Frankreich bringt neue Goldmünze für Anleger

Frankreich bringt mit der Marianne erstmals seit über 100 Jahren wieder reine Anlage-Goldmünzen an den Markt. Auch eine digitale Variante ist geplant.

Marianne-Goldmünze der Monaie de Paris.
Neue Anlage-Goldmünze aus Frankreich. Die Gold-Marianne besteht aus 999er-Feingold ist am 16. Juni 2026 in vier Größen erhältlich (Bild: Monnaie de Paris).

Die Monnaie de Paris startet mit der „Marianne“ eine neue Anlage-Goldmünze. Der Verkauf soll am 16. Juni 2026 allgemein beginnen, zunächst in vier Größen von 1/10 Unze bis 1 Unze. Auf einer Seite ist Marianne zu sehen, das Symbol der Französischen Republik. Die Rückseite zeigt eine Karte der französischen Gebiete. Der Feingehalt der Goldmünzen beträgt 999,9/1.000 (24 Karat). Die Nominale:

  • 1 Unze: 100 Euro
  • 1/2 Unze: 50 Euro
  • 1/4 Unze: 25 Euro
  • 1/10 Unze: 10 Euro

Laut Le Monde/AFP ist es die erste französische Goldmünze dieser Art seit dem Ende von Napoleon- und Louis-Münzen vor rund einem Jahrhundert. Anders als bei Sammlermünzen, deren Preis auch durch Seltenheit bestimmt wird, ist die Auflage der Gold-Marianne nicht begrenzt. In diesem Jahr sollen insgesamt rund 100.000 Stück hergestellt werden.

Angeboten wird auch eine digitale „e-Marianne“, bei der die Münze bei der Prägeanstalt verwahrt bleibt. Frankreich zielt damit auf Anleger, die Gold kaufen wollen, aber Lagerung vermeiden möchten.

Die frühere Marianne-Goldmünze war vor allem das französische 20-Francs-Stück „Marianne Coq“, das von 1899 bis 1914 geprägt wurde und heute noch als historische Anlagegold-Münze (Kurantmünze) gehandelt wird.

Goldreporter-Kommentar: Frankreich greift damit ein Segment auf, das vor allem von Krügerrand, Maple Leaf, Philharmoniker und Känguru geprägt ist. Über den Markterfolg der physischen Münze wird auch die preisliche Wertbewerbsfähigkeit entscheiden. In Deutschland haben sich die 100-Euro-Goldmünzen über den Zeitmarkt als alternative Anlagemünzen etabliert, mit moderaten Aufschlägen auf den Goldpreis.

Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage

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23 Kommentare

  1. Macron passt auf meine Taler auf.

    Zitat Artikel: Angeboten wird auch eine digitale „e-Marianne“, bei der die Münze bei der Prägeanstalt verwahrt bleibt. Frankreich zielt damit auf Anleger, die Gold kaufen wollen, aber Lagerung vermeiden möchten.

  2. Die e-Marianne ist das Gleiche, als wenn ich meine Münzen in einen Schließfach bei einem Anbieter verwahre. Das bedeutet dann, dass Dritte Zugriff darauf haben. Deshalb, Finger weg von der e-Marianne und physisch kaufen, falls man den eine französische Münze haben möchte und selbst für einen sicheren Lagerort sorgen.

    • An Schließfächern scheiden sich die Geister. Ab mehreren Kilos Gold würde ich einen Teil in Schließfach packen. Einfach um im Falle des Falles diversifiziert zu sein.

      • Jemend der mehrere Kilos sein Eigen nennt, wohnt nicht nur in einer 2-Zimmer Bude in Gelsenkirchen. Der kann anders „diversifizieren“.

        • @Wasabi-san
          Och, ich kenne einen Millionär, der lebt in einer 2 Zimmer Wohnung und läuft rum wie ein Penner.
          Übrigens, die Zeitungen berichten manchmal über sehr arme Leute, welche Sozialhilfe bezogen und nach deren Ableben in der Küche Millionen gefunden wurden.
          Anderseits scheinbare Millionäre, welchen nicht mal das Unterhemd gehört.

      • @Freddy
        Den meisten geht es nicht um Diebstal, sondern dass ein Schliessfach und dessen Inhaber den Behörden gemeldet werden muss und diese bei Bedarf das Fach dann beschlagnahmen dürfen.
        Bei diversen Verpflichtungen, wie Steuer, Haftung, Ehescheidungen oder Ansprüchen Dritter.
        Auch im Sterbefall. Sie verwenden, weil es billiger ist, das Fach ihrer Oma. Die stirbt plötzlich und, obwohl sie schlüssel und Passwort haben, kommen sie nicht mehr dran, denn das Fach wird dann sofort versiegelt.

