Gold kaufen: Nachfrage bleibt verhalten – Gebrauchtware stark gefragt

Bei Gold zeichnet sich eine Bodenbildung ab. Die Nachfrage im Edelmetall-Handel bleibt gedämpft. Besonders gefragt ist Zweitmarktware.

Handelsraum eines Edelmetallhändlers mit Gold- und Silberprodukten
Die Preise für Gold und Silber sind im deutschen Handel wieder gestiegen. Die Nachfrage bleibt jedoch verhalten.

Kaufkurse bei den Edelmetallen?

Nach den jüngsten Kursanstiegen sind auch die Preise für Gold- und Silberprodukte im deutschen Edelmetall-Handel wieder gestiegen. Am Freitag um 12 Uhr kostete eine prägefrische Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze durchschnittlich 3.695 Euro. Der Preis ergibt sich aus unserer wöchentlichen Abfrage der Angebote von sechs deutschen Edelmetall-Händlern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Krügerrand und 100-Gramm-Goldbarren verteueren sich gegenüber Vorwoche um 2 Prozent.
  • Die Nachfrage bleibt insgesamt verhalten, Gebrauchtware ist jedoch stark gefragt.
  • Differenzbesteuerte Silbermünzen sind nur begrenzt verfügbar.
  • Die Aufgelder bei Goldanlageprodukten bleiben moderat.

Gold kaufen: Preise steigen wieder

Gegenüber der Vorwoche verteuerte sich der Krügerrand um knapp 2 Prozent beziehungsweise rund 70 Euro. Das durchschnittliche Aufgeld sank geringfügig von 3,78 auf 3,77 Prozent. Damit können Anleger die weltweit bekannte Goldmünze weiterhin vergleichsweise nah am reinen Metallwert kaufen.

Für einen 100-Gramm-Goldbarren verlangten Händler durchschnittlich 11.718 Euro. Das waren rund 220 Euro mehr als in der Vorwoche. Das Aufgeld blieb mit 2,33 Prozent praktisch unverändert.

Gleichzeitig gingen die Handelsspannen zwischen An- und Verkaufspreis leicht zurück. Beim Krügerrand sank der Spread von 6,39 auf 6,33 Prozent, beim 100-Gramm-Goldbarren von 5,38 auf 5,33 Prozent.

Der zugrunde liegende Euro-Goldkurs stieg innerhalb einer Woche um 1,93 Prozent auf 3.561 Euro pro Unze.

Überblick über die aktuellen Preise, Aufgelder und Handelsspannen bei Gold- und Silberprodukten im deutschen Edelmetall-Handel. Stand: 24. Juli 2026.
Überblick über die aktuellen Preise, Aufgelder und Handelsspannen bei Gold- und Silberprodukten im deutschen Edelmetall-Handel. Stand: 24. Juli 2026.

Mehr dazu: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren

Günstiger Gold kaufen: Sparen bei angekaufter Ware 

Preisbewusste Anleger können weiterhin auf angekaufte Ware ausweichen. Gebrauchte Krügerrand-Goldmünzen werden laut unserer Erhebung derzeit im Durchschnitt rund 73 Euro pro Unze günstiger angeboten als prägefrische Exemplare. Der Preisvorteil hat sich damit gegenüber der Vorwoche um etwa 5 Euro erhöht.

Dabei handelt es sich in der Regel um ältere Jahrgänge oder Münzen mit leichten Gebrauchsspuren. Für den reinen Materialwert und die Funktion als Anlagegold spielt das Prägejahr normalerweise keine entscheidende Rolle.

Silber kaufen: Preise steigen um mehr als 5 Prozent

Im Silberhandel fiel der Preisanstieg noch deutlicher aus. Eine Unze Maple Leaf kostete am Freitag durchschnittlich 70,75 Euro. Das waren rund 3,38 Euro oder 5 Prozent mehr als eine Woche zuvor.

Das Aufgeld sank dabei von 39,09 auf 38,10 Prozent. Allerdings weitete sich die Handelsspanne aus: Der Spread zwischen An- und Verkaufspreis erhöhte sich von 36,75 auf 38,03 Prozent. Der Ankaufspreis für die Silbermünze stieg mit 4 Prozent weniger stark als der Verkaufspreis.

