Jetzt Gold kaufen? Der Edelmetall-Handel läuft derzeit in ruhigen Bahnen. Gold und Silber sind gut verfügbar, während Aufgelder und Handelsspannen weitgehend stabil bleiben.

Edelmetall-Handel: Ruhiger Markt, stabile Konditionen
Der deutsche Edelmetall-Handel zeigte sich in den vergangenen Tagen weitgehend unspektakulär. Die Anbieter berichteten von einer guten Warenverfügbarkeit und einem geordneten Geschäftsbetrieb. Gleichzeitig sorgten die zuletzt schwächeren Gold- und Silberkurse nicht für den Kaufdruck, der in Phasen starker Preisbewegungen häufig zu beobachten ist.
Wer aktuell Silber und Gold kaufen möchte, trifft auf einen gut versorgten Markt. Die Preisaufschläge haben sich zuletzt entspannt.
Wir haben erneut die Angebote von sechs deutschen Edelmetall-Händlern ausgewertet und die Entwicklung von Preisen, Aufgeldern und Handelsspannen untersucht.

Gold kaufen: Goldmünzen und Barren etwas günstiger
Ein neuer Krügerrand in der Ein-Unzen-Größe kostete am Freitag im Durchschnitt 4.022 Euro. Damit lag der Preis rund 17 Euro unter dem Niveau der Vorwoche. Das durchschnittliche Aufgeld erhöhte sich dennoch leicht von 3,61 Prozent auf 3,72 Prozent.
Auch bei 100-Gramm-Goldbarren gingen die Verkaufspreise zurück. Im Mittel wurden 12.758 Euro verlangt, rund 54 Euro weniger als eine Woche zuvor. Das durchschnittliche Aufgeld stieg gleichzeitig geringfügig auf 2,32 Prozent.
Bemerkenswert bleibt der Preisunterschied zwischen aktuellen Krügerrand-Prägungen und älteren Jahrgängen. Im Durchschnitt mussten Käufer für neue Münzen 66 Euro mehr bezahlen als für vergleichbare ältere Ausgaben.
Bei den Handelsspannen gab es kaum Veränderungen:
- Krügerrand (1 Unze): 6,34 Prozent
- Goldbarren (100 Gramm): 5,40 Prozent
Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage
Silbermarkt bleibt entspannt
Auch bei Silber zeigte sich ein weitgehend unverändertes Bild. Klassische Anlagemünzen wurden im Durchschnitt mit einem Aufgeld von 34,18 Prozent angeboten. Die Handelsspanne lag bei 33,36 Prozent.
Etwas günstiger wurden dagegen Kilobarren aus Silber. Hier sank das durchschnittliche Aufgeld auf 28,94 Prozent nach zuvor 31,30 Prozent. Gleichzeitig verringerte sich der Spread von 39,98 Prozent auf 38,77 Prozent.
Fazit
Aus Sicht privater Anleger präsentiert sich der Markt derzeit vergleichsweise unkompliziert. Die Versorgungslage ist stabil, längere Lieferzeiten sind kaum ein Thema und die Aufgelder liegen deutlich unter den Spitzenwerten früherer Nachfragewellen. Wer Silber oder Gold kaufen möchte, findet derzeit insgesamt günstige Rahmenbedingungen vor.
Mehr dazu: Edelmetall-Händler im Porträt – Empfehlenswerte Anbieter von Gold und Silber



Die Analysten diverser Häuser sehen den Goldpreis bis 2027 bei 6.300 Dollar ( JP Morgan) und 2.100 Dollar.( S&P Global)
Ich meine, wenn man so analysiert, hätte man sich wenigstens in der Mitte treffen können.
Ansonsten denke ich : Want you both kidding me ?
@Maruti
Die mit Abstand beste Aussage zum Thema ever kam vor 3 Wochen von unserem @Big Driver:
ANAL-ysten fertigen ANAL- ysen.
Besser kann man es nicht treffen: die Papiere sind für den Ars……
@Blackwood
Der Artikel findet sich in Finanzen.net.
