Jetzt Gold kaufen? Preise steigen kräftig, Edelmetall-Anbieter melden eine Geschäftsbelebung. Die Aufgelder sinken. Besonders günstig bleibt Gebrauchtware.

Gold kaufen: Krügerrand nähert sich 3.900 Euro
Die kräftige Erholung der Edelmetallpreise hat sich unmittelbar im deutschen Edelmetall-Handel niedergeschlagen. Eine prägefrische Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze kostete am Freitag um 17 Uhr durchschnittlich 3.895,81 Euro. Das ergibt unsere wöchentliche Preisabfrage bei sechs deutschen Edelmetall-Händlern.
GegenĂĽber der Vorwoche stieg der Verkaufspreis damit um 6,5 Prozent. Der Euro-Goldkurs legte im gleichen Zeitraum sogar um 6,7 Prozent auf 3.762,24 Euro je Unze zu.
Das Wichtigste in KĂĽrze
- Gold und Silber sind binnen einer Woche kräftig gestiegen – Händler melden eine Belebung der Nachfrage.
- Mit den höheren Preisen sind die Aufgelder gesunken: beim Krügerrand auf 3,55 Prozent, beim 100-g-Goldbarren auf 2,13 Prozent.
- Gebrauchtware bleibt günstiger: Alte Krügerrand kosten im Schnitt 75,75 Euro weniger, ältere Maple Leaf Silber 7,60 Euro weniger als Neuware.
Damit ist das durchschnittliche Aufgeld beim Krügerrand ist mit dem starken Preisanstieg auf 3,55 Prozent gesunken. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Rückgang um 5,54 Prozent. Die Handelsspanne zwischen An- und Verkaufspreis erhöhte sich dagegen leicht auf 6,44 Prozent.
Für einen 100-Gramm-Goldbarren verlangten die Händler durchschnittlich 12.355,42 Euro – 6,57 Prozent mehr als eine Woche zuvor. Das Aufgeld sank auf 2,13 Prozent. Der Spread stieg leicht auf 5,45 Prozent.
Mehr dazu: Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt
Kursanstieg belebt Nachfrage nach Gold
Auch im Handel macht sich die jüngste Goldpreis-Erholung bemerkbar. Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24), berichtete am Donnerstag von einer sprunghaft steigenden Nachfrage nach Gold- und Silberunzen sowie Goldbarren bis 100 Gramm.
Besonders gefragt sei Ware, die möglichst nahe am Spotpreis angeboten werde. Bei Goldmünzen seien die Preisunterschiede zwischen Neuware und angekauften Stücken mit teilweise 60 bis 80 Euro weiterhin erheblich. Neuware lasse sich deshalb schwerer absetzen.
Dominik Lochmann, GeschäftsfĂĽhrer von ESG Edelmetall-Service, beobachtete ebenfalls eine Belebung der Nachfrage, allerdings noch keinen regelrechten Ansturm: „Der Kursanstieg hat die Nachfrage leicht belebt. Von einem Run kann aber noch keine Rede sein.“
Viele Käufer warteten noch auf eine Bestätigung, dass die Kurserholung tatsächlich nachhaltig sei. Gleichzeitig wollten andere Anleger nicht riskieren, „den ersten Teil der Aufwärtsbewegung zu verpassen“, so Lochmann.
Die Händlerstimmen wurden bereits am Donnerstag eingeholt. Gold und Silber legten bis zum Zeitpunkt unserer Preisabfrage am Freitag um 17 Uhr nochmals deutlich zu.
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
Gebrauchte KrĂĽgerrandmĂĽnzen rund 76 Euro gĂĽnstiger
Preisbewusste Anleger können durch den Kauf angekaufter Ware weiterhin zusätzlich sparen. Ältere Krügerrand-Goldmünzen werden derzeit im Durchschnitt 75,75 Euro günstiger angeboten als prägefrische Exemplare. Rechnerisch ergibt sich damit ein durchschnittlicher Verkaufspreis von rund 3.820 Euro.
Dabei handelt es sich meist um ältere Jahrgänge oder Münzen mit leichten Gebrauchsspuren. Für Goldgehalt und Anlagezweck spielt dies in der Regel keine Rolle.
Mehr dazu: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren
Silberpreis springt – Aufgeld sinkt ebenfalls
Noch stärker fiel der Preisanstieg bei Silber aus. Eine prägefrische Maple-Leaf-Silbermünze kostete am Freitag durchschnittlich 75,15 Euro. Das waren 8 Prozent mehr als eine Woche zuvor.