Ein Standard-Silberbarren zu einem Kilogramm war im Mittel für 2.157 Euro erhältlich. Damit verteuerte er sich gegenüber der Vorwoche um rund 107 Euro beziehungsweise 5,23 Prozent. Das durchschnittliche Aufgeld ging von 31,64 auf 30,99 Prozent zurück.

Auch der Spread des Kilobarrens verringerte sich leicht von 40,20 auf 39,64 Prozent. Auf das Gramm gerechnet bleiben Kilobarren somit günstiger als einzelne Silber-Anlagemünzen. Dennoch müssen Anleger bei Silber weiterhin erheblich höhere Aufgelder und Handelsspannen einkalkulieren als bei Gold.

Der Euro-Silberkurs legte innerhalb einer Woche um 5,76 Prozent auf 51,23 Euro pro Unze zu.

Auch bei Silber lässt sich mit angekaufter Ware sparen. Maple-Leaf-Silbermünzen aus dem Zweitmarkt werden derzeit im Durchschnitt rund 6 Euro pro Unze günstiger angeboten als prägefrische Exemplare.

Goldnachfrage bleibt schwach

Die jüngste Kurserholung hat bislang keine nachhaltige Belebung des deutschen Edelmetall-Handels ausgelöst. Kurzfristige Preisbewegungen sorgen zwar für zusätzliche Käufe, die Nachfrage bleibt nach Einschätzung von SOLIT insgesamt jedoch verhalten.

Bars Özdemir, Senior Precious Metals Trader bei der SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de), erklärt: „Die Nachfrage nach Edelmetallen ist bei SOLIT nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. Kurzfristige Kursanstiege führen zwar regelmäßig zu einem leichten Anziehen der Nachfrage, dieser Effekt hält jedoch meist nur kurz an und bleibt insgesamt überschaubar.“

Allerdings hat sich auf der Ankaufseite etwas getan: „Teilweise hat sich das Verhältnis der Ankäufe zu den Verkäufen auf über 1:2 verbessert. Es deutet darauf hin, dass eine Vielzahl der Anleger weiter kursgetrieben handeln und keine Scheu davor haben, ihr Vermögen zu veräußern. Von einer nachhaltigen Belebung der Nachfrage kann jedoch derzeit noch keine Rede sein. Insgesamt bleibt das Marktgeschehen sehr verhalten und wir hoffen, dass es ab September wieder rund geht“, so Özdemir.

Differenzbesteuerte Silbermünzen stark gefragt

Auch bei der GfM GmbH (Anlagegold24) kam es mit den rückläufigen Edelmetall-Kursen zu einer Nachfragebelebung. Nach Angaben von Geschäftsführer Henry Schwarz gilt dies insbesondere für günstige Gebrauchtware. Neuware lasse sich wegen der höheren Aufgelder derzeit schwerer verkaufen, während gebrauchte Goldunzen teilweise nahe am Spotpreis angeboten würden.

Besonders bei Silber verzeichnete sein Handelsunternehmen stärkeres Kaufinteresse: „Die Nachfrage nach differenzbesteuerten Silberunzen ist geradezu explodiert“, so Schwarz. 

Silber und Gold kaufen: Zweigeteilter Markt

Viele Anleger hätten die niedrigeren Kurse genutzt, um ihre Bestände aufzustocken. Dabei gingen zahlreiche Käufer von wieder steigenden Edelmetallpreisen im Herbst oder Winter aus. Allerdings sei am Markt nicht genügend differenzbesteuerte Silberware verfügbar. Größere Mengen, die das Unternehmen ankaufen könne, seien teilweise bereits nach wenigen Stunden wieder verkauft. Gleichzeitig gingen die Margen im Edelmetall-Handel weiter zurück.

Damit zeigt sich derzeit ein zweigeteilter Markt: Insgesamt bleibt das Geschäft verhalten, während preisnahe Gebrauchtware und differenzbesteuerte Silbermünzen schnell Käufer finden. Entscheidend sind für viele Anleger das Aufgeld, also der Preisabstand zum reinen Metallwert.

