Gold-ETF: Kapitalabflüsse flauen ab – Investoren bleiben zurückhaltend

Die Abflüsse aus den größten Silber- und Gold-ETFs setzen sich fort. Allerdings hat sich das Tempo gegenüber der Vorwoche deutlich verlangsamt.

Bestände von Gold- und Silber-ETFs sinken weiter im Juni 2026
Die Goldbestände des GLD gingen auch in den vergangenen fünf Handelstagen zurück.

Gold-ETF verliert weiter Kapital

Die Kapitalabzüge aus den größten Edelmetall-ETFs halten an. Allerdings fällt der Verkaufsdruck deutlich geringer aus als noch während der jüngsten Goldpreis-Korrektur. Der SPDR Gold Shares (GLD) meldete per 17. Juni 2026 physische Goldbestände von 1.013,07 Tonnen. Damit verringerte sich die Lagermenge innerhalb einer Woche um 0,57 Tonnen beziehungsweise 0,06 Prozent.

Die ETF-Anleger bleiben auf Distanz – doch der massive Verkaufsdruck der Vorwoche hat deutlich nachgelassen.

Seit Jahresbeginn gingen die Goldbestände des weltweit größten Gold-ETF um 57,49 Tonnen beziehungsweise 5,37 Prozent zurück. Gleichzeitig flossen innerhalb der vergangenen fünf Handelstage rund 192 Millionen US-Dollar aus dem Fonds ab. Der kumulierte Kapitalabfluss seit Jahresbeginn beläuft sich inzwischen auf 8,3 Milliarden US-Dollar.

Pro ausgegebenem GLD-Anteil muss der Betreiber rund ein Zehntel Unze Gold physisch hinterlegen. Veränderungen bei den Beständen gelten deshalb als Indikator für das institutionelle Anlegerinteresse.

Silber-ETF mit stärkeren Metallabflüssen

Währenddessen verzeichnete auch der iShares Silver Trust (SLV) weitere Rückgänge. Der Silberbestand sank binnen einer Woche um 88,62 Tonnen oder 0,59 Prozent auf 14.939,09 Tonnen.

Seit Jahresbeginn verringerte sich die Lagermenge um 1.505 Tonnen beziehungsweise 9,15 Prozent. Gleichzeitig zogen Investoren innerhalb der vergangenen Woche netto 111 Millionen US-Dollar aus dem Fonds ab. Im laufenden Jahr summieren sich die Kapitalabflüsse auf rund 3,5 Milliarden US-Dollar.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 17. Juni 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche und seit Jahresbeginn.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 17. Juni 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche und seit Jahresbeginn.

Ein Anteil des SLV ist offiziell mit etwa einer Unze Silber gedeckt. Entsprechend führen größere Mittelbewegungen regelmäßig zu physischen Zu- oder Abgängen im Fondsbestand.

ETF-Anleger bleiben vorsichtig

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Investmentnachfrage nach Edelmetallen weiterhin verhalten bleibt. Allerdings hat sich die Dynamik der Mittelabflüsse gegenüber der Vorwoche deutlich abgeschwächt. Damals hatten Anleger allein aus dem GLD noch rund 1,4 Milliarden US-Dollar abgezogen.

Damit deutet sich bislang keine Rückkehr größerer Kapitalströme in den Edelmetallsektor an. Gleichzeitig spricht das nachlassende Tempo der Abflüsse dafür, dass sich die Stimmung unter institutionellen Investoren zuletzt stabilisiert hat.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

