Der größte Gold-ETF stockt seine Bestände erneut um 11 Tonnen auf. Der Goldpreis dreht bei 4.350 USD nach oben. Die aktuellen GLD- und SLV-Daten.

Gold-ETF baut Bestände weiter aus
Beim größten Gold-ETF hält die Serie steigender Bestände an. Der SPDR Gold Shares (GLD) meldet per 2. September 1.056,62 Tonnen Gold. Das sind 11,13 Tonnen mehr als vor einer Woche. Damit wächst das Inventar bereits die siebte Woche in Folge.
Das Wichtigste in Kürze
- Die GLD-Bestände steigen die siebte Woche in Folge auf 1.056,62 Tonnen.
- Innerhalb einer Woche kamen 11,13 Tonnen hinzu; netto flossen 169 Millionen US-Dollar in den Fonds.
- Der Goldpreis drehte bei 4.350 USD wieder nach oben, liegt im Wochenvergleich aber noch im Minus.
Seit Mitte Juli hat der GLD inzwischen 54,74 Tonnen Gold aufgenommen. Damit ist ein großer Teil des Bestandsrückgangs aus dem ersten Halbjahr wieder aufgeholt. Zum Jahresende 2025 waren 1.070,56 Tonnen gemeldet worden.
Auch beim Kapitalfluss blieb das Vorzeichen positiv. Nach unserer Berechnung flossen dem Fonds innerhalb von fünf Handelstagen netto 169,03 Millionen US-Dollar zu. Allerdings ist das erheblich weniger als die 1,97 Milliarden US-Dollar der Vorwoche.
Bestände und Kapitalfluss laufen damit weiter in die gleiche Richtung, wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik. Vor allem die Serie beim Inventar fällt mittlerweile ins Gewicht: Seit sieben Wochen hat der GLD seinen Goldbestand nicht mehr reduziert.
Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert
Jahresminus fast aufgeholt
Ende 2025 hielt der GLD 1.070,56 Tonnen Gold. Davon fehlen aktuell nur noch 13,94 Tonnen beziehungsweise 1,30 Prozent.
Auch die Kapitalbilanz hat sich erheblich verbessert. Seit Jahresbeginn errechnet sich noch ein Nettoabfluss von 2,15 Milliarden US-Dollar. Ende Juli hatte das Minus noch bei rund 8,8 Milliarden US-Dollar gelegen.
Damit haben die Zuflüsse der vergangenen Wochen einen großen Teil der vorherigen Abflüsse wettgemacht. Zum historischen Höchststand ist der Abstand allerdings weiterhin groß. Am 6. Dezember 2012 hielt der GLD 1.351,54 Tonnen Gold. Allerdings hat sich der Goldpreis seither auch fast verdreifacht.

Silber-ETF gibt etwas Metall ab
Beim iShares Silver Trust (SLV) zeigt die Wochenbilanz diesmal nach unten. Das Inventar sank um 43,04 Tonnen beziehungsweise 0,28 Prozent auf 15.319,69 Tonnen.
Auch beim Kapitalfluss gab es kaum Bewegung. Nach unserer Berechnung wurden netto 6,20 Millionen US-Dollar abgezogen.
Seit Jahresbeginn sind die SLV-Bestände um 1.124,45 Tonnen beziehungsweise 6,84 Prozent gesunken. Der kumulierte Kapitalabfluss beläuft sich auf 2,80 Milliarden US-Dollar.
Goldpreis dreht bei 4.350 USD
Interessant bleibt die Entwicklung beim GLD vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Goldpreis-Korrektur. Nach der 14-Prozent-Rally im August kamen die Kurse zuletzt deutlich zurück. Im Bereich von 4.350 US-Dollar setzte jedoch wieder Kaufinteresse ein und der Goldpreis drehte nach oben.
Gegenüber der Vorwoche steht dennoch ein Minus. Die GLD-Anleger ließen sich vom Rücksetzer bislang nicht zu größeren Verkäufen bewegen. Im Gegenteil: Der Goldbestand des Fonds nahm erneut um mehr als 11 Tonnen zu.
Das liefert einen ersten Hinweis darauf, dass die jüngste Korrektur von ETF-Anlegern bislang eher zum Einstieg genutzt wird. Ob die Marke von 4.350 USD tatsächlich einen neuen Boden bildet, muss sich allerdings noch zeigen. Nach dem kräftigen August-Anstieg wäre eine Stabilisierung auf höherem Niveau eine wichtige Voraussetzung für eine Fortsetzung der Rally.
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten