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23 Kommentare

    • @Gerhard Z
      Dann ist damit schluss.
      Warum nehmen Sie ausgerechnet Rohstoffe um davon zu leben ?
      99% der Menschen hierzulande nehmen eine Rentenversicherung, Lebensversicherung, Anlagefonds oder vermietbare Immobilien.
      Gold ist hierfür die schlechteste aller Anlagen, Gold hat einen anderen Zweck.
      Walter Eichelburg hätte geschrieben:
      Es gibt leider soviele, welche Gold nicht verstehen.
      Darunter Bänker, Anlageberater, Analysten.
      Es tut mir so leid, das zu sagen, aber es kommt der Wahrheit sehr nahe und Wahrheit ist immer unbequem, unfreundlich, sogar beleidigend.
      Wer die Wahrheit sagt, braucht danach ein schnelles Pferd, sagten die Indianer Nordamerikas.
      Zum Gold: Sie können davon ausgehen, dass die Steuerprivilege und andere, auch soziale Privilege, nicht nur Gold, allesamt auf dem Prüfstand stehen
      Derartiges machte ein Staat immer, wenn die Schulden zu mächtig wurden.
      Also, wenn Sie patout vom Goldverkauf leben wollen, dann bezahlen Sie eben die Steuern.
      Das machen Sie doch auch beim Bäcker in Form von Mehrwertsteuer und ähnlichem, ohne Finanzen.net.
      Was mich betrifft, das schreibe ich schon seit zig Jahren, ich verkaufe kein Gold, nicht ein Gramm und deshalb kann mir dieses Privileg oder nicht mehr Priveleg völlig egal sein.

      • Komische Leute hier. Ich glaube wenn der Gerhard sein Leben lang in Gold gespart, steht er immer noch um Welten besser da als wenn er in Lebensversicherung angelegt hätte.

        • @Kryptoboro
          Tja, das weiss einer aber auch immer nur, wenn es soweit ist. Ansonsten ist es Glaube und Hoffnung.
          Zur Zeit hat man (ich) den Eindruck, dass die Staatenlenker alles unternehmen, damit man mit alleinigem Gold eben nicht besser dasteht als mit der alleinigen gesetzlichen Rente.
          Andere Meinung ? gerne.

          • 8 Prozent im Jahr bei Gold. Um die zwei bei Lebensversicherungen. Wie hat da die Lebensversicherung auf 30 bis 40 Jahren da eine Chance?

      • Mal ist Gold ein Rohstoff, mal ist ein Wertspeicher, map ist es Geld.
        Wer soll diese Geschreibsel noch ernst nehmen..
        Ständig änderst du zu allem deine Meinung, ab in die Politik mit dir!

        • @Karl
          Nach Brenton Woods ist Gold per ordre de Mufti eben ein Rohstoff geworden und kein Geld.
          Ein Wertspeicher ist es geblieben, wie Artefakte oder anderes eben auch.
          ( Als Wertspeicher kann alles mögliche dienen, sogar der Alkohol und die Zigarren :))
          In den Köpfen der Leute ist Gold nach wie vor Geld.
          Alle diese Meinungen sind richtig, absolut.
          Alle diese Dinge sind auch frei von Drittschuld.
          Das heisst, der Besitzer von Gold ist nicht angwiesen, ob der Emittent von Gold liquide ist oder nicht. Denn der Herausgeber von Gold ist der Allmächtige und der kann niemals pleite gehen:)
          Meine Oma sagte mir: Gold wird immer etwas wert sein.
          Und danke für den Rat in die Politik zu gehen.
          Ich stelle mir vor, die kann momentan jeden gebrauchen, sogar als Verkehrsminister.

    • @Gerhard
      Falls das auch bei Gold kommen sollte, gilt das steuersystematisch erst ab dem Tag der Gültigkeit des Gesetzes.
      Wenn der Preis dann bei z.B. 4.000 die Unze liegt, ist alles davor steuerfrei.
      Steuerpflichtiger Gewinn entsteht erst darüber.
      Und nur für den Betrag über den z.B. 4.000.
      So die gültige Rechtslage seit Gründung der BRD.

      Eigentlich müßten dann die Amateure, die im Q1 das Krügerchen zu 5.000 gekauft haben, auch den Verlust steuerlich geltend machen können.
      Z,B. bei ETFs gibt es da ganz geschickte Modelle, den Fiskus an Verlusten zu beteiligen.

      Problem: sollte (das ist jetzt ganz vorsichtig formuliert) das Bundesverfassungsgericht mit handverlesenen abhängigen Ex-Politikern besetzt sein, ist natürlich kein Rechtsstaat mehr garantiert.
      Dann geht das nur noch auf die Methode, die auch in anderen heruntergekommenen Bananenrepubliken schon immer funktioniert hat: inoffiziell.