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6 Kommentare

    • @Maruti
      Dazu ein echter Fall aus dem Leben: Pumuckl betreut (kostenlos als Nachbarschaftshilfe, logisch) gute Freunde beim Umgang mit „Dieben aller Art“ (Alles in Anführungsstrichen ist natürlich Satire !) .
      Konkreter Fall:
      Rentnerin mit BfA-Rente, Ehemann soeben verstorben, auch BfA-Rentner.
      Als nette Geste zur Beisetzung kommt von der BfA ein zig-Seiten Erhebungsbogen zu Vermögen/Einkommen.
      Sollte die gute Frau (und ihr verstorbener Mann) so „klug“ gewesen sein, in Papier fürs Alter zu sparen, wird das Geld jetzt „geklaut“.
      Dividenden, Zinsen, Mieterträge etc. sind mit Steuerbescheiden und anderen Papieren nachzuweisen.
      ALLES.
      Nette 40 % davon werden von der Witwenrente des toten Ehemannes abgezogen.
      Der hat 40 Jahre Beiträge bezahlt und Geld gespart und jetzt werden ihm 40 % „gestohlen“.

      Nette Kleinigkeit: im Erhebungsbogen wird explizit nach Beteiligungen z.B. an Windenergiefonds etc. bis hin zur Einspeisevergütung der PV-Anlage auf dem eigenen Dach gefragt.
      Auch davon werden 40 % einkassiert.
      Klasse !
      P.S. Gilt natürlich nur, wenn man „Schon länger hier Lebender“ ist.

        • @Julia
          Hätte man in Goldmünzen statt Papier gespart, würden die „Diebe“ leer ausgehen.
          Null statt 40 % weg.
          Und die „Rente“ wäre ein Vielfaches.
          Die Vergangenheit kann man nicht mehr heilen, aber die jungen Leute ab heute können den richtigen Weg noch einschlagen um später nicht bestohlen zu werden.

          Beispiel: die jetzt von der Politik neu beabsichtige „Aktivrente“ wird den Leuten in Zukunft garantiert auch wieder gestohlen. Und die 40 % werden ganz sicher irgendwann 100 % Abzug.

          Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.
          Verlass Dich auf den Staat und Du bist verlassen.

          • Das Problem ist, dass Sachwerte auch angegeben werden müssten genauso wie Einkommen. Macht man das nicht, dürfte man sich der Steuerhinterziehung strafbar machen oder?

  1. @Julia
    Man muß sich IMMER an die Gesetze des Landes halten, in dem man sich aufhält.
    Schreibe ich hier immer. Machen wir auch pedantisch.
    ABER: man darf ALLE LEGALEN Tricks nutzen.
    Das machen wir auch mit Freude.
    Und die gibt es immer und überall.
    Fast alle Gesetze sind von irgendeiner Lobby „gekauft“.

    Konkreter Fall: die BfA fragt nur nach EINKOMMEN, Nachweis durch Steuerbescheide.
    Die Einspeisevergütung der eigenen PV ist eben Einkommen.
    Gold länger als 1 Jahr gehalten ist steuerfrei, also raus.

    Fazit: legal, vielfache Performance und „diebstahlsicher“.

    Wenn das EU-Vermögensregister kommt muß an sich grundsätzliche Gedanken machen.
    Dann verläßt man eben die Gegenden, die von Dieben beherrscht werden.

    So übel ist die Welt da draußen gar nicht, wenn man nicht ARD/ZDF glaubt.
    Wenn ich die ÖRR-„Korrespondenten“ wie Thevessen über die USA reden höre, habe ich immer den schweren Verdacht, daß die noch nie drüben waren, sondern im Keller der ARD vor einem Poster sitzen und ihre Märchen vorlesen.
    Wir waren 8 Jahre drüben, der ÖRR/Thevessen müssen ganz woanders gewesen sein.

    Vergleich Florida zu BRD:
    Einkommensteuer: max.13 % statt 47 %.
    Mehrwertsteuer: 6 statt 19 %, auf Lebensmittel etc. NULL.
    Strom 9 Cent, Benzin 1 Euro.
    Dutzende von Steuern (Grunderwerb, Co2, EEG, Vermögensteuer, faktisch Erbschaftsteuer etc) sind völlig unbekannt.

    Und: Unzen kann man in unbegrenzter Menge anonym gegen Cash kaufen, weil die Regierung nicht gegen die Bürger arbeitet und sie auch nicht bespitzeln will.

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