Trotz Fortschritten im Iran-Konflikt bleiben die Anleihe-Renditen erhöht. Für den Goldpreis sendet der Markt gemischte Signale.

Geopolitische Entspannung
Die Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben für leichte Entspannung an den Märkten gesorgt. Dies macht sich bemerkbar in einem sinkenden Ölpreis, positiver Stimmung an den Aktienmärkten und einer Erholung der Edelmetall-Preise. Ob sich daraus eine stabile Entwicklung ergibt, bleibt angesichts der wechselhaften Nahost-Nachrichtenlage abzuwarten.
Die Geopolitik sendet Entspannungssignale – die Anleihemärkte bleiben dagegen skeptisch.
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Geldpolitischer Druck, Renditen stabil
Dass die Märkte der geopolitischen Entspannung noch nicht vollständig trauen, zeigen auch die weiterhin erhöhten Anleiherenditen. Hier belastet auch der restriktivere Unterton nach der Fed-Sitzung am vergangenen Mittwoch.
Denn die Verzinsung 10-jähriger US-Bonds ist trotz des Nahost-Deals leicht angestiegen, bleibt jedoch unter der Marke 4,5 Prozent. In Europa zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Aber auch hier tendieren die Marktzinsen insgesamt fester. So rentierten 10-jährige deutsche Staatsanleihen zuletzt mit 2,96 Prozent, minimal über der Vorwoche.
Ausblick Zinsen und Gold
Die US-Notenbank hat die Märkte auf steigende Zinsen vorbereitet. Die EZB hat den Leitzins bereits angehoben. Das spiegelt sich in den festen Renditen wider. Da die Notenbanken ihre Entscheidungen datenbasiert vornehmen, könnte sich das Blatt auch wieder wenden – sofern die Inflationserwartungen mit dem sinkenden Ölpreis merklich zurückgehen. Die Goldpreis-Entwicklung war zuletzt vor allem durch charttechnische Schwäche und die gesunkene Investmentnachfrage geprägt. Allerdings wirken sich steigende Zinsen auch belastend auf den Goldmarkt aus.
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