      • @Blackwood, @Big Driver
        Auch meine Meinung, illegal geht immer :)
        Aber in der Öffentlichkeit sollte man, juristisch gesehen, keinesfalls dazu raten.:)
        Zum Glück ist das ein Forum unter Auschluss der Öffentlichkeit oder irre ich mich wieder mal ?

  1. @Gerhard Z.
    Verkaufen Sie doch privat oder bei Gut integrierten Türkischen Goldhändler des Vertraues.
    Da gibt’s einen guten Preis, bar auf die Hand, ohne lange Diskussionen!
    Einfach mal ausprobieren, alles gute.

  2. @Maruti
    Mir würde niemals in den Sinn kommen jemanden zum Goldverkauf zu animieren und noch dazu anonym, illegal?
    Wo kommen wir dahin wenn der Bürger noch den Staat bescheißt, genau den gleichen Staat das die Bürgern bescheißt!
    Mein vorheriger Text kommt von Hören sagen zustande, es ist ja kein Geheimnis das die Türkischen Mitbürger Goldaffin sind. Also liegt es wohl an der Hand das der eine oder andere unter ihnen Gold auch anonym ankauft.
    „Liebe Mitbürger, dies sollte nicht als Anlass dienen Gold anonym zu verkaufen. Der Staat sollte über jede Transaktion bescheid wissen, Amen!“

    • @Big Driver
      Danke, Danke. Alle wissen hier, dass wir ein Gesetz treues, regelkonformes und politisch korrektes Forum sind.
      In der Grundeinstellung altruistisch, multikultural und genderneutral, wie es sich in einer modernen Sozialgemeinschaft gehört.
      Vielen Dank für Ihre hier nochmals klaren Worte.

  3. Nach all den mehr oder minder satirischen Kommentaren
    ( maruti tut sich da hervor, obwohl es einige noch nicht ganz „geschnallt“ haben. Aber was bleibt einem auch Angesichts der derzeitigen Lage anderes übrig ?)
    wieder zum Gold.
    Gold wird ausbrechen und zwar wie immer überraschend, wenn es kaum einer auf dem Radar hat und es erst in der Bildzeitung liest.
    Warum ? Ganz einfach, weil es das immer tat.
    Wer es nicht glaubt, sehe sich den Chart der 50 Jahre oder der hundert Jahre oder von mir aus der tausend Jahre an, so einer dazu Zugang hat.
    Da sieht man es überdeutlich. Alle Allzeithochs bisher wurden geknackt oder aber die Währung verschwand auf Nimmer wiedersehen. Was auf das Gleiche hinauskommt.
    Also wird Gold auf 5000 Euro steigen oder der Euro wird verschwinden.
    Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.
    Was anderes ist, ob einer damit glücklich wird. Das muss danach geklärt werden.
    Was mich betrifft, einer der mehr als ein halbes Jahrhundert voll und ganz auf Gold setzte ( Also den Klumpen), Ja, ich bin mit diesem Klumpen ganz zufrieden, mehr aber auch nicht.Und mehr habe ich auch nie gewollt.
    Glücklich sein ist etwas anderes.Meiner Meinung nach.

  4. @Maruti
    Ich drehe einfach mal die Sichtweise um:
    1.) Gold steigt nicht im Wert. Es sichert über die Zeit die Kaufkraft der Ersparnisse. Mir reicht das.
    2.) Die bunten Papierschnipsel wurden und werden im Zeitablauf immer wertlos.
    IMMER.
    Weil sie von Politikern verteilt werden, die immer und immer wieder die Länder die sie verwalten ruinieren.
    Aktuell in Debilistan und der EU vorbildhaft im Zeitraffer zu besichtigen.

    Es ist mir folglich völlig egal, was eine Unze in 2026 in Euro oder Dollar kostet.
    Weil diese Vergleichsgegenstände schlicht kein Maßstab sind.
    Dieses Zahlen sind nur für das Timing der Altpapierentsorgung relevant.

