontraproduktiv sein könnten.

Denn nach Erreichen von 2,7 Prozent im Februar, tendierten die Inflationsraten in den folgenden Monaten deutlich nach unten (Goldreporter berichtete). Im vergangenen Juli lag die offizielle Inflation nur noch bei 1,7 Prozent.

Goldpreis in Euro am 16.08.2017 (FOREX); Quelle: GodmodeTrader)

 

Im Protokoll heißt es wörtlich: „Viele Teilnehmer erwarteten mit einiger Wahrscheinlichkeit, dass die Inflation für längere Zeit unter 2 Prozent bleiben könnte, als man derzeit erwartet und mehrere gaben zu bedenken, dass die Risiken des Inflationsausblicks nach unten gerichtet sein könnten“.

Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war die bereits angekündigte Rückführung der Fed-Bilanz. Mittlerweile haben sich Aktiva in Form von US-Staatsanleihen und Hypothekenpapieren im Nominalwert von 4,2 Billionen US-Dollar angehäuft.

Hier konnte man sich nicht darauf einigen, einen konkreten Zeitpunkt in Aussicht zu stellen. Bislang reinvestiert die Fed fällige Papiere weiter am Markt.

Unter dem Strich ließen die „Fed Minutes“ unter Analysten wieder stärker Zweifel aufkommen, ob in diesem Jahr tatsächlich noch eine weitere Zinsanhebung zu erwarten ist, nach zwei bereits erfolgten.

Der US-Dollar gab nach Bekanntgabe des Dokuments gegenüber anderen großen Währungen weiter nach (Dollar-Index). Gold und Silber hatten sich schon im am Nachmittag nach oben abgesetzt und legten nach 20 Uhr noch eine Schippe drauf.

Der Goldpreis schloss am Ende mit 1,282 US-Dollar (FOREX) und gewann damit 0,8 Prozent. Das entsprach 1.090 Euro (+0,65 %) .

Silber beendete den Handelstag bei 17,10 US-Dollar (14,52 Euro) mit einem kräftigen Plus von 2,7 Prozent.

Goldreporter

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Eingetragen von am 17. Aug. 2017. gespeichert unter Fed, Gold, Goldpreis, Inflation, News, Politik, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

7 Kommentare für “Fed-Mitglieder zweifeln an Inflation, Gold steigt”

  1. Man fragt sich, was hat dieses Gold mit der Niederschrift der FED zu tun.
    Das kann ja wohl nicht der Ernst sein.Man saugt sich eine Begründung aus den Fingern, egal wie stupid die auch ist.Börsespekulanten glauben ohnehin offenbar alles, jeden Schwachsinn.Zum Glück kann man physisches Gold damit nicht beeindrucken.Also, zockt weiter und verspielt euer Vermögen.

  2. So kann man es auch machen.
    Man teilt die Arbeit auf
    http://mobil.n-tv.de/wirtschaft/Mehr-Menschen-teilen-sich-weniger-Arbeit-article19988026.html
    Und schwupps hat man mehr Jobs.
    Beispiel Cuba, Eispalast
    Ist nur eine Halle mit dem Carme eines DDR Bahnhofs, wo man Eis bekommt.
    Natürlich nur mit Voranmeldung beim Voranmelder. Dann der Portier wo man die Karte zeigen muss. Dann zum Besteller, wo man das Eis bestellt, dann zur Tussi Kasse und dann mit dem Kassenbon zur Tussi Eisverteilerin und dann mit der Tüte zur Platzanweiserin des Tisches, wo man sein Eis löffeln darf ( war 1980)
    Da arbeiteten ganze 6 Leute um einem ein Eis zu verkaufen.
    Deshalb gehört Kuba zu den reichsten und wohlhabendsten und sozial gerechtesten Länder der Welt.Wollte jemand hier auswandern ?
    Paraquay oder Brasilien ?
    Nein, Cuba ist der Renner, gleich neben Nordkorea.
    Der Traum eines jeden Sozialisten.

  3. @Taipan: Warum in die Ferne schweifen. Dieses Dienstleistungs-Service-Konstrukt (der unsinnigen Arbeitsteilung, nur nicht zuviele Prozesse auf einmal kennen müssen….;-() gibt es schließlich erst recht in den Verweisten Staaten von Amerika. Ich denke da hat das auch seinen Ursprung!??? Geh´ dort mal einen Burger essen. Beim Verlassen des Restaurants kennst Du mind. 4-5 Service Mitarbeiter beim Vornamen….
    Nix für ungut…und
    Gruesse aus B.

    • @Sao Paulo
      Danke. Daher kommt also das Jobwunder der USA.
      5 Jobler verkaufen einen Burger. Zum Schuheputzen braucht man auch 10 Jobs, 5 für jeden Schuh.
      Grobreiniger, Pasteauftrager, Polierer, Aufstehhelfer und Verabschieder.
      Ein Tausendfüssler könnte in ganz USA die Jobs ausserhalb der Landwirtschaft um 5% höher als erwartet steigern.

      • So in etwa. Jetzt verdienen fünf so viel wie vorher einer. Dafür verdient einer so viel wie 100.000.

  4. Klapperschlange

    „Jim Willie: Gold als Basis für die Neuordnung des Währungssystems“

    Das kann man sich ja mal in Ruhe durchlesen und in einem halben Jahr vergleichen, wieviel Prozent seiner Aussagen eingetroffen sind.
    Die $5000,- beim Goldkurs habe ich noch nicht gesichtet…

  5. Dirk Müller jammert über eine unfaire Hetzjagd gegen Trump (gemein!) und vergisst nicht den „Deep State“ zu erwähnen. Kleines Signal an die Erleuchteten.
    https://youtu.be/RT7a4mGNUrg
    Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

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