        • @Maruti
          Tatsächlich erlebt: das FA holt sich den Totenschein mit der exakten Todeszeit.
          Wenn 5 Minuten danach Geld vom Konto abgehoben wurde oder jemand (auch mit eigenem Schlüssel und Vollmacht) an Omas Schließfach gegangen ist (die genauen Öffnungszeiten werden dokumentiert) , gibt es unverschämte Fragen.

          Dann muß man sehr glaubhaft versichern, daß man nur das Testament und die wichtigsten Versicherungsunterlagen (Lebensversicherung, Sterbegeldversicherung und anderen Blödsinn) im Schließfach gesucht hat und außer historischen 2.500 DM in den schönen Dürer-Scheinen nix drin war.

          Und: wenn man steuerlich irgendwelchen Blödsinn gemacht hat (was man wirklich NIE sollte), kann es einem passieren, daß man nur noch zu Dritt ans Schließfach kommt:
          der Bankangestellte schließt auf, der Finanzbeamte nimmt die Kassette raus und dokumentiert den Inhalt und Otto Steuerzahler darf die Liste unterschreiben.
          Und Tschuß !

  3. Super, eines der kaputtesten und reformunfähigsten Pleiteländer der Eu verhökert einen Teil seines soeben aus USA zurückgeholten Staatsgoldes um die Pleite noch um 1-2 Stunden aufzuschieben.

    Klasse finde ich die Idee, Geld an Macron zu überweisen und der verspricht mir (mit Politikerehrenwort, also extrem glaubwürdig), daß davon dann so ein gelber Geisterbahnchip irgendwo auf meinen Namen eingelagert wird.
    Eigentlich logisch: die Leutchen, die auf so eine Idee reinfallen würden, können das Gold ja gar nicht selbst abholen: wenn man in der geschlossenen Psychiatrie sitzt, kommt man ja nicht raus zu Pro Aurum.

    • die frenchis werden sicher nicht auf die e-marianne reinfallen,
      die haben ihre lektion schon bei den assignaten gelernt.
      die krauts sind in einem jahrhundert dreimal über den tisch gezogen worden und haben nichts gelernt ……

      • @1150
        Genau deswegen wohnen die „Wir-lernen-konsequent-nie-was-aus-der-Geschichte-Krauts“ ja auch weit draußen hinter der Dorfmauer.

        Wetten wir, daß die Leutchen, die im Q1 in der Schlange gestanden haben, um den Krüger für 4.600 (oder für 5.000 bei Dominik K.) zu kaufen dann im Spätherbst (nach den US-Zwischenwahlen) bei 5.000 wieder in der Kälte in der Schlange stehen ?
        Jetzt ohne Wartezeit für 3.900 ist ja langweilig.

        Tatortbericht: ein Freund aus Bayern hatte gestern in Begleitung seiner Aufsichtsperson kurz das Dorf verlassen um bei Pro Aurum in München 4 Sovereign anonym einzusammeln.
        Dort gibt es den teuersten Kaffee Münchens: 1x Kaffee + 1 x Wasser für mindestens 1.500 Euro (also quasi der Inflations-Normalpreis in 2030 ff).
        Als Zugabe gibt es heute aber statt Keks noch 2 Vreneli.
        Der totale Stress: kaum hatte man sich den Kaffee eingegossen, war man schon dran.
        Komplett leerer Laden.
        Aber netter Plausch mit der Verkäuferin: es wäre immer so: je teurer es ist, desto länger die Schlange vor dem Laden. Ist es billig, könnte man eigentlich 2 Wochen schliessen.

  4. Alles Blödsinn, physisches Gold gehört in die Eigenen Händen. Wie schon Peter schrieb einfach hässlich die Münze, wenn man die alten 20′ Goldfranks vergleicht.
    Wenn schon 1/10 oz. dann Krugerrand oder Maple, ich für meinen Teil für 1/10 & 1/4 oz. nur Maples, genau das gleiche bei 1 oz. Silber.
    @Freddy
    Wenn jetzt jemand doch einige kilobarren Gold hat neben seine Goldunzen, auf den Schließfach ist keine gute Idee.
    Die Gefahr wäre mir persönlich zu groß, nicht wegen Einbruch sondern um den lieben Vater Staat.
    Ist man nämlich auf den point of no return angelangt können Gesetze ganz schnell geändert werden, Enteignung um den Staatshaushalt zu sanieren oder so ähnlich.
    Vergraben, Einmauern, oder zu Maruti Kontakt aufnehmen um das Gold zu der Black Pearl zu bringen! Maruti hat nämlich ein Goldschatz in alter Piraten Manier versteckt.
    Ahoi ihr Piraten,lasst uns Gold suchen!

