Goldpreis an wichtiger Unterstützung – Spekulanten bauen Positionen aus

Der Goldpreis schloss die Woche an der wichtigen Unterstützung von 4.350 USD. Gleichzeitig bauten große Spekulanten ihre Netto-Long-Positionen wieder aus. 

Goldpreis bleibt schwankungsanfällig

Der Goldpreis hat eine erneut volatile Handelswoche unmittelbar an einer wichtigen charttechnischen Marke beendet. Am Freitag schloss Gold bei 4.350 USD je Unze. Dort verläuft derzeit eine kurzfristig bedeutende Unterstützung, in zunehmender Nähe zum 50-Tage-Durchschnitt. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Daten vom US-Terminmarkt, dass große Spekulanten zuletzt wieder stärker auf steigende Goldpreise gesetzt haben.

Goldreporter analysiert die aktuellen CoT- und COMEX-Daten.

Gold-CoT-Daten: Open Interest fällt

Laut den CoT-Daten der CFTC sank der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Futures-Kontrakte, per 8. September 2026 um 1 Prozent auf 411.227 Kontrakte.

Die Großen Spekulanten erhöhten ihre Netto-Long-Position um 1,7 Prozent auf 231.960 Kontrakte. Gleichzeitig stieg die Netto-Short-Position der Commercials um 2,1 Prozent auf 270.274 Kontrakte.

Mehr dazu: CoT-Daten Gold – aktuelle Daten und Einordnung

Spekulantenanteil steigt auf 56 Prozent

Der Anteil der Netto-Position der Großen Spekulanten am Open Interest erhöhte sich gegenüber der Vorwoche um einen Prozentpunkt auf 56 Prozent.

Das Niveau bleibt damit hoch, was das insgesamt bullische Momentum im Gold-Futures-Handel unterstreicht. Eine solche Positionierung kann die Volatilität am Goldmarkt fördern, denn spekulative Anleger reagieren ofr schnell auf kurzfristige Marktimpulse.

Open Interest sowie Netto-Positionen von Commercials und spekulativen Marktteilnehmern am Gold-Terminmarkt (Stand: 8. September 2026).
Open Interest sowie Netto-Positionen von Commercials und spekulativen Marktteilnehmern am Gold-Terminmarkt (Stand: 8. September 2026).

Open Interest zieht zum Wochenende wieder an

Nach dem Rückgang zum CoT-Stichtag nahm das Interesse am Gold-Futures-Handel im weiteren Wochenverlauf wieder etwas zu.

Am 11. September lag der Open Interest laut CME bei 413.547 Kontrakten. Gegenüber dem entsprechenden Stand der Vorwoche entsprach dies noch einem Rückgang um 0,2 Prozent. 

COMEX: Lieferanträge nehmen leicht zu

Unterdessen blieb die physische Deckung des COMEX-Goldhandels unverändert bei 66 Prozent.

Für die September-Kontrakte lagen bis zum 11. September 2.800 Lieferanträge vor. Das waren 245 mehr als eine Woche zuvor.

Damit bleibt die Zahl der tatsächlich zur Auslieferung angemeldeten Kontrakte vergleichsweise moderat. Einen außergewöhnlichen Druck auf die COMEX-Bestände lassen die aktuellen Zahlen nicht erkennen.

Goldpreis-Ausblick

Zum Wochenschluss rückt nun vor allem die Marke von 4.350 USD in den Mittelpunkt. Der Goldpreis schloss am Freitag praktisch unmittelbar an dieser technischen Unterstützung.

Gleichzeitig haben die Großen Spekulanten ihre Netto-Long-Positionen wieder ausgebaut, obwohl der gesamte Open Interest auf Wochensicht leicht zurückging. Der Spekulantenanteil stieg dabei auf 56 Prozent.

Damit bleibt Potenzial für stärkere kurzfristige Ausschläge bestehen. Hält die Unterstützung bei 4.350 USD, könnte sich die zuletzt beobachtete Bodenbildung fortsetzen. Ein klarer Bruch würde dagegen die darunterliegenden Unterstützungen wieder in den Fokus rücken.

Das Ergebnis der Fed-Sitzung am kommenden Mittwoch kann hier für entscheidende Kursimpluse sorgen. Am US-Terminmarkt wird die Chance auf eine Zinsanhebung derzeit mit 87 Prozent gehandelt.

