Die großen Edelmetall-ETFs zeigten zuletzt leichte Erholungssignale. Beim GLD dreht der Kapitalfluss ins Plus, während der größte Silberfonds Bestände ausbaut.
Gold-ETF verliert leicht an Beständen
Der SPDR Gold Shares (GLD) meldete per 15. Juli 2026 einen Bestand von 1.001,88 Tonnen. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Rückgang um 0,63 Tonnen beziehungsweise 0,06 Prozent.

Die ETF-Daten verbessern sich: Beim GLD fließt wieder Kapital zu, während der SLV deutlich an Beständen gewinnt.
Trotz der leicht sinkenden Goldbestände ergab sich nach unserer Berechnung ein Netto-Kapitalzufluss von 290,91 Millionen US-Dollar. Damit hat sich die Entwicklung gegenüber der Vorwoche verbessert. Denn zuvor waren die Bestände noch um 2,85 Tonnen gefallen und der Fonds verzeichnete einen Kapitalabfluss von 373,93 Millionen US-Dollar.
Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert
Seit Jahresbeginn bleibt die Bilanz negativ
Seit Jahresbeginn gingen die GLD-Bestände um 65,20 Tonnen beziehungsweise 6,42 Prozent zurück. Der kumulierte Netto-Kapitalabfluss beläuft sich inzwischen auf 9,44 Milliarden US-Dollar.
Der Abstand zum historischen Höchststand bleibt damit groß. Das Allzeithoch des Fonds lag bei 1.351,54 Tonnen am 6. Dezember 2012. Allerdings hat sich der Goldpreis seither fast verdreifacht.
Silber-ETF mit deutlichen Zuflüssen
Beim iShares Silver Trust (SLV) setzte sich die Erholung fort. Die Bestände stiegen innerhalb einer Woche um 57,65 Tonnen auf 14.957,28 Tonnen. Das entspricht einem Plus von 0,39 Prozent.
Begleitet wurde der Bestandsaufbau von einem Netto-Kapitalzufluss von 107,66 Millionen US-Dollar.
Die Jahresbilanz bleibt dennoch negativ. Seit dem Jahreswechsel gingen die SLV-Bestände um 1.521,92 Tonnen beziehungsweise 9,04 Prozent zurück. Der kumulierte Netto-Kapitalabfluss beträgt 3,55 Milliarden US-Dollar.

Goldmarkt weiter ohne klare Richtung
Die ETF-Daten zeigen weiterhin ein gemischtes Bild. Während die Goldbestände im GLD leicht zurückgingen, sprechen die positiven Kapitalflüsse dafür, dass sich die Anlegerstimmung zuletzt etwas verbessert hat. Im Silbermarkt fiel diese Entwicklung mit steigenden Beständen und Zuflüssen sogar noch deutlicher aus.
Am Goldmarkt fehlt dennoch weiterhin ein klarer Trend. Neben der charttechnischen Situation beeinflussen vor allem die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie die Erwartungen an die Geldpolitik das Verhalten vieler Investoren.