Ich zitiere:
Bullen-Rally oder Totalabsturz? Warum sich Top-Analysten bei Goldpreis so uneins sind wie nie
29.05.26 22:58:00
„ Breite Spanne: zwischen 4.166 und 6.300 US-Dollar
Die Bandbreite der Prognosen für den Zeitraum bis Ende 2026 und Anfang 2027 ist ungewöhnlich groß. Goldman Sachs bestätigte nach dem deutlichen Rücksetzer im März 2026 sein Kursziel von 5.400 US-Dollar je Feinunze bis Ende 2026. JPMorgan hatte im Februar 2026 einen Zielkorridor von 6.000 bis 6.300 US-Dollar für Ende 2026 ausgegeben, rund 50 Prozent höher als die eigene Prognose vom Dezember 2025, wie Gold Republic erklärt. Am anderen Ende der Skala steht laut MiningScout S&P Global: Die Analysten sehen den Goldpreis bis 2027 bei 2.100 US-Dollar, nachdem sie ihr Ziel für 2026 bereits auf 2.500 US-Dollar gesenkt hatten.“
Wie gesagt, ich fühlte mich veralbert.
@ Maruti. Resultierend aus den immer grösser werdenden weltweiten Schuldenorgien der Unfähigen zahlt Anglogold Ashanti nach 1,73 Dollar im Februar nun im Juni noch mal 1,16 Dollar Dividende.Das ist doch wirklich mal eine nette Geste find ich,so lässt sich der Irrsinn dieser Welt etwas leichter ertragen.Den Minen scheint es gut zu gehen alle zahlen gute Erträge.
@materialist
Dividenden zahlt keiner gerne. Denn solche sollen neue Käufer anlocken. Weil die Mine Geld braucht womöglich. Und starke Dividenden Zahlungen könnten auch ein Hinweis sein, dass es der Firma womöglich gar nicht so gut geht. Also Vorsicht und rechtzeitig verkaufen, (mit Cum Ex geht das in Deutschland leider nicht mehr.)
Ich persönlich bin bei Bankzinsen und Dividenden eher skeptisch. Zum einen sinkt der Kurs der Aktie nach der Dividendenzahlung, zum anderen muss man hoffen, dass neue Käufer den Kurs wieder hochkaufen. Einer muss sich schon sehr gut in diesem Geschäft auskennen und wissen wo es langgeht.
ich kann das leider nicht und deshalb mache ich einen Bogen um diese Papiere. Schlicht und einfach, weil ich diese nicht verstehe. Ich nehme lieber Gold und verzichte auf die Zinsen oder Dividenden, welche ich ohnehin versteuern muss. Und Gold verstehe ich bis ins kleinste Detail. Da weiss ich, was ich habe und was nicht.
@Maruti: Geld anlocken – d’accord.
Aber deswegen schlechte Geschäfte vermuten?
Wenn raus kommt, daß das Management sich bei höheren, „angelockten“ Kursen von Aktien verabschiedet hat, dann war das ein kurzes Intermezzo.
Vielmehr denke ich in der aktuellen M&A Phase der Minen, will man einen für Übernahmen attraktiven Kurs generieren (mit weniger Aktien einen Wettbewerber übernehmen – oder mit hohem eigenen Kurs eine Fremdübernahme unattraktiv machen)
@Wasabi-San
Sicher, diese Firmen handeln doch alle nach den Prinzipien des ehrbaren hamburger Kaufmannes.
( So einer heutzutage überhaupt noch weiss, was das ist).
Ich habem einige dieser Bakenpapiere im Bündel vom Bankberater gekauft. Anlagevolumen damals 20.000 Euro, mit Gewinnaussicht 25% für 6 Monate oder Totalverlust.
Diesen Stress möchte ich nie wieder erleben, die 6 Monate waren ein Horror der Gefühle.
Zuletzt, knapp, sehr knapp bekam ich 25.000 Euro ausbezahlt.
Ich schwor mir bei allen Heiligen, nie wieder, niemals wieder.
Ich kaufte mir von diesem Geld umgehend Krügerrand, das Stück zu etwa 550 Euro damals, vor etwas mehr als 20 Jahren. Insgesamt 45 Stück dafür und aus Dankbarkeit noch 5 mit weiterem eigenem .
Geld. 50 Münzen slso zu etwa 28.000 Euro.
