Die GLD-Bestände steigen kräftig und erreichen den höchsten Stand seit neun Wochen. Der Goldpreis erreichte erstmals seit Juni wieder die Marke von 4.400 US-Dollar.

ETF-Nachfrage zieht deutlich an
Die Erholung beim größten Gold-ETF gewinnt an Dynamik. Der SPDR Gold Shares (GLD) stockte sein Inventar innerhalb einer Woche um fast zwölf Tonnen auf. Gleichzeitig setzte der Goldpreis seinen Anfang August begonnenen Aufwärtstrend fort. Am Donnerstag erreichte das Edelmetall erstmals seit dem 4. Juni 2026 wieder die Marke von 4.400 US-Dollar.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die GLD-Bestände steigen die vierte Woche in Folge auf 1.025,81 Tonnen – den höchsten Stand seit neun Wochen.
- Innerhalb einer Woche kamen 11,66 Tonnen hinzu; gleichzeitig flossen netto 1,22 Milliarden US-Dollar in den Fonds.
- Der Goldpreis erreichte am Donnerstag erstmals seit dem 4. Juni wieder die Marke von 4.400 US-Dollar.
Die Goldbestände des größten Gold-ETF haben sich zuletzt deutlich erholt. Dabei beschleunigte sich der Bestandsaufbau in der vergangenen Woche.
GLD mit kräftigem Bestandszuwachs
Der SPDR Gold Shares (GLD) erhöhte seine Goldbestände innerhalb einer Woche um 11,66 Tonnen auf 1.025,81 Tonnen. Das entspricht einem Plus von 1,15 Prozent gegenüber der Vorwoche. Damit legte das Inventar des weltgrößten Goldfonds die vierte Woche in Folge zu und erreichte den höchsten Stand seit neun Wochen. Seit dem 15. Juli kamen insgesamt 23,93 Tonnen hinzu.
Auch beim Kapitalfluss zeigt sich nun eine deutliche Veränderung. Nach unserer Berechnung flossen dem Fonds innerhalb der vergangenen fünf Handelstage netto 1,22 Milliarden US-Dollar zu. In der Vorwoche hatte sich noch ein geringfügiger Nettoabfluss von 0,99 Millionen US-Dollar ergeben. Damit liefern Bestandsentwicklung und Kapitalfluss diesmal ein einheitlich positives Signal.
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Jahresbilanz verbessert sich
Der jüngste Bestandsaufbau hat das Minus seit Jahresbeginn weiter reduziert. Gegenüber dem 31. Dezember 2025 liegen die GLD-Bestände noch 62,69 Tonnen beziehungsweise 4,18 Prozent im Minus.
Der kumulierte Netto-Kapitalabfluss seit Jahresbeginn beträgt nach unserer Berechnung 6,96 Milliarden US-Dollar. Mit aktuell 1.025,81 Tonnen hält der Fonds weiterhin deutlich weniger Gold als bei seinem Rekordbestand von 1.351,54 Tonnen im Dezember 2012.
Silber-ETF ebenfalls mit starken Zuflüssen
Auch beim iShares Silver Trust (SLV) fiel der Bestandszuwachs zuletzt kräftig aus. Das Inventar stieg innerhalb einer Woche um 182,72 Tonnen beziehungsweise 1,21 Prozent auf 15.313,54 Tonnen. Gleichzeitig flossen dem Fonds netto 371,38 Millionen US-Dollar zu. Damit setzte sich die Erholung beim größten Silber-ETF fort.
Seit Jahresbeginn liegen die SLV-Bestände allerdings weiterhin um 1.377,20 Tonnen beziehungsweise 6,88 Prozent im Minus. Der kumulierte Kapitalabfluss beträgt 2,84 Milliarden US-Dollar.
Bedeutung für den Goldmarkt
Die Entwicklung beim GLD gewinnt weiter an Aussagekraft. Vier Wochen mit steigenden Goldbeständen und der zuletzt deutlich beschleunigte Zufluss sprechen dafür, dass institutionelle ETF-Anleger wieder stärker am Goldmarkt aktiv werden. Besonders auffällig ist, dass nun nicht nur die Bestände steigen, sondern gleichzeitig auch erhebliche Kapitalzuflüsse registriert werden.
Dazu passt die Entwicklung beim Goldpreis. Nachdem Anfang August der Ausbruch aus der sechsmonatigen Korrektur gelungen war, setzte sich die Aufwärtsbewegung zuletzt fort. Am Donnerstag erreichte Gold erstmals seit dem 4. Juni wieder die Marke von 4.400 US-Dollar.
Damit verstärken sich derzeit zwei Signale gegenseitig: die verbesserte technische Lage am Goldmarkt und die wieder anziehende ETF-Nachfrage. Ob daraus eine nachhaltige Rückkehr größerer Kapitalströme in Gold entsteht, werden die kommenden Wochen zeigen. Die jüngsten GLD-Daten liefern dafür zumindest ein deutlich stärkeres Signal als noch in der Vorwoche.


