GLD und SLV melden erstmals wieder deutliche Zuflüsse. Dennoch bleibt die ETF-Nachfrage im Silber- und Goldmarkt seit Jahresbeginn schwach.

Gold-ETF-Bestände gestiegen
Nach den starken Abflüssen der vergangenen Wochen haben sich die Bestände des größten Gold-ETF zuletzt wieder etwas erholt. Von einem nachhaltigen Trendwechsel kann allerdings noch keine Rede sein.
Nach monatelangen Abflüssen fließt wieder Kapital in Gold- und Silber-ETFs. Für eine echte Trendwende ist es am Goldmarkt aber noch zu früh.
Der SPDR Gold Shares (GLD) meldete per 12. Mai 2026 einen Bestand von 1.038,28 Tonnen. Damit legte das Inventar innerhalb von fünf Handelstagen um 5,08 Tonnen zu.
Parallel dazu flossen dem Fonds rund 180 Millionen US-Dollar an neuem Kapital zu.
Trotz dieser Erholung bleibt die Jahresbilanz deutlich negativ. Seit Januar summieren sich die Kapitalabflüsse aus dem GLD weiterhin auf rund 4,5 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig gingen die Goldbestände um etwa 32 Tonnen zurück.
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GLD bleibt wichtigster ETF-Indikator
Der Goldfonds GLD gilt als zentraler Gradmesser für Kapitalbewegungen im Gold-ETF-Segment. Ein Anteil repräsentiert rechnerisch eine Zehntel Unze physisch hinterlegten Goldes.
ETF-Ströme reagieren dabei meist trendfolgend. Größere Kapitalbewegungen entstehen häufig erst, nachdem sich eine Marktbewegung bereits etabliert hat.
Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert
Auch Silberfonds mit Erholung
Auch beim größten Silber-ETF zeigte sich zuletzt wieder etwas mehr Nachfrage. Die Bestände des iShares Silver Trust (SLV) stiegen innerhalb einer Woche um 60,52 Tonnen auf 15.118,67 Tonnen.
Innerhalb von fünf Handelstagen flossen dem Fonds netto rund 522 Millionen US-Dollar zu.
Die Jahresbilanz bleibt dennoch schwach. Seit Jahresbeginn gingen die SLV-Bestände um rund 8 Prozent beziehungsweise 1.326 Tonnen zurück. Parallel dazu summieren sich die Kapitalabflüsse auf etwa 3,3 Milliarden US-Dollar.

ETF-Ströme spiegeln die Unsicherheit am Goldmarkt
Die jüngsten Bewegungen bei GLD und SLV zeigen weiterhin ein uneinheitliches Bild am Silber- und Goldmarkt. Nach der Korrekturphase im März und April fehlt bislang ein klarer neuer Trend.
Viele Investoren reagieren kurzfristig auf die hohe Volatilität bei Silber- und Goldpreis. Entsprechend schwanken auch die ETF-Ströme derzeit deutlich.
Silber- und Goldpreis in Wartestellung
Der Goldpreis scheiterte zuletzt mehrfach an einem Ausbruch über die 50-Tage-Linie. Vor allem die Bereiche um 4.700 und 4.800 US-Dollar bleiben stark umkämpft.
Silber ist technisch bereits einen Schritt weiter. Mit Kursen von zuletzt knapp über 86 US-Dollar notiert das Edelmetall allerdings weiterhin rund 25 Prozent unter dem Rekordhoch vom Januar. Beim Goldpreis beträgt der Abstand zum Hoch derzeit rund 13 Prozent.
Mehr zur aktuellen technischen Lage: Goldpreis-Chartechnik