Middelkoop, der schlaue Holländer, sieht
Silber noch deutlich unterbewertet und hat sich gerade einen ordentlichen Silbervorrat gesichert.
Er sieht S I L B E R langfristig bei
500 Dollar!
Noch vor wenigen Tagen war meine Prognose dieselbe.
Langfristig bedeudet —-10 Jahre und länger, da bin ich aber vielleicht schon dement, wie meiner Mutter damals mit 77 Jahren der Herr Alzheimer auf die Schulter geklopft hat.
Anders bei Maruti, der hat eine Halbwertszeit von genau 53,5 Jahren und zappelt somit mindestens noch 25 Lenze.
Der hält aber von diesem Klimpergeld nicht viel!
@Donaustreuner
Das mit dem Klimpergeld stammt von Bandulet.
Er meinte damit, dass man mit solchen Silberthalern zur Not bezahlen kann. Einfach, weil es viele haben.Bei Gold ist das anders. Er bezeichnete das als Schatzmittel.
Silber zum Bezahlen, Gold zum Werterhalt.
Das Gresham Gesetz:
Wenn Sie Lebensmittel in einer Krise bezahlen müssten und Sie hätten die Auswahl im Laden:
Papiergeld, Silber Münzen, Goldmünzen, wo womit würden Sie bezahlen ?
Doch sicher
1. Mit dem Fiat Geld, das ausgeben und weg damit.
2. Mit den Silbermünzen und erst wenn nichts mehr geht
3. Eben mit Gold zuletzt.
@ Maruti
Ihre Beschreibung ist völlig richtig—-es gibt aber auch Dummköpfe welche es genau andersherum, also in falscher Reihenfolge machen.
Die Bandulet Lektüre kenne ich natürlich, ebenso die von Middelkoop. Beide Bücher sind absolut lesenswert.
Es könnte aber durchaus langfristig zu einer deutlich besseren Performance beim Silber kommen als beim Gold.
1. Silber wird immer knapper und begehrter und verbraucht.
2. Das Silber/Gold Ratio ist falsch. Da schlummert ein gewaltiger Hebel. Bei
1 zu 15 gibt’s einen gewaltigen Reibach.
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch!
@Donaustreuner
So sehe ich das auch. Allerdings müsste dazu
( industrielle Silbernachfrage) die Industrie selbst anziehen und das geht leider nur mit Geldflutungen und Zinssenkungen.
Doch ist bei den mit Anlagenotstand kämpfenden
Grossinvestoren alles möglich. Die hauen das Geld raus, egal wohin, Hauptsache weg damit.
Heute sieht man das bei VW. Werkschliessungen, Streiks, Sozialplanforderungen. Schrumpfende Verkaufszahlen, welche auch noch durch Eigenkäufe aufgehübscht werden.Eine sterbende Firma.
Aber, man kauft wieder die Papiere. Für unsereins würde das heissen, gutes Geld dem schlechten hinterher werfen.
VW hat keine Chance mehr. Vom Weltmarktführer zum Automobil Zwerg verkommen.Implodiert könnte man es nennen.
Die Auto Industrie liegt in Asien. Von dort kommen die Neuwagen. Otto Normalverbraucher hat das schon erkannt und kauft dort.