    In den Geschichtsbüchern finden sich Unzahlen von Papierchen, mit denen das gemeine Volk betrogen und um seine Ersparnisse gebracht wurde.
    Euro und Dollar sind auch nur ein Nachfolger der Französischen Assignaten aus der Zeit der Revolution oder der Reichsmark. Und sie gehen sichtbar denselben Weg.

    Gedankenspiel:
    Legt 3 Dinge vor Euch auf den Tisch:
    1.) Ein Photo von Goldlocke, Sleepy Joe oder Kamala Harris:
    Darauf der Satz: Leih mir 10.000, die zahle ich Dir in 10 Jahren mit „Zins“ zurück.

    2.) Selbiges mit einen Photo von Pinoccio und Lars.

    3.) 2 Krüger und 3 Vreneli.

    NA, was glauben wir, welche Entscheidung in 10 Jahren die einzig richtige sein wird ?

    Stellen wir uns rein testhalber vor, das Spiel vor 10 Jahren gemacht zu haben:

    Bei 1.) und 2.) ist man nach Steuern irgendwo bei 11.000 gelandet und nach Inflation optimistisch geschätzt bei rd. 7000.
    Dolles Geschäft: 10.000 verliehen, 7.000 zurückbekommen.

    Bei 3.) hat man damals rd. 10 Krüger gekauft, also heute 37.000.
    Nach Inflation immer noch eine Kaufkraft von 23.000.
    23.000 statt 7.000.
    Relativ eindeutig.

    Heute läuft das Spielchen unter leicht veränderten Bedingungen:
    Selbst Debilistan bekommt seine 10-jährigen Staatsanleihen nicht mehr regulär verkauft.
    Nur noch die Kurzläufer gehen weg.
    Wenn das kein Menetekel ist, was dann ?

    Der Haupteffekt von Gold: es spart unglaublich viel Zeit und Nerven.
    Man kann das (sicher endliche) Leben geniessen und muß sich keine Sorgen um sein Sparschwein machen.
    Mir reicht das.

    Tipp: legt Euch irgendwo eine kleine Münze hin.
    Und immer, wenn Nachrichten über die Unfähigkeit der Politiker kommen (also immer), nehmt die Münze in die Hand, spielt damit und summt ein bekanntes Zitat von Schiller.
    Besser als Autogenes Training oder Meditation.

    • Blackwood:
      Am 11.Mai d.J. hatte ich mir spaßeshalber den Stand der US debt clock mit 39 Billionen, 227 Milliarden und 778 Millionen USD notiert. Jetzt gerade – 78 Tage später – werden 39 Billionen, 633 Milliarden und 526 Millionen angezeigt. Also ein Plus von 405 Milliarden und 748 Millionen USD in 78 Tagen.
      Niemand kann das noch einfangen. Die Kunst besteht darin, das Finale möglichst weit in die Zukunft zu drücken.
      Hier hört und liest man in den letzten Wochen praktisch nichts mehr von der Schuldenkrise in Frankreich. Stattdessen geht es nur noch darum, auf der einen Seite bei denen zu sparen, die es sich gefallen lassen (müssen), um andererseits diejenigen maximal auszunehmen, die noch etwas haben. Fraglich bleibt, ob der ebenso fähige wie beliebte Herr Merz noch Bundeskanzler sein wird, wenn die Schuldenmisere nicht mehr unter den Teppich passt. Möglichwerweise sind wir dann aber bereits bei der übernächsten Regierung. Dann könnte man einmal mehr mit dem Finger auf die AfD zeigen.
      So betrachtet sind die derzeitigen EM-Preise eigentlich ein Geschenk.

      • @Racew
        Es gibt noch eine bessere Zahl in der Debt Clock:
        Sehen Sie sich mal den 3. Block links an: Total US-Debt:
        Knappe 114 Billionen.
        Kann man als Stoppuhr nehmen: geht ca. jede Sekunde um 1 Million hoch.
        Und die Zahlen sind garantiert brutal geschönt (Sondervermögen ?) , z.B. sind die Risiken der ganzen Derivatespielchen nirgends drin.
        Frankreich: da fast alle Mainstream-Medien komplett am Staatstropf hängen, wurde schlicht Omerta ausgerufen.
        Im Westen nix Neues. Gehen Sie weiter, es gibt nix zu sehen.
        Nur meine Meinung: je ruhiger es offiziell ist, desto übler kocht es unter der Oberfläche.

