Der Goldpreis bewegt sich weiter im Aufwärtstrend. Gleichzeitig verzeichnen große Edelmetall-ETFs deutliche Schwankungen bei Beständen und Kapitalbewegungen.

Goldpreis tendiert aufwärts
Der Goldpreis setzte seinen übergeordneten Aufwärtstrend zuletzt fort, wobei die Schwankungen am Markt etwas nachließen. Am Mittwoch schloss die Feinunze am Spotmarkt bei 5.173 US-Dollar beziehungsweise 4.482 Euro. Damit legte Gold innerhalb einer Woche um 0,5 Prozent zu, in Euro gerechnet sogar um 1,3 Prozent.
Investoren ziehen Milliarden aus großen Gold- und Silber-ETFs ab – ein Hinweis auf andauernde taktische Umschichtungen im Markt.
Auch Silber zeigte sich fester. Gegenüber der Vorwoche stieg der Preis um 2,6 Prozent auf 85,66 US-Dollar je Unze. In Euro gerechnet betrug das Plus 3,5 Prozent auf 74,21 Euro.
Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell
Größter Gold-ETF: Deutliche Kapitalabflüsse
Während sich der Goldpreis insgesamt stabil entwickelte, kam es im ETF-Sektor erneut zu stärkeren Bewegungen. Der weltweit größte Goldfonds, SPDR Gold Shares (GLD), meldete zum 11. März 2026 einen Goldbestand von 1.077,28 Tonnen. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Rückgang um 3,78 Tonnen.
Im Zeitraum vom 5. bis 11. März 2026 verzeichnete der Fonds zudem deutliche Kapitalabflüsse. Nach Berechnungen von Goldreporter summierten sich diese auf rund 1,18 Milliarden US-Dollar. Ende der vergangenen Woche sowie am Montag zogen Investoren zunächst größere Mittel ab, bevor an zwei darauffolgenden Tagen wieder Zuflüsse registriert wurden.
Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert
SLV: Auch Silberfonds mit Bestandsrückgang
Auch beim größten Silberfonds, dem iShares Silver Trust, gingen die Bestände zurück. Innerhalb von fünf Handelstagen verringerte sich das Inventar um 408,51 Tonnen auf zuletzt 15.539,06 Tonnen. Im gleichen Zeitraum ergaben sich Netto-Kapitalabflüsse von rund 800 Millionen US-Dollar.

Während ein Anteil des SLV rechnerisch etwa eine Unze Silber repräsentiert, entspricht ein Anteil des GLD ungefähr einem Zehntel einer Unze Gold.
ETF-Bewegungen als Stimmungsindikator
Kapitalbewegungen in Edelmetall-ETFs gelten als wichtiger Stimmungsindikator für institutionelle Investoren. Abflüsse werden häufig mit Gewinnmitnahmen oder taktischen Umschichtungen erklärt. Zuflüsse hingegen deuten eher auf eine strategische Aufstockung von Positionen hin.
Für die kurzfristige Preisbildung bleibt jedoch vor allem der Terminmarkt entscheidend. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken meist zeitverzögert und spiegeln eher die mittelfristigen Erwartungen größerer Marktteilnehmer wider.
Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung


Seit Anfang Februar werden der Gold- und Silberkurs permanent nach unten manipuliert. Der Vergleich mit dem Kursen an der Shanghai Gold Exchange (SGE) zeigt dies deutlich:
https://inproved.com/lbma-vs-sge/
Normalerweise schwanken die Kurse zwischen SGE und Comex/LBMA im Bereich +- 30 Dollar bei Gold und +- 10 Dollar bei Silber. Bei größeren Schwankungen greifen Arbitragehändler ein und gleichen dadurch die Unterschiede wieder aus. Die letzten 5 Wochen ist aber fast durchgehend der Goldpreis in China 10-40 USD höher und der Silberpreis 10-15 USD.
Dies zeigt, daß die Comex/LBMA-Bande derzeit permanent die Edelmetallkurse drücken, aber nur in der Range, die noch keine Arbitragegeschäfte lukrativ macht. Sie drücken den Kurs immer nur soweit, wie die SGE mitmacht + 40/15 USD, damit ja kein kostbares Metall nach Asien wandert.
Mal sehen, wer in den nächsten Monaten am längeren Hebel sitzt. Die Änderungen in Indien ab April dürften den Comex-Hebel schrumpfen lassen.
@RV
Der physische Goldmarkt reagiert überhaupt nicht mehr auf diese Drückereien. Im Gegenteil, ich beobachte nun schon seit geraumer Zeit, dass die physischen Preise eher steigen, wenn die Comextafeln rote Vorzeichen zeigen.
Ich habe meine Comex App mit den Gold und Silberpreisen deshalb rausgeschmissen, sie stimmten vorne und hinten nicht.
Das ergibt Sinn. Da sich das physische Gold zunehmend vom Papiergold abkoppelt, werde ich ab jetzt auch vorrangig auf die Händlerpreise schauen. Die Comex soll mir den Buckel runterrutschen und nach dem Steißbein mit der Zunge abbremsen.
@GR
Vielleicht können Sie bei den Marktdaten auch ein Fenster mit den aktuellen Händlerpreisen (Ankauf und Verkauf) für Gold und Silber einfügen. Das würde den Informationsgehalt der Seite steigern.
@RV
https://goldsilver.ai/metal-prices/shanghai-silver-price
bereits ab Weihnachten ein auffälliger Spread bei Silber.
Gold ist da unauffälliger:
https://goldsilver.ai/metal-prices/shanghai-gold-price
Danke für den Link, sehr informative Aufstellung, auch mit der Gegenüberstellung der Lagerbestände.
Die offensichtliche Beobchtung ist einfach. In China zahlt man mehr.
Rückschluss wäre, dass sich dort eine Akkumulation aufbaut Das wäre logisch. China produziert massen an Panels und baut bereits Roboter.
In den USA ist Silber af der Liste der Kritischen, glaube ich. Und für die können Importzölle und Mindestpreis sowie Bestände festgelegt und aufgebaut werden.
Meine Vermutung: Das Comex Treiben führt zu einem Abfluss Richtung Asien, der Regierung
gefällt das nicht.