Mehr zum aktuellen Marktgeschehen unter Goldpreis aktuell

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14 Kommentare

  1. Ich kann mir nicht vorstellen, dsss der Warsh die Zinsen vor den Midterms anhebt.
    Das bedeutet Inflatiin, QE ind schwacher Dollar.
    Dies führt wiederum zu höhheren Gold Preisen in Dollars.
    Die USA hat alles was sie braucht. Die brauchen keinen Export. Und Harley Fahrern, Wiskey Säufern oder Jeans Schlampen sind die Preise egal.
    Im Gegentei, je teuer, desto begehrter sind diese unnützen Dinge.
    Trump will und braucht billiges Geld und viel Geld.
    Und dabei bleibt es erst mal bis zum nächsten Potus.
    Gewählt ist gewählt.

  2. Es sieht wohl so aus, als ob die Huthi Milz den Golf von Aden am Eingang zum Roten Meer kontrollieren.
    Nach der Pipeline das nächst Problem. Es kommt nun kein Öl aus Saudi Arabien mehr nach Europa und wahrscheinlich auch kein Gas aus Katar.
    Die USA haben angekündigt, den Saudis keine militärische Hilfe zu leisten. Damit brennt der Nahe Osten vollends.
    Was das für Europas Wirtschaft ( ganz im Sinne von Trump) bedeutet, braucht man nun wirklich nicht zu erörtern. Ich jedenfalls rechne schon mit Ölpreisen von 300 Dollar, für Öl in Europa. Und nicht nur Öl.

  3. Laurent Maurel schreibt heute in seinem Kommentar:
    Nvidia, Japan, Öl, Gold: Die vier Facetten desselben Marktes:
    „Wenn hochverschuldete Länder nicht mehr in der Lage sind, gleichzeitig ihre Währung zu verteidigen, ihre Zinssätze einzudämmen und ihre Defizite zu finanzieren, ohne auf verstärkte Interventionen der Zentralbank zurückzugreifen, gewinnt Gold seine Rolle als monetärer Vermögenswert zurück, der niemandes Schuld ist.“
    Diesem sollte man Beachtung schenken.
    Der Artikel wurde eingestellt in
    https://www.goldseiten.de/artikel/713773–Laurent-Maurel~-Nvidia-Japan-Oel-Gold~-Die-vier-Facetten-desselben-Marktes.html

  4. wenn der Ölpreis explodiert werden die Metalle denk ich folgen. aktuell wird noch argumentiert dass der Höhe Ölpreis schlecht für Gold ist, dass wird sich ändern. siehe 70er Jahre. hab mir gerade noch zwei Krügerrand gegönnt.

    • @Peter Parker
      Glückwunsch von mir zu Ihrer Entscheidung.
      Nichts desto trotz ist es doch eigentlich ein Desaster für die Regierenden, dass sich Bürger Goldstücke gönnen müssen, weil sie weder der Währung noch der gewählten Regierung mehr vetrauen wollen.
      Das ist der eigentliche Knackpunkt und das sieht man letztlich nun auch an den Wahlergebnissen in aller Welt, so man dort unabhängig wählen darf.

      • Maruti:
        Also mit den Wahlergebnissen ist das so eine Sache. Bei den Bürgermeisterwahlen in Hannover hat der Amtsinhaber der Grünen (Belit Onay) mit deutlichem Abstand gewonnen. In den Stadtteilen mit besonders hohen Migrantenanteilen haben die Grünen exorbitant hohe Ergebnisse eingefahren. Die Herkunft und möglicherweise die versprochene Migrantenquote bei der Besetzung von Stellen im öffentlichen Dienst waren wohl mitentscheidend.
        Hier im Umland hat die SPD satte Ergebnisse eingefahren. Man könnte denken, es habe die Affären um Hüliya Iri, den Sechsfachmord in Stade, den Vorwurf gegen T. Notzke, die neueste Entwicklung betreffend T, Kracht und die Sperrung von AfD-Kandidaten durch das SPD-geführte Innenministerium niemals gegeben. Die SPD steckt hier knietief in den Schwierigkeiten und wird trotzdem en masse gewählt. Ich frage mich, was noch passieren muss, damit es zu einem Denk- und Lernprozess bei den Bürgern kommt.