        Meine rein private Prognose für die lokale Freiluft-Psychiatrie:
        – Wenn Pinoccio „Glück“ hat, wird er von der CDU erst nach der Sachsen-Wahl entsorgt.
        – Eigene Einsicht der eigenen Unfähigkeit und rekord-Unbeliebtheit ist nicht zu erwarten. Der Kontakt zur Realität ist schon lange komplett abgerissen.
        Im Kanzleramt geht es wahrscheinlich zu wie im Führerbunker 1945.
        Die Wunderwaffe wird Eurobonds heißen.
        Und nichts helfen.
        Wer soll den Schrott kaufen, wenn Lars schon seine AAA-Debilistan-10-Jährigen nicht mehr verkauft bekommt ?
        Nur das Ende ist anders als damals (…jetzt hätte ich fast noch was geschrieben……)
        – Wüst wird den Brutus spielen.
        – Dann geht der Untergang eben noch etwas beschleunigt weiter, Wüst ist ein astreiner grüner-Merkel-Fan.

        Aber: das ist real betrachtet (wie Sie völlig richtig sagen) lediglich die Umbesetzung von Statistenrollen in einem Dorftheater.
        DAS DING ist der Finanzmarkt. Und das gilt: isch over.

        Ich persönlich betrachte die aktuellen Preise als die letzte Chance um das Sparschweinchen zu retten.

        „Was man so hören kann“: die Profis sind mega-short.
        Vielleicht wird das doch noch ein „Herbst der Reformen“, aber anders als sich die Helden denken.
        Afuera !

        • Für meine momentane Situation wäre entscheidend ob sich das nicht viele Jahre oder eher einige Monate hinziehen wird. Was denkt ihr?

          • @Frage:
            Sehen Sie sich die Staatsverschuldung und insb. deren Dynamik an.
            Dazu den Kollaps der Wirtschaft in Dummland mit den zwangsläufigen Folgewirkungen auf die EU.
            Frankreich….
            Ganz konkret:
            1.) Wenn z.B. Papa einer der 120.000 bis 140.000 Neuarbeitslosen bei VW (das ist eher die richtige Zahl) wird, ist das ein brutaler Schlag für die lokale Wirtschaft in 30 bis 50 km Umkreis um die Fabrik.
            2.) Dazu kommen in der ersten Runde noch mal mindestens 250.000 Arbeitslose bei den Zulieferern, die vermutlich in großer Zahl pleite gehen.
            3.) Die Arbeitslosen bekommen i.d.R. keine neuen Jobs mehr, wo denn auch ?
            Die Idee, die würden dann im lokalen Handwerk z.B. beim Installateur arbeiten kann man vergessen:
            3.1.) Wer 20 Jahre das rechte Hinterrad an einen Golf geschraubt hat ist schlicht nicht qualifiziert. Der Großteil der Fliessbandjobs ist völlig unqualifiziert jenseits des Fliessbandes.
            3.2.) In den 50 km Umkreis ums ehemalige Werk wird der Immomarkt kollabieren, da gibt es schlicht keine neuen Aufträge an Handwerker mehr.
            Es wird Zwangsverkäufe ohne Kaufinteressenten geben (wer zieht freiwillig nach Wolfsburg, Ludwigshafen, Stuttgart….und hat Lust Geld in einen Markt ohne jede Zukunft also mit Verlustgarantie zu stecken ?)
            3.3.) Wenn die Fabriken weg sind, gibt es auch keine Jobs für die Kinder mehr.
            Die müssen gehen oder dauerhaft ins Bürgergeld.
            => der Immomarkt und die Handwerksaufträge werden kollabieren und sich NICHT erholen. Siehe Detroit. Game over, auf Dauer.

            4.) Drittrundeneffekte: die Arbeitslosen kaufen keine Möbel, neuen Autos mehr, gehen seltener ins Restaurant und zum guten Bäcker.
            Da kollabieren dann jede Menge im Dienstleistungssektor.
            Das endet bei LIDL-Spaghetti.

            Alles in Detroit etc. zu besichtigen.
            Vor 20 Jahren hat Berlin sowas wegsubventioniert. Aktuell 3 Mio. Arbeitslose (+2 Mio. aus der Statistik getrickste) , 6 Mio. Arbeitsfäige im Bürgergeld: echt über 10 Mio. ohne Job.
            Wolfsburg ist in den nächsten 5 Jahren überall.
            Porsche reduziert von 24.000 auf 14.000. Upps.
            BASF geht wohl komplett.
            Und es geht gerade erst los.
            Und Lars wird jetzt schon seine 10-jährigen Staatsanleihen nicht mehr los.