    • @Big Driver
      Alle sind eingeladen, auf Schatzsuche zu gehen.
      Nur macht es bloss nicht wie die 5 Italiener auf den Malediven.
      Es ist nämlich kein Vergügen, aus einer Layrinthhöhle nicht mehr herauszufinden und mitansehen, wie die Luft zu Ende geht.
      Doch immerhin auch da, no risk no fun.
      Nehmt unbedingt eure GoPro mit, damit die Angehörigen was ins Netz stellen können

      • @Maruti
        Die Geschichte mit den 5 italienischen „Profitauchern“ ist ein gutes Grundsatzbeispiel für das ganze Leben.
        1.) Tue nur Dinge, die du wirklich vollständig beherrschst.
        2.) Denke immer daran: was könnte im schlimmsten Fall schief gehen. Und bereite dich auch darauf vor. Die Idee mit dem Advocatus Diaboli ist erstklassig.
        3.) Habe immer ein Backup oder einen Plan B (Paranoiker wie ich: Plan C und D).
        4.) Gehe maximal zu 2/3 an deine Grenzen, damit du noch Reserven hast, wenn was essentiell schief läuft.
        5.) „Wird schon gutgehen“ und „Diesmal ist es anders“ können (finanziell) tödlich sein.
        6.) Habe immer ein kleines Netzwerk an 100 % vertrauenswürdigen Profis in der Hinterhand.
        7.) Größenwahn und Selbstüberschätzung sind der sichere Weg zu dem Typen mit dem Pferdefuß und dem gut beheizten Keller.

        Ich tauche nicht, meine Risiken sind Bergsteigen und Moped mit leicht mehr als 4 PS.
        Wenn ich so doof wie die 5 Taucher wäre, würde ich hier schon seit 15 Jahren keine Posts mehr schreiben können.
        Ich kenne das nur von Freunden: in Wracks und Höhlen nur mit Sicherungsschnur (damit man weiss, wo man zurück muß), doppelte Flaschen auf dem Rücken, Reserveflaschen irgendwo deponiert etc.
        Todesursache war Blödheit und Selbstüberschätzung.

        Berühmte letzte Worte:
        Bergsteiger: Die Karabinerhaken hab ich super günstig von E-Bay und Temu
        Mopedfahrer: Die Kurve da vorne verträgt locker 100 Sachen.
        Geldanleger: Die 10-Jahres-Treasuries hat mir der Bankberater empfohlen.

        Zum Zoo:
        Der Jahresgewinn ist bis auf 50 Euro weg.
        Na und ?
        Ruhe bewahren.
        Wer vor 2 Jahren gekauft hat, sitzt auf fast 2.000 Gewinn die Unze.
        Und das August 2025-Vreneli ist auch noch 200 im Plus, +38 %.
        Die Fundamentaldaten sind zu 100 % auf unserer Seite.
        Wer noch braucht, hat jetzt die Chance.
        Langsam und vorsichtig anonym…….

        • @BlackWood
          Wen wollen Sie beruhigen? Ist ja sicher nett gemeint, aber diejenigen, die Ihre Ansichten teilen, benötigen bestimmt keine Durchhalteparolen. Und die, die Gold nicht verstanden haben, erreichen Sie auch nicht.

          Die Fundamentaldaten liegen zwar vor, spielen momentan aber eine eher untergeordnete Rolle. Kommt Zeit, kommt Rat, oder wie Rudi Assauer es mal formuliert hat: „Wenn der Schnee geschmolzen ist, siehst du, wo die Kacke liegt.“ Noch schneit es allerdings aus allen Rohren. Die Summe der weltweit gehandelten Derivate zum Beispiel steigt täglich – um fast 400 Milliarden Dollar. Oder um 280 Millionen pro Minute!!! Bei diesem Tempo würde die Grenze zu einer Billiarde Dollar bereits Anfang kommenden Jahres überschritten. Wer will das denn noch verstehen?