Und die habe ich auch heute noch, nach über 20 stressfreien Jahren.
Übrigens, 50 Krügerand kosteten dieses Jahr schon mal 240.000 Euro. Nur so.
„Diesmal ist es anders“ gilt doch als einer der teuersten Irrtümer an der Börse. Momentan vielleicht zu Unrecht. Denn die Anspannung bezüglich Schulden, Kreditwürdigkeit, Edelmetall-Verlagerung nach Osten und Energiekrise bilden ein Rahmenwerk, dass wirklich und fundamental anders ist, als in den früheren Krisen. Und das sind reale Ursachen für (bleibende?!) Preisänderungen. Die Annahme „diesmal wird wie letztes mal“ könnte sich als sehr teuer erweisen.
Analysten deuten ihre Charts und wählen die plausibelsten (oder zu den Eigeninteressen passendsten Szenarien aus) und in „normalen“ Zeiten sind die Charts sicher wichtig, da nach Ihnen das große Geld bewegt und das „Narrativ“ gestaltet wird. Wenn es aber „kritisch“ wird, wenn es darum geht in Sicherheit zu kommen (Stichwort: Reise nach Jerusalem), interessieren die Charts vorübergehend keinen mehr. Dann ist „Sentiment“ in Banken und bei Vermögensverwaltern entscheidend. Frühere „Bullenmärkte“ haben gezeigt, dass Gold lange Zeit „überkauft“ sein und bleiben kann. Und wenn Hinz und Kunz (die noch nie wirklich einen Chart gesehen oder verstanden, geschweige denn berücksichtigt haben) anfangen Kleinmengen zu kaufen/verkaufen, kommt der Preis doch nochmal richtig in Bewegung.
Indien weist weiterhin stabile Aufschläge für Gold und Silber auf (~13%). Shanghai zahlt 10% mehr für Silber, bei Gold das gleiche wie im Westen.
@Mitleser
Der Kernfehler aller dieser Denkansätze/Arbeiten ist, daß man aus Daten der Vergangenheit die Zukunft errechnen will.
Das KANN grundsätzlich nur per Zufall funktionieren.
Da könnte man genauso gut Hühnerknochen nach dem Essen in die Ecke werfen und aus dem Bild….
Testbeispiele:
Wie hätten diese ganzen Prognosen 1913, 1920, 1926, 1931, 1938 etc. ausgesehen ?
Das Deutsche Reich hätte man 1913 in der Prognose bis 1920 oder 1930 als die unangefochtene meilenweit führende Wissenschafts- und Industrienation in unendlichem Wohlstand gesehen. Die neue Weltmacht. Nur noch übertroffen von den USA. Dollar und Reichsmark als Weltwährungen.
Kam nicht ganz so.
Die richtig schmerzhaften Dinge kommen immer völlig unerwartet um die Ecke.
Wenn man da am falschen Ort falsch aufgestellt ist, ist man schlicht erledigt.
In all den oben genannten Zeiten folgten Katastrophen, die 99,8 % der Leute nicht gesehen haben.
Und genausoviele wurden Opfer der folgenden Entwicklungen.
Aber es gab immer auch Gewinner: die, die sich rechtzeitig persönlich und finanziell in Sicherheit gebracht haben.
EXAKT so ist es jetzt wieder.
Ich hab es schon oft gesagt, aber ich sehe das wirklich voll überzeugt so: es ist wieder 1922.
Und 1929 ist auch schon um die Ecke vom Haus.
Glück Auf !
@Blackwood
Richtig und deshalb ist es enorm wichtig, selbst vorzusorgen ( Prepper soll man ja nicht mehr sagen).
Mittlerweile rät sogar die Regierung vorzusorgen, mit Wasser, Nudeln und Bargeld.
Wie gesagt, Gold alleine macht nicht glücklich
Es gehört schon Wasser, Nudeln und ein Kurbelradio dazu. Jeder Outdoor Wanderer weiss, was sonst noch alles. Gut verpackt, griffbereit gelagert um jederzeit das Haus, die Stadt oder das Land verlassen zu können. Für ein paar Tage oder Wochen oder Monate.
Gut, wer im Ausland eine einstweilige Bleibe hat.
Bei Verwandten oder Bekannten.