            Das riecht ganz praktisch nach der Wiederholung von 1923.
            Gelddruckerei in einer absolut ausweglosen Situation.
            Weil man keine echte reale Lösung mehr finden kann/will.

            Meine persönliche Frage ist da ganz einfach: was sollte ich sonst als Alternative kaufen ?
            Mir fällt da rein gar nichts ein.
            M.E. geht es die nächsten Jahre nicht um Rendite, sondern schlicht ums Überleben des Sparschweins.

          • Frage:
            Wir stecken doch schon seit Jahren drin. Ob man nun bis zum Subprime-Knall in den USA, der Griechenlandkrise, dem Merkelschen Atom-Aus 2011 oder der Invasion seit 2015 zurückgeht, ist letztlich unerheblich. Denn spätestens seit 2020 ist offensichtlich, in welche Richtung es geht. Deutschland ist hier in besonderem Maße exponiert, da es von inneren und äußeren Gegnern demontiert und bekämpft wird. Der Michel merkt es nur nicht, weil (noch) keine Bomben gefallen sind. Jetzt, Jahre später, geht manchen Leuten ein Licht auf und sie merken langsam und behäbig, dass hier etwas nicht stimmen könnte.
            Um Blackwoods VW-Beispiel aufzugreifen: ich wohne ca. 8-9 Km vom VW-Werk Hannover-Stöcken entfernt. Die Avantgarde der hiesigen Arbeiterschaft arbeitet dort. Höchstbezahlte Stellen mit üppigen Gratifikationen bei überschaubarer Arbeitszeit. Diese gewerkschaftlichen Errungenschaften und die sozialistische Mitbestimmung durch die niedersächsische Politik erweisen sich nun als Bumerang. Horst Lüning hatte in einem seiner jüngeren Videos dezidiert nachgerechnet, dass VW mindestens 135 000 Stellen einsparen muss, wenn es überhaupt wieder in den Bereich der Wettbewerbsfähigkeit kommen will. Wer nun glaubt, dass der Chinese wartet, bis dieses praktisch nicht umzusetzende Ziel erreicht ist, der verkennt die Lage. Da wartet keiner, bis jahrelange Versäumnisse aufgeholt werden.
            Werden die Werke an die Chinesen vermietet, wird dies ein Kniefall und ein Offenbarungseid werden. Unabhängig davon habe ich bis dato noch keine chinesische Stellungnahme zu dieser Option gesehen. Ein Umbau zu Rüstungs- betrieben ist – sofern technisch und finanziell überhaupt möglich – volkswirtschaftlich betrachtet eine Nullnummer. Durch Rüstung entsteht keinerlei Wertschöpfung. Entweder stehen diese Güter rum und kosten Geld bis sie veraltet sind, oder sie werden zusammengeschossen, so dass erhebliche Werte ohne jeden Nutzen vernichtet werden.
            Hier vor Ort ist der Wohlstand mit dem Bau des VW-Werks entstanden. Dies wird nun rückabgewickelt. 1988 hatte VW ein eigenes Kohlekraftwerk bekommen, das es sich mit dem benachbarten Conti-Werk teilte. Die grüne Stadtregierung hat bereits einen Teil dieses Kraftwerks stillegen lassen. Nächstes Jahr folgt der Rest. Der Bürgermeister – Belit Onay – ist ein Autogegner. In der City wurden Parkplätze rückgebaut, die Parkgebühren wurden erhöht und probeweise wurden wichtige Straßen gesperrt, damit man diese als „Begegnungsstätten“ nutzen konnte. Folge war, dass der Stadtverkehr regelmäßig kollabierte. Jetzt steht Belit Onay wieder im Wahlkampf. Nur wird das VW-Debakel ebensowenig thematisiert wie die völlig verfehlte grüne und sozialistische Politik. Ich freue mich schon richtig darauf, wenn die Gewerbesteuereinnahmen wegbrechen. Vielleicht merkt der eine oder andere Bürger dann doch, dass man auf der Basis von ideologischen Totgeburten keine Rekordsteuereinnahmen erzielen kann.
            Diese Entwicklung wird sich in ganzen Land fortsetzen. Möglicherweise wäre eine Wende vollziehbar, wenn das Ruder umgehend herumgerissen wird in Sinne einer komplett neuen Politik, die sich an den Interessen Deutschlands und seiner Bürger orientiert. Da dies nicht zu erwarten ist, wird sich die Entwicklung fortsetzen. Viele Leute werden vielleicht denken, dass es nicht so schlimm kommen und dass es schon irgendwie gutgehen wird. Großbritannien, die Niederlande, Spanien, Portugal, usw. waren einmal Weltreiche. Sie sind durch Wohlstand, Dekadenz, Dummheit, Korruption, Faulheit und Unfähigkeit untergegangen. Keines dieser Länder war jemals in der Lage, seine Macht, seine Bedeutung und seinen Wohlstand wiederzuerlangen. So wird es mit Europa im Allgemeinen und mit Deutschland im Besonderen auch geschehen. Hierzulande haben die Menschen 1914 sich sicherlich nicht vorstellen können, wie es in den Jahren nach 1918 aussehen wird. Gleiches gilt für 1939 und 1945 ff.. Wieso denken die Leute, dass Deutschland seine Position wird halten können, wenn es seinen Kurs der Selbstvernichtung beibehält?

