Die größten Edelmetall-ETFs verzeichnen weitere Abflüsse. Beim GLD beschleunigte sich der Kapitalabzug zuletzt deutlich.

Gold-ETF verzeichnet kräftige Abflüsse
Der größte Gold-ETF der Welt hat seine Bestände zuletzt deutlich stärker reduziert. So meldete der Betreiber des SPDR Gold Shares (GLD) per 3. Juni 2026 einen Goldbestand von 1.026,86 Tonnen. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Rückgang um 8,00 Tonnen.
Gold und Silber verlieren weiter ETF-Kapital – besonders beim GLD haben sich die Abflüsse zuletzt deutlich beschleunigt.
Seit Jahresbeginn sind die GLD-Bestände damit um 43,70 Tonnen beziehungsweise 4,08 Prozent gesunken. In den vergangenen fünf Handelstagen flossen netto 1,14 Milliarden US-Dollar aus dem Fonds ab. Damit haben sich die Kapitalabflüsse gegenüber der Vorwoche nochmals deutlich beschleunigt.
GLD folgt dem schwächeren Goldmarkt
Der GLD gilt als wichtiger Stimmungsindikator am Goldmarkt. Ein Fondsanteil repräsentiert rechnerisch rund eine Zehntel Unze Gold. Das Edelmetall ist physisch hinterlegt, eine Auslieferung an Privatanleger erfolgt jedoch nicht.
Die jüngsten Abflüsse passen zur schwächeren Entwicklung am Goldmarkt. Der Goldpreis notiert weiterhin unter der Marke von 4.500 US-Dollar je Unze und bewegt sich im Bereich der viel beachteten 200-Tage-Linie. Damit bleibt die charttechnische Lage angespannt.
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Auch Silber-ETF unter Druck
Auch beim weltweit größten Silber-ETF gab es zuletzt erhebliche Mittelabzüge. Beim iShares Silver Trust (SLV) wurden innerhalb einer Woche 141,61 Tonnen Silber ausgebucht. Der Bestand sank damit per 3. Juni 2026 auf 15.036,17 Tonnen.
Seit Jahresbeginn verringerte sich die Lagermenge um rund 1.408 Tonnen beziehungsweise 8,56 Prozent. Gleichzeitig zogen Anleger netto 324 Millionen US-Dollar aus dem Fonds ab. Ein Anteil des SLV ist offiziell mit einer Unze Silber hinterlegt.

Anleger bleiben vorsichtig
Die Entwicklung bei GLD und SLV zeigt weiterhin eine zurückhaltende Haltung vieler Investoren gegenüber Edelmetallen. Während Gold und Silber in den vergangenen Jahren stark von ETF-Zuflüssen profitierten, setzt sich derzeit die Gegenbewegung fort.
Ein Teil des Kapitals dürfte weiterhin in wachstumsstarke Technologiewerte fließen. Zudem sorgen höhere Marktzinsen dafür, dass Anleihen für viele Anleger wieder attraktiver erscheinen.
Für den Goldmarkt bedeutet dies: Solange die ETF-Bestände sinken und institutionelles Kapital abgezogen wird, fehlt ein wichtiger Nachfrageimpuls. Neue Zuflüsse würden dagegen als Signal gelten, dass größere Anleger wieder verstärkt auf Gold und Silber setzen.
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