Frankreich löst Goldreserven in den USA auf – ersetzt durch neue Barren

Frankreich holt Gold aus den USA zurück. Umbau bringt Milliarden-Gewinn und stärkt die Kontrolle über die eigenen Reserven.

Die Bank of France hat 129 Tonnen Gold aus den USA abgezogen und vollständig nach Paris verlagert. Die Goldreseven lagen zuvor bei der Federal Reserve Bank of New York. Statt physischem Rücktransport verkaufte die Notenbank das Gold und erwarb neue, standardisierte Barren in Europa. Das geht aus einem Bericht der Bank of France hervor. Hintergrund ist eine Modernisierung der Reserven. Die Maßnahme knüpft an frühere Umschichtungen seit dem Ende von Bretton Woods system an. Laut Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau sei der Schritt technisch begründet. Durch den gestiegenen Goldpreis entstand ein Gewinn von rund 13 Milliarden Euro.

Goldreporter-Kommentar: Zentralbanken managen ihre Goldreserven zunehmend aktiver. Russland, die Türkei und Polen stellten Bestände zeitweise zur Disposition, um Haushaltslöcher zu schließen. Auch in den USA und in Italien gab es zuletzt Diskussionen über eine Monetarisierung von Gold. Die Zentralbank-Nachfrage war in den vergangenen Jahren ein wichtiger Treiber am Goldmarkt. Dreht dieser Sektor in Richtung Netto-Verkäufe, könnte das den Goldpreis zumindest kurzfristig unter Druck setzen. Allerdings trat Frankreich im aktuellen Fall als Verkäufer und Käufer gleichermaßen auf.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Ranking und Entwicklungen

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3 Kommentare

  1. Gold verkauft, vom Erlös neues Gold gekauft und damit 13.000.000.000 Euro Gewinn gemacht weil der Goldpreis gestiegen ist. Dazu müsste man aber wissen: Wann wurde verkauft, wann wurde neu gekauft und wann wurde der Gewinn verbucht? Und wie sieht der Saldo aktuell aus diesem Deal aus?

    • @Nivel
      Ich glaube, darum geht es nicht. Das umgerubelte Gold wird sicher in absehbarer Zeit nicht verkauft. Da kann in den Büchern aus Papier stehen, was es will und zur Not kann man die auch noch wegschmeissen.
      Es geht darum, dass das Gold nicht mehr in fremden Besitz ist, mit lediglich einem Eigentums Nachweis, der nur soviel wert ist, wie die Tinte auf diesem Nachweis.
      Das ist übrigens beim sog. Eigenheim genau so.
      Der stolze, fälschlich, Besitzer genannt, besitzt nur das Papier, das Eigenheim besitzt jedoch der Staat.
      Und der kann jederzeit enteignen, wie Trump es bei so manchem auch tut.
      Nur, das französische Gold kann er jetzt nicht mehr so einfach in Beschlag nehmen, das deutsche jedoch schon.
      Offenbar hat es nicth nicht jeder mitbekommen:
      Verträge, Nachweisurkunden, Besitzurkunden, Völker -und Menschenrechts Urkunden sind seit einiger Zeit nichts mehr wert.
      Präsidenten kommen und gehen, aber das war eine Blaupause und Vorlage.

      • @Maruti
        Kurzfassung:
        Du hast, was Du in der Hand hast.
        Und nur das.
        Dazu zählen auch Deine Fähigkeiten in Hand und Hirn.
        Alles andere ist Phantasie.

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