  5. Hallo Zusamnen
    Die US Banken halten zusammen Derivat Positionen von sage und schreibe 296 Billionen Dollar!!!
    Es ist nicht zu fassen. Bei einem Crash der Aktienmärkte oder einer ausufernden Schuldenkrise kann das böse enden!
    Aber niemand scheint sich Sorgen zu machen!
    Und das ewige Rätsel von Fort Knox mit den angeblichen US Goldvorräten löst sich nicht.
    Ist das Gold noch dort?? Oder wurde es verkauft oder verliehen??? Wieso können Kongress Abgeordnete keine Besichtigung vornehmen? Alles mysteriös und sagenumwoben!
    Die Verschörungstheorien sind schon lange am Laufen!
    Grüsse aus der Schweiz

    • Geronimo:
      Das Rätsel um die US-Goldvorräte ist zwar ein Dauerbrenner, aber es ist letztlich irrelevant. Würde man nicht mehr mit 42,00 USD/Unze, sondern mit dem Marktpreis bewerten, so wäre die Summe im Hinblick auf die Verschuldung der USA dennoch belanglos. Diese Arbeit kann man sich sparen.
      Würde man auf die Idee kommen, auf eine sehr viel höhere Neubewertung hinzuarbeiten, so würde man den Gegner – allen voran China – den Gefallen des Jahrhunderts erweisen. Denn diese Länder haben sehr viel mehr Gold bei einer sehr viel geringeren Staatsverschuldung. Russland hatte 2025 beispielsweise eine Schuldenquote von ca. 17,00 % des BIP. Der Westen kann davon nur träumen.
      Bleibt nur eine Option: der Neuanfang nach einer Währungsreform. Hier wäre das Gold sehr hilfreich. Und deswegen wird dieses Geheimnis ein solches bleiben. Anderenfalls würde man sich diese Option von vornherein erschweren.

      • Eine Währungsreform in den USA über Nacht wäre aber eine krasse Wasserstoffbombe!
        Alle Guthaben in US Dollar würden wertlos! Bumm! Auch alle US Staatsanleihen und das ausländische Dollarvermögen Null!
        Aktiencrash und Verarmung und sogar Volksaufstände könnten loagehen!
        ich glaube eher an eine schleichende Abwertung des US Dollars!
        Der ist seit Jahren schon im Gange!
        Zum Schweizerfranken war der US Dollar vor dem Vietnamkrieg 4.50
        Man musste Sfr. 4.50 für einen US Dollar zahlen!
        Und heute? 1 US Dollar isr noch 81 Rappen wert!
        Dem Dollar ist nicht zu trauen. Wie dem japanischen Yen auch nicht. Der ist bald auch nichts mehr wert! Die Türkische Lira ist bald nur noch Klopapier!
        Und der Euro? Da wage ich keine Prognose!
        Der Schweizer Franken ist immer noch eine der härtesten Währung weltweit!
        Hoffentlich bleibt das so!
        Grüsse aus der Schweiz

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