          Um im Bilde zu bleiben: Bei der Schneeschmelze nach einem normalen Schneefall im Winter kann es natürlich lokal und zeitlich begrenzt zu Überschwemmungen kommen. Wenn dagegen der Eispanzer Grönlands komplett wegschmelzen würde, würde der Meeresspiegel um etwa 7 Meter steigen – weltweit, und da fließt nichts mehr ab. Den Vergleich halte ich aber noch für untertrieben. Denn alles, was 7 Meter höher als der jetzige Meeresspiegel liegt, würde ja verschont bleiben. Diese Dimension wird ein Finanztsunami locker toppen. Bevor ein Tsunami da ist, zieht sich das Wasser am Strand zuvor aber nochmal zurück. Das ist vielen Unwissenden damals in Thailand leider zum Verhängnis geworden.

          • @Nivek
            Im Kern liegen Sie natürlich völlig richtig.
            Eine kleine Minderheit kapiert das Spiel, die Mehrheit wird es nie verstehen.
            Für beide Gruppen ist mein Post sinnlos.
            Manchmal hoffe ich, daß es da noch die 10-20 % Unentschlossenen auf dem Weg in Richtung Dorf gibt….

            Aber Sie haben Recht: wer es 2026 noch nicht kapiert hat, der wird es nie verstehen.

    • @all Schon lustig,wie die Meinungen sich hier von den gleichen Personen dann wieder ändern. Vor ein paar Monaten war sich noch einig,dass Hochsicherheitslager von namhaften Anbietern in der Schweiz oder sonst wo doch eigentlich relativ sicher sind.
      Ein Herr von Gewürz scheint jedenfalls nicht schlecht zu verdienen,aber was wissen diese Millionäre schon, teilweise über Generationen vermehrtes Vermögen. Alle dumm,weil sie das Gold nicht daheim eingemauert haben.

      • @Freddy
        Erst einmal, es waren sicher nicht alle einer Meinung.
        So ein Lager wird ohnehin nur für Vermögende beworben.
        Und wenn die Schweiz nun auf gutem Wege in die EU ist,
        dürften auch die sich dann neue Plätze als den
        Deep in the Mountain suchen.
        @Nivek
        So denke ich auch. Der erste Absatz sagt eigentlich alles.
        Die, die diese Anlage heute nicht wollen, werden auch
        zukünftig nicht anders denken. Fast alle.

    • @Big Driver:
      Ich selbst habe auch keine Wertsachen in Bankschließfächern. Denn wenn selbst schon bereits sehr viele Gesetze und sehr viele Überwachungskameras und sehr viele Security-Personen nicht dafür sorgen, dass Wertsachen und die individuelle körperliche Unversehrtheit vor unbefugtem Zugriff geschützt werden, ist das gesamte System zu anfällig vor Missbrauch durch diverse Unbefugte aller Couleur.

  5. Nicht nur die Münze ist hässlich, sondern allgemein der ganze französische Quatsch.
    Ich musste richtig lachen,als ich das hier gelesen habe. Der Käse aus Frankreich schmeckt schon lange nicht mehr und die BIC Feuerzeuge sind noch nicht einmal mehr voll gefüllt. Mehr muss man, glaube ich, nicht mehr dazu sagen zu den Galliern

  6. @Autofan
    Richtig, wie Maruti vor langer Zeit schrieb das eigene Gold ist wie die eigene Frau, die gibt man auch nicht in fremden Hände. Oder so ähnlich.
    Man sollte sich angewöhnen den Vater Staat, die Banken, die Vermögensberater, nicht blind zu vertrauen. Sondern nur sich selbst vertrauen wenn es um die eigenen Finanzen geht. Wie ich schon mal schrieb, Zypern 2.0 wird sich wiederholen aber diesmal EU weit! Die Schulden des Staates sind das Vermögen der Bürger.
    Was wäre leichter per Beschluss die Banken zu schließen, die Geldautomaten und das online Banking zu sperren, sich die nötige Zeit nehmen sich zu sanieren.
    Als selbstständiger Kleinunternehmer, aber auch kleine mittelständische Firmen, sind gezwungen Reserven auf der Bank zu lassen um nicht bei unvorhergesehene Ereignisse nackt zu stehen.
    Grössere Unternehmen, auch Schwergewichte, haben ganz andere Möglichkeiten, das Kapital über mehrere Banken oder Länder zu verwalten.
    Aber als einigermaßen gutverdiener, oder Rentner mit hohen Geldreserven, alles auf der Bank zu lassen und hoffen der Staat wird es schon richten, alles wird gut.
    Kann schön in die Hose gehen, wenn man 50, 70% seines Kapitals den Staat schenkt als gewissenhafter Bürger, dann hat man sich auch eine Urkunde verdient für so eine große Großzügigkeit!

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