        • @Racew
          Hannover ist ein besonderes Kapitel.
          Das war mir schon klar, als Schröder oder auch Wulff noch in der Staatskanzlei sassen. Der eine dem Alkohol verfallen, der andere in zwielichtigen Damen.
          Und daher notorisch unter Geldmangel leidend.
          Dann kam noch das Milieu der Hells Angels mit ihrem Anführer, Hahnebutt oder wie der hiess, mit den guten Kontakten zur Staatskanzlei und Rotlicht Milieu am Steintor dazu.
          Ich hätte den fast mal erwürgt.Der mag mich noch heute nicht.
          Und mitten drinnen auch noch stimmig Frau Margot Käßmann von der Kirche. Ich kannte alle nur zu gut.
          Nicht nur beim Bratwurst Glöckle am Tischchen.
          Die beste aller Sahnen war allerdings ein Grüner.
          Trittin oder so ähnlich mit seiner WG in der Cellerstrasse und dem russenden VW Bulli.
          Und ich mitten drinnen mit ihm und seinen Bekannten, hin und wieder im diesem Bistro, Lister Meile, gegenüber vom Pelzhaus Böker, fast jeden Morgen. Auch mein Frühstücks Caffee.
          Ein besonderes Kapitel. (Damals gab es noch Brinkmann ).
          Tja, Hannover. Das Sahnehäubchen allerdings war der Keks-Typ, Bahlsen oder so ähnlich mit seinen Konsorten, Piech von VW etwa und einem Herzchirurgen vom Oststadt KH.
          Die luden mich einmal ein, um mir die deutsche Staatsbürgerschaft anzudrehen.
          Mehr brauchten die beiden wirklich nicht. Ich verstehe viel Spass, aber alles hat Grenzen.
          Kennen Sie das deutsche Sprichwort „ Ich machte die zu Schnecke ?“ Fürs Erwürgen waren mir meine Hände zu schade :)

        • @RACEW
          Genau deswegen halte ich Metall für absolut alternativlos.
          Wer auf einen grundlegenden politischen Wechsel hofft, ist m.E. ein irrealer Träumer.
          Spruch: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
          Ich: Ja, aber sie stirbt.
          Wie man bei den Niedersachsen gestern sehen konnte, WOLLEN die Dummländer unbedingt den Untergang.
          Sie WOLLEN ihn, grundlegend und nicht mit Airbag.
          Ok, der Wunsch wird ihnen erfüllt werden.
          Voll verdient.
          Merkt Euch das, wenn dann später rumgeheult und nach Mitleid gebettelt wird.

    • Hallo Zusammen
      Gold und Silber im Sinkflug.
      Aber alle haben possaunt Korrektur vorbrei.
      Jetzt kommt der Ausbruch nach oben!
      Fehlanzeige!
      Bei diesen Psycho Irrenhäusler Märkten ist eine Prognose unmöglich. Da nützen die ganzen Charts und Linien und das und jenes einen Dreck!
      Meine Meinung!
      Grüsse aus der Schweiz

  5. @PeterParker
    Bezüglich der Banken und den mit den Banken verknüpften Finanzämtern:
    Bewahren Sie die Quittungen der Münzen unbedingt auf.
    Bei einer Veräusserung, egal ob privat oder über Händler brauchen Sie den Herkuntftsnachweis. Sowohl für das Geld als auch für die Münzen.
    Verweigern Sie den, geht automatisch eine Meldung an die Steuerfahndung. ( FIU, Finanze intelligence unit oder so)
    Das wissen viele nicht. Selbst dann, wenn Sie dem Händler sagen, nein danke, dann verkaufe ich nicht und rausgehen.
    Man muss also nachweisen können, woher das Geld für den Goldkauf stammte und woher das Gold kam, das man nun verkaufen will und ob überhaupt nun Steuern anfallen. ( Haltedauer).
    Geht der Kauf über Banken oder bei Bargeld dann ga mit Bankeinzahlungen aus Konto, sind diese Quittungen lebenswichtig. Es gibt automatischen Datenableich durch ausgefuchste Software und AI, als auch Meldungen ans Finanzamt, welche durchaus auch anonym ( bei privater Veräusserung) sein können.
    Der Staat tut vielleicht nicht viel, um den Bürger vor Unheil zu schützen, aber er tut alles Erdenkliche, um an das Geld seiner Bürger zu gelangen. Das war immer so.

  6. Hallo Zusammen
    Man sollte nie eine Prognose über die Aktienmärkte abgeben.
    Ich mache es jetzt trotzdem!! Wenn ich falsch liege, Schande auf mein Haupt!
    Bei einem Oelpreis von 107 Dollar werden die Märkte fallen. Es könnte heftig werden!

    Beste Grüsse aus der Schweiz!

  7. Hallo Zusammen
    Goldminen Aktien fallen mit dem Goldpreis.
    Es gibt aber noch ein anderes Problem, dass niemand auf dem Radar hat.
    Die Betriebskosten steigen, wegen der exorbitant teuren Energiepreise! Und Minen brauchen viel Strom, Benzin und Diesel um diese Metalle aus dem Boden zu holen!
    Die Aktienmärkte fallen, ob es tatsächlich eine
    fulminante Korrektur daraus gibt???
    Vielleicht? Mein Freund rief mich an und meinte zu den Aktienmärkten: It’s only the Begining! Es bleibt spannend!
    Was meint der Dauerbrenner Maruti dazu?
    Grüsse aus der Schweiz!

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