Der Euro-Silberkurs stieg im gleichen Zeitraum um 9 Prozent auf 55,03 Euro je Unze. Weil der Metallpreis stärker zulegte als der Verkaufspreis der Münzen, sank das durchschnittliche Aufgeld auf 36,56 Prozent. Der Spread verringerte sich auf 36,92 Prozent.
Gebrauchte Maple-Leaf-Silbermünzen waren im Durchschnitt 7,60 Euro günstiger als Neuware und damit für rund 67,55 Euro erhältlich.
Gerade bei Silber konzentriere sich die Nachfrage stark auf differenzbesteuerte Ware aus dem Sekundärmarkt, erklärt Schwarz. Das Problem sei allerdings die Verfügbarkeit. Viele Anleger hielten ihre Silbermünzen derzeit zurück und warteten auf einen weiteren Preissprung.
Silberbarren mit deutlich niedrigerem Aufgeld
Ein Kilobarren Silber kostete am Freitag durchschnittlich 2.243,79 Euro, 6,32 Prozent mehr als in der Vorwoche. Weil der Silberkurs wesentlich stärker gestiegen ist, sank das Aufgeld kräftig auf 26,81 Prozent. Das entspricht einem Rückgang um rund 11 Prozent gegenüber der Vorwoche.
Auch die Handelsspanne verringerte sich deutlich. Der Spread zwischen An- und Verkaufspreis lag bei 37,28 Prozent, nachdem die Ankaufspreise fĂĽr Kilobarren innerhalb einer Woche um etwa 9 Prozent gestiegen waren.
Damit zeigt sich derzeit ein interessantes Bild: Gold und Silber sind innerhalb weniger Tage erheblich teurer geworden, gleichzeitig haben sich die relativen Aufschläge im Handel vielfach verbessert. Besonders attraktiv bleibt angekaufte Ware – sofern Händler entsprechende Stücke überhaupt liefern können.
Mehr dazu: Edelmetall-Händler im Porträt – Empfehlenswerte Anbieter von Gold und Silber




Ist doch merkwĂĽrdig.
Sobald eine Ware teurer wird, rennz man zum Einkaufen.
Wenn es billiger wird, bleibt man zu Hause.
Kein Wunder, dass so viele das Konto ĂĽberzogen haben.
Man muss auch in den Urlaub fahren, wenn es besonders teuer ist und auch dorthin, wo der Kaffee 12 Euro kostet.
Wie sagte Kostolany:
Es gibt keine armen Leute, es gibt nur solche, welche alles möglichst teuer kaufen, ohne es sich leisten zu können.
Wenn es viele haben wollen, muss man es natĂĽrlich auch haben.
Haben, haben, schnell holen… das ist die Maxime der Armen. Und Jammern, wenn die Bank mal „njet“ sagt.
@Maruti
So ist es schon immer gewesen und so wird es immer sein:
80 % machen immer alles falsch.
Das ist schlicht und einfach unser Vorteil, den es zu nutzen gilt.
Und wir können ihn nutzen.
Finanz-Darwinismus.
Das Problem ist, Gold ist nicht billig (war es vir zwei Wochen auch nicht). Es ist die Frage zu welchem Vermögenswert man Gold setzt ins Verhältnis setzt. Im Verhältnis zu Immobilien und Einkommen (Lohn und Gehakt) ist Gold teuer (meine Meinung). Das war 2015 anders. Im Verhältnis zum Aktienmarkt finde ich Gold ziemlich billig.
Zu Immobilien ist Gold teuer..?
Aber doch nur in wirtschaftlich schwachen Gegenden.
@Finger
Nur eine kleine Rechnung aus dem teuersten/verrĂĽcktesten Immomarkt Dummlands: MĂĽnchen.
2020: der qm gebrauchte Eigentumswohnung rd. 10.000 Euro, die Unze zu 1.200, also rd 8,5 Unzen fĂĽr einen qm.
Heute: 6.500 je qm, die Unze 3.800, macht 1,7 Unzen je qm.
Und: die Vermarktungszeiten wachsen flott in die Länge.
Fazit:
Mit der gleichen Menge Krügerleins kann man heute , nach nur 5 Jahren, statt 100 qm rd. 500 qm Wohnfläche kaufen.
Gar nicht so ĂĽbel.
Nur: man sollte es nicht machen !
In 80 % der Fläche Dummlands werden sich Immos zum Anlage-Apltraum entwickeln.
Wer in Kaputtgart, Ludwigshafen, Neckarsulm und je 30 km Umkreis, oder in Wolfsburg und 50 km Umkreis eine Immo hat, muß sich um einen Verkauf gar keine Sorgen mehr machen: er wird keine Käufer mehr finden.
Geldanlage ist immer eine Frage der Alternativen.
Immos in Dummland sind raus. und das wird auch nix mehr.