Der Goldpreis ist erneut gesunken. Krügerrand und Goldbarren werden günstiger angeboten, während die Aufgelder im deutschen Edelmetall-Handel moderat bleiben.

Gold kaufen nach erneutem Preisrückgang
Mit den niedrigeren Gold- und Silberkursen sind auch die Preise für Edelmetall-Produkte im deutschen Handel zurückgegangen. Am Freitag um 13 Uhr kostete eine prägefrische Krügerrand-Goldmünze zu einer Unze durchschnittlich 3.726 Euro. Der Preis ergibt sich aus unserer wöchentlichen Abfrage der Angebote von sechs deutschen Edelmetall-Händlern.
Der Goldpreis ist gefallen. Doch gängige Goldanlageprodukte kann man weiterhin vergleichsweise nah am Metallwert kaufen.
Gegenüber der Vorwoche verbilligte sich der Krügerrand damit um rund 60 Euro oder 1,6 Prozent. Gleichzeitig blieb das durchschnittliche Aufgeld konstant bei 3,72 Prozent. Damit bleiben die Kosten oberhalb des reinen Metallwerts weiterhin moderat.
Für einen 100-Gramm-Goldbarren verlangten Händler durchschnittlich 11.816 Euro. Das waren rund 191 Euro oder 1,6 Prozent weniger als in der Vorwoche. Das Aufgeld sank sogar leicht auf 2,28 Prozent. Damit bleiben größere Goldbarren auf das Gramm gerechnet die günstigere Möglichkeit, physisches Gold zu kaufen.
Die Handelsspannen zwischen An- und Verkaufspreis erhöhten sich etwas. Beim Krügerrand betrug der Spread zuletzt 6,40 Prozent, beim 100-Gramm-Goldbarren 5,40 Prozent.

Gebrauchte Goldmünzen günstiger
Preisbewusste Anleger können weiterhin auf angekaufte Ware ausweichen. Gebrauchte Krügerrand-Goldmünzen werden laut unserer Erhebung im Durchschnitt rund 69 Euro pro Unze günstiger angeboten als prägefrische Exemplare. Der Preisvorteil entspricht damit dem Niveau der Vorwoche.
Dabei handelt es sich in der Regel um ältere Jahrgänge oder Münzen mit leichten Gebrauchsspuren. Für den reinen Materialwert und die Funktion als Anlagegold spielt das Prägejahr normalerweise keine entscheidende Rolle.
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Silber kaufen: Preise geben deutlicher nach
Im Silberhandel fiel der Preisrückgang stärker aus. Eine Unze Maple Leaf kostete am Freitag durchschnittlich 72,02 Euro. Das waren 4,2 Prozent weniger als eine Woche zuvor. Das Aufgeld stieg allerdings leicht auf 38,50 Prozent.
Ein Standardsilberbarren zu einem Kilogramm war im Mittel für 2.199 Euro erhältlich. Damit verbilligte er sich ebenfalls um 4,3 Prozent. Das durchschnittliche Aufgeld lag bei 31,52 Prozent.
Auf das Gramm gerechnet bleiben Kilobarren somit günstiger als einzelne Silber-Anlagemünzen. Allerdings müssen Anleger bei Silber weiterhin deutlich höhere Aufgelder und Handelsspannen einkalkulieren als bei Gold. Der Spread erreichte beim Maple Leaf 36,68 Prozent und beim Kilobarren 40,42 Prozent.
Auch bei Silber lässt sich mit angekaufter Ware sparen. Maple-Leaf-Silbermünzen aus dem Zweitmarkt werden derzeit rund 6 Euro pro Unze günstiger angeboten. Dieser Abschlag blieb gegenüber der Vorwoche unverändert.
Aufgelder bei Gold bleiben moderat
Der niedrigere Goldkurs wird damit weitgehend an die Kunden weitergegeben. Trotz leicht gestiegener Handelsspannen bleiben die Aufgelder bei den untersuchten Goldprodukten moderat. Insbesondere 100-Gramm-Barren werden weiterhin vergleichsweise nah am reinen Metallwert angeboten.
Bei Silber ist der Abstand zum Spotpreis dagegen erheblich größer. Hier wirken sich unter anderem Mehrwertsteuer, Prägekosten, Logistik und Händlermargen stärker auf den Endpreis aus. Anleger sollten deshalb neben dem Verkaufspreis auch den Spread und mögliche Preisvorteile bei angekaufter Ware beachten.
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