Aus dem größten Gold-ETF der Welt wurde zuletzt mehr als eine Milliarde US-Dollar abgezogen. Der Silber-ETF SLV verzeichnete dagegen leichte Zuflüsse.

Gold-ETF: Investoren greifen wieder zu
Der SPDR Gold Shares (GLD), der weltweit größte Gold-ETF, verzeichnete innerhalb der vergangenen fünf Handelstage einen Netto-Kapitalabfluss von 1,03 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sanken die Bestände des Fonds um 7,99 Tonnen auf 1.005,36 Tonnen. Das ist im Rahmen unserer wöchentlichen Analyse der niedrigste Stand seit Ende September 2025.
Damit wurde der positive Impuls aus der Vorwoche wieder aufgehoben. Damals hatte der GLD nach mehreren Wochen mit Abflüssen erstmals wieder Kapital angezogen. Nun zeigt sich: Das Kaufinteresse institutioneller Anleger bleibt fragil, während Gold zuletzt weiter unter Druck stand.
Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert
Seit Jahresbeginn deutliche Abflüsse
Seit Jahresbeginn sind die GLD-Bestände um 65,20 Tonnen zurückgegangen. Das entspricht einem Minus von 6 Prozent gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2025. Der Netto-Kapitalabfluss beläuft sich in diesem Zeitraum auf 9,36 Milliarden US-Dollar.
Der Abstand zum früheren Bestandshoch bleibt damit groß. Das Allzeithoch des Fonds lag bei 1.351,54 Tonnen am 6. Dezember 2012.
Silber-ETF mit leichten Zuflüssen
Beim iShares Silver Trust (SLV) zeigte sich dagegen eine leichte Stabilisierung. Die Silberbestände stiegen gegenüber der Vorwoche um 4,22 Tonnen auf 14.922,22 Tonnen. Gleichzeitig meldete der Betreiber Netto-Zuflüsse in Höhe von 14,14 Millionen US-Dollar.
Seit Jahresbeginn bleibt die Bilanz aber auch beim größten Silber-ETF klar negativ. Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2025 sind die Bestände um 1.521,92 Tonnen gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 9,26 Prozent. Der Netto-Kapitalabfluss seit Jahresbeginn beträgt 3,62 Milliarden US-Dollar.

Einordnung für Goldmarkt
Die aktuellen ETF-Daten zeigen ein gemischtes Bild. Während Silber zuletzt geringe Zuflüsse verzeichnete, dominieren beim größten Gold-ETF wieder Abflüsse. Das spricht dafür, dass sich viele Anleger nach der starken Korrektur noch zurückhalten.
Gleichzeitig gilt: Wenn die Stimmung am Goldmarkt besonders schlecht ist, kann dies auch Chancen für eine Gegenbewegung eröffnen. Denn in solchen Phasen sind viele Verkäufe oft bereits erfolgt, während schon kleinere positive Impulse ausreichen können, um kurzfristig wieder Kaufinteresse auszulösen.
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